Forum Politik und Gesellschaft Internationale Politik DER ISLAM GEHÖRT NICHT ZU DEUTSCHLAND Programm der AFD

Internationale Politik DER ISLAM GEHÖRT NICHT ZU DEUTSCHLAND Programm der AFD

Edita
Edita
Mitglied

Re: DER ISLAM GEHÖRT NICHT ZU DEUTSCHLAND Programm der AFD
geschrieben von Edita
als Antwort auf olga64 vom 17.05.2016, 17:41:35
Aber Edita: die Wissenschaften Sinologie und Arabistik sind doch keine Sprachschulen, sondern verhältnismässig junge Lehrstühle zur Vermittlung von Wissenschaften in diesen Ländern.
Olga


Kuck ma Mäuselchen, sooo jung ist z.B. der Lehrstuhl für Sinologie in München " Die Sinologie hat an der Münchener Universität eine lange Lehrtradition: 1831 wurde der erste Lehrauftrag für Chinesisch an den in Paris ausgebildeten Orientalisten Heinrich Kurz verliehen ......."

Sinologie Uni München - Über uns

Edita

ps: Heigl
olga64
olga64
Mitglied

Re: DER ISLAM GEHÖRT NICHT ZU DEUTSCHLAND Programm der AFD
geschrieben von olga64
als Antwort auf Edita vom 17.05.2016, 18:44:55
Edita - an welche Länder denken Sie eigentlich, mit denen Deutschland Handelsbeziehungen unterhält und wo es dringend erforderlich wäre, dass "man" arabisch oder chinesisch spricht?
Denken Sie vielleicht an die LÄnder des Maghreb (hier genügt französisch und/oder englisch), an die Türkei (hier genügt türkisch und englisch) oder an Saudi Arabien? In letzterem Land genügt seit Jahrzehnten Englisch; auch einer Frau mit perfekten Arabisch-Kenntnissen würde es nicht viel helfen, dort beruflich erfolgreich zu sein.
Denken Sie an den Iran? Hier wäre es dann Farsi, bzw. Englisch.
Denken Sie an Indien? Hier wäre es Hindi.
Und China welches chinesisch würden Sie empfehlen?

Und dann by the way, Verehrteste: welche Sprache sprechen und schreiben Sie selbst verhandlungssicher? Würde mich wirklich interessieren.... Olga
Edita
Edita
Mitglied

Re: DER ISLAM GEHÖRT NICHT ZU DEUTSCHLAND Programm der AFD
geschrieben von Edita
als Antwort auf olga64 vom 18.05.2016, 15:51:29
Liebste Olga - ich fange mal ganz allgemein an, ihre rhetorisch ganz gut aufbereiteten, für mich aber dennoch gut erkennbar suggestiv naiv gestellten Fragen an mich, zeigen mir deutlich auf daß sie wohl auf dem Stand ihrer Ausbildung der 60-ger und Anfan 70-ger Jahre stehengeblieben sind und sich strikt weigern die danach aufgekommenen und neu gestellten Anforderungen und Bedürfnisse zu akzeptieren, und das enttäuscht mich doch jetzt ein bißchen, damit hatte ich wirklich nicht gerechnet!

Glauben sie wirklich, daß man heutzutage noch nur mit Englisch oder Französisch, was vor 50 Jahren vollkommen ausreichend war, sich noch einen besser gefüllten Brotkorb angeln kann?
Sie kommen zwar, und das sehen Sie auch schon ganz richtig, mit diesen zwei Sprachen durch die ganze Welt, aber nur als Backpacker oder als VIP-Tourist, das war's, möchten Sie aber für das AA oder für Siemens oder für das Goethe-Institut oder für einen Wirtschaftsverband oder auch für ein superchices Hotel, oder auch als renomierter Arzt, oder....oder....oder in arabischen Ländern arbeiten, dann ist es für ihr berufliches Fortkommen sehr von Vorteil wenn sie auch die arabische Sprache beherrschen, denn Sie können sich zwar mit dem arabischen Vorstandschef gut auf Englisch verständigen, aber mit dem Taxifahrer oder dem Verkäufer schon nicht mehr, auch nicht jeder Behördenangestellte spricht englisch!
Achso.......Sie wollten noch wissen, welche Länder ich z.B. im arabischen Raum meine, z.B. diese hier, mit diesen Ländern hat sich das Handelsvolumen auf 52,1 Milliarden € in 2015 hochgeschraubt!

Ganz beliebt für Deutsche sind mittlerweile auch die Vereinigten Arabischen Emirate, dort können sie sogar als deutsche Krankenschwester oder Altenpflegerin unterkommen, vorausgesetzt, sie sprechen arabisch, denn auch hier gilt, der geschäftliche Kontakt mit Emiratis und der Umgang mit Behörden sind einfacher, wenn Sie die arabische Sprache beherrschen.

In letzterem Land genügt seit Jahrzehnten Englisch; auch einer Frau mit perfekten Arabisch-Kenntnissen würde es nicht viel helfen, dort beruflich erfolgreich zu sein.
geschrieben von Olga


Nun Olga - wie ich sehe, sind Sie hier auch nicht uptodate, denn Frauen haben in den Vereinigten Arabischen Emiraten die gleichen beruflichen Möglichkeiten wie Männer. Diese Chancen nutzen sie.
So trifft man in den dortigen internationalen, nationalen und deutschen Büros und Firmen auch Frauen in höheren Positionen an, die ebenso von den arabischen Männern als ernstzunehmende Verhandlungspartnerinnen angesehen werden. Für Mütter bestehen aufgrund von finanzierbaren und der weit verbreiteten Beschäftigung von Haushaltshilfen und Kindermädchen gleichermaßen gute Möglichkeiten, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren.

Und dann by the way, Verehrteste: welche Sprache sprechen und schreiben Sie selbst verhandlungssicher? Würde mich wirklich interessieren....
geschrieben von Olga


Und nun by the way Liebes: diese unterschwellig lächerlich machen sollende Frage ist sachlich und fachlich genau so unterirdisch wie wenn ich Sie im Alters-Sex Thema fragen würde, wann haben Sie denn das letzte Mal und mit wem, oder in dem Vierlings-Thread, wieviel Kinder haben Sie denn selber geboren, um das beurteilen zu können, aber ......ich kann Sie beruhigen, ich bin mindestens auf dem gleichen Bildungsstand wie Sie, ich kann Ihnen ganz gut und ganz flott das Wasser reichen!

Und noch ein Rat: überwinden Sie sich doch mal zuzugeben, daß Sie nicht alles bis zu Ende durchdacht haben, dann können Sie getrost auf diskreditierende Rückfragen und Unterstellungen verzichten, und es macht Sie auch um Vieles noch sehr viel sympathischer!

Edita

Anzeige

olga64
olga64
Mitglied

Re: DER ISLAM GEHÖRT NICHT ZU DEUTSCHLAND Programm der AFD
geschrieben von olga64
als Antwort auf Edita vom 19.05.2016, 09:05:35
ABer Edita - warum beantworten Sie meine kurze Frage nicht ebenso, aber konkret? Welche Fremdsprachen sprechen und schreiben Sie verhandlungssicher?
Für mich waren Fremdsprachen in den vielen Jahrzehnten meiner Berufstätigkeit so wichtig, dass ich bereits mit 19 Jahren entschied, in England und Frankreich zu arbeiten und sie vor Ort zu lernen; nochmals dann mit ca 35 Jahren als ich für ein Jahr in die USA ging.
Ich war übrigens nicht allein, die dies tat - es machten viele und immer mehr gehen schon als Schüler als Austauschschüler in englisch- oder französischsprachige Länder.
In arabische wohl eher doch nicht.
In den Emiraten kommen Sie bestens mit Englisch zurecht; z.B. Dubai ist sicher auch für Frauen geeignet, um dort zu arbeiten (in Katar und Abu Dhabi sieht es schon anders aus). Aber meist sind dies ein wenig Glücksritterinnen, die denken, dort mit einem Nagelpflegeinstitut, als KOsmetikern oder Maklerin bald Millionärin zu werden.
Englisch und Französisch sind auch deshalb in diesen Ländern so weiter verbreitet (teilweise Staatssprache), weil sie ja früher Kolonien waren und diese Sprachen dort etabliert wurden und sich bis heute gehalten haben.

Sie sollten auch nicht in Ihrem Beitrag mal wieder vermischen, was ich zu anderen Themen sagte oder meine. Sie wissen ja, mich kann man oder frau sehr einfach überzeugen - mit guten Argumenten. Solange ich diese vermisse, gelingt es Ihnen und anderen aber nicht. Olga
Edita
Edita
Mitglied

Re: DER ISLAM GEHÖRT NICHT ZU DEUTSCHLAND Programm der AFD
geschrieben von Edita
als Antwort auf olga64 vom 19.05.2016, 15:11:09

Englisch und Französisch sind auch deshalb in diesen Ländern so weiter verbreitet (teilweise Staatssprache), weil sie ja früher Kolonien waren und diese Sprachen dort etabliert wurden und sich bis heute gehalten haben.
Olga


Wie gesagt, vor einem halben Jahrhundert waren Englisch und Französisch ausreichend, heute spricht das schon jede Zugehfrau, also Englisch, was auch gut so ist!
Sie wissen ja, mich kann man oder frau sehr einfach überzeugen - mit guten Argumenten. Solange ich diese vermisse, gelingt es Ihnen und anderen aber nicht.
geschrieben von Olga

Das hat aber nichts mit den Argumenten zu tun, Ihre Eitelkeit macht Ihnen einen da einen Strich durch die Rechnung, schade !

Edita
olga64
olga64
Mitglied

Re: DER ISLAM GEHÖRT NICHT ZU DEUTSCHLAND Programm der AFD
geschrieben von olga64
als Antwort auf Edita vom 19.05.2016, 15:31:45
Ist es wirklich Eitelkeit, wenn ich sachliche und gut fundierte Argumente und die dazugehörigen Diskussionen präferiere (und weniger den hochemotionalen bis hysterischen Stil)?
Ich wüsste auch nicht, warum Eitelkeit per se schlecht sein sollte?
Wie nennt man das Gegenteil?
DAs mag dann der Grund sein, weshalb ich bei mir wichtigen Themen dann doch lieber auf die Männer-Schiene ausweiche - intelligente Männer können dies oft besser als wir Frauen. Da ich dies schon sehr lange so mache, bin ich sicher auch geprägt von diesen Partnern. Aber Edita - lassen wir es mal wieder; es führt ja doch zu nix.
Übrigens mein Putzengel spricht nicht Englisch. Warum auch? Sie versuchte als Polin in den letzten Jahren Deutsch zu erlernen, was sich auch anbietet, wenn man mit der Familie in unserem Land lebt. WAr das gar ein wenig abfällig gemeint? Ohne meinen Putzengel würde mein Leben viel unbequemer sein. Olga

Anzeige

Edita
Edita
Mitglied

Re: DER ISLAM GEHÖRT NICHT ZU DEUTSCHLAND Programm der AFD
geschrieben von Edita
als Antwort auf olga64 vom 19.05.2016, 15:39:34
WAr das gar ein wenig abfällig gemeint? Ohne meinen Putzengel würde mein Leben viel unbequemer sein. Olga


Hat sich das etwa abfällig angehört? Ich glaube NEIN!
Hochemotional bis hysterisch? Mhhhm - das eskaliert bei Ihnen immer in die Richtung wenn sie nicht mehr weiter wissen, und dann als Krönung die Männer oben aufsetzen, das ist köstlich!

Ich muß mich jetzt um meine Mausi kümmern, heute abend noch viel Spass, mit die Männer!

Edita
Edita
Edita
Mitglied

Re: DER ISLAM GEHÖRT NICHT ZU DEUTSCHLAND Programm der AFD
geschrieben von Edita
als Antwort auf olga64 vom 19.05.2016, 15:39:34
Ist es wirklich Eitelkeit, wenn ich sachliche und gut fundierte Argumente und die dazugehörigen Diskussionen präferiere Olga


Das ist sogar sehr gut liebe Olga, nur müssen diese sachlichen und gut fundierten Argumente der jeweiligen Zeit angepaßt sein und nicht schon vom Schleier der Geschichte überdeckt worden sein! Englisch ist zwar heutzutage ein absolutes Muss im Job, eine Garantie für eine Karriere aber leider noch lange nicht. Oder sagen wir: Nicht mehr. Denn Englisch kann ja jeder. Nicht aber Spanisch, Russisch oder gar Chinesisch. Wenn man also ernsthaft eine Karriere in einem internationalen Unternehmen anstreben möchte, wie Sie uns ja glaubhaft versicherten es auch einst getan haben, sollten Sie heutzutage mehr als nur eine Fremdsprache fließend beherrschen. Schon bei der Bewerbung haben Sie dadurch weitaus besser Chancen als Ihre Konkurrenten.Wie leicht sich Ihre Argumente aufweichen lassen, das sehen sie hier, z.B.

" Zeitreise: Das sind die wichtigsten Sprachen im Jahr 2025

1. Ohne Englisch geht nichts mehr: Natürlich, auf Englisch können Sie nicht verzichten. Die Sprache mag zwar an sich kein Alleinstellungsmerkmal mehr sein, ohne Englischkenntnisse haben Sie aber in vielen Berufen kaum mehr eine Chance. Wer etwas auf sich hält, erweitert sein Schulenglisch deshalb im Studium oder durch einen VHS-Kurs um gehobenes Business-Englisch. Immer mehr Stellenanzeigen verlangen mindestens gute Englischkenntnisse, sehr gute sind natürlich noch besser. Dass Englisch die weltweit wichtigste Sprache bleibt, wird sich auch bis zum Jahr 2025 nicht ändern, da sind sich Experten einig.

2. Französisch verliert an Bedeutung: In vielen deutschen Gymnasien ist Französisch standardmäßig die zweite Fremdsprache für die Schüler. Dies hängt vor allem mit unserer räumlichen Nähe zu Frankreich zusammen und der aktiven Förderung der „deutsch-französischen Freundschaft“. Rein beruflich gesehen allerdings, spielt Französisch in Zukunft wohl eine eher untergeordnete Rolle. Auf dem sechsten Platz sehen Experten die Sprache im Jahr 2025, wenn es um die Wichtigkeit der Sprachen geht. Damit liegt Französisch einen Platz hinter Deutsch. Experten sehen uns nämlich im Jahr 2025 auf dem fünften Rang.

3. Schwer, aber unverzichtbar – Chinesisch: Eine Überraschung ist es nicht, dass Chinesisch im Jahr 2025 stattdessen die zweitwichtigste Sprache der Welt sein soll. Kein Wunder, bei 1,3 Milliarden Sprechern. Umso interessanter ist es zu sehen, dass Chinesisch bislang in kaum einer deutschen Schule unterrichtet wird, weder freiwillig noch standardmäßig. Klar, einfach soll Chinesisch nicht gerade sein und dann kommen auch noch die komplizierten Schriftzeichen hinzu. Doch wer über gute oder sogar sehr gute Chinesischkenntnisse verfügt, hat schon jetzt die allerbesten Chancen auf eine große Karriere und kann sich auf eine blühende Zukunft freuen.

4. Japanisch bedeutsamer als Spanisch: Trotz, dass es im Jahr 2025 nur 120 Millionen Japanisch-Sprecher geben soll und damit deutlich weniger als die 470 Millionen Spanisch-Sprecher, sehen Experten die asiatische Sprache auf dem dritten Wichtigkeits-Rang. Die Business-Welt richtet sich schließlich nach anderen Faktoren als reiner Masse und die japanische Wirtschaft befindet sich im stetigen Wachstum. Bislang sind japanische Sprachkenntnisse durchaus als sehr exotisch zu bezeichnen und ein echtes Alleinstellungsmerkmal für Bewerber.

5. Spanisch hält sich wacker vor Deutsch: Auf dem vierten Platz und damit noch etwas wichtiger als Deutsch ist Spanisch. Die schöne Sprache wird bereits an vielen deutschen Schulen als Zusatzfach angeboten und ist durchaus eine gute Wahl. Schließlich wird Spanisch auch außerhalb von Spanien in zahlreichen Ländern gesprochen, vor allem in Südamerika. Je schneller hier die Wirtschaft wachsen wird, desto größer wird auch die Bedeutung der spanischen Sprache sein.

In den Top 10 der Sprachen im Jahr 2025 befinden sich zudem noch Italienisch (Rang 7), Russisch (Rang 8), Portugiesisch (Rang 9) und Koreanisch (Rang 10). "


Quelle

So.....und damit wir aber auch wieder den Bogen zum Islam in Deutschland bekommen, ist es m.M. nach unabdingbar, daß es bei uns ausreichend Leute gibt, die diese Sprache auch beherrschen, einmal zur Beobachtung oder Kontrolle, in Zeiten von IS-Terror und Radikalisierung äußerst wichtig, dann aber auch wegen der fortschreitenden Völkerwanderung, was es heißt Leute im Lande zu haben mit denen null Verständigung möglich ist, das haben wir im letzten Jahr ja erlebt, und zum Schluß auch, wenn man seine eigene Karriere damit fördern möchte, denn als Absolvent eines Arabistik Studiums hat man viele Möglichkeiten einen Job zu finden. Man kann bei Kulturvermittlungen, Medien oder Verlagen tätig sein. Oft sind auch Experten der arabischen Welt in den Bereichen Erwachsenen-Weiterbildung, Tourismus oder auch in internationalen Organisationen vertreten und sehr gefragt, und last but not least in den Welt- und Dax-Konzernen!

Unsere neue Landtagspräsidentin in BW, Muhterem Aras, ist Muslima, immer mehr erfolgreiche Politiker werden auch Muslime sein, warum also soll der moslemische Glaube nicht zu Deutschland gehören, mir ist das lieber als jede andere im Geheimen operierende deutsche Sekte, und.......den IS-Terror in Deutschland werden wir sowieso auch nicht verhindern können, auch nicht wenn wir uns gegen den moslemische Glauben in Deutschland stemmen!


Edita
geht jetzt an die frische Luft!
Re: DER ISLAM GEHÖRT DOCH ZU DEUTSCHLAND
geschrieben von marina
als Antwort auf Edita vom 20.05.2016, 11:40:11
Sei getrost, Edita,
es gibt andere, die hier stillen MitleserInnen, die erkennen sehr genau, wer hier gute Argumente hat. Und Deine gehören eindeutig dazu, ich finde sie absolut überzeugend.

Natürlich braucht man auch Arabisch, wenn man in arabisch sprechenden Ländern arbeiten will, denn dort kann bei weitem nicht jeder Englisch, das hast du richtig ausgeführt. Es kommt halt drauf an, wo man arbeitet, ob in einem Konzern oder in einem Bereich, wo man mit einfachen Leuten zu tun hat.

Ein bescheidenes kleines Beispiel aus meinem Bekanntenkreis: Ich arbeite, wie einige hier wissen in einer Menschenrechtsgruppe mit. Die Sprecherin meiner Gruppe reist oft nach Israel/Palästina, am meisten hält sie sich in den besetzten palästinensischen Gebieten auf, um einiges da an Menschenrechtsverletzungen zu dokumentieren und mit Leuten zu sprechen. Und sie lernt seit einigen Jahren Arabisch, warum wohl? Weil sie mit dieser Sprache viel weiter kommt und auch die einfachen Menschen kontaktieren und mit ihnen reden kann, was gerade bei dieser Arbeit enorm wichtig ist. Sie macht auch Gruppenarbeit mit Jugendlichen, nicht nur in Palästina, auch regelmäßig im Libanon - im Bereich Friedenserziehung und Jugendarbeit, auch Mädchenarbeit. Das alles nur mit Englisch oder Französisch wäre so gar nicht möglich, auf jeden Fall weniger effektiv, auch wenn viele Englisch gelernt haben.
Ein anderes, früheres Mitglied unserer Gruppe, hatte islamische Wissenschaften, darunter Arabisch, studiert. Sie bekam dann einen Job beim Auswärtigen Amt, wo man immer Leute braucht, die Arabisch sprechen, auch um die Islamisten-Szene zu beobachten oder Artikel zu übersetzen.

Noch ein Fall aus meinem Bekanntenkreis ist eine Musikerin (Kantorin), die einige Jahre in China gearbeitet und dort Musikunterricht, vor allem Orgelunterricht, gegeben hat. Sie hat vorher in Deutschland neben ihrer Arbeit als Kantorin einige Semester Sinologie studiert und Chinesisch gelernt. Ich kann mich gut an ein Gespräch mit ihr erinnern, in dem sie mir erklärt hat, wie schwer diese Sprache ist, weil ganz kleine Akzentverschiebungen manchmal genügen, um ein Wort zu einem anderen werden zu lassen.
Wie gesagt, sie hat Chinesisch gelernt, weil sie der Auffassung war, mit Englisch allein käme sie in China als Dozentin nicht aus.

Dies waren meine privaten Beispiele. Ich hoffe, ich konnte ein bisschen dazu beitragen zu zeigen, dass die Welt nicht nur aus Olgas Perspektive allein beurteilt werden kann.

Übrigens: Auch ich habe früher mal im Ausland gearbeitet und Sprachen gelernt. Aber ich käme nie auf die Idee, damit anzugeben oder meine Erfahrungen als Maßstab für die ganze Welt in den Raum zu stellen.
olga64
olga64
Mitglied

Re: DER ISLAM GEHÖRT DOCH ZU DEUTSCHLAND
geschrieben von olga64
als Antwort auf marina vom 20.05.2016, 14:58:21
xxxx Dies waren meine privaten Beispiele. Ich hoffe, ich konnte ein bisschen dazu beitragen zu zeigen, dass die Welt nicht nur aus Olgas Perspektive allein beurteilt werden kann.

Übrigens: Auch ich habe früher mal im Ausland gearbeitet und Sprachen gelernt. Aber ich käme nie auf die Idee, damit anzugeben oder meine Erfahrungen als Maßstab für die ganze Welt in den Raum zu stellen.[/qu
ote]

Ich wundere mich immer wieder darüber, dass Menschen umgehend jemanden als Angeber empfinden, wenn er oder sie Stationen aus seinem (Berufs)-Leben aufzeigt. Dies ist wohl nur mit persönlichen Komplexen zu erklären, für die Laien jedoch therapeutisch nicht zuständig sind.
Marina - ich war als 19-jähriges Mädchen (nicht lange nach dem Krieg) als Au Pair in England und Frankreich; dies war nicht unbedingt leicht, zumal der Ruf von uns Deutschen ja noch sehr, sehr negativ war. Aber ich hatte mich durchgekämpft und bin heute noch stolz darauf. Warum sollte ich aber damit "angeben" wollen nach so langer Zeit?
Auch auf meinen USA-Aufenthalt, wo ich für einen deutschen Unternehmer eine Niederlassung aufbaute, bin ich stolz (so viele kenne ich ja nicht, die dies auch erfolgreich machten). Alles waren Bausteine in meinem Leben und machten mich zu dem was ich heute bin und dass es mir heute gut geht.

Aber zurück zum Thema: ich habe zwei Freunden, die früher Deutschlehrerinnen waren (beide mit auslandserprobten Fremdsprachen Englisch und Französisch). Diese arbeiten seit mehr als zwei Jahren ehrenamtlich für Flüchtlinge und vermitteln diesen unsere Sprache. Es wäre für alle Beteiligten ein Drama, wenn sich die beiden Damen jetzt zurückzögen, um arabisch zu lernen und dann nach einigen Jahren sich selbst mit den wohl nie sehr perfekten Kenntnissen auf die Menschen loslassen. Höflich, wie arabischsprechende Menschen ja meist sind, würden die ihrerseits dann wieder auf Englisch und/oder Französisch ausweichen, weil sonst die Verständigung nicht klappt. Olga

Anzeige