Internationale Politik Achtung, fertig, los!

Re: Achtung, fertig, los!
geschrieben von marina
Ich weiß, ich bin ein Spielverderber (im wahrsten Sinne des Wortes). Aber man kann doch nicht einfach ignorieren, welche massiven Mneschenrechtsverletzungen diese Spiele gekostet haben und noch kosten!

Nicht nur AI berichtet von den vielen Tötungen, es gab auch mindestesn 77.000 Umsiedlungen. Für die Armen in den Favelas sind diese Spiele nicht weniger als eine Katastrophe.
In einer Stadt, in der knapp 1,5 Millionen Menschen in Favelas leben, hat es schon etwas Obszönes, dass mal eben 3600 Apartments aus dem öffentlichen Grund und Boden gestampft werden - für Sportler, die drei Wochen bleiben.

77.000 Menschen wurden umgesiedelt
Die Milliardeninvestitionen in Rios Infrastruktur werden von Eduardo Paes und Thomas Bach als das "olympische Vermächtnis" angepriesen. Ganz falsch ist das nicht. Es kann aber auch nicht unterschlagen werden, dass für diese Art von Vermächtnis mindestens 77 000 Menschen umgesiedelt wurden. Manche gingen freiwillig aus ihren Häuser und Hütten, aber längst nicht alle.

In der Vila Autódromo etwa, jener Favela, die bis vor Kurzem an den Olympiapark in Barra da Tijuca grenzte, schickte die Stadtverwaltung letztlich ein paar Bulldozer vorbei. Die machten aus der Siedlung von 600 Familien einen Parkplatz für Olympiaberichterstatter. Von Maria da Penha, der inzwischen berühmten Widerstandskämpferin der Vila Autódromo, stammt der Satz: "Was hat der Sport für einen Sinn, wenn er nicht dem Volk dient?"
geschrieben von Süddeutsche Zeitung


Vollständiger, insgesamt sehr interessanter Artikel s. Link:
wandersmann_1
wandersmann_1
Mitglied

Re: Achtung, fertig, los!
geschrieben von wandersmann_1
als Antwort auf marina vom 07.08.2016, 20:53:05
@ marina

Nachdem ich in der Vergangenheit die Spiele immer begeistert verfolgt habe, auch, da ich selbst Leistungssportler war (Mitte der 70-er im erweiterten DDR-Olympiakader für Montreal, im sehr erweiterten allerdings), stehe ich der Art und Weise, wie sie heute durchgeführt werden, ablehnend gegenüber.

Eine Frage aber zu dem von Dir verlinkten Artikel aus der SZ. Wohin eigentlich wurden die 77.000 Menschen aus den geräumten und teilweise planierten Favelas umgesiedelt? Unter Umständen hat sich deren Wohnsituation vielleicht sogar verbessert im Zuge dieser Zwangsräumungen, es wäre ihnen zu wünschen. Leider wird dazu im besagten Artikel nicht geschrieben. Weißt Du evtl. Näheres darüber?
ehemaligesMitglied29
ehemaligesMitglied29
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Re: Achtung, fertig, los!
geschrieben von ehemaligesMitglied29
als Antwort auf wandersmann_1 vom 07.08.2016, 23:15:50
Ich habe zu diesem Thema einen Bericht im TV gesehen. Eine von Vielen, die betroffen waren, jammerte lauthals ob ihrer *schönen Wohnung* -

Dann zeigte man, daß sie und viele andere Familien eine weitaus
komfortablere Wohnung als Ersatz bekommen hatte.

Also hatte es in diesen Fällen sogar etwas Gutes.

Ich gehe mal davon aus, daß dieser Bericht stimmt.

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Re: Achtung, fertig, los!
geschrieben von marina
als Antwort auf wandersmann_1 vom 07.08.2016, 23:15:50
Wandersmannn, das konnte ich jetzt auch nur googeln.Es gab wohl zum Teil Entschädigungen oder auch bessere Wohnräume, aber dann in Gegenden, wo die meisten nicht hinwollten.

Ich habe einen interessanten Spiegel-Artikel darüber gefunden.
"Die Stadt verliert ihre Seele"

"Die Bewohner verstehen, warum sie umziehen sollen. Sie wissen um die oft ideale Lage ihrer Häuser am Hang, mit Blick aufs Meer, im Herzen der Stadt", sagt Ohrem-Leclef. Aber verstehen heißt nicht hinnehmen. Denn die Bewohner der Favelas verlieren mehr als das Haus, in dem sie leben oder den Grund, auf dem sie es gebaut haben. "Sie verlieren ihre Nachbarn, die Gemeinschaft, in der man gegenseitig auf die Kinder aufpasst oder füreinander einkauft", sagt Ohrem-Leclef. "Diese Gemeinschaften werden aufgebrochen und zerstört. Und damit ändert sich nicht nur die Infrastruktur der Stadt. Sondern ihre Identität und ihre Seele."

Dabei ist es nicht so, dass jeder Favela-Bewohner dort tatsächlich leben möchte. Einige akzeptieren die Ausgleichszahlungen der Stadt und verlassen ihr Zuhause freiwillig. Die Viertel gelten teils immer noch als sehr gefährlich, der Waffen- und Drogenhandel boomt.

Aber die Entschädigungen sind oft unzureichend, das neue Zuhause weit vom Stadtzentrum entfernt. Wer nicht freiwillig Platz macht für die geplanten Straßen, Häuser oder Parkplätze, müsse damit rechnen, dass Mitarbeiter der Stadt immer wieder auftauchten, sagt Ohrem-Leclef. "Sie überreden, sie drohen, sie zermürben." Der Fotograf vergleicht den Kampf der Bewohner gegen die Stadt mit dem Duell zwischen David und Goliath. Doch das Bild will nicht ganz passen. Denn dies ist ein Kampf ohne Gewinner.

Geh mit Gott!
Auch mit Beginn der WM habe die Wut über die Zwangsumsiedlungen nicht nachgelassen, sagt Ohrem-Leclef. Nur die Polizei sei noch brutaler darin geworden, die Proteste zu unterdrücken. Doch trotz ihrer Wut und Verzweiflung seien die Bewohner ihm gegenüber warmherzig gewesen, sagt Ohrem-Leclef. "Das hat mich in all der Zeit in den Favelas am meisten überrascht." Sprachlos hätten ihn zum Beispiel die Verabschiedungen gemacht. Die, die einer ungewissen Zukunft entgegenblicken, wünschten ihm, der in sein New Yorker Leben zurückkehrte, alles Gute: "Vai com deus", riefen sie ihm hinterher. "Geh mit Gott."
geschrieben von Der Spiegel


Es lohnt sich, ihn ganz zu lesen:
Re: Achtung, fertig, los!
geschrieben von marina
als Antwort auf marina vom 08.08.2016, 10:21:57
Hier noch ein Auszug aus dem Brasilien-Jahresbericht 2016 von AI:
Recht auf Wohnen
Nachdem 2009 die Wahl auf Rio de Janeiro als Austragungsort für die Olympischen Spiele 2016 gefallen war, kam es im Zusammenhang mit der Schaffung der Infrastruktur für das Großereignis zu Tausenden von Zwangsräumungen. Viele Familien erhielten weder eine adäquate Benachrichtigung noch ausreichende finanzielle Entschädigungen oder angemessene neue Unterkünfte. Die meisten der 600 Familien der Gemeinde Vila Autódromo in der Nähe des zukünftigen Olympischen Parks wurden von der Gemeindeverwaltung vertrieben. Im Juni 2015 griffen Angehörige der Gemeindepolizei die verbliebenen Bewohner an, die friedlich gegen die Räumungen protestierten. Dabei wurden fünf Bewohner verletzt, darunter auch Maria da Penha Macena, der die Nase gebrochen wurde. Ende 2015 lebten die verbliebenen Bewohner inmitten der Abbrucharbeiten und ohne Zugang zu grundlegenden Versorgungsleistungen wie Strom und Wasser.

In der Stadt Rio de Janeiro wurde ein Großteil der zum Wohnungsbauprogramm "Mein Haus, mein Leben" gehörenden Wohnungen für einkommensschwache Familien von Milícias (organisierte kriminelle Gruppen, die sich in erster Linie aus ehemaligen oder dienstfreien Polizisten, Feuerwehrleuten und Militärangehörigen zusammensetzen) oder organisierten kriminellen Banden kontrolliert. Dadurch waren Tausende von Familien dem Risiko von Gewalt ausgesetzt und viele angesichts von Einschüchterung und Bedrohungen gezwungen, ihr Zuhause zu verlassen.
geschrieben von Amnesty International
carlos1
carlos1
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Re: Achtung, fertig, los!
geschrieben von carlos1
als Antwort auf wandersmann_1 vom 07.08.2016, 23:15:50
Zitat: "Nachdem ich in der Vergangenheit die Spiele immer begeistert verfolgt habe, auch, da ich selbst Leistungssportler war (Mitte der 70-er im erweiterten DDR-Olympiakader für Montreal, im sehr erweiterten allerdings), stehe ich der Art und Weise, wie sie heute durchgeführt werden, ablehnend gegenüber." wandersmann



@ wandersmann
Du kennst nur den Gigantismus der Spiele, der durch Hitlers Olympiade 1936 in die Welt kam. Das war der Maßstab für die Zukunft.

Viele stehen dem Gigantismus der modernen Olympiaden skeptisch gegenüber. Marina macht sich die Mühe und zeigt, welche Auswirkungen er für Menschen haben kann, die mit diesem Giganto-Zirkus nichts zu tun haben wollen. Massenumsiedlungen zwecks optimaler Planung für Olympia sind keine Seltenheit, es gab diese auch in Peking und anderswo.

Der Historiker Teichler aus Potsdam geht dem Ursprung dieses Phänomens nach und sieht in der organisatorisch hervorragend und choreogrphisch exzellent inszenierten Olympiade in Berlin 1936 den Ursprung des modernen Gigantismus Olympias. Wandersmann, auch du hast nur Spiele erlebt und schätzen gelernt, die in Stil und Modus Hitler der Welt einst vorgaukelte.

Wir sollten auf diese Gaukelei verzichten.

"Olympia 1936 wird den Sport verändern. In seiner Inszenierung. In seinem politischen Selbstverständnis. Unzählige Diskussionen darüber, wie politisch der Sport sein darf, sein kann, sein soll, nehmen ihren Anfang bei diesen Spielen in Berlin. Und wie sich Olympia einem politischen Regime auslieferte, macht den organisierten Sport noch heute sprachlos. Zum 75. Jahrestag hat der Deutsche Olympische Sportbund nichts geplant. Ihm ist ein anderes Jubiläum eingefallen. 30 Jahre Olympischer Kongress in Baden-Baden und damit Ende des Amateurzeitalters im Sport.
Dabei beginnen 1936 Entwicklungen, die Olympia bis heute im Griff haben. Der Gigantismus beispielsweise.

„Es war das erste Mal, dass hinter den Spielen die Finanzkraft eines ganzen Staates stand, der der Welt etwas beweisen wollte“, sagt der Potsdamer Sporthistoriker Hans-Joachim Teichler. Größe wollen die Nationalsozialisten beweisen, aber auch Friedfertigkeit vorspielen, gerade nach dem Austritt aus dem Völkerbund. Deutschland soll offen und freundlich wahrgenommen werden, natürlich auch stark und bestens organisiert. Es ist die Chance auf einen Propagandaerfolg, der die Nationalsozialisten überhaupt erst Gefallen an Olympia finden lässt, denn noch Anfang der dreißiger Jahre gab es zum Beispiel unter nationalsozialistischen Studenten Widerstand gegen die Spiele, die 1931 an Berlin vergeben worden waren. Olympia sei zu liberal, zu individualistisch, zu international.

Die Spiele waren politisch so wirkungsvoll, weil ihr Kern so unpolitisch war“, sagt Teichler. Er hat unter anderem die Presseanweisungen der Nationalsozialisten erforscht. Für eine begrenzte Zeit besteht die Propaganda der Nazis darin, ihre Propaganda zu unterdrücken. Journalisten, die über jüdische und ausländische Sportler herziehen, wird vom Amtsleiter der Pressestelle im Propagandaministerium, Alfred-Ingemar Berndt, gedroht, dass „rücksichtslos jede Zeitung beschlagnahmt oder verboten würde, die sich über diese Weisung hinwegsetze“. Das Propagandaministerium fordert: „Der Rassenstandpunkt soll in keiner Weise bei der Besprechung sportlicher Resultate Anwendung finden, vor allem sollen die Neger nicht in ihrer Empfindlichkeit getroffen werden.“ Der Rassismus wird in vielen Facetten deutlich, er reduziert sich nicht auf die Streitfrage, ob Hitler Jesse Owens die Hand gegeben hat.
Die Hetze soll schon vor den Winterspielen 1936 in Garmisch-Partenkirchen Pause machen: mit dem Auftrag, alle antisemitischen Schilder zu entfernen. Doch es klappt nicht so schnell – ausgerechnet die SS muss anrücken, um die Schilder zu entfernen.

Zur Propaganda gehört ein Uniformverbot für Parteiformationen und Zuschauer – für die Dauer der Spiele, für den Aufenthalt der Gäste aus dem Ausland. Mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit haben die Nazis Erfolg. Der Eindruck, den sie von diesen Spielen vermitteln, lässt Carl Diem, den Chef des Organisationskomitees, Olympia 1936 als „Oase der Rassengleichberechtigung“ feiern. Die Sportler schwärmen, die Journalisten auch. Und die Gäste lassen noch viele Devisen da. „Es war die schöne Fassade eines Terrorregimes und für viele die schönsten Jugenderinnerungen“, sagt der Publizist Volker Kluge, der wie Teichler zu denjenigen gehört, die die Spiele am besten erforscht haben. „Im Olympischen Dorf herrschte heile Welt und in den Ortschaften drumherum arbeiteten die Rüstungsbetriebe“, sagt Kluge. Und in aller Stille spioniert die Gestapo die Post der Sportler aus, die Sicherheitsorgane sperren rund um die Spiele 50 000 Menschen als politische Gefangene ein.

Zitat aus DER TAGESSPIEGEL, Artikel von F. Teuffel
http://www.tagesspiegel.de/sport/schrecklich-schoene-spiele/4449038.html


Nur mal googeln unter " Adolf Hitler und der Gigantismus der Olympischen Spiele"

Der olympische Fackellauf wurde von den Nazis eingeführt. Das ol. Feuer wurde begeistert von den österreichischen Nazis begrüßt in Wien begrüßt, weniger freudig in Prag. Die Chinesen schleppten es auf den Mount Everest. Die Vertreter des ol. Komitees katzbuckelnden vor Hitler. Die französische Olympiamannschaft lief mit Hitlergruß ins Olympiastadion ein. ......

c.

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olga64
olga64
Mitglied

Re: Achtung, fertig, los!
geschrieben von olga64
als Antwort auf karl vom 07.08.2016, 13:22:59
xxxx Die Welt wäre ohne Olympia ärmer. Diese Großereignisse garantieren zwar nicht, dass die Welt besser wird, aber sie haben trotz allem eine hohe Symbolwirkung und tragen zum globalen Bewusstsein bei - und erhöhen somit die Wahrscheinlichkeit positiver Entwicklungen (meine optimistische Meinung).

Karl
geschrieben von Karl


Da ist aber eine Gegenbewegung in Sicht, die immer stärker wird. Gerade Länder, die es sich leisten könnten (auch Deutschland, die USA) wollen keine olympischen Spiele mehr in ihren LÄndern, bzw. die Menschen wollen es nicht mehr. Für ein Kurzzeit-Event mit unbestimmtem Ausgang, was es dem Einzelnen bringen wird, gibt es immer weniger Begeisterung.
Denken wir nur an Sotschi zurück, wo anscheinend hemmungslos Dopingproben ausgetauscht wurden und wenige Tage nach Beendigung die Annexion der Krim erfolgte.
Oder Moskau, wo parallel ein Krieg mit Georgien begonnen wurde.
Als Brasilien den Zuschlag bekam, war dies ein völlig anderes Land mit angenommenen, stabilen politischen Strukturen, ökonomisch aufstrebend mit einem Anwachsen des Mittelstandes und Reduzierung der Armut. DAs ist alles nicht mehr der Fall. Nicht umsonst wird der Interimspräsident sogar bei der Eröffnung frenetisch ausgebuht. Olga
Re: Achtung, fertig, los!
geschrieben von marina
als Antwort auf olga64 vom 08.08.2016, 17:56:55
Dass Olympische Spiele die Wahrscheinichkeit positive Entwicklungen erhöhen, Karl, diese Hoffnung hat sich längst erledigt.
Man denke auch an China:
Die olympische Idee, die auch den Menschenrechten verpflichtet ist, wurde in Peking in Frage gestellt. Das Versprechen der Organisatoren vor Vergabe der Spiele, dass deren Ausrichtung auch die Menschenrechte in China verbessern würde - es wurde nicht eingelöst. Schon vor den Spielen wurden Regierungskritiker unter Hausarrest gestellt oder in Haft genommen.

Die Armen haben verloren
Viele Bewohner von Peking mussten ihre Häuser für den Bau von Sportstätten räumen, ganze Armenviertel wurden plattgewalzt. Wanderarbeiter mussten teils unter unmenschlichsten Bedingungen auf den Olympia-Baustellen arbeiten, sie hatten weder geregelte Arbeitszeiten noch geregelten Lohn, manche wurden wie Sklaven gehalten. Die Medien, allen voran das Internet, wurden trotz gegenteiliger Versprechungen der Regierung streng zensiert. Die Pressefreiheit, die die Organisatoren gemäß der Olympischen Charta unbedingt verpflichtet waren, zu garantieren, wurde in vielerlei Hinsicht eingeschränkt.
geschrieben von Süddeutsche Zeitung von Mai 2010

Alles ähnlich wie jetzt in Brasilien, wie man sieht!
carlos1
carlos1
Mitglied

Re: Achtung, fertig, los!
geschrieben von carlos1
als Antwort auf olga64 vom 08.08.2016, 17:56:55
"Die Welt wäre ohne Olympia ärmer. Diese Großereignisse garantieren zwar nicht, dass die Welt besser wird, aber sie haben trotz allem eine hohe Symbolwirkung und tragen zum globalen Bewusstsein bei - und erhöhen somit die Wahrscheinlichkeit positiver Entwicklungen (meine optimistische Meinung)." Karl


Lieber Karl,
an der olympischen Idee gibt es nichts auszusetzen. Es geht darum, wie sie umgesetzt wird.

Es ist gut, wenn daran erinnert wird, welche Missstände herrschen. Nur so kann ein Reformdruck entstehen. Es ist müßig über die Vergangenheit nachzudenken und versuchen, daraus Lehren zu ziehen. Die Möglichkeit besteht aber, dass es zur Besinnung kommt.

In der Antike bereiteten sich die Athleten viele Monate vorher in Olympia (nicht in ihrer Polis) gemeinsam auf die Spiele vor. So habe ich es in Erinnerung.

Heute werden die Athleten in den einzelnen Nationalstaaten für den Sieg präpariert. Zwei Wochen leben sie gemeinsam in einem olymp. Dorf. Was soll da an Gemeinsamkeit entstehen?

Beste Grüße
c
rehse
rehse
Mitglied

Re: Achtung, fertig, los!
geschrieben von rehse
als Antwort auf carlos1 vom 09.08.2016, 10:14:50
Die Spiele wurden pervertiert. Dafür sorgen weiterhin eitle Funktionäre und auch Politiker.
Eine Besserung ist nicht in Sicht. Nirgends nicht! Schade für eine gute Idee.
Und dann werden sie durch Wettbewerbe so aufgeplustert, dass der Durchblick immer schwerer fällt. Aber die Dopingfälle bleiben haften.

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