Forum Politik und Gesellschaft Innenpolitik Wie blöd muß man sein um Atommüll in Salz einzulagern ?

Innenpolitik Wie blöd muß man sein um Atommüll in Salz einzulagern ?

EehemaligesMitglied58
EehemaligesMitglied58
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Re: Die andere seite des protestes
geschrieben von EehemaligesMitglied58
als Antwort auf wolfgang vom 08.11.2010, 09:53:46
Auch wenn ich mich jetzt bei den atomkraftgegnern und berufsprotestierern noch unbeliebter, mache ein paar gedanken zum Ist.
Fakt ist, der Atommüll ist da, muß von D vertragsgemäß abgenommen und irgendwo und irgendwie gelagert werden.
Was bringt uns also der protest?
1. Man könnte solange und so heftig protestieren, daß der zug mit dem atommüll ewig im Wendland stehen bleibt.
Das würde voraussetzen, daß die berufsprotestierer ihren nachwuchs und die wiederum ihren nachwuchs und lustig so weiter auf die schienen setzen, sommers wie winters.
Also würde sich die endlagerung vom salzstock auf die schiene verlagern und irgendwann würden die anwohner ob der oberirdischen, völlig ungeschützten lagerung vor ihrer haustür unruhig werden und anfangen die protestierer zu vertreiben.
Das würde dann sicher nicht unblutig ablaufen.
2.Der zug wird also irgendwann im "endlager" ankommen.
Bis dahin kostet jede minute des polizeieinsatzes und jede zerstörung an schiene und straßen einen haufen geld.
Ich schätze mal, der einsatz und die reparaturen werden in die millionen gehen, wir werden das erfahren.
Millionen an steuergeldern werden unnütz verpulvert, der zug muß ja irgendwann eingelagert werden und ich warte vergeblich auf die stimmen derer, die bei jeder gelegenheit die verschwendung von steuergeldern inbrünstig anprangern.
3. Wer profitiert eigentlich von der ganzen sache?
Der steuerzahler nicht, denn von den Millionen, die das kostet könnten schulen saniert, straßen befestigt, infrastrukturen verbessert, auch schüler gespeist werden.
Die einzigen profiteure sind die hoteliers, gaststättenbesitzer und imbißbetreiber im wendland. Die haben hochkonjunktur.
O-Ton eines Hoteliers:
Wir sind alle ausgebucht, es gibt kein bett mehr zu mieten.
Von mir aus könnte jeden monat so ein transport durch unser gebiet kommen.
Übrigens hat sich auch die unsägliche Grüne Roth wieder medienwirksam auf der straße sitzend zu wort gemeldet.
Das auch dieser transport mit ein werk ihrere regierungszeit ist, hat sie allerdings glatt vergessen.
wolfgang
wolfgang
Mitglied

Re: Wie blöd muß man sein um Atommüll in Salz einzulagern ?
geschrieben von wolfgang
als Antwort auf pippa vom 08.11.2010, 10:20:13
Vor allem muss Schluss gemacht werden mit der NEUPRODUKTION von gefährlich strahlendem Atommüll. Gerade hat die schwarz-gelbe Merkel-Administration den Ausstieg aus dem Ausstieg beschlossen. Geht dieser Ausstieg durch, werden viele Tonnen Atommüll ZUSÄTZLICH anfallen. Die Atommafiosi freut's. Ihre Regierung spurt.

--
Wolfgang
hugo
hugo
Mitglied

Re: Wie blöd muß man sein um Atommüll in Salz einzulagern ?
geschrieben von hugo
als Antwort auf wolfgang vom 08.11.2010, 09:49:15
Du bist der Mitläufer par excellence - zu DDR-Zeiten und jetzt auch wieder. Wo die Macht ist, da bist Du. (Wolfgang)

oh ja wolfgang, Du Neunmalaltkluger Superwessi, genau von solchen Leuten hab ich Belehrungen zu meinen scheinbar früheren Meinungen und Ansichten besonders gern.
Trifft sichs doch haargenau mit den hier üblichen Vorstellungen wie man es mit seinen Brüdern und Schwestern eigentlich nicht machen sollte,,

da fällt mir spontan ein Satz aus dem Buch "Zwischen zwei Stühlen" von Karla Zellwald ein

,,, da bricht die brutale bundesdeutsche Gegenwart in Gestalt eines Kleingartenvereinsvorsitzenden herein, um die neubundesdeutschen Kleingartenregelungen hirnlos und rücksichtslos durchzusetzen,,,

hab gestern schon mal daran gedacht einen Spruch von Dir einrahmen und signieren zu lassen der da -an hugo gerichtet- lautete:

"neinsager sind gefragt. von den jasagern gibt es genug."

Eine solche Beurteilung, eine solche Auszeichnung solche Bestätigung hat mir nämlich noch gefehlt in meiner Sammlung,,,da biste so ziemlich der Erste der den hugo durchschaut hat,,viel andere sehen das gaanz anders und werten ihn als einen der größten Nörgler und Meckerer unserer ach so beliebten bundesdeutschen Obrigkeit. danke wolfgang *g*

Bleibt nur noch die Frage zu klären worauf sich Dein Spezialwissen bezieht, das es den Ossis wenn sie sich nur ein bisschen mit Atomstrom und Anti-Atomstrom befasst hatten, klar war, das die Arbeiten der unabhängigen Anti-Atom-Institute nicht auf einer Stufe mit den Lügen der AgitProps aus dem Hause Siemens et al standen.

Ja die Ostermarschierer, das war mir schon ein Begriff aber die brachte ich dummer hugo nicht so recht mit den damaligen Plattmacherorganisationen zusammen,,,

ok wolfgang hätte das damals natürlich alles schon perfekt auf die Reihe gebracht,,nur Du und solch ähnliche Deiner Sorte,,von denen war nix zu bemerken, da kamen weder Hilfe, noch Aufklärung noch Angebote,

aber heute die große Lippe riskieren und andere runterputzen,,nee ist nicht der Stil um die hugos für Deine Sache zu begeistern,,bei solchen Leuten war und bin ich eher vorsichtig, die sind -wie der Sachse sagt- nicht astrein, vor denen muss man sich etwas in acht nehmen, wer weiß denn, welche Hinterhältigkeiten die noch im Schilde führen *g*

aber vielleicht ists auch nur Deine Hilflosigkeit und Unfähigkeit im Umgang mit dem netten Nachbarn, der deshalb als zu blöd eingestuft wird z.B im Umgang mit Salz. *g*

hm Mitläufer par excellence - zu DDR-Zeiten und jetzt auch wieder,,,ja das hat was,,wenns dafür nur ne Prämie gäbe, aber nur so ??

hugo


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ehemaligesMitglied27
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Re: Wie blöd muß man sein um Atommüll in Salz einzulagern ?
geschrieben von ehemaligesMitglied27
als Antwort auf hugo vom 08.11.2010, 10:45:20
Hugo Du hast recht, gib´s ihnen.

Links Ost und links West passen nicht zusammen, jagt den Grinsemann Ernst und seinen Sauhaufen zum Teufel und schärft wieder euer Profil.
Re: Wie blöd muß man sein um Atommüll in Salz einzulagern ?
geschrieben von klaus
als Antwort auf wolfgang vom 07.11.2010, 20:51:28
"Den Protestierern gelingt viel. Gleise werden geschottert..."



Kommen wir doch mal auf die Realitäten zurück.

Die AKW's haben Atommüll produziert, der bis 2005 zur Aufarbeitung nach Frankreich oder England geschickt wurde. Es gibt also seit 5 Jahren keine Lieferungen nach Frankreich oder England mehr.
Castortransporte wird es in wenigen Jahren nicht mehr geben.

Es bleibt uns nichts weiter übrig, als den in Castorbehältern zurückkommenden Atommüll in Deutschland zunächst zwischenzulagern, um ihn dann irgendwann in einem Endlager abzulagern.

Ich gehe mal davon aus, dass auch du keine andere Alternative siehst, denn wir können die Zeit nicht zurückdrehen und den Atommüll "vergessen" oder den Franzosen oder Engländern aufdrücken.

Welchen Sinn machen deine Bemerkungen :
"Die ersten Auseinandersetzungen mit der Staatsmacht. Den Protestierern gelingt viel. Gleise werden geschottert. Der Castor wird dadurch immer wieder blockiert und kommt nur langsam voran...",
wenn es um die VERHINDERUNG der Castortransporte geht.

Begeistert berichtest du, dass Gleise "geschottert" werden, was letztendlich zu einem Transportunfall mit verherenden Folgen führen könnte.
Da wird ein Polizeiwagen angezündet, in dem noch Polizisten sind ...
Vielleicht wird auch mal ein Castorbehälter beschossen u.s.w.

Ist es das - was du willst?

UND noch 2 Fragen an dich:
- Was soll mit dem Atommüll geschehen - wie soll er transportiert werden?
- Soll er vielleicht doch in Frankreich oder England bleiben?

Ich bin gespannt auf deine Antworten.

Um es gleich vorweg zu nehmen.
Ich akzeptiere Demonstrationen gegen die Verlängerung der Laufzeiten - aber ich verurteile diese Demonstrationen und die Demonstrationsmethoden gegen die Transporte.


hugo
hugo
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Re: Wie blöd muß man sein um Atommüll in Salz einzulagern ?
geschrieben von hugo
als Antwort auf ehemaligesMitglied27 vom 08.11.2010, 11:15:47
ach nee Boris,,so weit geht die Freundschaft nun auch wieder nicht,,,hier stimmts nur mit der Chemie in Sachen KKW-Altlasten nicht
z.B bei solchen Äußerungen: "Geht dieser Ausstieg durch, werden viele Tonnen Atommüll ZUSÄTZLICH anfallen."

das ist natürlich aus meiner Sicht nicht die ganze Wahrheit, denn diesen Müll machen dann eben andere, bevorzugt unsere Nachbarn, aber kein Gramm weniger,

denn die nutzbaren Gesamtvorkommen an Uran also die Müllmengen ändern sich dadurch keineswegs, nur die Zwischenlagerung oder die eventuelle sog. Endlagerung die findet dann eben ein paar Kilometer weiter westlich, südlich, östlich usw statt und da macht diese gegenwärtige Politik der Grünen keinen Sinn, damit kommen wir auch auf keinen grünen Zweig,,,da freuen sich ausschließlich die Atomdingsda von nebenan,,

das kommt mir so vor wie die Gegenwehr für deutsche Kohlekraftwerke die nun in China gebaut werden, als ob der dumme CO2-Dingsda an den chiesischen und deutschen Grenzen halt machen würde,,

Wenn ich Atomverdiener in Frankreich wäre, ich glaub die dummen deutschen Grünen könnt ich ans Herz drücken,,aber so ??

hm Boris, aber es gibt durchaus Themen da gefällt mir das was der Grinsemann gegenwärtig vertritt z.B der Mindestlohn, die Kriegsantipathie, die Kritik der Ausländerdresche usw,,

hugo

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ehemaligesMitglied27
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Re: Wie blöd muß man sein um Atommüll in Salz einzulagern ?
geschrieben von ehemaligesMitglied27
als Antwort auf hugo vom 08.11.2010, 11:45:27
Aber Hugo

Glaubst Du wirklich, dass der boy eine eigene Meinung hat? Der quatscht doch immer in jeder Talkshow den gleichen Sermon.

Kann jedoch auch sein, dass ihm sonst nichts Anderes einfällt als die drei von Dir genannten Punkte. Mir genügt das nicht als Parteiprogramm.
eko †
eko †
Mitglied

Re: Wie blöd muß man sein um Atommüll in Salz einzulagern ?
geschrieben von eko †
als Antwort auf klaus vom 08.11.2010, 11:37:17
Zitat:

"ich verurteile diese Demonstrationen und die Demonstrationsmethoden gegen die Transporte."




Derselben Meinung bin ich auch!

Es besteht nun mal kein Zweifel daran, dass wir diesen Atommüll zurück nehmen müssen. Er kann nicht in Frankreich bleiben.

Also müssen diese Castor-Transporte sein.

Es erschließt sich mir nicht, warum da so viele Bürger sich dazu hergeben, nun gegen diese Transporte zu demonstrieren. Das ist doch Kinderkram!

Diese Demonstrationen verursachen hohe Kosten (von 25 Millionen ist die Rede)und bringen die Polizei, die sich durchsetzen muss, in Verruf.

Man konnte es im Fernsehen deutlich genug mitbekommen, dass die "armen Demonstranten" nur von der Polizeigewalt sprachen, wogegen Vertreter der Polizei glaubwürdig darauf hinwiesen, dass sie das "schottern" der Gleise und das Anketten an die Schienen nicht tolerieren können.

Solange Demonstrationen friedlich bleiben und keine Behinderung des Transportes erfolgt, ist nichts dagegen einzuwenden, wenngleich deren Sinn und Zweck fragwürdig bleibt.

Was sein muss, muss halt eben sein, auch wenn es manchen nicht in den Kram passt.

e k o


walter4
walter4
Mitglied

Re: Wie blöd muß man sein um Atommüll in Salz einzulagern ?
geschrieben von walter4
Zitat:

"ich verurteile diese Demonstrationen und die Demonstrationsmethoden gegen die Transporte."

Es ist das Recht jeden Bürgers, gegen Mißstände zu protestieren, indem er demonstriert. Häufig ist es die einzige Möglichkeit, auf einen Mißstand in medienwirksamer Form hinzuweisen oder die allgemeine Aufmerksamkeit auf einen wunden Punkt zu lenken.

Im Fall der Castor-Transporte ist es der verheerende Umgang von Atomwirtschaft und Regierung mit Risiken, die im schlimmsten Fall große Landstriche unbewohnbar machen können. Das Merkel und ihre Spießgesellen sollen mit diesen Aktionen zur Besinnung gerufen werden, ihr unverantwortliches Tun zu überdenken und einzustellen.

Ich bedanke mich bei den Leuten, die große Opfer auf sich nehmen, um diese Einstellung zum Ausdruck zu bringen.

Ich war bis dato eigentlich ein Befürworter längerer Laufzeiten. Seit diesen Tagen und den neuen in diesem Thread gewonnenen Informationen muß ich sagen, angesichts des Dilletantismus und unverantwortlichen Handelns von Atomindustrie und Regierung bin ich zu der Überzeugung gekommen, daß man diesen Idioten ihren ganzen Atomkrempel wegnehmen muß, bevor etwas ganz Schlimmes passiert. Die Meiler gehören abgeschaltet und ich hoffe jetzt, daß der Bundestag die Entscheidung zu längeren Laufzeiten noch kippen kann.

Ich hoffe, daß die Fernsehbilder auch die Bevölkerung zum Nachdenken bringen und daß diese verbrecherische Lobbyistenbande bei allen zukünftigen Wahlen abgestraft wird.
EehemaligesMitglied58
EehemaligesMitglied58
Mitglied

Re: Wie blöd muß man sein um Atommüll in Salz einzulagern ?
geschrieben von EehemaligesMitglied58
als Antwort auf walter4 vom 08.11.2010, 16:04:07

Ich war bis dato eigentlich ein Befürworter längerer Laufzeiten. Seit diesen Tagen und den neuen in diesem Thread gewonnenen Informationen muß ich sagen, angesichts des Dilletantismus und unverantwortlichen Handelns von Atomindustrie und Regierung bin ich zu der Überzeugung gekommen, daß man diesen Idioten ihren ganzen Atomkrempel wegnehmen muß, bevor etwas ganz Schlimmes passiert.


Wenn Du o.g. meinung bist, ich denke mal alle, auch Die regierung wären froh, daß Du ihnen den ganzen "atomkrempel" abnimmst.
Dann haben alle ihre ruhe und Du kannst Dir einen kopp machen wie weiter.
Übrigens, heute in meiner tageszeitung, die Transporte werden bis 2017 weitergehen.
Das ist allerdings nicht das "verdienst" der derzeitigen regierung sondern die regelung aus rot/grüner regierungszeit und hat mit der verlängrung der laufzeiten nix zu tun.
Sind sogenannte altlasten.

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