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Internationale Politik Bomben auf Gaza sind keine Lösung

karl
karl
Administrator

Re: Bomben und Raketen sind keine Lösung
geschrieben von karl
als Antwort auf adam vom 23.11.2012, 00:54:16
Natürlich werden die Araber von ihren totalitären Regierungen im modernen Sinn versklavt und wie zu befürchten ist, zukünftig von islamistischen Regierungen, im Namen der Religion.
geschrieben von Adam
.
... und natürlich wäscht der Westen seine Hände fröhlich pfeifend in kindlicher Unschuld.

Das wäre eine geschichtslose Sicht auf die Welt, Adam. Wir dürfen nicht vergessen, wie die Welt aus arabischer Sicht aussehen muss. Die arabischen Länder waren europäische Kolonien, Protektorate etc. Die Briten teilten Palästina auf, die Franzosen hielten Algerien noch bis in die 60er Jahre. Die Kungelei des Westens mit Saudi Arabien, Mubaraks Ägypten, die Irakkriege etc., sind nicht vergessen. "Niemand will die Araber versklaven" gilt erst, seitdem es zu teuer geworden ist, weil diese sich wehren.

Karl
nerida
nerida
Mitglied

Re: Bomben und Raketen sind keine Lösung
geschrieben von nerida
als Antwort auf karl vom 23.11.2012, 05:59:58
Natürlich werden die Araber von ihren totalitären Regierungen im modernen Sinn versklavt und wie zu befürchten ist, zukünftig von islamistischen Regierungen, im Namen der Religion.
geschrieben von karl
.
... und natürlich wäscht der Westen seine Hände fröhlich pfeifend in kindlicher Unschuld.
geschrieben von Adam

dann ist es also eine Chance für all diese Staaten (mit Ausnahme Isreals) wenn es islamistisch religiös geprägte Regierungen geben wird?
Wenn sich die Staaten in sunnitisch und schiitisch aufteilen? Die dann entstehenden Kämpfe, das Blutvergiessen und Vertreibung und somit ein neues Flüchtlingsproblem als notwendiges Übel anzusehen ist?
Alles redet über Öl, ein Rohstoff, der zur Neige geht - aber - wie sieht es mit dem Trinkwasser aus?
Werden sie sich hier friedlich über die vorhandenen Ressourcen einigen können - all diese Länder mit einer Gesetzgebung wie der Scharia. Eine Gesetzgebung die kaum förderlich für eine fortschrittliche Gesellschaft ist.

Im Focus all dieser Diskussionen steht immer der Iran und dessen atomare Bewaffnung und ich bin jedesmal erstaunt, das man hier immer wieder Pakistan mit eben dieser fragilen religös islamistischen geprägten Gesellschaft vergisst.

Hier einfach mal die Frage an Dich Karl,
ist es denn nicht statthaft hier nicht mit Schuldzuweisungen was die Vergangenheit betrifft zu argumentieren, sondern aus echter Sorge vor der Zukunft?
hugo
hugo
Mitglied

Re: Bomben und Raketen sind keine Lösung
geschrieben von hugo
als Antwort auf karl vom 23.11.2012, 05:59:58
und ich bin heilfroh, das die irren Deutschen den letzten Krieg haushoch verloren haben,,,und ich und meine Kinder nicht irgendwo zwischen Weichsel und Wladiwostok, zwischen Tel-Aviv und Kapstadt schwerbewaffnet, als gehasste Besatzer,,,,immer mit der Gefahr lebend aus jedem Hinterhalt einem Heckenschützen ( Kämpfer irgendeiner Befreiungsfront) als lohnendes Ziel zu dienen.

neee, da lob ich mir dieses Nachkriegsdeutschland, lange Zeit relativ friedliebend,,,,und jederzeit war ich willkommener Gast überall dort wo es mich hintrieb,,,,,

und überall konnte ich Gleichgesinnte aus vielen vielen Ländern dieser Erde treffen, leider noch viel zu wenige aus sog Drittländern, aus arabischen Staaten usw,,aber da weiß man ja das es denen -auch dank unserer westlichen Aneignungspolitik- noch zu mies geht,, aber besonders fällt mir auf, das die bei uns "allseits so beliebten Israelis" sich kaum unter Leute wagen,,warum nur?

und endlich sollten sie mal etwas vernünftiges unternehmen -z.B. diplomatisches, politisches, humanes, sinnvolles, waffenloses Handreichen ohne hässliche Hintergedanken (wie das Streben nach fremden Land/Besiedelungspolitik)

man kann solches den Israelis nur wünschen, es könnte Ihre Rettung, und sollte ihre Überlebensstrategie sein. Mir fällt keine andere ein.

hugo

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Marija
Marija
Mitglied

Re: Bomben und Raketen sind keine Lösung
geschrieben von Marija
Das Thema :

BOMBEN UND RAKETEN SIND KEINE LÖSUNG

stimmt nur in Teilen.

#Für einige Menschen gehören sie zum Denkapparat wie Zähneputzen zur Zahnpflege.

Raketen, Bomben, Flächenbombardements, Landminen, Drohnen, Kindersoldaten usw ---- die Waffenproduktion bleibt profitbringender Teil unseres zynischen Welt- Wirtschafts-Lebens.

................Ich habe keine Hoffnung mehr auf Besserung.

Der Mossad wird immer weiter ungestraft töten dürfen, der CIA wird weiter Intrigen produzieren, der BND wird weiter bei vielen Geschehnissen auf einem Auge blind sein.

Marija
wolfgang
wolfgang
Mitglied

Re: Bomben und Raketen sind keine Lösung
geschrieben von wolfgang
als Antwort auf Marija vom 23.11.2012, 08:53:24
jetzt, wo es in arabien grünt und die araber dabei sind, die von europa und amerika ausgehende sklaverei abzuschütteln und israel in den senkel stellen, bist du hoffnungslos. merkwürdig...
---
w.
hobbyradler
hobbyradler
Mitglied

Re: Bomben und Raketen sind keine Lösung
geschrieben von hobbyradler
als Antwort auf wolfgang vom 23.11.2012, 09:25:02
jetzt, wo es in arabien grünt und die araber dabei sind, die von europa und amerika ausgehende sklaverei abzuschütteln und israel in den senkel stellen, ..
---
w.


In welcher Welt lebst du?


Der ägyptische Friedensnobelpreisträger und Oppositionspolitiker Mohammed al-Baradei schrieb am Donnerstag auf Twitter, Mursi habe „sämtliche staatliche Macht an sich gerissen und sich selbst zu Ägyptens neuem Pharao ernannt“. Die Revolution sei dadurch abgewürgt worden, in der Präsident Husni Mubarak gestürzt worden war, der das Land quasi diktatorisch regiert hatte.

Schau mal

geschrieben von Focus

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karl
karl
Administrator

Re: Bomben und Raketen sind keine Lösung
geschrieben von karl
als Antwort auf nerida vom 23.11.2012, 06:57:37
Hier einfach mal die Frage an Dich Karl,
ist es denn nicht statthaft hier nicht mit Schuldzuweisungen was die Vergangenheit betrifft zu argumentieren, sondern aus echter Sorge vor der Zukunft?
Ich selber bin immer dafür, nach vorne zu schauen und zu versuchen, das Beste aus der Zukunft herauszuholen. Das funktioniert aber nur, wenn man die Vergangenheit und die daraus erwachsenden Strömungen kennt. Schuldzuweisungen sind fehl am Platze, aber ohne Geschichtsbewusstsein bewegt man sich wie ein Elefant im Porzellanladen.

Der Meinung, dass Geschichte wichtig ist, sind hier m. E. doch die meisten Diskutanten, völlig unabhängig davon, ob sie mehr die Interessen der Palästinenser oder mehr diejenigen der Israelis in den Mittelpunkt stellen. Hier wurden einerseits tausendjährige Landrechte gegen Landrechte jüngeren Datums verrechnet, der Holocaust als Argument gegen jegliche Kritik an Israels Politik ins Feld geführt, also darf im Sinne der Ausgewogenheit auch nicht unerwähnt bleiben die historische Situation, in der sich die Araber befinden, die das Joch der westlichen Dominanz gerade erst dabei sind abzuschütteln.

Geschichte macht die Gestaltung der Zukunft oft schwierig. Man kann eine neue Gesellschaft nicht auf dem Reißbrett planen. Wenn Entwicklungen beeinflusst und gelenkt werden sollen, dann muss man sie kennen.

Meine Strategie im privaten und beruflichen Bereich, wo ich bei der Lösung von Konflikten eine gewisse Übung erlangt habe, war es immer die streitenden Parteien zunächst nach ihren Zielen zu fragen. Sehr oft stellte sich dann heraus, dass die Ziele eigentlich sehr ähnlich waren und dass es möglich war, sich auf gemeinsame Ziele zu einigen, bevor über die Wege dorthin gestritten wurde.

Würde man einen Palästinenser in den Straßen Gazas oder einen Israeli in Tel Aviv nach seinen Lebenszielen fragen, dann wären diese garantiert vergleichbar. Beide würden bei einem guten Auskommen für ihre Familien gerne ein friedliches und glückliches Leben führen können. Beide haben das Recht dazu.

Bei Kenntnis der unsäglichen Geschichte ist es die Pflicht der Politiker auf beiden Seiten Wege zu suchen (und nicht diese zu blockieren), die die Zielerreichung für alle möglich macht. Keine Seite darf sich über die andere erhöhen. Meine Lehre aus meiner Kenntnis gerade auch der deutschen Geschichte ist es, dass auf eine Katastrophe zugesteuert wird, wenn sich ein Volk als etwas Besseres ansieht. Es gibt keine Herren- und auch keine Sklavenvölker, es darf sie nicht geben. Dass die Menschen gleich sind, ist ein notwendiges Postulat für eine gerechte und friedliche Welt.

Karl
miriam
miriam
Mitglied

Re: Bomben und Raketen sind keine Lösung
geschrieben von miriam
als Antwort auf hobbyradler vom 23.11.2012, 10:32:52
Diese Schönfärberei die hier Wolfgang regelmässig betreibt - ist nichts Neues. Mir ist diese Art des Umgangs mit der Realität - aus Rumänien, aus Ceausescus Zeiten, bekannt.

Doch welche ist die Wahrheit?

Zitat aus den ZDF-Nachrichten:

Die ägyptischen Behörden haben vor den für Freitagnachmittag geplanten Massenkundgebungen der Opposition die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. In der Hauptstadt Kairo wurden Kräfte von Polizei und Armee vor Regierungseinrichtungen nahe dem Tahrir-Platz postiert.
Liberale und linke Kräfte werfen Präsident Mohammed Mursi vor, seine Macht eigenmächtig auszuweiten. Der islamistische Präsident hatte die Befugnisse der Justiz drastisch eingeschränkt und den Generalstaatsanwalt entlassen.

Ende des Zitats.

Und ich nehme an, dass hier alle mitbekommen haben, dass Mursi sich jetzt als Pharao bezeichnet.

In eigener Sache: auch bis jetzt wurden in diesem Faden von einigen Benutzern so viele Falschmeldungen verbreitet - ein Verfahren welches häufig angewendet wird, wenn es direkt oder auch indirekt um Israel geht.

Cui bono?

Miriam
wolfgang
wolfgang
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Re: Bomben und Raketen sind keine Lösung
geschrieben von wolfgang
als Antwort auf hobbyradler vom 23.11.2012, 10:32:52
el-baradei ist ein knecht des westens. er hatte den auftrag, vom mubarak-regime zu retten, was zu retten ist. was er sagt interesiert mich nicht. in ägypten spielt es keine rolle, was der von sich gibt. dort ist revolution. genauer: grüne revolution, arabischer frühling genannt.
aus einem vom westen unter kuratel gehaltenen ägypten wird gerade ein islamisch dominiertes ägypten mit ganz eigenen herrschaftsstrukturen. das alte mubarak-regime, ein koloniales regime, ist geschichte. mursi ist gefragt.
---
w.
wolfgang
wolfgang
Mitglied

Re: Bomben und Raketen sind keine Lösung
geschrieben von wolfgang
als Antwort auf miriam vom 23.11.2012, 11:20:31
"Und ich nehme an, dass hier alle mitbekommen haben, dass Mursi sich jetzt als Pharao bezeichnet." (Miriam) - falsch. du desinformierst. el-baradei. der knecht des westens, hat mursi so tituliert. die westpresse ist begeistert.
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w.

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