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Innenpolitik wo bleibt die Deutsche Einheit

Re: Wo bleibt die Deutsche Einheit
geschrieben von klaus
als Antwort auf hugo vom 07.10.2010, 11:25:34
hugo, mulde, hinterwaeldler,

es ist nicht nötig zu schreiben, dass ihr solche Hinweise, wie "die DDR-Wirtschaft war marode", "die Infrastruktur eine Schande für einen Industriestaat", "die Umweltpolitik ein einziges Desaster mit heute noch wirksamen Folgeerscheinungen", als Lügenmärchen bezeichnet.

Alle wissen, was ihr von solchen Wahrheiten haltet.

Und das ihr solche - inzwischen sogar von ehemals führenden DDR- Wirtschaftsexperten bestätigten Werte - ignoriert oder als politische Hetze bezeichnet, ist auch bekannt.

Dass ihr diejenigen, die darauf hinweisen als Lügner, Trolle, Unbelehrbare, Hetzer ... bezeichnet ist ständig zu lesen und zeigt eigentlich nur, wie unangenehm euch diese Wahrheiten sind, mit denen ihr auch 20 Jahre nach der Wende nicht umgehen könnt oder wollt.

Nun wissen wir allerdings heute, dass den Führern der DDR all diese hier genannten Probleme bekannt waren, was sich besonders deutlich an den Umweltdaten der DDR zeigt.
Sie lassen sich sogar in den Akten der Birthler-Behörde nachlesen.
Leider waren sie "nicht in der Lage", ihrer Bevölkerung reinen Wein einzuschenken - sie verfolgten sogar diejenigen, die vorsichtig darauf hinwiesen.
Welch tolle DDR !

Dass ihr es bis heute noch nicht geschafft habt, diese Wahrheiten zu akzeptieren, erstaunt mich.

In den Bezirken Leipzig, Karl-Marx-Stadt, Halle , Gera und Cottbus mussten 70 Prozent der Menschen mit den höchsten Umweltbelastungsstufen leben. Einige Standorte - wie Bitterfeld und Espenhain - hätten nach den von der UNO empfohlenen Grenzwerten als nicht bewohnbar eingestuft werden müssen. Deshalb erhielten Umweltdaten in der DDR die höchste Geheimhaltungsstufe.

Das war die tolle Lebensqualität, die ihr so verteidigt.

Vielleicht hilft es euch ja, wenn ich euch als Beispiel für einen Lernprozess- der bei euch vielleicht nie einsetzen wird - mal einige Zahlen nenne, die geheim gehalten wurden aber aus Not - das Volk stand schon vor der Tür - dann doch kurz vor dem "Ende" der DDR veröffentlicht werden sollten.

Auf der letzten Sitzung vor dem Mauerfall beschließen das Politbüro und das ZK der SED die Veröffentlichung der katastrophalen DDR-Umweltdaten, immerhin eine wichtige Forderung der Demonstranten.
Ich will euch nur wenige Umweltdaten aufschreiben, auch wenn ihr sicher wieder der Meinung seid, dass das Hetze gegen die DDR ist.

Luftwerte - Zeitraum 80-er Jahre
DDR: Staub 2,1 Mio t -- Schwefeldioxid 5,2 Mio t,
BRD: Staub 0,29 Mio t -- Schwefeldioxid 1 Mio t,
Man bedenke dabei, dass die Wirtschaft der BRD einen 8,9 X so großen Umfang hatte, was die DDR-Umweltwerte umso schlimmer erscheinen lassen.
Boden- und Wasserwerte sahen ähnlich katastrophal aus.

Darauf aufbauend ergeben sich im Vergleich zu den westl. europäischen Staaten eine deutliche niedrige Lebenserwartung der DDR-Bürger.
Die Lebenserwartung ist für alle Experten eines der deutlichsten "Messpunkte" der Lebensqualität.

Viele ehemalige DDR- Bonzen haben sich nach der Wende auch schnell in den Westen verzogen, um z.B. in Bayern oder in der Nähe des Bodensees in BW ...die gesunde Umwelt zu genießen und gegen solche Wahrheiten wie "marode DDR Wirtschaft und Umwelt" zu kämpfen.

Sie könnten eigentlich wieder zurückkommen, denn die Luft, die Seen und Flüsse in der ehem. DDR sind wieder sauber und die Lebenserwartung ist deutlich gestiegen.
Dafür wurden über 175 Mrd € eingesetzt.

Dass dabei auch viel Geld verschleudert wurde, weil es in die falschen Hände geriet, dass sich besonders Banken mit den gemeinsamen Geldern bereichert haben, ist für mich ein Ausdruck der schlechten Arbeit der Treuhandgesellschaft und der unzureichenden Kontrolle durch die verschiedensten Regierungsorgane der Länder und des Bundes.
Dass dabei in allen Dokumentationen immer wieder die gleichen Betriebe genannt werden, zeigt, dass es sich um Ausnahmen gehandelt haben muss.
Ausnahmen, die allerdings nicht hätten passieren dürfen.
Auch ihr selbst habt auch nur wenige Beispiele parat - ich erinnere dabei an "hugos Molkerei", die immer wieder als Negativbeispiel hinhalten muss.


Insgesamt allerdings sehen ich und die Mehrheit der Ex-DDR-Bürger die positiven Veränderungen in Ostdeutschland, von denen auch ihr - hugo, hinterwaeldler, mulde profitiert, wie man gelegentlich so nebenbei lesen kann.


EehemaligesMitglied58
EehemaligesMitglied58
Mitglied

Re: Wo bleibt die Deutsche Einheit
geschrieben von EehemaligesMitglied58
als Antwort auf hugo vom 07.10.2010, 11:25:34
man müßte ja mal seinen Grips etwas anstrengen,,da ist Miesmachen, Runterputzen, Dreinschlagen auf die Aufklärer oder sich einfach auf die Seite der Sieger zu stellen und deren Lügen zu übernehmen, doch der bequemere, eben der Michelpart.



Ach liebster Hugo, weil Klaus gerade mal ein paar "LÜGEN" über die umweltverschmutzung in der ehemaligen brachte, als kleiner nachschlag noch eine "LÜGE" von mir.
Bereits ende der 70ziger Jahre, stammt von meinem hausarzt, wurde in meiner braunkohlen und chemiegegend eine Untersuchung aller schüler auf atemwegszustand angeordnet.
Alle ärzte machten begeistert mit, untersuchten was das zeug hielt, füllten untersuchungsbogen um untersuchungsbogen aus.
Man erhoffte sich ja ergebnisse für die weitere vorsorge oder behandlung.
Allerdings verschwanden die untersuchungsergebnisse irgendwo im nirwana und jeder arzt, der mal vorsichtig nachfragte bekam einen maulkorb verpasst.
Nun kann sich jeder vorstellen, wie die ergebnisse aussahen.
Das fast jeder in meiner gegend und meines alters, der lange jahre in der kohle oder in der chemie gearbeitet hat inzwischen "seinen" krebs hat, hab ich ja schon mal erwähnt.
Leider sind Klaus beitrag und meiner alles fakten und argumente, die wir ja, lt.Hinterwäldler, Mulde und Hugo nicht haben und deshalb eigentlich, lt. Hinterwäldler, gesperrt werden müßten.
mulde
mulde
Mitglied

Re: Wo bleibt die Deutsche Einheit
geschrieben von mulde
als Antwort auf EehemaligesMitglied58 vom 07.10.2010, 14:56:49
Gram+Klaus
Gut lassen wir die mitteldeutschen Umweltbelastungen aussenvor.
Hier besonders Bitterfeld-Wolfen- und der damit einzubeziehene Teil der Mulde, da wage ich auch ein mehr als kritisches Wort.
Zugegeben das gab es Vorkommnisse über die , ich selbst heute noch ungern spreche.
(CkB= Chemiekombinat) besonders in der Farben- Wolfen.
Das ist die die eine Seite daran hängt sich jeder Kritiker zugern dran ist ja so leicht zu beschreiben
man muss nichts neuer entdecken!
Fakt ist aber es wurden zig tausende Arbeitsplätze vernichtet--abgebaut ist zu höflich!
Wie ist es aber im gesamten Mitteldeutschen Raum
nun wirkilich gewesen??
Die Treuhand oder ihre Vasallen kamen ihr erster gang war hin zu den Giftschränken und suche nach den Entwicklungen das war ja auch bares Geld die Zeichnungen!
Im Nachgang erfolgte dann unter dem "Deckmantel Marode"
der Ausverkauf zu Schleuderpreisen.
Hinzu kam die Ministerielle Anweisung eines noch heute
amtierenden Ministers fehlentscheidungen höhere Mitarbeiter der Treuhand sind strafrechtlich nicht relevant!Es gab ja den Tatbestand"der Vereinigungskriminalität" nur nicht für bestimmte Kreise der Treuhand!
Es gab doch auch ganz offen den Begriff der "Marktbereinigung" der störten natürlich die Ostbetriebe , heute sagen selbst Westökonomen man hätte den Betrieben durchaus Geldwerte Mittel als Kredit geben sollen!
Nimm die LPG XYZ übernacht sank der Preis der Milchkühe von 2000 O-markt auf 180 D-Mark es mußten aber alle Dinge in W-Mark bezahlt werden,um den Betrieb aufrecht zu erhalten, logisch das einiges da den Bach runter gehen mußte - es war ja gewollt und nicht nur in der Landwirtschaft.
Befasst euch mal mit den Wiedereinrichtern entlang der
B 105 Rostock - Stralsund.
Zurück nach Mitteldeutschland hier wurde ein Großbetrieb der Zementanlagen in "Gott und alle Welt"
ganz gross im arabischen Raum abewickelt mit der begründung nicht Weltmarktfähig nur heute baut genau nach deren Entwicklungen eine Firma aus dem Kölner raum
das Ostprodukt weiter!
Nun hat Syrien als Besteller der Werke in letzter Zeit
ihre Schulden an die alte Firmung begleichen wollen
das ging es musste an die neue Westfirma gezahlt werden!
Der haken ist eigentliche Rechtsnachfolger sind die Kölner gar nicht , sondern ein Konsortium von Ex -Ingeneuren am hiesigen Standort.
So bringt natürlich ein maroder Betrieb heute doch noch Gewinn!
Ein anderes Beispiel:
in meinen Betrieb bildeten wir damals so um 320 Lehrlinge zu Maurern - Zimmerleuten - und so einiges an Ingeneuren im Hoch und Tiefbau jährlich aus!
Da erklärten uns die jung dynamischen erfolglosen Treuhand Berater eine betriebliche Ausbildung ist zu teuer - die Arbeitskraft holen wir uns aufden freien Markt!
Ergo heute herrscht Facharbeitermangel
Weil der Betriebmarode war ? sicher warum sonst!
Nungeht mal ganz ehrlich so wie ihr immer wieder die Vergangenheit herauf beschwört auch mal auf das was was ihr in der Schule gelernt und selbst noch gestaltet habt
Mitteldeutschland war wirklich mal ein Industriestandort hier haben Generationen ihr Brot verdient
Das redet ihr nun ständig in Grund und Boden!
Frage was habt ihr den selbst getan in 40 jahren DDR
das zu verändern?
Ich bekenne mich zu meiner Heimat und ich muß micht schämen über das was ich machen durfte!
mulde

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Re: Was soll das Gerede?
geschrieben von klaus
als Antwort auf hinterwaeldler vom 06.10.2010, 20:04:13
"Nach Klaus letzter Kanonade mir gegenüber konnte ich mich nicht bremsen und nannte ihn öffentlich einen Troll. Das Ergebnis war nicht etwa, so wie man es von einem normalen Menschen erwarten kann das er darüber nachdachte, was er falsch gemacht hat, sondern er beschimpfte mich erneut und noch viel zusammenhangloser.


Was du als Beschimpfung bezeichnest, waren ganz normale Feststellungen meinerseits,
die ja zu stimmen scheinen, da du absolut nichts zu entgegnen hattest, außer einer Beleidigung, auf die du auch noch stolz bist und sie noch mal in einem anderen Thread wiederholst.
Jeder kann nachlesen, was ich hier geschrieben habe.(Thread- Stuttgart21)

Ich hatte übrigens nachgefragt, an welcher Stelle ich dich persönlich beleidigt habe.
Darauf hast du natürlich nicht geantwortet - ich nehme an, du hast keine Beleidigungen durch mich gefunden.

Du lässt so im Hintergrund durchblicken, dass es dir ganz gut passen würde, wenn hier einige gesperrt werden würden und nur "weil es nichts bringt" darauf verzichten könntest.
So lese ich das zumindest heraus.

Du solltest mal darüber nachdenken, dass die Zeiten von Sperrungen für öffentliche Meinungen längst vorbei sind und nicht DU willkürlich festlegst, wann der "Tatbestand" der Beleidigung erfüllt ist.


Auch - wenn es dir nicht passt - hinterwaeldler - du bist - wenn auch wahrscheinlich nicht gewollt - Bürger der BRD.
Hier steht im Grundgesetz Art. 5 [Recht der freien Meinungsäußerung]:
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.

Dieses Recht steht jedem - auch dir und mir - zu .
So richtig glaubst du zwar noch nicht daran, sonst würdest du dich nicht ständig verfolgt fühlen und von "Zensur","Ghost" u.ä. Dingen schreiben.

Aber - da du immer noch ungehindert auf Staat und Regierung "herfälltst", scheint es ja zu stimmen mit dem Art5(1).

Du kannst sicher sein, dass - wenn es nötig ist - auch ich wieder auf deine Äußerungen reagieren werde - es sei denn, sie bestehen nur aus Links.



Re: Wo bleibt die Deutsche Einheit
geschrieben von klaus
als Antwort auf mulde vom 07.10.2010, 16:07:41
"Gut lassen wir die mitteldeutschen Umweltbelastungen aussenvor. "

Das geht leider nicht, weil das eine der Hauptursachen des Zerfalls der DDR ist.
nämlich -die Unfähigkeit, die riesigen Probleme der maroden Chemieindustrie in den Griff zu bekommen.
Dieser Satz muss für die vielen Menschen, die heute noch unter den Folgen der langsamen Vergiftungen ( Lungenleiden, Hautleiden...) leiden, wie Hohn klingen, auch wenn du es natürlich so nicht gemeint hast.
Die vielen nachweislichen "Chemieopfer" können sich überhaupt nicht mehr melden.

Wie mit einigen halbwegs funktionierenden anderen Betrieben in dieser Region umgegangen wurde, ist mir auch bekannt und da bin ich ebenfalls sauer, da man in einigen Fällen die Unbedarftheit der Leitungskräfte ausnutzte, sie über den Tisch zog und damit viele Chemiearbeiter arbeislos machte.

"Frage was habt ihr den selbst getan in 40 jahren DDR
das zu verändern?
Ich bekenne mich zu meiner Heimat und ich muß micht schämen über das was ich machen durfte!"


Diese Frage hättest du dir nun wirklich sparen können.
Du weißt doch ganz genau, dass jede Kritik an irgendwelchen grundlegenden Entscheidungen der Führung das Ende der eigenen Existenz bedeuten konnte.


Ich bekenne mich übrigens auch zu meiner Heimat und schäme mich nicht hier gearbeitet zu haben und auch heute noch hier zu sein.
Ich kann mich auch nicht erinnern, dich oder die Millionen fleißiger Arbeiter für die Zustände in der DDR-Industrie und sonstwo verantwortlich gemacht zu haben.
Was soll dieser Hinweis?


zwergi
zwergi
Mitglied

Re: Wo bleibt die Deutsche Einheit
geschrieben von zwergi
als Antwort auf klaus vom 07.10.2010, 17:06:53
Verbuche es einfach unter "Westliche Ignoranz".
Leider!!!

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hugo
hugo
Mitglied

Re: Wo bleibt die Deutsche Einheit
geschrieben von hugo
als Antwort auf klaus vom 07.10.2010, 17:06:53
hm klaus,,nie und nimmer wirst Du verstehen worum es geht, weil Du verbissen, verknöchert und völlig losgelöst vom eigentlichem Thema ausschließlich die Meinung der Schurken, Ganoven, Betrüger und der politischen Versager jener Zeit vertrittst, die noch heute als dümmliche Ausreden dienen für diese katastrophalen Seiten der Wiedervereinigung.

Sag mir auch nur einen einzigen Grund, was die Schwefeldioxydwerte in der Nähe von Chemiebetrieben im Jahre 1980 mit den Sauereien, den Betrügereien, den Unterschlagungen, den Urkundenfälschungen, dem Plattmachen von noch funktionstüchtigen Betrieben, dem Verschenken von Villen, von Riesengrundstücken in bester Lage, dem Verkauf von Seen, Wäldern Gemeinschaftseigentum fürn Appel und n Ei an windige Westinvestoren (die gar keine waren und sind) zu tun haben.?

Mach doch bitte ein Thema auf mit der Aufzählung Kritikwürdiger und mängelbehafteter oder aus heutiger Sicht unzumutbarer Zustände zu DDR Zeiten und ich denke ich kann dazu ca 200 Beispiele mit beitragen,

aber matsche doch nicht mit diesen -den Betrügern in die Hände spielenden- schlimmen Altbeispielen den Ihnhalt eines völlig anderen Themas zu.

Die DDR war kein Vorzeigestaat mit berechtigten Wettbewerbschancen zur BRD, sie wurde ja vorher schon benutzt und ausgenutzt aber das wusste jeder Ost-Deutsche schon im Dez 1989,,und nicht grundlos sind die Leute abgehauen und/oder wollten eine andere DDR,,, warum willste uns nun weismachen das die bundesdeutschen Politiker nun überrascht waren, die Treuhandchefs aus allen Wolken fielen vonwegen total anderen Bilanzerwartungen ??

Das hat doch mit der Lebenserwartung der Ossi nix zu tun, diese Betrugsmaschen und Riesenumverteilungszenarien von Allgemeingut auf Privatkonten ist doch nichts ursächliches zusammenhängendes,,,und das Du mit solch völlig zusammenhanglosen Scheinbegründungen die Unfähigkeit oder Böswilligkeit der Wendeverbrechen die Vereinigungskriminalität die Ausbeutung eines ganzen Landes die Steuerverschwendung aller westdeutschen Steuerzahler noch in Schutz nimmst, ist wohl das allerletzte. Was hat man mit Dir nur gemacht ?

Glaubst Du das auch nur ein einziger Betrieb eine faire Überlebenschance bekommen hätte wenn die Lebenserwartung der DDR-Bürger 20 Jahre höher gewesen wäre ??

Glaubst Du das diese Wendebetrüger dafür gesorgt hätten das der gemeinsame Schuldenberg von 1,7 Billionen auch nur einen müden Cent niedriger wäre wenn die Boden- und Wasserwerte 1980 in der DDR anders ausgesehen hätten ?

glaubst Du das dann ein gewiefter Investor den Wandlitzsee nicht saubillig gekauft und danach die Anwohner zur Kasse gebeten hätte?

Warum nur hatte Kohl die
Zentrale Ermittlungsstelle für Regierungs- und Vereinigungskriminalität“ (ZERV) erst eingesetzt als die größten Schweinereien schon vollzogen waren und sie sich der Flut von über 20000 Straftaten gegenüber sah ??

Es war doch da schon lange bekannt das bei der Treuhand massenhaft bestechliche Mitarbeiter untergetaucht waren bzw dazu gemacht wurden.(die Firma Omnibusfahrzeuge Service aus Halle etwa rechneten die Treuhänder auf den Ramschpreis von 1,5 Millionen Mark klein und kassierten dafür selbst zwei Millionen Schmiergeld)

In Berlin Marzahn lagern 42 Kilometer Wirtschaftsgeschichte der DDR, einsortiert in grauen Hochregallagern. Drei Etagen klinisch saubere Stahlkonstruktion, luftdurchlässig, verzinkt und neonbeleuchtet. Wenns brennt, tritt die CO2-Löschanlage in Aktion,,,,und dazu gibts noch
in fünf weiteren Außenstellen 160 Kilometer Unterlagen aus den Unternehmen selbst. Macht 200 Kilometer Nachlass der abgewickelten DDR-Wirtschaft. Wer daran entlanggeht, der glaubt nicht, dass hier Sprengstoff lagert. (Handelsblatt)

und dazu ist Dir wohl entgangen das noch reichlich unveröffentlichte ja noch nicht mal zugängliche "Schundliteraturbeweise" in den Archiven schlummern ??

und nochmals -ehe Du oder gram wieder bei Null anfangen und die marode Ex-DDR-Industrie als Allheilmittel gegen kritische Bemerkungen meinerseits anführen,,

nur eins von tausenden Beispielen:
Mein Betrieb wurde unter fadenscheinigen Behauptungen und Ausreden platt gemacht, und die Begriffe Sicherheit, Risiko, marode, untauglich, unrentabel usw waren nur einige der üblichen Abwrack Floskeln.

Also wurden wir abgewickelt, für Tod erklärt und dann erschlagen mit all den obigen Behauptungen, das solch ein maroder Betrieb niemals überlebensfähig sei,,

und nun pass gut auf:

in Paks Ungarn 4x bis 2035
in Riwne Ukraine 2x bis 2012
in Dukovany Tschechen 4x bis 2025
in Kola Rußland 4x bis 2035
in Loviisa Finnland 2x bis 2020
in Kosloduj Bulgarien 4x bis 2013

waren genau diese Reaktortypen seit vielen Jahren und schon ehe meine jüngsten Reaktoren in Betrieb gegangen sind bzw noch in Vorbereitung waren in Betrieb.
Sie wurden projektiert, gebaut, bedient von Leuten die weder westliches Know How hatten, noch riesige DM-Bestände, noch Bruderhilfe in Milliardenhöhe und sie laufen heute noch und einige werden noch 20 oder gar 30 Jahre weiterproduzieren.

Wir hatten also den mit Abstand modernsten Reaktor dieses Typs (Block 5 Lubmin),,aber uns wurde eingeredet: völlig marode, kann nicht funktionieren, wird niemals rentabel arbeiten,,,lohnt sich nicht
ja für wen lohnte es sich nicht ??

Sind die Wessis zu blöd und trauen uns Ossis nicht zu solch eine Anlage zu bedienen ? War es tatsächlich zu teuer ( wobei der Brennstoff schon auf Jahre hinaus bezahlt und vorhanden war)
Nein wir waren zu blöd und glaubten jeden Scheiss,, und noch heute muss ich mich mit Leuten Deiner Couleur herumärgern und mir zusammenhanglose Dinge unter die Nase reiben lassen, deren Details und Wahrheiten unter ganz andere Nasen gehören,,

übrigens falls wieder solch doofe Bemerkung kommt vonwegen Ausnahmen, Einzelbeispiele,,ich kann mit dutzenden Betrieben, Firmen Produktionsstätten aufwarten, die noch heute im gesamten Ostblock funktionieren und das völlig ohne die aufopfernde Einsatzbereitschaft der Besten Experten der BRD, die jemals von Waigel und Co zur Gesundung, Erhaltung und zum Wiederaufbau einer maroden Wirtschaft entsandt wurden, ja sogar fast ohne Milliardenhilfe einige sogar trotz Westknüppel zwischen den Beinen, denn die freie Marktwirtschaft ereilte ja auch diese.

und dabei haben es ausgerechnet fast alle diese Länder geschafft uns bezüglich der Staatsverschuldung bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt weit hinter sich zu lassen und das mit völlig maroder Wirtschaft,,

zwergi
zwergi
Mitglied

Re: Wo bleibt die Deutsche Einheit
geschrieben von zwergi
als Antwort auf hugo vom 07.10.2010, 18:51:11
Genosse Hugo - stärke nicht den Klassenfeind mit Deinen Argumenten! Behalte sie für Dich! Gregor.
EehemaligesMitglied58
EehemaligesMitglied58
Mitglied

Re: Wo bleibt die Deutsche Einheit
geschrieben von EehemaligesMitglied58
als Antwort auf hugo vom 07.10.2010, 18:51:11

Wir hatten also den mit Abstand modernsten Reaktor dieses Typs (Block 5 Lubmin),,aber uns wurde eingeredet: völlig marode, kann nicht funktionieren, wird niemals rentabel arbeiten,,,lohnt sich nicht

Hugo, na nu haste wieder mal dampf abgelassen und alles durcheinandergeschmissen, was Dir gerade so einfiel oder Deine "lieferanten" so ausgegraben haben.
Nur mal kurz zu Deinem KKW.
Das stand doch sicher durch die treuhand auch zum verkauf.
Du kannst mir glauben, wenn damit richtig geld zu machen gewsen wäre, hätte mit sicherheit ein investor oder einer der stromkonzerne zugeschlagen.
Die sind doch nicht blöd und lassen sich ein geschäft entgehen, daß nach Deiner meinung mit einem hochmodernen, maximalprofit bringenden KKW zu machen wäre.
Das bei der treuhand eine reihe zweifelhaftwer geschäfte gelaufen sind, streitet doch keiner ab.
Aber Deine ewige floskel von der runterrechnerei stimmt so auch nicht.
Ich hatte mit der treuhand zu tun und weiß, daß die meisten betriebe fast unverkäuflich waren und bis zu einem symbolischen wert von 1,0 DM angeboten wurden.
Trotzdem wollte sie keiner haben, auch nicht von der ehemaligen belegschaft.
Die treuhand hat dann noch bis zur abwicklung die löhne gezahlt, obwohl nichts mehr produzirt wurde.
Dein lohn kam doch auch von der treuhand...oder?
hugo
hugo
Mitglied

Re: Wo bleibt die Deutsche Einheit
geschrieben von hugo
als Antwort auf EehemaligesMitglied58 vom 07.10.2010, 19:20:43
hm gram,,KKW Treuhand,,nee da war niemals irgendetwas treuhänderisches im Spiel.

Die damaligen Bestatter ergaben sich aus einer Mischung von enttäuschten DDR-Regimekritikern (Pflugbeil), grünen Umwelt-Minister ( Töpfer ) gekaufter Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit mbH, politisch gepoltes Öko Institut und natürlich den sich gerade mit Energieüberschuss herumplagenden West-Energiegiganten.

Es war also ausschließlich eine Frage der zusätzlichen Gewinnmaximierung für RWE, EON usw durch die plötzliche Stilllegung der Ostbetriebe, also das viel weniger Strom benötigt wurde und trotzdem das Überangebot aus dem Westen preislich hochgehalten werden sollte ,,naja den Rest kannste Dir sicher denken,,

unser erster Nachwendearbeitgeber war Waigel, also das Finanzministerium direkt,,inwieweit da die Treuhand eine echte Rolle spielte ?? ok in den Analen der Historiker taucht der Begriff Treuhand auf, aber die hatte niemals irgendwelchen Bezug zur Produktion zur Stilllegung usw,, da waren andere Überlegungen maßgebend.


Anteilseigner der Energiewerke Nord GmbH war und ist übrigens zu 100 % die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium der Finanzen.

gram, ich hab fast knapp 20 Jahre lang für (damals) gutes DDR-Geld, Anlagen im KKW mit aufgebaut und in Betrieb genommen und dann fast 10 lange Jahre relativ viel Geld dafür bekommen vom Waigel, damit ich die Konkurrenz der großen Energieanbieter dem Erdboden gleichmache und weiter nix zu tun brauchte, als jeden Anlagenteil den ich gerade nach der Endmontage im Probebetrieb auf Herz und Nieren geprüft hatte, in größtmöglichster Eile zu verschrotten.

Kannst mir glauben da macht man sich schon so seine Gedanken, beobachtet seine Umwelt, die Aus-und Eingehenden Kontrolleure, die Westmanager, spricht mit den ehemaligen Kollegen die ihren neuen Wirkungskreis im West-KKW haben (wurden z.T. abgeworben und sind heute in sehr guten Positionen in den KKWs)
wundert sich über die Deutsche Beteiligung an der Erhaltung der Modernisierung, der Ersatzteillieferung für uralte KKW die ja nach deutschem Sprachgebrauch völlig marode, unsicher, gefährlich, unrentabel usw sein sollen,,usw,,

übrigens,,nachdem es sich in Westdeutschland herumgesprochen hatte das es hier für 1 DM -Du erwähnst das gerade- einen ganzen Betrieb mit Restwerten (Grundstücken, Immobilien, Villen, Kundenbüchern, Lizenzen, Braurechten usw )und dazu noch Fördermittel in Millionenhöhe und das Recht auf Abschmelzung der Belegschaft usw gibt,,

gabs wohl kein Halten mehr,,,der Goldrausch am Klondike River, das sagenhafte El Dorado waren dagegen wohl nur ein laues Lüftchen gegenüber dem was sich hier über die Treuhand abspielte.

Ich glaube nicht das sich irgendeiner unsere verantwortlichen Politiker traut, noch zu Lebzeiten die Akten der geheimen Archive, frei zu geben.

Die Leuna/Minol-Privatisierung bleibt undurchsichtig. Ermittlungen wegen Schmiergeldern und Subventionsbetrug verlaufen. im Sande,, Die "geheimen" Tagebücher des Ex-Treuhand-Vorstands Klaus Schucht und die "Erfahrungen" die andere machten, hätte ich auch gerne mal gesehen usw,,



hugo


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