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Innenpolitik wo bleibt die Deutsche Einheit

ehemaligesMitglied27
ehemaligesMitglied27
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Re: wo bleibt die Deutsche Einheit
geschrieben von ehemaligesMitglied27
als Antwort auf hugo vom 03.10.2010, 17:29:44
Hugo

Du verstehst es meisterlich, zu versuchen, Leute mit Zahlenspielchen zu verwirren.

Ich habe es so verstanden, dass die Privathaushalte in West = 100 gesetzt wurden und die in Ost = 65.

Das sollen Sparer wie Hinz und Kunz sein und keine Milliardäre eingerechnet.

Wie das DIW die Zahlen zusammen klamüsert, weiss ich nicht. Es hat mich nicht interviewt und auch keine Einblicke in meine Konten erhalten, weder von mir, noch von meinen Banken.

Ich kann Dir auch nicht erklären, wie die gehörten 100 zu 65 zustande gekommen sind, deshalb sind Zahlen aus Funk, Fernsehen und Printmedien für mich so lange nicht relevant, bis eine glaubhafte Rechnung auf dem Tisch liegt.

sysiphus
sysiphus
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Re: wo bleibt die Deutsche Einheit
geschrieben von sysiphus
als Antwort auf hugo vom 03.10.2010, 10:30:55

Immer öfter werden Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen veröffentlicht die mit bisherigen Behauptungen -vonwegen der Osten hat hauptsächlich profitiert usw- nicht mehr übereinstimmen.

So steht heute in der „Welt am Sonntag eine Untersuchung des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH)
"Die Ostdeutschen haben die Einheit selbst bezahlt"

hugo
geschrieben von hugo


Die von der Springer-Presse scheinen den Herrn Professor Ulrich Blum, Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle, besonders zu mögen, jedenfalls zitieren sie den öfter mal.

Reuters, Dienstag, 22. Dezember 2009: nach einem Vorabbericht der Bild-Zeitung fordert Prof. Ulrich Blum, Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH): "Wer aus der Kirche austritt und keine Kirchensteuer zahlt, sollte eine andere Abgabe an eine soziale Einrichtung wie das Rote Kreuz entrichten", eine "Ethiksteuer".

Der Satz für diese Steuer könnte sieben Prozent der Lohn- und Einkommenssteuer betragen. Damit könnte die Zahl der Kirchenaustritte möglicherweise gebremst und Trittbrettfahrerverhalten unterbunden werden. "Schließlich nehmen auch Nicht-Kirchensteuerzahler häufig soziale Dienste oder Seelsorger in Anspruch".

sysiphus...



wolfgang
wolfgang
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Re: Wo bleibt die Deutsche Einheit
geschrieben von wolfgang
als Antwort auf hugo vom 03.10.2010, 10:30:55
Das, was die Leute vom Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) an Zahlen abgeliefert haben sowie die Schlüsse, die sie daraus gezogen haben, sind ein Beispiel für Tarnen, Täuschen und Tricksen. - Tatsache ist, das bestreiten die Forscher auch nicht, dass die staatlichen Transfers hauptsächlich von West nach Ost gingen - nicht etwa umgekehrt. Netto 1,4 Billionen Euronen sind so bis jetzt zusammengekommen. Profitiert davon haben vor allem Ostler (zugegeben, nicht alle gleichermaßen).

--
Wolfgang

Ostdeutschlands Transformation seit 1990 im Spiegel wirtschaftlicher und sozialer Indikatoren, 2. aktualisierte und verbesserte Auflage, IWH (Hrsg.), Halle, Juli 2010


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hugo
hugo
Mitglied

Re: wo bleibt die Deutsche Einheit
geschrieben von hugo
als Antwort auf ehemaligesMitglied27 vom 03.10.2010, 18:01:17
hm Boris,,in Sachen Zahlenspielchen bin ich sicher noch ein Waisenknabe gegenüber den Politprofis.

Was sich heutzutage manche "Wirtschaftskünstler, Finanzjongleure, Milliardenerbettler,," usw.
ausdenken ist oft schon recht kurios.

Dazu ein aktuelles Beispiel: Nach der Wende sind unterm Strich rund 1,8 Millionen Menschen in den Westen gezogen. Da es sich dabei meist um gut ausgebildete Arbeitskräfte handelte, erwirtschaften sie den Angaben zufolge inzwischen rund ein Viertel des Wirtschaftswachstums auf dem Territorium der alten Bundesrepublik.

Wenn diese Summen nun von diesen "Experten" in Gegenrechnung zum Aufbau Ost gestellt werden, zu den bisherigen Transfersleitungen, dann ist ja damit fast schon alles ausgeglichen.

So behauptet der Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Ulrich Blum: Das die Wirtschaftsleistung der in den alten Bundesländern lebenden Ostdeutschen spätestens ab 2013 die Höhe der Transferzahlungen entsprechen wird.

Die Einheit habe auch den Westen viel wettbewerbsfähiger gemacht und wir sind auch deshalb (weil wir viel lernen konnten bei diesem Prozess)so gut durch die Weltwirtschaftskrise gekommen usw,,

na, wenn das die Ossis nicht erfreut und aufbaut und den Wessis zu denken gibt *g*

hugo, der dieser Rechnung noch nicht vollkommen traut *g*
sysiphus
sysiphus
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Re: wo bleibt die Deutsche Einheit
geschrieben von sysiphus
als Antwort auf hugo vom 03.10.2010, 19:07:15

So behauptet der Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Ulrich Blum: Das die Wirtschaftsleistung der in den alten Bundesländern lebenden Ostdeutschen spätestens ab 2013 die Höhe der Transferzahlungen entsprechen wird.

hugo, der dieser Rechnung noch nicht vollkommen traut *g*
geschrieben von hugo


Ulrich Blum im Parteibuch Lexikon, dem parteiischen Wiki mit wertenden Informationen in deutlicher Sprache Person:

Ulrich Blum, geboren am 19.05.1953 in Pullach, ist ein evangelischer wirtschaftsfaschistischer Sprechblasenklopfer mit Professorentitel.

Ulrich Blum
wolfgang
wolfgang
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Re: Wo bleibt die Deutsche Einheit
geschrieben von wolfgang
als Antwort auf hugo vom 03.10.2010, 19:07:15
Dass die DDR-Wirtschaft und damit die DDR marode Gebilde waren, die dann auch über Nacht in sich zusammenbrachen, bestreitet kein vernünftiger Mensch. Auch bestreitet kein vernünftiger Mensch, dass DDR-Bürger massenhaft das Weite suchten und rübermachten. Dass die Forscher aus Halle aber die Leistung der Flüchtigen im Westen dem Osten gutschreiben, ist, finde ich, dreist.

--
Wolfgang

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hugo
hugo
Mitglied

Re: Wo bleibt die Deutsche Einheit
geschrieben von hugo
als Antwort auf wolfgang vom 03.10.2010, 19:27:08
hallo wolfgang
die Leistung der Flüchtigen im Westen dem Osten gutzuschreiben findest Du dreist.

ok, aber die Schädigungen die dem Osten durch die vielen Fehlentscheidungen, durch die Treuhandkriminalität usw zugefügt aber als Wohltaten verkauft wurden,,darf ich die dann ebenfalls als dreist einstufen ??

mal was ähnliches, um das IWH nicht so allein im Regen stehen zu lassen.
Ostdeutschland steckt in der Entwicklungsfalle (Solidarpaktfalle) Die Gelder verhindern zwar eine soziale Katastrophe, bewirken aber keinen nachhaltigen Aufbauprozess.

Der westdeutschen Wirtschaft habe die zusätzliche Nachfrage den Wiedervereinigungsboom und langfristig höheres Wachstum beschert – der Osten aber hänge fest.

Zwischen Ost und West wurde eine fundamentale Innovationslücke getrieben
Viele ostdeutsche Unternehmen gehören zu auswärtigen Konzernen, die Forschung und Entwicklung vornehmlich in der Zentrale betreiben. Dort findet auch die höchste Wertschöpfung statt. (Ulrich Busch von der TU Berlin)

ergo bleiben die hiergebiebenen Ossis dauerhaft die betrogenen Hinterbänkler die an der verlängerten Werkbank schuften oder als Harzer usw. zugucken wie einige wenige ihrer Nachbarn an dieser Werkbank schuften dürfen.

nee wolfgang, vernünftige Menschen bestreiten nicht das viele rübermachten,
aber das sie hier im Osten fehlen,, hm darf ich das sagen oder bin ich dann unvernünftig ?

oder soll ich froh sein das die nicht hier auch noch vor den Arbeitsämtern Schlange stehen ?

Sorgen sollte uns der Blick in die Zukunft machen und anspornen zu Gegenmaßnahmen,
"Bis 2015 halbiert sich die Zahl der 18- bis 25-jährigen potenziellen Nachwuchskräfte im Osten (so der Soziologe Michael Behr von der Universität Jena)

Es wird also keinen Aufholprozess geben, da die Strukturen -die zu DDR und Wende Zeiten schon nicht sonderlich attraktiv und rentabel waren- durch die Nachwendeaktivitäten (siehe Treuhand usw)nun völlig von möglichen Erholungsprozessen und Konkurrenzfähigkeit abgekoppelt wurden.

hugo
.
Re: wo bleibt die Deutsche Einheit
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf Medea vom 03.10.2010, 11:00:51
.... und in meiner Stadt wird jetzt, gestern auch schon, gefeiert und das ist ja auch schön ------
ich gönne jede Straße, jede neue Kanalisation, jeden Hausanstrich und Instandsetzung maroder Häuser und ganzer Stadtviertel meinen ostdeutschen Landsleuten -

wahrscheinlich hätten 500.000 Euros ausgereicht, in meiner Nachbarschaft einen neuen Straßenbelag zu legen, anstatt die vorjährigen Winterlöcher nur mal eben auszubessern. Geld ist aber nicht mehr im Stadtsäckel.
Ist das alles nieber geflossen?

M.



Hallo Medea,

wir sind beide aus Bremen, da brauche ich Dir nicht zu sagen wo hier die Millionen verflossen sind, z.B. in den Spacepark, Botanika. u.s.w. Wie viel hat Bremen von den anderen Ländern zur Haushaltssanierung bekommen und was wurde damit tatsächlich gemacht.
Das Theater in Bremen wird mit jährlich mit einigen Millionen (meine es sind 27Millionen ) subventioniert von einem Land das sich im Haushaltsnotstand befindet.

Die 500.000€ die Du ansprichst sind und werden in Bremen verbrannt , nicht im Osten!

Da sollten wir uns in der Diskussion über das Geld das in den Osten geflossen ist besser heraushalten.

Die haben damit etwas geschaffen, was man von Bremen nicht unbedingt behaupten kann.
Gruß halli
hugo
hugo
Mitglied

Re: wo bleibt die Deutsche Einheit
geschrieben von hugo
als Antwort auf vom 03.10.2010, 20:28:08
oh ja ihr Bremer seid wirklich nicht zu beneiden.

Da kommen von euch -von den kleinen und mitteren Steuerzahlern- große Summen für den Aufbau Ost zustande, werden Infrastrukturobjekte bei uns finanziert ist unser Dank berechtigt,
aber gleichzeitig machten sich auch einige Großganoven aus Eurer Mitte auf, um diese Gelder sofort wieder abzuzocken zu verbrennen oder auf eigene Konten umzuschaufeln.

denkt nur mal an Hennemann und die Vulkanwerftengeschichte,,,ich glaub diese Prozesse sind noch icht ausgestanden,,dafür hat er erfolgreich seine Pensionen usw eingeklagt,,dafür haben wir hier nun absolut kein Verständnis, zumal dadurch damals viele tausende Arbeiter ihren Job verloren die euch nun auch noch auf der Tasche liegen und das kann man sicherlich nicht der olle DDR ankreiden oder dem Müßiggandrang der Betroffenen, sondern ausschließlich den Bremer Krosskotzen.

Hoffentlich seid Ihr stark genug um Euch von solchen Betrügern und Geldeinstreichern auf Steuerzahlerkosten recht bald dauerhaft zu trennen.

Ich drück die Daumen zu unser aller Nutzen.

hugo
Re: wo bleibt die Deutsche Einheit
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf hugo vom 03.10.2010, 20:57:18
Inzwischen gibt es in Bremen keine und in Bremerhaven fast keine Werftindustrie mehr.
Tendenz weiter abnehmend.

Soweit ich informiert bin haben die Werfetn in Rostock danach noch einge Bersitzer gehabt die das auch nicht gebacken bekommen haben.

Da wurde sichtlich viele Millionen wieder zurückgeschoben u.s.w. das haben die Prozesse gezeigt.

Das Problem der Werften (in Ost und west)ist aber nicht nur durch den Vulkan und H.Hennemann enstanden. Die Lage wäre auch ohne diese Personen heute genauso.

Das alles darauf zu schieben ist zu einfach. Eure Wut darüber kann ich aber gut verstehen.

Gruss halli

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