Forum Politik und Gesellschaft Internationale Politik Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht

Internationale Politik Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht

Loana
Loana
Mitglied

Re: internationale solidarität
geschrieben von Loana
als Antwort auf dutchweepee vom 23.07.2014, 14:32:53
...Der Mord an einem Jungen oder Mädchen, ob jüdisch oder arabisch, ist inakzeptabel...


Und warum sterben dann hunderte Palästinenser durch israelische Bomben und Raketen?

Der Text ist widerwärtige Heuchelei!
geschrieben von Peres


Quatsch, dann ließ mal von wem dieser Text stammt ;)
Auch in Israel gibt es unterschiedliche Meinungen und Ansichten - zum Glück ;)

Es sind auch schon viele Israelis durch Attentate gestorben, und diese Auseinandersetzung wurde von der Hamas herausgefordert. Leider muss die Bevölkerung das ausbaden - wie in allen Kriegen.
dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

Re: internationale solidarität
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf Loana vom 23.07.2014, 14:37:15
Es sind auch schon viele Israelis durch Attentate gestorben, und diese Auseinandersetzung wurde von der Hamas herausgefordert....


karl
karl
Administrator

Re: internationale solidarität
geschrieben von karl
als Antwort auf dutchweepee vom 23.07.2014, 14:32:53
Nein Dutchweepee, so negativ würde ich das nicht sehen. Shimon Peres ist immerhin noch eine gemäßigte Stimme in der ansonsten von Rechtsradikalen dominierten israelischen Führung. Peres kommt ursprünglich aus der Arbeiterpartei (aus der er 2006 austrat) und dieser entstammte auch Jitzchack Rabin. Peres war lange Zeit innerparteilicher Rivale, aber auch Verbündeter bei den Friedensverhandlungen, die zur Ermorderung Rabins durch die Rechtsradikalen geführt haben.

Wir sollten die gemäßigten Stimmen auch zur Kenntnis nehmen!

Karl

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adam
adam
Mitglied

Re: internationale solidarität
geschrieben von adam
als Antwort auf Edita vom 23.07.2014, 14:03:23

Einerseits soll den Juden ein eigener Staat ermöglicht werden und wenn sie ihn dann haben wollen, nennt man sie Faschisten. Wie nun?
adam


Aber Adam.........in seinem eigenen Staat muß man doch keine Andersgläubigen und Andersdenkenden und Andersstämmige demütigen, mißachten, diskriminieren und ermorden, es gibt genügend politische Möglichkeiten eines friedlichen und für alle Seiten befriedigenden Miteinanders!

Edita
geschrieben von adam


Edita,

bei mir rennst Du offene Türen ein. Ich habe lediglich auf Schwierigkeiten hingewiesen, auf die man stößt und die oft unter den Tisch gekehrt werden.

Meiner Meinung nach ist der Fingerzeig von Peres richtig, der nicht nur Juden, sondern auch Nichtjuden anspricht, der von Gemeinsamkeiten redet, vom Tag der Trauer und vom Ramadan, der geradezu beschwört, sich nicht dem jüdischen und dem muslimischen Terror zu beugen, der Juden und Araber auffordert inne zu halten und sich nicht aufwiegeln zu lassen.

Aber wie Du selbst hier im Forum erkennst...

Und warum sterben dann hunderte Palästinenser durch israelische Bomben und Raketen?

Der Text ist widerwärtige Heuchelei!


...geht die Einseitigkeit weiter, der Hass wird weiter geschürt und die jetzige Eskalation ist noch nicht zu Ende, da wird bereits der nächste Terror vorbereitet, indem nicht einmal der Versuch unternommen wird, maßgebliche Politiker wie Peres beim Wort zu nehmen, sondern sie rhetorisch bekriegt und so Platz schafft für den Tod durch neue Gewalt.

Und das auf beiden Seiten, womit wir wieder bei der alten Erkenntnis wären, daß die Machtinhaber beider Seiten sich darin einig sind, weiter die Uneinigkeit zu bewahren, sei es um an der Macht zu bleiben oder eines Tages die andere Seite doch noch ausrotten zu können.

--

adam
olga64
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Mitglied

Re: internationale solidarität
geschrieben von olga64
als Antwort auf Edita vom 23.07.2014, 14:03:23
in seinem eigenen Staat muß man doch keine Andersgläubigen und Andersdenkenden und Andersstämmige demütigen, mißachten, diskriminieren und ermorden, es gibt genügend politische Möglichkeiten eines friedlichen und für alle Seiten befriedigenden Miteinanders!

Edita


Das wäre gut und richtig, liebe Edita. Aber gibt es solche Staaten wirklich? Wenn wir nur vor unserer eigenen Haustüre rumschauen - erfüllen wir diese Voraussetzungen (denke gerade an den NSU-Prozess in München mit hingerichteten Menschen anderer Nationalitäten). Denke an Frankreich und viele andere Staaten.
In Israel lernten Generationen von Menschen seit Staatsgründung, dass man aufgrund den Holocaust immer in militärischer Verteidigungshaltung sein müsse und allen anderen misstrauen soll. Diesem Denken entkommen vermutlich Israelis (und zwar die jüdischen und arabischen, die in Israel leben) nur durch Abwanderung. Die Lücken werden dann von den russischen Zuwanderern wieder geschlossen, die eine sehr viel gewalttätigere Gangart wählen als sie früher in Israel der Fall war. Olga
Edita
Edita
Mitglied

Re: internationale solidarität
geschrieben von Edita
als Antwort auf olga64 vom 23.07.2014, 16:14:48

Das wäre gut und richtig, liebe Edita. Aber gibt es solche Staaten wirklich? Wenn wir nur vor unserer eigenen Haustüre rumschauen - erfüllen wir diese Voraussetzungen (denke gerade an den NSU-Prozess in München mit hingerichteten Menschen anderer Nationalitäten). Denke an Frankreich und viele andere Staaten.
Olga


Das ist richtung Olga, aber da ist ein großer Unterschied, nur im 3.Reich fanden diese Verbrechen von Staats wegen statt, heutzutage nicht mehr!

Edita

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olga64
olga64
Mitglied

Re: internationale solidarität
geschrieben von olga64
als Antwort auf Edita vom 23.07.2014, 16:32:09
ES dürfte die Trauer der getöteten Menschen nicht unbedingt kleiner machen, wenn die Mörder zwar nicht staatlich dazu aufgefordert - aber teilweise vom Verfassungsschutz alimentiert wurden.
Auch die jetzigen SChmäh- und Hetzrufe in Berlin in bezug auf Juden sind m.E. ein Wiederaufbrechen eines unter Verschluss gehaltenen Antisemitismus, der in noch stärkerem Masse bei Deutschen vorhanden ist, als ich es je gedacht hätte.
Diskriminiert werden in unserem Lande auch Ausländer, wenn sie keine Wohnung, keinen ARbeitsplatz usw bekommen - auch wenn man ihnen diese Gründe nicht sagt. Der Spruch,den viele Deutsche gerne vor sich geben: ...."ich habe ja nichts gegen Ausländer -...aber...." zeigt mir leider immer wieder, dass Xenophobie bei uns nach wie vor zu stark gelebt wird. Olga
nerida
nerida
Mitglied

Re: internationale solidarität
geschrieben von nerida
als Antwort auf olga64 vom 23.07.2014, 16:14:48

In Israel lernten Generationen von Menschen seit Staatsgründung, dass man aufgrund den Holocaust immer in militärischer Verteidigungshaltung sein müsse und allen anderen misstrauen soll.

die Wehrhaftigkeit Israel die bis jetzt ihr Überleben sicherte beruht weniger auf den Holocaust sondern weil Israel sich seit seiner Staatsgründung gegen eine Übermacht von Gegner wehren musste u.a.

im Unabhängigkeitskrieg 1947-49 gegen den Libanon, Ägypten, Irak, Syrien und Jordanien

während der Suezkrise 1956gegen Ägypten

im Sechstagekrieg 1967 gegen den Libanon,Ägypten,Syrien,Irak,Jordanien, Kuwait,SaudiArabien und Algerien

im Jom Kippurkrieg 1973 gegen eine arabische Übermacht

und der Libanonkrieg 1ß82 und 2004

dann die erste und zweite Intifada mit diesem hohen Blutzoll unter der Zivilbevölkerung durch Attentate

und noch einige Kriegshandlungen mehr.

Diesem Denken entkommen vermutlich Israelis (und zwar die jüdischen und arabischen, die in Israel leben) nur durch Abwanderung. Die Lücken werden dann von den russischen Zuwanderern wieder geschlossen, die eine sehr viel gewalttätigere Gangart wählen als sie früher in Israel der Fall war. Olga

Israel ist immer noch ein Einwanderungsland, besonders für Zuwanderer aus Afrika. die Menschen in Israel haben weltweit die höchste Lebenserwartung . Dass russische Juden eine "härtere Gangart" haben, das halte ich für ein Gerücht.
olga64
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Re: internationale solidarität
geschrieben von olga64
als Antwort auf nerida vom 23.07.2014, 16:44:51
Die Staatsgründung von Israel entstand sowohl terminlich als auch thematisch durch den Holocaust, der bei Staatsgründung ja erst sehr kurze Zeit vorher aufgedeckt wurde.
Viele junge Israeli (jüdische und arabische) leben heute übrigens in Berlin, weil sie bis vor kurzem der Meinung waren, dies wäre die offenste und liberalste Stadt in Europa. Sie werden derzeit eines Besseren belehrt, bzw. Schlechteren.
Das mit den russischen Einwanderern ist leider kein Gerücht - ein besonders prominentes Beispiel ist der Aussenminister Lieberman. Olga
karl
karl
Administrator

Re: internationale solidarität
geschrieben von karl
als Antwort auf Edita vom 23.07.2014, 16:32:09
Danke Edita,

ich wollte Olga gerade bitten, doch auch die Texte der Vorschreiber richtig zu lesen. Die Diskriminierung der israelischen Araber durch Gesetze und Verordnungen des Staates Israels wäre in der Bundesrepublik mit unserem Grundgesetz eben gerade nicht vereinbar, ganz zu schweigen von der Unterdrückung der nicht-israelischen Palästinenser.

@ Adam,

Du hast nicht bemerkt, dass sich Dein idealisierter Staat Israel leider sehr, sehr verändert hat.

Karl

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