Innenpolitik "Wir sind mehr"

"Wir sind mehr"
geschrieben von mart1


Ich war in der Schule und habe nix gelernt / Doch heute habe ich ein Affen und ein Pferd / Ich mach Mousse aus deiner Fresse / Boom verrecke / Wenn ich den Polenböller in deine Kapuze stecke / Die halbe Schule war querschnittsgelähmt von mein Nackenklatschern / Meine Hausaufgaben mussten irgendwelche deutschen Spasten machen / Gee Futuristic ich krieg Durchfall von die Bässe / Ich ramm die Messerklinge in die Journalistenfresse / […] 
Trete deiner Frau in den Bauch, fresse die Fehlgeburt / […] Hab ‚ne Kiste voller Gold und mach es regnen auf euch Schweine / Ist eine Frau nicht nackt, dann beschmeiss ich sie mit Scheine / Macht sie sich dann nackt, dann beschmeiss ich sie mit Steine / […] Eva Herman sieht mich, denkt sich, was’n Deutscher / Und ich gebe ihr von hinten, wie ein Staffelläufer / Ich fick sie grün und blau, wie mein kunterbuntes Haus / Nich alles was man oben reinsteckt kommt unten wieder raus / […]

Vom vergangenen Montag, mit freundlicher Empfehlung des deutschen Bundespräsidenten.
 

marina
marina
Mitglied

RE: "Wir sind mehr"
geschrieben von marina
als Antwort auf mart1 vom 10.09.2018, 10:07:45

Quelle?
Ach so, habe ich gefunden. Dass das Satire ist, das hast du aber offensichtlich nicht verstanden.
K.I.Z.

Wiki über K.I.Z

Zitat:
Markenzeichen der Gruppierung sind sexistische, provokante Texte in Verbindung mit schwarzem Humor, Ironie, Sarkasmus und Zynismus sowie selbstironische Bezeichnungen und Darstellungen. Typisch sind auch starke Übertreibungen, etwa in Form von Parodien gegenüber anderen Rappern, Personen oder dem Hip-Hop-Genre selbst. K.I.Z äußern auf satirische Art und Weise Kritik an der heutigen Gesellschaft, an Politik und Phänomenen wie Starallüren (Wir werden jetzt Stars) oder auch dem Leben im Prekariat (Frei sein RMX). Nico bezeichnet seinen Stil als Pop, Tarek sieht K.I.Z als „sowas wie die Onkelz der Reggae-Szene“.[1]


 

RE: "Wir sind mehr"
geschrieben von mart1
als Antwort auf mart1 vom 10.09.2018, 10:07:45

(Spätere Ergänzung: Antwort an Marina)

Ich erkenne  in dem Text weder Humor noch Satire oder gar Kritik.

Aber vielleicht ist das deutsche Kultur.
Wer sowas schreibt, empfiehlt, gerne hört oder unter das Label "Kampf gegen Rechts" stellt,ist vollkommen verroht.

Nur meine  Meinung, die "Wir sind  mehr" Mehrheit sieht das offensichtlich anders.
​​​​​


 


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Bruny
Bruny
Mitglied

RE: "Wir sind mehr"
geschrieben von Bruny
als Antwort auf mart1 vom 10.09.2018, 11:08:27

Nein, das ist nicht deutsche Kultur, auch keine Satire oder sonstiger Witz. Das ist einfach ekelhaft, indiskutabel und mit nichts zu entschuldigen. 
Bruny

marina
marina
Mitglied

RE: "Wir sind mehr"
geschrieben von marina

Na, ist doch schön, wenn man wieder was hat, worüber man sich aufregen kann.
Ich kann mich darüber nicht aufregen, weil ich weiß, was eine Satire ist und dass sie von Übertreibungen und Provoktionen lebt und und in diesem Fall selbstironische Bezeichnungen und Darstellungen verwendet wurden, mit denen er die Prolls auf die Schippe nimmt und sie parodiert (s. Wikipedia).
Aber ihr dürft euch gern weiter aufregen, wenn es euch gut tut. Lächeln
Das war ja schon bei Böhmermann so, der längst rehabilitiert ist, inzwischen heimst er einen Preis nach dem anderen ein und gilt für manche Kenner der Satireszene als der große Star schlechthin.

Ist alles Geschmacksache, auch ich habe einen anderen Geschmack, kann aber zwischen Kunst und Realität unterscheiden. Und Satire ist eindeutig eine sehr hohe Kunstform.

Und jetzt dürft ihr euch auch wieder über diesen meinen Beitrag aufregen. Viel Spaß dabei! Lächeln

Bruny
Bruny
Mitglied

RE: "Wir sind mehr"
geschrieben von Bruny
als Antwort auf marina vom 10.09.2018, 12:02:44

Ich rege mich über diesen Mist mit Sicherheit nicht auf. Für mich ist es reine Geschmackssache, mir gefällt es nicht, aber wenn es dir gefällt, dann mag es für dich in Ordnung sein. 
Bruny


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Drachenmutter
Drachenmutter
Mitglied

RE: "Wir sind mehr"
geschrieben von Drachenmutter
als Antwort auf marina vom 10.09.2018, 12:02:44

Nun, die erste Zeile deutet klar auf eine Satire hin, allerdings sehe ich bei dem weiteren Text die Gefahr, dass junge Leute, die diesen Text nicht als Satire erkennen, ihn als Rechtfertigung sehen könnten, eben genauso zu handeln. Und das macht mir Angst. Zu viele werden den Text geil finden und denken, wenn die schon sowas singen, dann darf ich sowas auch real machen. Aus diesem Grunde meine ich, dass auch solche Musikgruppen eine gewisse Verantwortung dafür haben, wie ihre Texte verstanden und umgesetzt werden.

LG,
Drachenmutter

novella
novella
Mitglied

RE: "Wir sind mehr"
geschrieben von novella
als Antwort auf mart1 vom 10.09.2018, 10:07:45

Über die "Qualitäten" dieses widerlichen Textes braucht man nicht zu diskutieren, finde ich.

Aber was soll der Hinweis auf den Bundespräsidenten unter dem zitierten Text? (Die Frage ist rhetorisch; denn es ist offensichtlich, welche Aufgabe dieser Hinweis hat.)

sammy
sammy
Mitglied

RE: "Wir sind mehr"
geschrieben von sammy
als Antwort auf mart1 vom 10.09.2018, 11:08:27


Ich erkenne  in dem Text weder Humor noch Satire oder gar Kritik.

Aber vielleicht ist das deutsche Kultur.
Wer sowas schreibt, empfiehlt, gerne hört oder unter das Label "Kampf gegen Rechts" stellt,ist vollkommen verroht.
 
......jepp mart1, da muss man wohl gänzlich anders gestrickt sein, um hier noch annähernd "SATIRE" 
auszumachen.
Aber wie gesagt, Ansichten und Meinungen sind halt "frei". 
Da könnte man ja fast auf den Gedanken kommen,  in Chemnitz hätten sich halt lediglich "Schwererziehbare" getroffen.....oha!

sammy
 
pschroed
pschroed
Mitglied

RE: "Wir sind mehr"
geschrieben von pschroed
als Antwort auf mart1 vom 10.09.2018, 10:07:45

Satire wie sie Böhmermann und Co verbreiten, finde ich persönlich einfach nur ausserordentlich daneben.
Viele von denen etwas dünner Betuchten sowie Brüller ahmen diese Sprachweise im alltäglichen nach und sorgen in der unteren Schicht für noch mehr Hemmungslosigkeit.

Ich bin zwar kein Feind von Satire, es sollte aber schon in einem etwas kultivierten Rahmen gehalten sein.
Wie ich es persönlich empfinde ist zwar nicht wichtig,aber in Bezug meinen Lebenserfahrungen ist dieses eine Teil des Gesellschaftbildes mir einfach zu dumm und zuwider.
Phil.
 


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