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Internationale Politik Bomben auf Gaza sind keine Lösung

pschroed
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Re: Bomben und Raketen sind keine Lösung
geschrieben von pschroed
als Antwort auf karl vom 18.11.2012, 08:26:49
Schade nur, dass den Palästinensern dieser Schutz verwehrt bleibt. Karl
geschrieben von karl


Genau so sehe ich es auch in dieser mittelalterlichen Auseinandersetzung.

Phil.
karl
karl
Administrator

Re: Bomben und Raketen sind keine Lösung
geschrieben von karl
als Antwort auf pschroed vom 18.11.2012, 08:38:57
Soeben erreichte mich folgender Brief aus Gaza zum Thema. Vielleicht wird ein authentischer Bericht eines Vaters die Asymmetrie der Situation auch denjenigen einmal vor Augen führen, die sonst aus Gewohnheit das Leid der anderen Seite ausklammern.

Gaza am 15.11.2012 um 10:30 (lokale Zeit)

Sehr geehrte Damen und Herren, Liebe Freundinnen Liebe Freunde,

Um ehrlich zu sein, wieß ich nicht, womit ich anfangen soll. Ich werde Ihnen aber das schreiben was mir durch den Kopf gerade geht. Ungefiltert und unkommentiert…..

Uns geht es nicht gut unter den herrschenden Umständen in Gaza-Stadt. Flugzeuge bedecken den Himmel über den Gazastreifen. Raketen kommen aus der Luft, aus dem Meer sowie aus den Panzern um den Gazastreifen herum. Aus Gaza werden auch Raketen abgefeuert.

Es gibt viele Tote und Verletzte auf beiden Seiten (mehrheitlich Zivilisten). Ich will nicht in diesen Kreis hineingeraten, wer hat wann begonnen? Bzw.Wie viele wurden auf der jeweils anderen Seite getötet. Das Aufrechnen bei Kriegen geht niemals auf.

Ich verwende den Begriff "Krieg", da ich nicht sonst weiß, was ich stattdessen verwenden soll. Es ist das Paradox, dass wir Menschen nicht bereit sind, aus Fehlern Anderer zu lernen.Was aber wenn, wir die, die nicht aus ihren eigenen Fehlern gelernt haben.

Was hat Krieg je uns Menschen weltweit gebracht?

Was kommt nun? Wie lange wird es dauern? Und Wie viele unschuldige Menschen werden noch getötet, bevor der UNO-Sicherheitsrat eine Entscheidung zum sofortigen Stopp der Angriffe herausgibt. Die Arabische Liga ist mit sich selbst beschäftigt… oder mit Syrien… Oder…. Oder….

Was ist aber mit den anderen Ländern derWelt? Europa, Russland, China, Indien…. Während ich diese Zeilen schreibe dauern die Angriffe noch an und das Haus bebt…. Gestern Nacht habe ich nicht geschlafen und nicht schlafen können… Das lag an den Angriffen und an das Schreien unserer Kindern. Es ist verrückt, die andere Seite redet immer davon, das Recht zu haben, alles zu tun um die Bevölkerung zu beschützen. Meine Frage ist, Haben wir nicht das gleiche Recht, dass wir auch beschützt werden müssen. Sind wir denn nicht auch Menschen, die das Recht auch haben müssen, ein HALBWEGS normales Leben zu führen. Ich will in Ruhe und in Frieden leben, wie jeder anderer Mensch auf dieserWelt. Mehr will ich nicht. Meine und unsere Kinder haben das Recht und wir haben die Pflicht, alles zu tun um sie zu beschützen und um ihnen HALBWEGS normales Leben zu ermöglichen. Ist das viel verlangt!!!

Was geschieht danach? Wenn man die Meldungen aus den israelischen Medien aus den letzten Tagen verfolgt hat, wird es einem klar sein, dass die Raketen aus Gaza niemals gestoppt werden können… So stand es in den israelischen Medien… Die Frage ist daher nun, wozu dieser Krieg jetzt?

Eben zwei Luftangriffe, wodurch der Kopf meiner Tochter gegen den Boden schlug, so stark bebte das Haus eben… Ich weiß nicht, ob Sie und Ihr etwas für uns tun können bzw. könnt. ABER AUFSTEHEN und sagen Nein zum Krieg gegen den Gazastreifen, ist das Mindeste, was ich von Ihnen und Euch erwarte und verlange. Das tun Sie auch nicht nur für uns, sondern auch für die Bevölkerung neben an.

Seien Sie mutig und teilen Sie ihren Regierungen deutlich mit, es sind genug Menschen gestorben und dass dieser Krieg sofort gestoppt werden muss. Es wäre eine Katastrophe für alle, falls dieser Krieg noch länger andauern sollte. Nun wissen Sie es und Bitte sagen Sie nicht, "WIR HABEN ES NICHT GEWUSST!!!

Am Ende hoffe ich und ich bete auch, dass dieser Krieg sofort beendet werden muss, damit das weitere Blutvergießen aufhört. In der Hoffnung, dass wir diesen Krieg überleben verbleibe ich Mit solidarischen und traurigen Grüßen aus Gaza Stadt.

Dr. Abed

Gaza am 16 Nov. 2012 Um 9:00 Uhr morgens

Der Himmel über Gaza ist heute morgen mit Rauchwolken bedeckt. Die Nacht war sehr lang und die israelischen Angriffe aus allen Richtungen dauerten die ganze Nacht auch. Es geht leider noch weiter. Die Meldungen aus der Welt sind unterschiedlich gefallen. Manche verurteilen die Angriffe, andere heißen sie gut und weitere sind dagegen. Die Russen als Beispiel reden von der Unverhältnismäßigkeit der eingesetzten Waffenarsenale seitens Israel.

Mir ließ der folgende Gedanke die ganze Nacht keine Ruhe,Wie wäre es mit MEHR FRIEDEN WAGEN, Wie wäre es mit PERSPEKTIVE ZEIGEN…… Jeder Staat auf derWelt hat die Pflicht, seine Bevölkerung zu beschützen und er muss alles in seiner Macht tun, um das zu erreichen. Dies gilt sowohl für uns als auch für sie. Eine Tatsache muss noch aber klar sein,WER ist der BESATZER und wer sind die Besetzten? Das darf nicht und niemals vergessen werden.

Wenn der Staat Israel seine militärische Kräfte und Stärke messen möchte, solle er bitte einen halbwegs genauso starken Gegner aussuchen.Wir haben weder F16 Flugzeuge, noch Marin-Schiffe.

Heute soll der ägyptische Regierungschef mit einigen Ministern den Gazastreifen besuchen.Was kommt danach, steht in den Sternen. Er war da und während seines sehr kurzen Besuch schlugen auch Raketen. Die gezielte Ermordung von Herrn Ahmad Aljaabary durch einen Raketenangriff wird die Hamas in Gaza schwächen, so denken die Israelis. Und als hätten sie nichts davon gelernt, als sie früher viele palästinensischen Führer gezielt ermordet haben.

Hat das Hamas in irgend einerWeise geschwächt, Nein, das ist eine Tatsache. Das Töten von Menschen kann niemals gerechtfertigt werden. Das ist meine persönliche Meinung und es mag ja sein, dass Sie anders denken als ich, das ist sogar normal.

ABER die Würde des Menschen ist unantastbar, so steht es im Grundgesetz Deutschlands. Solange es Besatzung gibt, so wird esWiderstand geben und dieses kann niemals gestoppt werden. Wenn aber die Besatzung ein für alle Male beendet wird, und wir in Ruhe, Freiheit, Frieden und Würde leben, dann und erst dann kann man und wird man herausfinden können ob nun Frieden sich lohnt oder nicht. Der Gazastreifen ist nun seit über fünf Jahren immer noch belagert….Das darf auch nicht vergessen werden. Raketen hin und Raketen her, was kommt dann? Muss nicht das normale Leben trotzdem eines Tages weitergehen! Ein anderer Gedanke ist es, die Wahlen in Israel am 22.01.2013, müssen wir (die Bevölkerung des Gazastreifens) immer für die israelischen Wahlen den Preis bezahlen. Können sie denn ihre Wahlen, nicht ein mal ohne unser Blut durchführen.

Oder bringt unser Blut Wählerstimmen.Wenn dem so ist, dann wissen Sie nun, wer ist Blutsüchtig. Das Haus bebt eben wieder und immer wieder, während ich Ihnen diese Zeilen schreibe. Ich fühle mich dementsprechend hilflos und machtlos, da ich meine Kinder nicht beschützen kann bzw. nichts für ihren Schutz beitragen kann. Denn kein Platz ist in dem Gazastreifen vor den israelischen Luftangriffen geschützt. Die wenigsten Häuser haben Schutzräume und so sind alle Fensterscheiben geöffnet bzw. abmontiert, damit sie durch die Luftangriffe nicht zerbrechen und wir dann die Scherben fegen und sammeln sollen. Dieses Gefühl ist schon lähmend….(Eben um 15:13 Uhr, Gaza-Zeit noch ein Luftangriff, das beängstigt uns sehr).

Immer wieder der Gedanke, was wird dann am Tag danach passieren? Haben sich die Kriegsmacher diese Frage gestellt? Ich weiß nun nicht, wie sich die Gesamtlage entwickeln wird.Wir erleben immer wieder Überraschungen… Wenn wir noch am Leben sein sollten, so kann und werde ich Ihnen davon berichten. Jetzt höre ich die Sirenen der Rettungsfahrzeuge bzw. der Feuerwehr. Bitte tun Sie etwas für einen "halbwegs" gerechten Frieden im Nahen Osten.

Mit traurigen Grüßen

Dr. Abed
geschrieben von Dr. Abed Schokry aus Gaza-Stadt


Zum Lesen empfohlen auch die verlinkte PDF von Adam Keller über die Kinder des Feindes,

Karl
hinterwaeldler
hinterwaeldler
Mitglied

Re: off-topic
geschrieben von hinterwaeldler
als Antwort auf miriam vom 18.11.2012, 02:18:27
Du hast nur zu einem Teil recht.

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges fand in Deutschland der kalte Krieg statt. Ergebnis dieses Krieges war, das die DDR eine Mauer baute. Die Gründe wollen wir mal dahingestellt lassen. Nun stelle dir doch einfach mal vor, Ulbricht und Chruschtschow hätten diese Mauer viele Kilometer tief im bundesdeutschen Gebiet errichten lassen .....

Die Folgen wären undenkbar gewesen, aber genau das spielt sich in Palästina ab, dessen Volk auf Betreiben Israels und der USA selbst von der UNO nicht anerkannt wird. Stelle dir mal den Fall vor, die UNO hätte die Bundesrepublik nicht anerkannt, nur weil die DDR und die UdSSR es so wollten.

Ein anderer Fall. Bei uns hinter dem Wald am Hochrhein ist Deutschland noch nicht zu Ende. An seiner schmalsten Stelle (400m) mitten im im schweizer Territorium befindet sich eine deutsche Ortschaft Büsingen mit 1400 Einwohnern. Diese Ortschaft hat sogar ein eigenes polizeiliches Kennzeichen (Büs) und genau diesem Dorf ist sogar in der deutschen Lohnsteuer- & Einkommenserklärung ein ganzer Abschnitt gewidmet.

Büsingen wurde bei der Festlegung der Grenzen Europas vom Wiener Kongress 1814/1815 glattweg vergessen. Kein Mensch, nicht einmal Hitlerdeutschland kam auf die Idee, die Grenzen zu revidieren oder gar einen freien Zugang mit militärischen Mitteln zu erzwingen. Nicht einmal die Bewohner des Ortes selbst hätten dafür Verständnis.

Noch ein Fall: In der Oberlausitz wohnt das Volk der Sorben und Wenden. Sie stehen ethnologisch den Slowaken sehr nahe und ist der Rest, der bei der von Dschingis Khan ausgelösten letzten Großen Völkerwanderung in ihrem angestammten Gebiet zurückgebliebenen Menschen. Nach der Wende gab es innerhalb der Domowina Bestrebungen, das die Sorben und Wenden Autonomie erhalten und territorial zur Slowakei gehören sollte. Daraufhin kam zwei Delegationen aus Prag und Bratislava nach Bautzen (sorbisch Budesin) und haben ihnen diesen Quatsch ausgeredet. Undenkbar die Konsequenzen, wenn sie ihren Plan durchgesetzt hätten.

Was ich damit sagen will ist, das keinem Menschen mit der Revision der Grenzen gedient ist. Zu Schaden kommen bei solchen nationalistischen Bestrebungen immer die Leute die es unmittelbar betrifft. Ich kann mir sehr gut vorstellen, das Palästinenser und Israelis das gleiche Territorium bewohnen. Beide Völker können sich sogar gegenseitig ergänzen. Und ich meine, das Israel vernünftig sein und den ersten Schritt beim aufeinander Zugehen tun sollte.

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Skorpion49
Skorpion49
Mitglied

Re: Bomben und Raketen sind keine Lösung
geschrieben von Skorpion49
als Antwort auf karl vom 18.11.2012, 09:01:00
Werter D.Abed.
Treffender als ihr Beitrag kann niemand die Lage, das Leid und Elend der Menschen im Gazastreifen schildern. Sie verlangen zu Recht in Frieden zu leben. Zu leben in einem Land welches ihnen und ihren Völkern gehört. Ohne Siedlungsbau von fremden Mächten. Ohne Isolation von der Welt. Ohne Bestimmung von fremder Seite, hier Israel, wer wohin gehen darf, wann oder mit wem er handeln darf. Ohne Piraterie Israels, welche Schiffe in internationalen Gewässern kapert. Schiffe, welche Ware für Palästina geladen haben.Ach so, es wurden auf dem ersten gekaperten Schiff Waffen gefunden und fotografiert. Das gesammte Besteck der Küche wurde der Welt als Waffen offeriert. Es wäre an der Zeit, daß auch deutsche Politiker endlich mal ihre verlogene Moral in Bezug auf Israel ablegen und das Kind beim Namen nennen. Es kann doch nicht sein, daß von Recht auf Selbstverteidigung gesprochen wird, wenn ein Land okupiertes Gebiet als Verteidigungsnotwendig ausgibt. Liebe Israelis.Gebt den Palästinensern ihr Land, ihre Freiheit und Frieden wieder. Haltet euch an die Beschlüße der UNO, welche immer wieder von den USA unterlaufen werden und dann braucht ihr euch nicht mehr "Selbstverteidigen".
lars
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Re: off-topic
geschrieben von lars
als Antwort auf miriam vom 18.11.2012, 02:18:27
Scheinbar wurde nichts gelernt aus der Tragödie vor 70. Jahren miriam, wer haut jetzt drauf?
Frage mich nur, für was wurde die UNO ins Leben gerufen?
Vermittlungen haben bis jetzt nichts genützt, siehe Syrien!
Es müsste eine härtere Gangart geschaffen werden, aber wie?
karl
karl
Administrator

Bomben und Raketen sind keine Lösung
geschrieben von karl
als Antwort auf hinterwaeldler vom 18.11.2012, 09:17:21
Ich kann mir sehr gut vorstellen, das Palästinenser und Israelis das gleiche Territorium bewohnen. Beide Völker können sich sogar gegenseitig ergänzen. Und ich meine, das Israel vernünftig sein und den ersten Schritt beim aufeinander Zugehen tun sollte.
Das muss auch langfristig so sein. Israel als der eindeutig Stärkere muss den ersten Schritt tun und seine Politik ändern, sonst werden sie m. E. zwar viele Kriege, aber den Frieden nicht gewinnen.

Karl

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Marija
Marija
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Re: Bomben und Raketen sind keine Lösung
geschrieben von Marija
Werden hier vielleicht Fakten geschaffen, um ein noch größeres Vorgehen rechtfertigen zu können ?
Eine Frage, die sich mir, angesichts der stattgehabten Interventionen in der jüngeren Verganenheit der letzten 15 Jahre, stellt.
schorsch
schorsch
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Re: Bomben auf Gaza sind keine Lösung
geschrieben von schorsch
Ist es einem gefesselten Tier zu verargen, wenn es ab und zu versucht, mit Schlägen seiner Gliedmassen sich zu wehren?

Ist es den Palästinensern zu verargen, dass ihre jungen Männer, denen von den Besatzern keine Chance gelassen wird, eine Zukunft zu haben, ihre Zeit und Energie dazu zu verwenden, Raketen zu bauen, die sie dann gegen ihre Besatzer zünden?

Würden diejenigen Staaten, die immer wieder über Israel und die Palästinenser Resolutionen fassen und Abkommen treffen, endlich ihren Worten Taten folgen lassen, dann hätten die Palästinenser schon längstens ihren eigenen Staat - und der Rest der Welt wenigstens in dieser Beziehung Ruhe!
Re: off-topic
geschrieben von klaus
als Antwort auf hinterwaeldler vom 18.11.2012, 09:17:21
"Was ich damit sagen will ist, das keinem Menschen mit der Revision der Grenzen gedient ist. Zu Schaden kommen bei solchen nationalistischen Bestrebungen immer die Leute die es unmittelbar betrifft. Ich kann mir sehr gut vorstellen, das Palästinenser und Israelis das gleiche Territorium bewohnen. Beide Völker können sich sogar gegenseitig ergänzen. Und ich meine, das Israel vernünftig sein und den ersten Schritt beim aufeinander Zugehen tun sollte."


Das hört sich gut an und klingt schlüssig.
Deine vorher gebrachten Beispiele sind interessant und ließen sich sich sogar noch erweitern.

Allerdings liegen im israelisch-palästinensichen Raum die Verhältnisse deutlich anders.
Neben den Glaubensfragen spielen andere - scheinbar unüberbrückbare Hindernisse hier eine Rolle, wie z.B. die Ansprüche auf Jerusalem, der immer wieder angeheizte Siedlungsbau oder der Einfluss des Iran auf die unterschiedl. politischen palästinens. Gruppen...
Malinda
Malinda
Mitglied

Re: Bomben und Raketen sind keine Lösung
geschrieben von Malinda
als Antwort auf karl vom 18.11.2012, 09:01:00
Normalerweise lese ich still mit, weil die Sprache nicht mein Instrument ist, diskutieren nie gelernt habe und politisch nicht gebildet bin. Und Lösungsvorschläge hab ich allemal nicht.
Dieser Bericht geht mir allerdings so unter die Haut, dass ich mich einfach mal melden muss.
Vor vielen Jahren habe ich das Buch von Angelika Schrobsdorff: " Jerusalem war immer eine schwere Adresse" gelesen. Damals dachte ich mir, dass dieses Buch Pflichtlektüre sein müsse. Es zeigt sehr deutlich, wie menschenverachtend mit Palästinensern umgegangen wurde.
Die müßige Frage nach Henne und Ei entschuldigt aber nichts. Mir ist die Mentalität der Palästinenser und der Isralis ein Rätsel. Fanatismus erschreckt mich überall auf der Welt.

Ein Freund besuchte im letzten Jahr Israel und einer der nachhaltigen Eindrücke war das selbstverständliche Tragen von Waffen bei jung und alt. Ich denke mir, wer den Schrecken von Waffen verliert, benutzt sie auch schnell. Gilt natürlich auch für die andere Seite.

Mir drängte sich von Anfang an der Verdacht auf, dass in Netanjahus Hinterkopf ganz stark Ahmadinedschad spukt. Vielleicht will er so 2 Fliegen mit mit einer Klappe schlagen. ( Schrecklicher Vergleich, aber mir fällt grad kein anderer ein)

Karl, Du hast irgendwann die Frage gestellt: "Sähe die Welt ohne Religion besser aus". Oder so ähnlich. Ich frage mich oft, ob die Welt nicht ohne Politik besser dran wäre.
Denn an jeder Träne, ob Kind oder alter Mensch, wird verdient.
Auch ich habe große Angst vor einem Flächenbrand.

Malinda

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