Forum Politik und Gesellschaft Internationale Politik Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht

Internationale Politik Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht

luchs35 †
luchs35 †
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Re: Kein Platz für Off Topic Geplänkel hier
geschrieben von luchs35 †
als Antwort auf adam vom 21.07.2014, 09:44:26
Adam, von einem "einseitigen Gewaltverzicht Israels" war gar nicht die Rede, sondern im Moment geht es erst einmal um die Verhältnismässigkeit, mit der Gaza zusammengebombt wird.

Bezeichnend dabei ist aber auch, dass Netanyahu alles daran setzt, die gemässigte al-Fatah zu schwächen, die bekanntlich längst an den politischen Verhandlungstisch zurück will.

Im Rahmen des Oslo-Friedensprozesses erkannte die Fatah 1993 unter ihrem Vorsitzenden Jassir Arafat das Existenzrecht Israels an, bekannte sich zum Friedensprozess und schwor dem Terrorismus als politischem Mittel ab.

Die Fatah ist heute die stärkste Fraktion innerhalb der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO). Sie ist Vollmitglied in der Sozialistischen Internationalen[2] und hat in der Sozialdemokratischen Partei Europas Beobachterstatus.

Anfang Mai 2011 unterschrieb die Fatah gemeinsam mit der Hamas ein Versöhnungsabkommen, dem zufolge beide planen, eine gemeinsame Übergangsregierung zu bilden.
geschrieben von Wikipedia:

(von mir hervorgehoben) [/quote]

In der Folge setzte Netanyahu alles daran, die Fatah und Abbas so zu schwächen mit dem Resultat, dass die Hamas, die in der Bevölkerung Gazas stark schwächelte, wiederum die ganze Macht an sich reissen konnte.

Luchs
adam
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Mitglied

Re: Darf Freiheit für Palästinser in Gaza kein Verhandlungsziel sein?
geschrieben von adam
als Antwort auf karl vom 21.07.2014, 10:15:51
Karl,

solange Du die Hamas als Amt gegen Ordnungswiedrigkeiten siehst, sollten wir den Bogen nicht auf die Charta der Menschenrechte ausweiten. Da kannst Du argumentativ nur Schiffsbruch erleiden.

In Gaza wird durch die Hamas das Menschenrecht mit Füssen getreten und zwar zuallererst gegen die Palästinenser. Denk auch an die geschätzten 600 Millionen Euro, die die Hamas als Gewinn für die Versorgung ihrer eigenen Leute durch das Tunnelsystem jährlich verbucht.

--

adam
adam
adam
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Re: Kein Platz für Off Topic Geplänkel hier
geschrieben von adam
als Antwort auf luchs35 † vom 21.07.2014, 10:22:06
Adam, von einem "einseitigen Gewaltverzicht Israels" war gar nicht die Rede, sondern im Moment geht es erst einmal um die Verhältnismässigkeit, mit der Gaza zusammengebombt wird.


Doch Luchs,

es ist nur von einem einseitigen Gewaltverzicht Israels die Rede und zwar indem die Gewalt und die Zielsetzung der Hamas verharmlost und beiseite gewischt wird.

--

adam

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Crimmscher
Crimmscher
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Re: Darf Freiheit für Palästinser in Gaza kein Verhandlungsziel sein?
geschrieben von Crimmscher
als Antwort auf Cheval vom 21.07.2014, 10:15:05
Das Wunschdenken ist so alt wie der Staat Israel.

Crimmscher
Cheval
Cheval
Mitglied

Re: Darf Freiheit für Palästinser in Gaza kein Verhandlungsziel sein?
geschrieben von Cheval
als Antwort auf Crimmscher vom 21.07.2014, 10:32:40
Hinter einem Wunsch liegt vielleicht auch ein Weg verborgen...

Cheval
Crimmscher
Crimmscher
Mitglied

Re: Darf Freiheit für Palästinser in Gaza kein Verhandlungsziel sein?
geschrieben von Crimmscher
als Antwort auf Cheval vom 21.07.2014, 10:38:16
Dein Wort in Allahs und Jahwes Gehörgang!

Crimmscher

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karl
karl
Administrator

Re: Darf Freiheit für Palästinser in Gaza kein Verhandlungsziel sein?
geschrieben von karl
als Antwort auf adam vom 21.07.2014, 10:27:24
Karl,

solange Du die Hamas als Amt gegen Ordnungswiedrigkeiten siehst, sollten wir den Bogen nicht auf die Charta der Menschenrechte ausweiten.
geschrieben von adam
Ich weiß mich bei dieser Aussage zur Rolle der Hamas z. B. mit der Meinung des ARD-Korrespondenten Schneider in Tel Aviv einig. Fakt ist doch, dass die Hamas die gewählte politische Führung des Gazastreifens ist. Wird deren Struktur völlig zerschlagen, herrscht nur noch das Gesetz der Straße in Gaza und wesentlich radikalere Gruppen werden übernehmen.

Die Menschenrechte können nicht warten. Sie gelten zu jeder Zeit. Ich habe auch schon oft geschrieben, wäre die Hamas damals nach den Wahlen auch vom Westen als Vertretung der Gazabewohner anerkannt worden und wäre mit Ihnen verhandelt worden, dann könnte es heute nur besser aussehen und die Hamas hätte sich höchst wahrscheinlich ähnlich gewandelt wie die IRA in Nordirland oder die Fatah im Westjordanland. Es ist rückwärtsgewandt und falsch, immer nur die alte Charta der Hamas zu zitieren und damit jeden eigenen Bruch der Menschenrechte zu begründen.

Die Politik der Nichtanerkennung ist gescheitert und steht vor einem Scherbenhaufen.

Karl
hafel
hafel
Mitglied

Re: Darf Freiheit für Palästinser in Gaza kein Verhandlungsziel sein?
geschrieben von hafel
als Antwort auf karl vom 21.07.2014, 10:46:32
@ Karl: "Fakt ist doch, dass die Hamas die gewählte politische Führung des Gazastreifens ist. Wird deren Struktur völlig zerschlagen, herrscht nur noch das Gesetz der Straße in Gaza und wesentlich radikalere Gruppen werden übernehmen."

Das ist doch unvollständig zu Ende gedacht. Die Nazistrukturen mussten auch zerschlagen werden und es hat sich danach ein demokratisches System gebildet. Die Hamas muss einfach weg.

Hafel
Medea
Medea
Mitglied

Re: Darf Freiheit für Palästinser in Gaza kein Verhandlungsziel sein?
geschrieben von Medea
als Antwort auf Cheval vom 21.07.2014, 10:15:05
Ich sehe es (auch) strategisch und die Israelis wären doch von Sinnen,
würden sie nicht endlich versuchen, das weitverzweigte Tunnelsystem
zu eliminieren, in dem die wie nachwachsenden Raketen etc. versteckt und gelagert werden. Diese Waffen wurden wie allseits bekannt, von den Millionen
erworben, die die HAMAS eingestrichen hat und die für die leidende
Bevölkerung vorgesehen waren und gegen Israel gefeuert. Die HAMAS belügt und betrügt das eigene Volk und ist an der Dezimierung in hohem Maße beteiligt.

Wenn es um Israel, die HAMAS, den Islam im Allgemeinen und auch im
Besonderem, die USA geht, wird der Diskussionsstil hier häufig
ausfallend und beleidigend. Da zeigt Nerina plötzlich "ihr wahres Gesicht" weil sie etwas Wahres schreibt, der Adam wird zur "Posaune
von Israel" etc. etc.

Was zur Zeit im Nahen Osten passiert, finde ich furchtbar und für die Bevölkerung auf beiden Seiten unerträglich. Irak, Syrien usw. eingeschlossen. An die Vernunft kann ich nicht mehr glauben.

Medea
Cheval
Cheval
Mitglied

Re: Darf Freiheit für Palästinser in Gaza kein Verhandlungsziel sein?
geschrieben von Cheval
als Antwort auf Medea vom 21.07.2014, 10:59:03
An die Zukunft MUSS man glauben, sonst entsteht Leere, Hoffnungslosigkeit. Auch in diesem so schier aussichtslosen Konflikt gibt es eine Lösung. Beide Konfliktparteien aber müssen den Wunsch zum Frieden durch Taten unterstreichen, möglicherweise unter der Kontrolle der UN, wenn es denn ihr Wunsch ist. Nichts machen aber bedeutet aufgeben, resignieren. Dann Medea behältst du recht:
Keine Hoffnung auf Frieden.

Cheval

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