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Internationale Politik Charlottesville ist nicht harmlos

Holger
Holger
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RE: Charlottesville ist nicht harmlos
geschrieben von Holger
als Antwort auf qilin vom 17.08.2017, 16:10:43

Das Denkmal wurde m.W. in 1924 errichtet und stand bis vor kurzem einfach so da.
Es gab in der Geschichte immer wieder Denkmalstürme, aus Sicht der Stürmer berechtigt, aber jeder auf einem Denkmal lebte zu "seiner" Zeit wurde aber immer zu den Meinungen seiner Stürmer und einer anderen Zeit bewertet.
Lenin liegt immer noch im Mausoleum, der "Nischl" steht m.W. immer noch in Chemnitz und in Berlin versucht man die Standorte der im märkischen Sand verbuddelten Leninbüsten wieder zu finden.
Sie sind es allemal Wert der Nachwelt, mit welcher Begründung auch immer, erhalten zu bleiben.
Vielleicht hätte man den General einfach weiter unbeachtet stehen lassen und es wäre ruhig geblieben.
So haben sich die "Lager" gegenseitig hochgeschaukelt mit schlimmen Folgen
 

qilin
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RE: Charlottesville ist nicht harmlos
geschrieben von qilin
als Antwort auf Holger vom 17.08.2017, 16:26:42


Das ist genau der 'Trump-Dictus' - 'die Lager' haben 'sich hochgeschaukelt' emoji_innocent
Denkmäler haben es an sich 'einfach so dazustehen', und Stadtverwaltungen haben es an sich demokratisch zu entscheiden. Wem diese Entscheidungen nicht passen, der hat die Möglichkeit, sich - auch mit Demonstrationen - dagegen auszusprechen. Die Straßen zu okkupieren mit Sprechchören "Wem gehören die Straßen - Uns gehören die Straßen!" und Naziparolen, wäre bei uns an sich bereits strafwürdig - tödliche Gewalt ist es auch in God's own Country...
 

Lissy52
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RE: Charlottesville ist nicht harmlos
geschrieben von Lissy52
als Antwort auf Holger vom 17.08.2017, 16:26:42
Das Denkmal wurde m.W. in 1924 errichtet und stand bis vor kurzem einfach so da.
Es gab in der Geschichte immer wieder Denkmalstürme, aus Sicht der Stürmer berechtigt, aber jeder auf einem Denkmal lebte zu "seiner" Zeit wurde aber immer zu den Meinungen seiner Stürmer und einer anderen Zeit bewertet.

Vielleicht hätte man den General einfach weiter unbeachtet stehen lassen und es wäre ruhig geblieben.
So haben sich die "Lager" gegenseitig hochgeschaukelt mit schlimmen Folgen
 
Diese umstrittenen Denkmäler wurden überwiegend vom Klu Klux Klan aufgestellt, um die Befürworter und Kämpfer für die Sklavenhaltung zu ehren. Diese werden jetzt durch gewählte Stadtregierungen abgebaut.
Daher liegst du falsch mit der Ansicht, irgendwelche Demonstranten hätten die Denkmäler abreissen wollen.
Die rechten Rassisten wollten den Abbau verhindern , nicht die  angeblich " linken " Demonstranten wollten die Denkmäler stürmen.

Denkmäler für Verteidiger der Sklavenhaltung

 

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olga64
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RE: Charlottesville ist nicht harmlos
geschrieben von olga64
als Antwort auf Lissy52 vom 18.08.2017, 11:10:51

Vielen Dank, dass Sie dies richtigstellten. Wir sollten jetzt nicht in unserem Land uns zwar vehement über Mr Trump und seine Rechtslastigkeit empören und beschweren (was recht sinnlos ist), sondern auch immer bedenken ,dass wir unsere eigenen Naziprobleme immer hatten (sogar der Ursprung mit seinen millionenfachen Grausamkeiten liegt bei uns ) und nach wie vor haben. DEshalb unbedingt den Finger auch auf uns zeigen und nicht starr in die andere Richtung. Olga

Holger
Holger
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RE: Charlottesville ist nicht harmlos
geschrieben von Holger
als Antwort auf Lissy52 vom 18.08.2017, 11:10:51

In Amerika stehen über 1500 solcher Denkmale, Gedenktafeln, Gedenkstätten als Teil der amerikanischen Geschichte, manche schon ein menschenleben lang und länger.
In den Südstaaten gibt es sogar noch entsprechende Gedenktage.
Sollen die jetzt einfach so verschwinden?

olga64
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RE: Charlottesville ist nicht harmlos
geschrieben von olga64
als Antwort auf Holger vom 18.08.2017, 16:44:00

Auch in Deutschland, dem Lande der Nazimörder, gibt es nach wie vor Strassen, die Namen von Wehrmachtsverbrechern tragen, ebenso Kasernen usw.
Nur mit unermüdlichem Einsatz von verantwortungsvollen Bürgern gelingt es Jahrzehnte nach deren Taten allmählich, dies zu ändern.
Jeder Kampf, der dafür gekämpft wird (in den USA auch gegen die Sklavenverbrecher früherer Jahre mit ihren Denkmälern) ist ein guter Kampf.
Andererseits kann man auch sagen, wofür ein Denkmal? Damit Hunde einen Platz haben, an den sie pinkeln können? Olga


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Holger
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RE: Charlottesville ist nicht harmlos
geschrieben von Holger
als Antwort auf olga64 vom 18.08.2017, 17:22:43

Aber, aber Frau Olga in aller Freundschaft .
Ich würde ihnen strikt davon abraten in Russland an ein Lenindenkmal oder gar in China an eins von Mao zu pinkeln, Sie würden nie wieder in  D ankommen.
Nach neuester Geschichtsdarstellung waren beide auch zu verurteilen, stehen aber in diesen Ländern immer noch rum.
Wird Zeit, daß Sie den Russen und Chinesen mal das "richtige Geschichtsbild" vermitteln.

olga64
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RE: Charlottesville ist nicht harmlos
geschrieben von olga64
als Antwort auf Holger vom 18.08.2017, 18:27:08

Ich würde ihnen strikt davon abraten in Russland an ein Lenindenkmal oder gar in China an eins von Mao zu pinkeln,

pschroed
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RE: Charlottesville ist nicht harmlos
geschrieben von pschroed

US Politik vom Feinsten, die populistische Regierung löst sicht langsam auf.
Banon verlässt das white house emoji_blush  in der Hoffnung daß der Irre gleich folgen wird.
Phil,

Steve Banon verlässt das weiße Haus.

Zitat
Trumps Chefstratege Bannon verlässt das Weiße Haus
Freitag, 18. August, 18.55 Uhr:US-Präsident Donald Trumpsumstrittener Chefstratege Stephen Bannon verlässt Medienberichten zufolge das Weiße Haus. Das bestätigte Pressesprecherin Sarah Huckabee Sanders. „Stabschef John Kelly und Steve Bannon haben in beidseitigem Einvernehmen beschlossen, dass heute Steves letzter Tag war“, hieß es in einer Stellungnahme. „Wir danken ihm für seine Dienste und wünschen ihm das Beste.“ Zuvor hatte die „New York Times“darüber berichtet.
adam
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RE: Charlottesville ist nicht harmlos
geschrieben von adam
als Antwort auf pschroed vom 18.08.2017, 19:37:34

Nicht US-Politik, Phil. Die ursprüngliche Trump-Administration löst sich auf und ich frage mich besorgt, was kommt. Noch schlimmer?

US-Politik wird seit Monaten im Kongress gemacht. Da wurde z.B. Obamacare erhalten und Geld für eine Mauer nach Mexiko verweigert. Aber wie soll sich der Kongress gegenüber dem weißen Pöbel verhalten, den Wählern von Trump? Dieser Pöbel wurde ja durch den Nationalismus Trumps ermuntert, sich als Herrscher der Straße auszurufen, ohne in seiner Dummheit zu erkennen, daß das nicht die Herrschaft über das Land sein kann. Der weiße Pöbel hat mit der die Macht beanspruchenden weißen Geld-Aristokratie der USA nichts gemein.

--

adam


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