Internationale Politik Die deutschen Frauen beim IS

lupus
lupus
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RE: Die deutschen Frauen beim IS
geschrieben von lupus
als Antwort auf mane vom 20.02.2018, 19:13:58

Eine junge Frau schließt sich ohne Zwang einer Mörderbande an, wird gefangen genommen und verurteilt.

Und du schreibst: "Mir tut das Mädchen leid."

Da fehlen mir harmlose Worte!

lupus
(der nicht alle Texte dieses Fadens gelesen hat)

olga64
olga64
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RE: Die deutschen Frauen beim IS
geschrieben von olga64
als Antwort auf mane vom 20.02.2018, 19:13:58
 
Ob Deutschland sich für die Rückkehr von Linda W. einsetzen wird, ist noch unklar. Es gibt die Hürde, dass es zwischen Deutschland und dem Irak kein Auslieferungsabkommen gibt. Der internationale Strafexperte Heiko Albrecht meint, Deutschland könnte den Irak um eine sog. „Überstellung zur Straffvollstreckung“ ersuchen. Dafür müsste ein deutsches Gericht das irakische Urteil umsetzen. In diesem“ Exequaturverfahren“ wird u.a. geprüft, ob das Urteil europäischen Menschenrechtsstandards entspricht.
Mir tut das Mädchen leid. Nach sechs Jahren in einem irakischen Gefängnis würde sie wahrscheinlich vollkommen traumatisiert sein.
Gruß Mane
 
geschrieben von mane
Juristisch sieht es anscheinend so aus, dass Deutschland vor einem Urteil keine Handhabe hatte, das Mädchen zurückzuholen, weil es kein Auslieferungsabkommen mit dem Irak gibt. Jetzt könnte es möglich sein und es wäre dem Mädchen auch zu wünschen.
Mir tut jeder junge Mensch leid, der vermutlich auch aufgrund von ERziehungsdefiziten in der Familie auf so absurde Gedanken kommt, sich einer solchen Mörderorganisation, bzw. einem Mann, der dort eine Rolle spielt, anzuschliessen. Ich denke auch ,dass viele Grosseltern und Eltern froh darüber sind, wenn es nicht die einzelnen Kinder und Enkel betrifft und diese ihr Lebenszeichen nach einem Verschwinden aus solchen Ländern schicken und dann die Familien ratlos zurücklassen  und auch auf den Weg schicken, wo deren Mitschuld ist an einer jugendlichen Verzweiflungstat dieser Dimension. Olga
Holger
Holger
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RE: Die deutschen Frauen beim IS
geschrieben von Holger
als Antwort auf olga64 vom 21.02.2018, 17:47:22

Das ist wieder eine typisch derzeitige Sichtweise.
Hier wird wieder eine Täterin zum armen Opfer stilisiert.
Hat sich schon mal jemand gefragt ob es in diesem Fall echte Opfer gibt?
 Aber die sind entweder tot oder vielleicht lebenslang geschädigt und denen ist sowieso nicht mehr zu helfen.



 


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olga64
olga64
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RE: Die deutschen Frauen beim IS
geschrieben von olga64
als Antwort auf Holger vom 21.02.2018, 18:07:17
 
 
Hat sich schon mal jemand gefragt ob es in diesem Fall echte Opfer gibt?
 Aber die sind entweder tot oder vielleicht lebenslang geschädigt und denen ist sowieso nicht mehr zu helfen.



 
Gut,dass Sie dies endlich mal einsehen. Es ist richtig ,dass Menschen, die in unserem Land von Nazis und Faschisten physisch attackiert oder verbal beleidigt werden, lebenslang geschädigt werden können. 'Diesen ist dann oft wirklich nicht mehr zu helfen, weil sie ja zu uns kamen, um Schutz zu suchen und zu erhalten, nachdem sie einen Grossteil ihres Lebens in Krieg und Tod verbringen mussten.
Erfahren sie dann auch in unserem Land wieder Gewalt, kann es leider oft sein, dass sie selbst gewalttätig werden. Sie sehen also, dass diese ausländerfeindlichen Attacken, die auch von einer Ihnen nahestehenden Partei oft noch befördert werden, letztendlich zum Nachteil unseres Landes geschehen. Olga
Monja_moin
Monja_moin
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RE: Die deutschen Frauen beim IS
geschrieben von Monja_moin
als Antwort auf Holger vom 21.02.2018, 18:07:17
Das ist wieder eine typisch derzeitige Sichtweise.
Hier wird wieder eine Täterin zum armen Opfer stilisiert.
Hat sich schon mal jemand gefragt ob es in diesem Fall echte Opfer gibt?
 Aber die sind entweder tot oder vielleicht lebenslang geschädigt und denen ist sowieso nicht mehr zu helfen.



 
Es geht hier weniger darum die jungen Täter/innen zum Opfer zu machen, sondern vielmehr zu verstehen warum sie diesen Weg wählten.
Hat man über die Gründe / Ursachen bessere Erkenntnisse, ist es zukünftig leichter möglich,  junge Menschen aufzuklären und zu beeinflussen, damit sie nicht diesen "Rattenfängern" auf den Leim gehen.
Edita
Edita
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RE: Die deutschen Frauen beim IS
geschrieben von Edita
als Antwort auf Monja_moin vom 21.02.2018, 18:30:20
Es geht hier weniger darum die jungen Täter/innen zum Opfer zu machen, sondern vielmehr zu verstehen warum sie diesen Weg wählten.
Hat man über die Gründe / Ursachen bessere Erkenntnisse, ist es zukünftig leichter möglich,  junge Menschen aufzuklären und zu beeinflussen, damit sie nicht diesen "Rattenfängern" auf den Leim gehen.
So ist es Monja - ich habe ja versucht, das zu erklären, aber es interssiert wohl manche Leute nicht, aber wehe, so etwas geschähe im eigenen familiären Umfeld, dann würde man Zeter und Mordio schreien, und auf der Opferrolle bestehen!
Nicht umsonst befassen sich zig Organisationen und etliche Pädagogen mit dieser Problematik, denn diese Kinder sind wirklich in allererster Linie Opfer, sie werden durch Gehirnwäsche und Abstumpfungsmechanismen zu Tätern gedrillt!

Edita

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lupus
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RE: Die deutschen Frauen beim IS
geschrieben von lupus
als Antwort auf Edita vom 21.02.2018, 19:04:09

Auch wenn du das unterstreichst ist es m.E. die falsche Wortwahl.
Zum Drill gehört Zwang!
Und der liegt ja nicht vor wenn man sich immer wieder ins Netz begibt um belatschert zu werden.
lupus

mane
mane
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RE: Die deutschen Frauen beim IS
geschrieben von mane
als Antwort auf lupus vom 22.02.2018, 11:01:54

Zuerst nicht Lupus, da war es vielleicht nur die Langeweile, die Linda W. ins Netz trieb. Eine unreife Jugendliche von etwa 15 Jahren und leicht beeinflussbar.

In einem Video wird gezeigt, wie schnell man in den Sog der Extremisten gerät und dass das Internet dabei eine große Rolle spielt.
 






 
lupus
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RE: Die deutschen Frauen beim IS
geschrieben von lupus
als Antwort auf mane vom 22.02.2018, 12:04:22

Das hab ich mir angesehen.
Wenn sich jemand von einer Verbrecherbande umgarnen lässt ist er daran Schuld und muss die Folgen tragen.
Ein anderes Gebiet ist die Duldung solcher Verbrecher. Oder muss man die sofern sie dingfest  gemacht werden können auch bedauern?
lupus
olga64
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RE: Die deutschen Frauen beim IS
geschrieben von olga64
als Antwort auf lupus vom 22.02.2018, 12:51:07

Wie würden Sie eigentlich reagieren, wenn z.B. ein EnkelIn von Ihnen oder ein nahestehender junger Mensch von heute auf morgen verschwunden ist und sich dann wieder als KämpferIn des IS melden würde? Würden Sie dann gleiche Massstäbe anwenden und erklären, dass dieser junge Mensch vor Ort seiner Strafe zugeführt werden muss und Sie damit nichts mehr zu tun haben wollen?
Es schreibt sich so leicht was, wenn "man" glaubt, weit entfernt von solchen Dramen zu sein - aber seien Sie vorsichtig: das kann sich oft von heute auf morgen verändern. Olga


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