Forum Politik und Gesellschaft Internationale Politik Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht

Internationale Politik Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht

Re: internationale solidarität
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf marina vom 21.07.2014, 22:14:38
Hallo, marina,

die Einstellung der bundesdeutschen Waffenlieferungen
in dieses Gebiet sind bestimmt hilfreicher als religiöse Friedensbewegungen.

Gruß Grums
Re: internationale solidarität
geschrieben von marina
als Antwort auf vom 21.07.2014, 22:33:51
Hallo Grums,

auch wenn es dir nicht gefällt, weil es nicht in dein übliches Hetze-Schema fällt: Die christlichen Friedensbewegungen schließen sich genau diesen Forderungen an.
Pech, nicht wahr?
Tina1
Tina1
Mitglied

Re: internationale solidarität
geschrieben von Tina1
als Antwort auf Crimmscher vom 21.07.2014, 21:05:51
Israels Politik der starken Männer auf starker Linie, hochgerüstet von den Deutschen und Amerikanern, bringt erneut die Juden ungerechtfertigt weltweit in Verruf.

Der Antisemitismus in Europa nimmt schon wieder erschreckende Formen an.

Selbst in türkischen Schulen steht Antisemitismus auf dem Lehrplan.

Es triftet wieder in eine Sackgasse des Hasses und der Gewalt gegen Unschuldige.

Alles schon wie gehabt!

Crimmscher


essen-linke-umgibt-sich-mit-antisemiten

"Die Linkspartei hat einen neuen Streit um antisemitische Tendenzen in ihren Reihen. Nach einer Demonstration gegen Israel am Freitagabend in Essen rügte Linke-Bundesgeschäftsführer Matthias Höhn seine Genossen, die zu dem Protest aufgerufen hatten oder sogar als Redner aufgetreten waren. Die "Ereignisse auf und im Nachgang der Kundgebung ,Stoppt die Bombardierung Gazas - für ein Ende der Eskalation im Nahen Osten'" machten ihn "tief betroffen", erklärte Höhn.

"Dass im Vorfeld einer Veranstaltung, zu der auch Linke aufgerufen hatten, der Schutz jüdischer Einrichtungen verstärkt werden musste, dass auf und nach einer solchen Kundgebung antisemitische Parolen skandiert wurden, dass die Essener Synagoge erklärtes Ziel israelfeindlicher Teilnehmer dieser Kundgebung war, dass Flaschen und Steine auf pro-israelische Demonstranten geworfen wurden - das alles beschämt mich zutiefst", schrieb Höhn auf seiner Facebook-Seite"

"Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linke) schrieb im Kurznachrichtendienst Twitter in Anspielung auf die Vorgänge in Essen: "Friedens-Demos, auf denen Hass gegen Juden gepredigt wird, sind Kriegs-Demos, also niemals links. #Antisemitismus".

"Scharf abgegrenzt von ihren nordrhein-westfälischen Genossen hatte sich zuvor auch die thüringische Linke-Landtagsabgeordnete Katharina König. Sie schrieb in einem Gastkommentar für den Blog "Ruhrbarone", die von Linken beworbenen oder gar angemeldeten und organisierten Demonstrationen seien keine Demonstrationen für Frieden. "Es sind Demonstrationen gegen Israel. Sie sind kalkulierter und funktionaler Teil des Terrors. Einseitig. Relativierend. Benzin Brandherd Nahost." Das Motto der Essener Anti-Israel-Kundgebung sei "an Einseitigkeit kaum zu überbieten, von der dahinter stehenden Ignoranz der Raketenbeschüsse durch die Hamas ganz zu schweigen". (mit dpa)"

thüringer-linken-mdl-katharina-könig

"Die ersten Kundgebungen finden statt. Protestaufrufe folgen. Antisemitische Übergriffe nehmen zu.
Antisemiten erklären sich öffentlich „Hitler hatte Recht“, Antisemiten nehmen an den „Friedens-Demonstrationen“ gegen Israel, gegen die Bombardierung des Gaza-Streifens teil. Neonazis ebenso. Eine Distanzierung der organisierenden Linken suche ich. Ich befürchte, ich werde keine finden"

Antisemitismus-Streit-bei-Linken

Kritik daran gibt es nicht nur von den etablierten Parteien und Verbänden, sondern jetzt auch aus den eigenen Reihen. Der Berliner Jugendverband der Linkspartei greift die Junggenossen an der Ruhr massiv an: "Leider mussten wir feststellen, dass der Aufruf zu dieser Demonstration an Einseitigkeit schwer zu überbieten ist, und halten es dementsprechend für wenig überraschend, dass die Facebook-Seite der Veranstaltung zwischenzeitig mit NS-verherrlichenden und antisemitischen Kommentaren zugespammt wurde", heißt es in einer am Donnerstagabend veröffentlichten Erklärung.

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karl
karl
Administrator

Re: internationale solidarität
geschrieben von karl
als Antwort auf Tina1 vom 21.07.2014, 23:26:56
Protest gegen Israels Kriegspolitik wird von Antisemiten instrumentalisiert. Der Antisemitismus-Vorwurf auf der anderen Seite wird missbraucht, um Krieg und Unterdrückung zu rechtfertigen und um jede Kritik an Israels Politik abzuwürgen. Beides ist verwerflich.

Es ist notwendig einen gradlinigen Kurs zu fahren, Unrecht muss als Unrecht benannt werden, unabhängig davon, wer es begeht. Daran hapert es leider in unserer Gesellschaft. Wenn zwei das Gleiche tun, dann ist es noch lange nicht dasselbe.

Karl
dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

Re: Kein Platz für Off Topic Geplänkel hier
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf eka231246 vom 21.07.2014, 22:16:41
@eka

Ich teile Deine Meinung und finde Deinen Artikel sehr gut und differenziert!
Re: Kein Platz für Off Topic Geplänkel hier
geschrieben von ehemaliges Mitglied
. Israels Botschafter in Berlin zeigt sich empört. Er sieht eine Allianz aus "Islamisten, Neonazis und extremen Linken" am Werk.

" Die Meinungsfreiheit werde von Islamisten, Rechts- und Linksextremisten dazu missbraucht, "eine Kultur des Hasses und der Gewalt in die öffentliche deutsche Debatte zu importieren", schrieb er in einem Beitrag für die "Berliner Zeitung".

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karl
karl
Administrator

Re: Kein Platz für Off Topic Geplänkel hier
geschrieben von karl
als Antwort auf vom 22.07.2014, 08:33:21
Liebe Inga,

ich zitiere mich selbst:
Es ist notwendig einen gradlinigen Kurs zu fahren, Unrecht muss als Unrecht benannt werden, unabhängig davon, wer es begeht. Daran hapert es leider in unserer Gesellschaft. Wenn zwei das Gleiche tun, dann ist es noch lange nicht dasselbe.
geschrieben von Karl


Israel hat das Recht auf Verteidigung! Richtig!

Gaza hat das Recht auf Verteidigung! Falsch?

Israel wehrt sich gegen das Ansinnen eines Warenboykotts. Richtig!

Gaza wehrt sich gegen die Blockade zu Lande, zu Wasser und aus der Luft. Falsch?

Man stelle sich einmal (Gott sei Dank passiert es nicht!) vor, die palästinensischen Raketen hätten Hunderte von Israelis getötet.

Man muss sich nicht vorstellen (da leider die Realität), israelische Raketen hätten Hunderte von Palästinensern getötet.

Man vergleiche einmal in Gedanken den Unterschied im medialen Aufschrei. Es ist deprimierend und zutiefst rassistisch, dass ein palästinensisches Leben nichts wert ist.

Wenn man gegen Rassismus ist, dann kann man kein Antisemit sein. Viele die bei Kritik an Israels Politik laut schreien, sind Rassisten, die den Vorwurf des Antisemitismus missbrauchen, um Unrecht ungehindert rechtfertigen zu können.

Andererseits wird auch die Kritik an der israelischen Politik von Antisemiten missbraucht, um ihre Haltung zu rechtfertigen.

Rassisten sind immer gut daran zu erkennen, dass sie eine ganze Menschengruppe pauschal ohne zu differenzieren beurteilen. Die Gruppenzugehörigkeit zu den Palästinensern, den Israelis, den Juden oder den Moslems ist diesen Menschen hinreichend, um Menschen abzuwerten.

Demnach sind Teilnehmer an Demos, die "Juden raus" oder "Moslems raus" rufen, Rassisten, die wir nicht tolerieren sollten.

Karl
sittingbull
sittingbull
Mitglied

Re: Kein Platz für Off Topic Geplänkel hier
geschrieben von sittingbull
als Antwort auf karl vom 22.07.2014, 10:08:23
Viele die bei Kritik an Israels Politik laut schreien, sind Rassisten, die den Vorwurf des Antisemitismus missbrauchen, um Unrecht ungehindert rechtfertigen zu können.
geschrieben von karl


assolutamente si !

das ist die denkungsart von leuten , die die interessen der völker dieser welt nicht von den interessen ihrer machthaber trennen können .
leute die notorisch links und rechts zusammenbringen , um sich in einer
herbei fabulierten mitte zu gerieren . einer mitte die de facto rechts
und rassistisch verortet ist .

ich bin kein Antisemit , kein Antiamerikaner und kein Antiirgendwas ...

ich bin schlicht der meinung , dass unsere erde für alle da ist
und ich will keine kriege sehen oder hungernde menschen .

deswegen bin ich Kommunist und kein idiot .

sitting bull
Re: Amnesty International. Die Kriegsverbrechen gehen weiter
geschrieben von marina
als Antwort auf karl vom 21.07.2014, 20:58:40
Die Übersetzung des AI-Artikels ist jetzt abrufbar, s. Link unten.
Die fortlaufende Bombardierung ziviler Wohnhäuser in verschiedenen Gebieten des Gazastreifens sowie der israelische Beschuss eines Krankenhause tragen zu der Liste möglicher Kriegsverbrechen bei, die nach einer dringenden unabhängigen, internationalen Untersuchung verlangen, sagte Amnesty International.

Der dritte Stock des Al-Aqsa-Krankenhauses in Deir al-Balah geriet unter israelischen Beschuss, wobei nach Angaben eines Sprechers des Gesundheitsministeriums im Gazastreifen vier Personen getötet und Dutzende weitere verletzt wurden.
"Der heutige Angriff auf das Al-Aqsa-Krankenhaus ist der letzte in einer Serie von Attacken, die direkt auf medizinische Einrichtungen im Gazastreifen oder auf Ziele in ihrer Nähe gerichtet waren, wobei die Krankenhäuser im Gazastreifen mit Tausenden verletzten Personen zu kämpfen haben , seitdem am 8. Juli 2014 die israelische Offensive begann", sagte Philip Luther, Leiter des Nahost- und Nordafrika-Programms bei Amnesty International.

"Es kann zu keiner Zeit und in keiner Weise eine Rechtfertigung dafür geben, dass medizinische Einrichtungen angegriffen werden. Derartige Angriffe auf medizinische Einrichtungen unterstreichen die Notwendigkeit einer sofortigen, unparteiischen internationalen Untersuchung, die von den Vereinten Nationen mit einem entsprechenden Mandat ausgestattet ist."
Letzte Woche war die Rehabilitationsklinik Al-Wafa in Shuja’iyyeh schwer beschädigt worden, nachdem israelische Streitkräfte das Krankenhaus zwei Mal angegriffen hatten.
Aufgrund der Tatsache, dass mit dem vierten Tag der israelischen Bodeninvasion die Zahl der Toten im Gazastreifen auf mehr als 550 Personen gestiegen ist und die Mehrzahl von ihnen Zivilisten waren, besteht nun der dringende Bedarf für beide Parteien, sich auf regelmäßige Feuerpausen während der Gefechte zu einigen, um die Evakuierung der Toten und Verwundeten zu ermöglichen. Außerdem müssen angesichts der hohen Zahl von 1,2 Millionen Menschen, die derzeit ohne eine Wasser- oder Abwasserversorgung dastehen, städtische Bedienstete und Hilfsorganisationen Notreparaturen durchführen können, um eine öffentliche Gesundheitskrise zu verhindern.
Bei den heftigen israelischen Bombardierungen in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf die Gegend von Shuja’iyyeh sind mehr als 60 Personen ums Leben gekommen, darunter mindestens 17 Kinder und 14 Frauen. Berichten zufolge trugen über 200 weitere Personen Verletzungen davon, und Zivilisten waren gezwungen, sich unter Beschuss in sicherere Gebiete zu flüchten. In dieser Nacht wurden auch mindestens 13 israelische Soldaten getötet, die meisten von ihnen in Shuja’iyyeh.
Auch die Hamas feuert weiterhin Hunderte wahlloser Raketen auf Israel ab und verstößt damit gegen das Internationale Völkerrecht. Zwei israelische Zivilisten wurden getötet und einige weitere verletzt.
geschrieben von Amnesty International


Forts. s. Link
justus39 †
justus39 †
Mitglied

Re: Amnesty International. Die Kriegsverbrechen gehen weiter
geschrieben von justus39 †
als Antwort auf marina vom 22.07.2014, 10:42:46
Danke für diesen Beitrag!

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