Innenpolitik Zum Schaden des Landes

hugo
hugo
Mitglied

Re: Zum Schaden des Landes
geschrieben von hugo
als Antwort auf meli vom 31.10.2010, 19:11:03
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danke meli,
ja diese vertrackten strahlenden Pilze und die noch verwirrenden Zahlenangaben der Medien im Zusammenhang mit der Belastung seit Tschernobyl.

Ich will Dir mal etwas verraten (aber bitte nicht laut weitersagen)
eigentlich bin ich -als unverbesserlicher Pilzfreund-ja gar nicht so sauer über die vielen übertriebenen Fehlinforationen, die aufgepauschten Nachrichteninhalte,, die bangemachenden Behauptungen und die echten und scheinbaren Zahlenungetüme, die ungemein hohen Gefahren für uns Menschen usw..

Jeder Pilzpflücker der sich davon beeindrucken läßt und von weiteren Pilzwanderungen Abstand nimmt kommt den Pilzen, dem Wald und meiner Sammelleidenschaft zu Gute. *g*

aber nun etwas ernster.
Als junger Mensch der im Osten aufwuchs, wurde ich konfrontiert mit entsetzlich latenden Berichten über Atombomben, der erste Einsätze in Japan, die weiteren Versuche in der Wüste Nevada, Los Alamos, "Dirty Harry, Bikini-Atoll die verstrahlten Fischer vom Fischerboot "Fukuryu Maru" - "Glücksdrachen" ist mir ein Begriff,,hat sich tief im Hinterkopf festgeklemmt
und dazu andererseits die damals so gefahrlos erscheinende aber nützliche friedliche Nutzung der Atomkraft.

Noch heute bin ich sauer wenn ich sehe, höre und lese mit welcher Vehemenz in der Bundesrepublik auf die Kernkraft eingedroschen wird und mit welcher Oberflächlichkeit gleichzeitig die weitaus größeren Gefahren der Atomwaffen für die Menschheit unter den Tisch rutschen,,ist das Absicht ?? ist das gewollt ?? wer oder was steckt dahinter ?? darf eine solche Frage überhaupt gestellt werden oder wird diese -wie üblich- als unter ferner liefen, abgetan ?

Wo kann ich aktuelle Besorgnis über den Verbleib und die Endlagerung militärisch relevanter radioaktiver Rückstände lesen ??

Also so lange diese Relationen des Widerstandes gegen die friedliche Nutzung im Verhältnis zu anderen Gefahren (aus meiner Sicht) so überdimensional aufgebauscht werden, fehlt mir der Glaube an die Ehrlichkeit die Echtheit, dieser Aktivitäten..

ich setzt da eben andere Prioritäten und komm dadurch auf andere Gedanken und Ideen.

hugo

Re: Zum Schaden des Landes
geschrieben von meli
als Antwort auf eko † vom 31.10.2010, 20:10:49
Das genau ist es, was mich auf die Palme bringt!
geschrieben von eko


Und ich antworte mit DEINEN Worten, die zwar an Pippa gerichtet waren, aber hier so gut passen:

Tja, da kann ich Dir auch nicht helfen. Aber gell, es ist doch schön, wenn man sich aufregen kann.
geschrieben von eko


Deine Ausführungen zum Thema kann ich nur so deuten, dass Du Dich wahrscheinlich mit den bis heute und noch Generationen anhaltenden Folgen von Tschernobyl nicht wirklich befasst hast.

Und eko, wirklich, lass Deine Küchenpsychologie zu Hause in der Küche - da gehört sie hin.

Ich hab extra für Dich noch rausgesucht, was hinter dem Begriff der Psychose steht - es geht zwar hier ein wenig am Thema vorbei, informiert aber auch gleichzeitig, da Du diese schwere psychische Erkrankung nun einmal ins Spiel gebracht hast.

Meli

Psychose


karl
karl
Administrator

Re: Zum Schaden des Landes
geschrieben von karl
als Antwort auf hugo vom 31.10.2010, 18:21:18
Hallo Hugo,

vielleicht weißt Du (steht auch in der Quelle), dass die Belastung der Pilze regional extrem unterschiedlich ist, je nach der Niederschlagsverteilung damals. Vielleicht würdest Du auch andererseits nicht so ruhig sein, wenn Du seit Jahren nach den Ursachen für eine schwere Krankheit im Familienkreis fahnden würdest.

Beste Grüße, Karl

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Re: Zum Schaden des Landes
geschrieben von meli
als Antwort auf hugo vom 31.10.2010, 20:32:43
Hugo,

ich empfehle einfach mal insgesamt, hier noch einmal nachzulesen.

Es wird nicht grundlos eingedroschen - es ist entsetzlich, was Politiker hier tun. Und das wird von unseren sauer erarbeiteten Steuergeldern bezahlt.

Und ich bin nach wie vor nicht der Meinung, zum Vorteil für die jetzige Bevölkerung, geschweige denn für die nächsten Generationen.

Und die Frage der Atomwaffen stellt sich nicht für unser Land.
Es hat keinen Sinn zu versuchen, mir eine Erweiterung des Themas "Zum Schaden des Landes" aufs Auge drücken zu wollen.
Ich werde darauf nicht anspringen.

Hier geht es um die AKWs, deren Laufzeit geregelt war und die jetzt durchgepeitscht verlängert wird.


Meli

Katastrophe von Tschernobyl
senhora
senhora
Mitglied

Re: Zum Schaden des Landes
geschrieben von senhora
Fachleute sagen, Europa könnte zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen versorgt werden, wenn die Länder auf dieser Ebene zusammenarbeiteten und nicht nationale Egoismen pflegten. Das wäre eine Entwicklung mit Vorbildcharakter weltweit, sogar der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger ist davon überzeugt
Dabei müssten die Bürger sich aber entscheiden, wer AKWs ablehnt, muss ein gerüttelt Maß an Überlandleitungen akzeptieren.
Quelle

Wenn das Prinzip stimmt und es keine hundertprozentige Sicherheit gibt, warum soll sie nun ausgerechnet bei der risikoreichen Atomenergie möglich sein? Wenn ich mir die Liste der Unfälle in kerntechnischen Anlagen ansehe, bin ich über diese Einstellung noch verwunderter.
Unfälle

Und was den Energiepreis angeht wird immer wieder suggeriert, Atomstrom sei billiger, obwohl bekannt ist, dass Risiken und Folgekosten (Katastrophenkosten, Lagerung und Sicherung Atomabfälle z.B.) in dem gegenwärtigen Preis nicht enthalten sind.

Ich habe lieber eine Überlandleitung in meinem Umfeld, als ein Endlager oder ein Akw.
Meine Meinung ist nicht von Vertretern der erneuerbaren Energien gesponsert.

Senhora

Re: Zum Schaden des Landes
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf eko † vom 31.10.2010, 20:08:00
...Tschernobyl? Das liegt jetzt auch schon 20 Jahre zurück und seither ist kein Unfall in einer solchen Größe mehr geschehen. Und wenn Du mir jetzt antwortest: "Ja, aber es könnte!" dann sage ich Dir: "Pfeifendeckel, es wird nicht!"...
geschrieben von eko


eko, meine Wiege stand Nähe Krümmel (Geesthacht). Der größte Teil meiner Familie lebt dort.

Hier der Link zur Historie von Krümmel mit allen seinen kleinen und größeren Unfällen und Ausfällen - den bekanntgewordenen wohlgemerkt!

Ein klitzekleiner Ausschnitt: "Weiterhin gab das Unternehmen drei Tage nach der Notabschaltung bekannt, dass ein vorgeschriebenes Überwachungsgerät am betroffenen Transformator, ein sogenanntes Teilentladungsmessgerät, nicht installiert worden war. Aufgrund der Vorkommnisse wurde der bisherige Kraftwerkschef von Vattenfall entlassen."

Weil nicht sein kann, was nicht sein darf?
Welchen Wunderglauben muss man haben, an die Beherrschbarkeit der AKWs, angesichts all dieser Berichte von Pfusch, menschlichem und technischem Versagen?

Um die Bevölkerung nicht weiter zu beunruhigen und aufzubringen, wurde viel Energie aufgewendet: im Vertuschen, eko!

Mein Onkel nahm regelmäßig an Übungen teil (geheimen natürlich > Bundeswehr), bei denen die im Ernstfall flüchtende Bevölkerung daran gehindert werden sollte, mit ihren verstrahlten Körpern andere Bevölkerung zu schädigen. Es handelt sich um eine Art Irrgarten durch Verkehrslenkung, der verhindern soll, dass die Flüchtenden das Gebiet verlassen. Kein Witz!

Ich weiß nicht, ob die Formulierung "Pfeifendeckel" eine Art magische Beschwörung ist.
Auf jeden Fall wirkt sie auf mich wie das Pfeifen im dunklen Keller

Sorella





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karl
karl
Administrator

Re: Zum Schaden des Landes
geschrieben von karl
als Antwort auf eko † vom 31.10.2010, 20:08:00
Tut mir schrecklich leid, meli, aber diese Angst vor Strahlen kann ich nicht nachvollziehen.
geschrieben von eko
Wie würde das eigentlich aussehen, wenn Strahlen nicht geruchlos und unsichtbar, sondern von grünlicher Farbe und nach Mercaptoethanol stinkend sein würden? Ich denke, mancher Mensch von der Sorte "Ich höre nichts, ich sehe nichts, ich rieche nichts, also ist nichts" würde umdenken müssen. Manchmal ist Fremdschämen beim Lesen von Beiträgen angesagt,

Karl
ehemaligesMitglied67
ehemaligesMitglied67
Mitglied

Re: Zum Schaden des Landes
geschrieben von ehemaligesMitglied67
als Antwort auf karl vom 01.11.2010, 10:12:52
hola,

für ekos ausführungen nur eine Erklärung hab:

er hat gleich nach Tschernobyl massenhaft Pilze gegessen.
Würde strahlen selbst dann ignorierern wenn sie so stinken würden.
carlo
luchs35
luchs35
Mitglied

Re: Zum Schaden des Landes
geschrieben von luchs35
als Antwort auf karl vom 01.11.2010, 10:12:52
So ist es, Karl: wenn der Mensch nichts riecht,sieht, fühlt oder hört, nimmt er die Gefahr nicht wahr und blendet sie aus.

Als 1986 dieser Reaktorunfall in Tschernobyl geschah, hatte man sehr wohl in vielen Regionen "etwas gesehen" , was ich selbst bezeugen kann.

Meiner Schwiegermutter, am Bodensee lebend, wuchs der zu ihrem grössten Erstaunen der angepflanzte Rhabarber zu einem "Wald" heran, Riesenblätter, die noch keiner von uns jemals so gesehen hatte. Sie vernichtete dann aber die ganze Anpflanzung, ohne auch nur ein bisschen davon zu ihren geliebten Rhabarberkompott zu verarbeiten. Damit war für sie die Sache erledigt. Dass auch der Blumengartengarten geradezu paradiesisch blühte wie nie zuvor, nahm sie zur Kenntnis, aber Blumen gehörten ja nicht zum Essbaren- also erledigt.

Ganz anders eine Freundin von mir. Sie lebte 15 km von mir entfernt . Ihr Kopfsalat nahm die Form von mittleren Wagenrädern an. Als ich ihr sagte, dass es besser wäre, alles zu vernichten, lachte sie mich wegen Spinnerei aus. Jedenfalls gab es mittags und abends Salat, denn jeder Salatkopf war so riesig, dass er für den ganzen Tag ausreichte. Ein Jahr später stellten die Ärzte bei ihr und ihrem Mann Leukämie fest. Der Verdacht lag sehr nahe, dass diese Strahlung nach Tschernobyl die Ursache war, was natürlich nicht beweisbar war. Ihr Mann starb nach zwei Jahren, sie überlebte noch 20 Jahre mit Dauerbehandlung.
Als es ihrem Ende zuging, sagte sie nur noch trocken, dass Tschernobyl sie eingeholt habe.

In den Monaten unmittelbar nach dem Reaktorunfall war in unserer Gegend hier der Teufel los. Vor allem die Kinderspielplätze wurden geschlossen, der Sand musste abgetragen werden, weil die Messgeräte eine so starke Erhöhung der radioaktiven Werte anzeigten. Die Bauern hatten Angst um ihre Ernte, nach etlichen Messungen wurde Monate danach auch noch viel vernichtet.

Ich erinnere mich sehr gut daran, wie hilflos und verängstigt die Bevölkerung war.
Heute ist dies vergessen, nur die Älteren denken noch daran zurück.
Ich selbst würde keine Waldpilze verzehren, die Halbwertzeit des Cäsiums ist gerade so halbwegs vorbei.

Dass später von den Politikern alles darangesetzt wurde, um all dies herunterzuspielen und heute kaum mehr ein Thema ist, steht auf einem andern Blatt.

Luchs



pippa
pippa
Mitglied

Re: Zum Schaden des Landes
geschrieben von pippa
als Antwort auf luchs35 vom 01.11.2010, 11:18:14
Danke, Luchs, dass Du an diese Ängste erinnert hast.

Wie ein älterer Mensch Tschernobyl einfach so vergessen kann, ist mir ein Rätsel.

Es ist auch hinlänglich bekannt, dass sich in der Nähe von Atomkraftwerken die Leukämiefälle häufen, vor allem bei Kindern. Natürlich kann man nicht beweisen, dass dieses etwas mit den AKWs zu tun hat, genau so wenig, wie man die Strahlen sieht, aber kann ein AKW eigentlich beweisen, dass es nicht die Ursache der Häufung ist?

Außerdem verstehe ich einfach nicht, warum so viele Menschen glauben, Atomstrom sei preiswert. Die enormen Folgekosten zahlt der Steuerzahler.
Ich darf gar nicht daran denken, was allein die Sanierung der Asse kosten wird.

Pippa

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