Forum Politik und Gesellschaft Internationale Politik Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht

Internationale Politik Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht

Tina1
Tina1
Mitglied

Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von Tina1
"UN-Generalsekretär Ban Ki Moon beginnt heute seine Vermittlungsbemühungen im Konflikt zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas in der katarischen Hauptstadt Doha. Wie die Vereinten Nationen am Samstagabend in New York weiter mitteilten, werde Ban danach nach Kuwait, Kairo, Jerusalem, Ramallah im Westjordanland und in die jordanische Hauptstadt Amman fahren. Ziel der Reise sei es, Israelis und Palästinensern zu helfen, die Gewalt zu beenden. Ban werde am Ende der Woche nach New York zurückkehren."

Man kann nur hoffen u wünschen das diese Vermittlungsbemühungen
erfolgreich sind und damit beitragen kann das die Gewalt beendet wird.
Tina
eka231246
eka231246
Mitglied

Re: Spenden für die Menschen in Gaza
geschrieben von eka231246
als Antwort auf subasio vom 20.07.2014, 08:33:21
Liebe Leute,

spenden war schon immer freiwillig und wer helfen möchte, dem sind viele Wege zu unterstützen offen und da ist oft ein kleiner Beitrag viel!!

Das zu bedenken ist auf jeden Fall sinvoller, als hier im Forum anonym und ohne genaue Kenntnis über die Hintergründe, ein gebeuteltes Volk mit Dreck zu beschmeißen!!

Wir können die Schuldfrage hier nicht im Detail klären, aber wer in der Lage und bereit ist (auch mental) HUMANITÄRE HILFE zu leisten, verdient unsere Hochachtung!

Euch allen einen sonnigen und nicht zu heißen Sonntag.

Eka
Cheval
Cheval
Mitglied

Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von Cheval
als Antwort auf Tina1 vom 20.07.2014, 09:15:38
Ägypten mag nicht mehr vermitteln...es wird aussteigen.
Wozu auch noch vermitteln; es wäre doch nur von kurzer Dauer. Denn käme es tatsächlich für einen längeren Moment zur Waffenruhe, würden beide Parteien sich für den nächsten Schlag vorbereiten.
Dazu gerät Abbas weiter aus den eigenen Reihen unter Beschuss. Er ist den Hardlinern zu zahm gegenüber den Israelis. Er wird es nicht fertigbringen, ein einheitliches Palästina zu formen. Und das macht es so gefährlich. Wenn nicht er, dann ein anderer, einer, der sich gegen Israel kompromisslos verhält. Wie das denn wohl ausgeht, möchte ich mir jetzt nicht vorstellen

Cheval

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dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von dutchweepee
Ich habe Gestern auf WDR-5 einen interessanten Beitrag gehört. Fazit war, dass nur ein gemeinsamer Staat mit gleichberechtigten Juden und Palästinensern Frieden bringen kann. Als der Kommentator alle Fakten dazu aufzählte klang das dermaßen logisch, aber nachdem ich nun eine Nacht darüber geschlafen habe, denke ich eher, dass die "unbefleckte Empfängnis" Tatsache ist, als dass es diesen Staat jemals geben wird solange ich lebe.
adam
adam
Mitglied

Re: Spenden für die Menschen in Gaza
geschrieben von adam
als Antwort auf karl vom 20.07.2014, 08:12:37
Warum fragst Du nicht, warum Menschen wie Maulwürfe Tunnel bauen müssen, um sich mit dem Notwendigsten zu versorgen. Da fragt man sich noch, warum auch Waffen geschmuggelt werden?
Hier wird ein ganzes Volk in Haft gehalten und gedemütigt. Wehrt es sich schreit man "Terrorismus", aber den Gefängniswärter kritisiert man nicht, das gehört sich als Deutscher nicht?

Müssen wir nicht aus der Geschichte lernend gerade Unrecht Unrecht nennen und nicht Recht?

Karl
geschrieben von Karl


Karl,

für die Diskussion ist es wichtig, zwischen palästinensischem Volk und ihren Machthabern zu unterscheiden. Wie wichtig das ist, durften die Deutschen nach Ende des 2. Weltkrieges erleben, denn ohne diese Unterscheidung gäbe es heute keinen selbstständigen Staat für die Deutschen mehr. Der Grund dafür war, daß von den demokratischen Siegermächten des Krieges, die Kollektivhaftung als unvereinbar mit rechtsstaatlichen Grundsätzen beurteilt wurde.

Dies zu unterscheiden ist für den Konflikt Palästina/Israel zwingend notwendig, wenn im Interesse der palästinensichen Bevölkerung argumentiert werden soll. Zwingend notwendig deshalb, weil für die Interessen der Hamas nicht argumentiert werden kann, denn sie ist eine gewaltverherrlichende-militärische Organisation, die als Begründung und Ziel ihres Bestehens und Handelns einen Genozid in ihren Satzungen stehen hat. Für die Hamas zu argumentieren heißt, sich gegen internationales Menschenrecht zu stellen.

In der Praxis der militärischen Auseinandersetzung bedeutet das, daß Israel diese Unterscheidung vornimmt, soweit es möglich ist. Israel unterscheidet, indem es erkennen läßt, daß es militärisch gegen die Hamas vorgeht und die palästinensische Bevölkerung warnt, wenn Hamasstellungen bekämpft werden.

Die Unterscheidung mag in der Praxis durch Opfer in der palästinensischen Bevölkerung verwischt werden, ist aber wichtig, um ein zukünftiges Zusammenleben der Israelis mit den Palästinensern überhaupt erst möglich zu machen. Israel handelt also auch bei der kriegerischen Auseinandersetzung durchaus nach rechtstaatlichen Grundsätzen, wenn es eine Kollektivhaftung der Palästinenser nicht sieht, obwohl dem Kollektiv der Israelis/Juden durch die Hamas mit dem Genozid gedroht wird und diese Hamas von der palästinensischen Bevölkerung in die Verantwortung gewählt wurde.

Wenn also aus der Geschichte gelernt wurde, dann von israelischer Seite, denn ein Vergleich zwischen Nationalsozialismus und Deutschen mit Palästinensern und Hamas drängt sich förmlich auf. Dies zu berücksichtigen ist es, was sich für uns Deutsche gehört.

--

adam
dutchweepee
dutchweepee
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Re: Spenden für die Menschen in Gaza
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf adam vom 20.07.2014, 11:02:37
Du hast recht adam, wenn Du die Hamas von den Palästinensern unterscheidest. Aber welche Interessenvertretung soll sich ein Volk wählen, dem keine Rechte zugestanden werden? Ich bin so froh, dass ich nicht als Palästinenser, Kurde, Indio oder sonstwas geboren wurde, denn dann bliebe mir nur der Terror, um auf mich merkbar aufmerksam zu machen.

Erfolg hat man damit selten.

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adam
adam
Mitglied

Re: Spenden für die Menschen in Gaza
geschrieben von adam
als Antwort auf dutchweepee vom 20.07.2014, 11:37:00
So ist es dutch.

Wobei für den durchschnittlichen, palästinensischen Bürger der Terror sicher keine Art sein kann. Der weiß so wenig darüber eine Bombe zu bauen oder eine Rakete abzufeuern, wie ich.

--

adam
Crimmscher
Crimmscher
Mitglied

Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von Crimmscher
als Antwort auf claude vom 20.07.2014, 09:12:52
Wenn die Hamas Teil der Muslim-Brüderschaft sind, die Muslimbrüder über die ganze Welt verteilt den Islam zum Sieg verhelfen wollen, hast Du da schon mal deinen islamischen Nachbarn gefragt ob er das auch vor hat?

Oder wohnst Du wie ich in einer Kleinstadt mit verdecktem NSU ?

feixe Crimmscher
luchs35
luchs35
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Re: Spenden für die Menschen in Gaza
geschrieben von luchs35
als Antwort auf adam vom 20.07.2014, 11:02:37
Man kann es auch so sehen,Adam: die einen schreien ihren Hass, der durch ihre Vertreibung und Demütigung entstanden ist, lauthals und hilflos per Charta oder einigen sinnlos herumfliegenden Raketen heraus, die andere Seite, unterstützt durch die Mächtigen, setzt schweigend das um, was die andern in ihrer Charta verkünden: sie entledigen sich dieser Menschen,indem sie sie einfach zu Tode bombardieren und nehmen auch dieses Stückchen Land offiziell unter den Augen der Weltöffentlichkeit in Besitz. Punkt,Aus,Amen!

Achja, sie warnen die Palästinenser vorher, sich in Sicherheit zu bringen. Wie fair! Nur wohin sie sollen....??

Irgendwann endet die Geschichte eines Palästina, das vielleicht unsere Urenkel noch als Randbemerkung in Geschichtsbüchern vorfinden.
Oder siehst Du irgendwo einen realen Hoffnungsschimmer? Im Wirklichkeit kann man diese Geschichte gar nicht so schwarz malen wie sie wirklich ist.

Luchs

Edit: Die Hamas sind nicht die Palästinenser, die Juden sind nicht der Staat Israel.
adam
adam
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Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von adam
als Antwort auf Crimmscher vom 20.07.2014, 11:50:16
Auweiha, schlecht gefeixt crimmscher.

Mein muslimischer Nachbar ist erklärter Gegner der Muslimbruderschaft und hat es in Bausch und Bogen verurteilt, daß der Arabische Frühling von militanten Islamisten in deren Sinn umgebogen wurde. Seine Wut darüber war echt.

--

adam

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