Innenpolitik Zum Schaden des Landes

eko †
eko †
Mitglied

Re: Zum Schaden des Landes
geschrieben von eko †
als Antwort auf karl vom 29.10.2010, 08:00:13
Zitat karl:
"Diese Regierung Schwarz-Gelb ist ein Schaden für unser Land. Die Verlängerung der Laufzeiten für die Kernkraftwerke macht mich zornig, weil es keine guten Gründe dafür gibt. Gewonnen hat die Atomlobby, weil sie über das meiste Geld verfügt, verloren haben der Bürger und die Vernunft. Meine Meinung,"


Ich habe da eine andere Meinung. Diese ganze Geschichte wird natürlich von rot/grün mächtig hochgekocht, sie wähnen sich schon als Sieger der nächsten Bundestagswahl.

Man sollte aber bitte nicht so tun, als wäre es ein Weltuntergang, wenn die AKWs ein paar Jahre länger laufen.

Natürlich lässt sich das jetzt leicht der schwarz/gelben Regierung in die Schuhe schieben. Und dabei wird noch mächtig übertrieben.

Ich hätte Verständnis für die Haltung von rot/grün, wenn auf der ganzen Welt alle AKWs abgeschaltet würden. Doch dem ist nicht so. Ganz im Gegenteil, überall sind neue Kraftwerke geplant oder schon im Bau. Was und wem sollte denn dann der Alleingang eines Atomausstieges Deutschlands nützen?

Sollten denn energieintensive Betriebe wie etwa Walzwerke und Alu-Hütten mit Windrädchen betrieben werden?

Natürlich stellen die Stadtwerke das so dar, als ob ihnen das Wasser am Hals stünde. Doch wer von uns Laien kann schon feststellen, ob das auch stimmt?

Ich meine, wenn während der Restlaufzeiten der AKWs auch weiterhin in alternative und dezentrale Energiegewinnung investiert wird, sind wir in Deutschland besser zur Abschaltung der AKWs gerüstet als derzeit. Denn derzeit ist das lediglich ein Glaubenskrieg zwischen den Parteien. Und wer da Recht hat, lässt sich wohl kaum gerecht klären. Meine Meinung!

e k o
JuergenS
JuergenS
Mitglied

Re: Zum Schaden des Landes
geschrieben von JuergenS
eko:

"Und wer da Recht hat, lässt sich wohl kaum gerecht klären. Meine Meinung!"

Am wenigsten durch uns hier. Trotzdem können wir ja diskutieren, Überlegungen austauschen, anbieten.

ehemaligesMitglied27
ehemaligesMitglied27
Mitglied

Re: Zum Schaden des Landes
geschrieben von ehemaligesMitglied27
Die großen Städte der Industrieregion "Ruhrgebiet" haben ihre kommunalen Energieversorger ( VEW etc.) in die RWE eingebracht und sind nun Anteilseigner an dem Großkonzern.
Sie beziehen einen erheblichen Teil ihrer Haushaltseinnahmen aus den Gewinnen der RWE.

Ich würde mir wünschen, wenn hier über das Thema mit mehr Sachkenntnis diskutiert würde und die dümmlichen Presseberichte unbeachtet blieben.

Anzeige

hafel
hafel
Mitglied

Re: Zum Schaden des Landes
geschrieben von hafel
als Antwort auf karl vom 29.10.2010, 08:38:10
Ich weiß wirklich nicht, worüber ich mich mehr ärgern sollte?

Über die Bundesregierung, die das umstrittene Energiekonzept in einem Tempo durch das parlamentarische Verfahren peitschen will, als handele es sich um ein 08/15-Gesetz.?

Oder über die Grünen-Opposition, die den Bundestag für einen Demonstrationsauftritt missbraucht haben. VOR dem Reichstag wäre der bessere Ort gewesen. Die Art und Weise, wie Deutschland über den Umgang mit Atomenergie gestritten wird, ist international beispiellos.

Fakt ist doch: Auch Grüne und SPD haben in ihrer Regierungszeit den Ausbau der Stromnetze nicht in dem Tempo voran getrieben, um das notwendig gewesen wäre.

Gleichzeitig muss sich Schwarz-Gelb bis auf Weiteres den Vorwurf gefallen lassen, sehr schlecht verhandelt zu haben. Solange die Gefahr besteht, dass die nächste Bundesregierung das Konzept wieder einkassiert, werden die Stromkonzerne die vereinbarten Ausgaben für die Sicherheit der Reaktoren aufschieben. Da muss man schon total naiv sein, um das anders zu sehen.

Ob es nun zu einem Ausstieg im Ausstieg kommt, wird letztendlich nicht durch die Kabarett-Auftritte im Parlament, sondern durch das Bundesverfassungsgericht entschieden. Sollten die Richter die Einbeziehung des Bundesrates fordern, wäre das gestrige Berliner Theater vollkommen überflüssig gewesen.

Hafel
ehemaligesMitglied27
ehemaligesMitglied27
Mitglied

Re: Zum Schaden des Landes
geschrieben von ehemaligesMitglied27
als Antwort auf hafel vom 29.10.2010, 10:26:49
Solange die Gefahr besteht, dass die nächste Bundesregierung das Konzept wieder einkassiert, ..... (hafel)

Keine Angst hafel, die Konzerne investieren nicht auf "blauen Dunst" hin, da sind Garantien eingebaut, die, wenn sie nicht eingehalten werden, den Staat eine Stange Steuergeld kosten werden.

Aber das wird SPD und Grüne wenig stören, sie wissen zwar, wie man Geld ausgibt (auch wenn man es nicht hat) aber sie wissen nicht, wie man es verdient !
Re: Zum Schaden des Landes
geschrieben von klaus
als Antwort auf karl vom 29.10.2010, 08:00:13
"Damit drohen bei uns chaotische Zustände einzureißen...Der Zukunftsstandort Deutschland sägt an seinem eigenen Ast...Die Regierungsmitglieder haben mit ihrem Gesetz zur Verlängerung der Atomlaufzeiten ihren Amtseid gebrochen"
geschrieben von karl


Das halte ich alles für unsinnig.

Die Stadtwerke werden weiter ihre Zukunftsinvestitionen bezahlt bekommen.
Ich lese das in einem Bericht der Stadtwerke Leipzig GmbH, eines der größten Stadtwerke Deutschlands. Ihre Spezialität ist die Kraft-Wärme-Kopplung.
"Wir werden von der Verlängerung der KKW-Laufzeiten nicht negativ beeinflusst werden... Im Gegenteil, wir erhielten die Zusage, dass wir von den zusätzlichen Abgaben der KKW profitieren werden."

Ich glaube eher, dass wir an unserem eigenen Ast sägen, wenn wir ohne die Sicherheit zu haben, bis zu diesem recht frühen und willkürlich festgelegten Termin des Atomausstiegs genügend "alternative Energie" produzieren zu können, auf die Atomenergie verzichten.

Die Rot-Grüne Regierung hat es in ihren 7 Jahren Regierungszeit außerdem versäumt, dafür zu sorgen, dass die Abfallfrage geklärt wird. Forschungsvorhaben in dieser Richtung mussten eingestellt werden, weil die Finanzen dafür gestrichen wurden. Über 1000 Wissenschaftler wurden regelrecht in's Ausland vertrieben.
UND wenn Trittin sich hinstellt und sagt, dass man "lieber Strom im Ausland kaufen sollte, als die Laufzeiten zu verlängern" ist das für mich pervers, denn er meint sicher auch den Atomstrom aus Frankreich.

Diesen Rot-Grünen Sonderweg für das wirtschaftlich stäkste Land der EU zur schnellen Abschaltung der AKW allein in Deutschland, halte ich nach wie vor für eine reine politische und wirtschaftlich nicht durchgerechnete Entscheidung.
Da besonders die Grünen auch noch die schnelle Beendigung der Steinkohlen - und Braunkohlenverstromung aus den bekannten Gründen( CO2-Problem - Klima ...)fordern, wird die Unsinnigkeit der AKW-Schließung immer deutlicher.

Ich halte es für sinnvoller, die Abschaltung der AKW an der Entwicklung der alternat. Energien zu orientieren und nicht an einem politischen Ziel.
Deshalb halte ich auch die Regelungen der Merkel-Regierung für genau festgelegte Verlängerungen der Laufzeiten für falsch.

Deutschland ist immer noch weltweit führend in der Erforschung alternat. Energie-Herstellungs-Methoden( Windkraftanlagen, Solarstromanlagen) und gleichzeitig auch Marktführer bei der Produktion solcher Anlagen.
Nach den USA und China verfügt Deutschland z.B. über die meiste Windkraft-Kapazität und das trotz erheblich geringerer Größe des Landes und der Einwohneranzahl.
Dieser Weg wird auch nach den neuen energiepolit. Entscheidungen weitergeführt und nicht, wie du - ohne Grund- vermutest dadurch blockiert.















Anzeige

ehemaligesMitglied67
ehemaligesMitglied67
Mitglied

Re: Zum Schaden des Landes
geschrieben von ehemaligesMitglied67
als Antwort auf klaus vom 29.10.2010, 13:52:08
du übersiehst mindestens drei Dinge:

a) Vier jahre vor schwarzgelb war auch Merkel da

b) Es gibt vermutlich keine wissenschaftlich abgesegnete "sichere" Endlagerung

c) Atommüll verdreifacht sich durch Verlängerung

Wie man hier mit Atommüll umgeht, zeigt Asse. Ist unverantwortlich den kommenden Generationen Jahrtausende diese Probleme zu bereiten.


Und das diese Regierung ein enormer Schaden für Land ist, trifft auch ohne Atomverlängerung zu. Ist sie die schlechteste Regierung, die Deutschland je hatte.

carlo
entdeckerklaus
entdeckerklaus
Mitglied

Re: Zum Schaden des Landes
geschrieben von entdeckerklaus
als Antwort auf karl vom 29.10.2010, 08:00:13
Überall werden neue AKWs geplant oder schon gebaut. Nur ein paar überaus fähige Demagogen die nichts weiter im Sinn haben als Macht. Wie seinerzeit die Kath. Kirche, zehren sie von den Ängsten die sie selber in die Köpfe der Bevölkerung gesät haben. Sind denn die Anderen Länder so dumm und wissen sie denn nicht wie gefährlich Atomkraft ist? Nein die sind einfach vernünftiger solange es keine brauchbare Alternative gibt braucht man die Atomkraft.
Aber das hatten wir doch schon einmal
Am deutschen Wesen soll die Welt genesen!
Klaus
karl
karl
Administrator

Re: Zum Schaden des Landes
geschrieben von karl
als Antwort auf entdeckerklaus vom 30.10.2010, 22:31:06
Aber das hatten wir doch schon einmal
Am deutschen Wesen soll die Welt genesen!
Was soll ich auf so einen Schmarrn antworten? Vor allem, wer sagt dies und wem wirft er das vor? Den Grünen, die meinst Du wohl, mit einem Nazivergleich zu kommen, ist unterste Schublade.

Argumente für die Atomkraftwerke hast Du keine gebracht, außer dass andere Länder Atomkraftwerke bauen. Ist das schon Grund genug? Wenn Dein Nachbar, den Ast absägt, auf dem er sitzt, steigst Du dann auch auf den Baum und macht es ihm nach?

Nein, Du solltest schon sagen, warum es sinnvoll sein soll, sich wieder auf eine alte Technologie zu stützen, wo es inzwischen bessere Alternativen gibt. Alle Fachleute sagen, dass wir die Verlängerung der Laufzeiten der AKWs nicht gebraucht hätten. Die Lichter wären bei uns nicht ausgegangen. Deutschland hätte seine Spitzenstellung bei den alternativen Energien ausbauen können, anstatt diesen ein Bein zu stellen.

Du solltest auch sagen, was Du mit dem Atommüll machen möchtest. Wahrscheinlich soll das Endlager nicht vor Deiner Haustüre sein - oder doch?

Karl
hafel
hafel
Mitglied

Re: Zum Schaden des Landes
geschrieben von hafel
als Antwort auf entdeckerklaus vom 30.10.2010, 22:31:06
Ja endeckerklaus, das hatten wir schon einmal. Und am besten es kommt nicht wieder!!

Diese Aussage wird Kaiser Wilhelm II zugeschrieben, der es im Umfeld deutscher Kolonien verwendet hat. Dem Wilden, Unterentwickelten soll die deutsche Kultur näher gebracht werden; eine nicht untypische Sichtweise für die damalige Zeit, bei der die Kolonialmächte von der eigenen Überlegenheit ausgingen und Gleichberechtigung kein Thema war.

Ein sehr merkwürdige Aussage zum Energiekonzept der Regierung.

Hafel

Anzeige