Forum Politik und Gesellschaft Internationale Politik Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht

Internationale Politik Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht

Re: internationale solidarität
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf panda vom 24.07.2014, 12:41:11
Hallo, panda,

unten der intelligenteste Lösungsvorschlag zum Konflikt Israel/ Gaza vom Dirigenten Daniel Barenboim.

Schade, dass dieser Dirigent kein Politiker ist.

Gruß Grums
Re: internationale solidarität
geschrieben von marina
als Antwort auf panda vom 24.07.2014, 12:41:11


Daß die israelische Armee Kriegsverbrechen begeht, ist keine Frage.

Daß bestimmte Gruppen von Israelis auch keinen Pal.-Staat wollen, sondern die Unterdrückung oder versteckte Vertreibung beabsichtigen , ist auch keine Frage.

Die Vertreibung geschah und geschieht keineswegs versteckt. Sie dauert an, seit Jahren, und zwar ganz offen.
Hast du schonmal was vom Prawer-Plan gehört? Vermutlich nicht, kennt ja kaum jemand, weil in unseren Medien nicht darüber berichtet wird. Dieser Plan wird bereits seit einiger Zeit kontinuierlich durchgeführt, eine Menge Beduinen sind in den letzten Jahren von ihrem Grund und Boden vertrieben worden, und weitere Vertreibungen sollen folgen.
Im Link unten gibt es eine ausführliche Stellungnahme von der "Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost".
karl
karl
Administrator

Re: internationale solidarität
geschrieben von karl
als Antwort auf panda vom 24.07.2014, 12:41:11
Aber das ist kein " Völkermord ".
Du weißt, dass die Grenzen fließend sind und die Eltern der toten Kinder wird Deine Gummidefinition wenig trösten. Fakt ist, dass auch von Mitgliedern der israelischen Regierung ganz, ganz schlimm geredet wird.

Einige hier und wahrscheinlich Gauck und Merkel würden auch dann noch ausschließlich von dem Recht Israels auf Verteidigung reden, wenn der letzte lebende Palästinenser aus Gaza geflohen wäre.

Seit 2002 forderte Lieberman die israelische Armee dazu auf, in Gaza »keinen Stein auf dem anderen zu lassen« und auch zivile Ziele wie Geschäfte, Banken und Tankstellen „dem Erdboden gleichzumachen".
2003 schlug Lieberman als Verkehrsminister in der Knesset vor, freigelassene palästinensische Gefangene mit Bussen an einen Ort zu bringen, „von dem aus sie nicht zurückkehren“. Anderen Quellen zufolge soll er vorgeschlagen haben, die Gefangenen im Toten Meer zu ertränken.
2006 forderte Lieberman in der Knesset, Abgeordnete, die mit der Hamas zusammenarbeiten, als Landesverräter vor Gericht zu stellen und hinzurichten.
...
Während des Gaza-Krieges im Jahre 2009 forderte Lieberman in Anspielung auf die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki, dass Israel im Kampf gegen Hamas genauso vorgehen sollte wie die USA im Kampf gegen Japan während des Zweiten Weltkrieges. Quelle
geschrieben von Wikipedia zu Äußerungen von Israels Außenminister Lieberman


Angesichts solcher Äußerungen eines führenden israelischen Politikers (und er ist ja nicht allein), ist absolute Wachsamkeit angebracht. Ich möchte nicht Zeuge eines Völkermordes werden, nur weil ich dessen Gefahr geleugnet habe.

Karl

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karl
karl
Administrator

Re: internationale solidarität
geschrieben von karl
als Antwort auf marina vom 24.07.2014, 13:48:35
Danke marina,

es wird einfach zu wenig über die Vorgänge vor Ort von der Normalbevölkerung bei uns gewusst.
Als Juden sind wir angewidert durch eine Wiederbelebung rassistischer Politik im Namen des „jüdischen Staates“, eine Politik, wie sie gegen Juden in den dunkelsten Zeiten unserer Geschichte angewandt wurden. Als europäische Bürger erwarten wir von der Europäischen Union, unmittelbar und dringend auf Israel einzuwirken, seine menschenverachtende Politik der “ethnischen Säuberung” zu beenden. Quelle
geschrieben von Jüdische Stimme für gerechten Frieden e.V.


Karl
clara
clara
Mitglied

Re: internationale solidarität
geschrieben von clara
als Antwort auf vom 24.07.2014, 13:46:16

unten der intelligenteste Lösungsvorschlag zum Konflikt Israel/ Gaza vom Dirigenten Daniel Barenboim.

Schade, dass dieser Dirigent kein Politiker ist.

Gruß Grums
geschrieben von Grums

Barenboim ist jemand, der nicht nur redet, sondern handelt. Intelligente Lösungen sind oft sehr einfach! Sein aus israelischen und arabischen jungen Musikern bestehendes Orchester zeigt, wie es ganz ohne Politik gelingen kann, Menschen auszusöhnen.
Ich glaube schon, dass seine Botschaft gehört und verstanden wird und irgend wann auch umgesetzt wird - weil es einfach nicht anders geht!

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2203790/Zwischenruf-Barenboim-zu-Nahost#/beitrag/video/2203790/Zwischenruf-Barenboim-zu-Nahost

Clara
Tina1
Tina1
Mitglied

Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von Tina1
die-blutige-guerrilla-taktik-der-hamas

"Michael Wolffsohn, 67, ist Historiker an der Bundeswehruniversität München und Autor des Buches „Wem gehört das Heilige Land?“ (Piper Verlag). Wie Palästina doch noch eine Chance hat und das ganz große Blutvergießen im Nahen Osten vermieden werden kann, beschreibt er in seinem nächsten Buch „Zum Weltfrieden. Ein politischer Versuch“, das im Frühjahr 2015 bei dtv erscheint."

Falschbilder polarisieren im Netz

Katharina Pfannkuch

"Katharina Pfannkuch studierte Islamwissenschaft und Arabistik in Kiel, Leipzig, Dubai und Tunis. Sie veröffentlichte zwei Bücher über das islamische Finanzwesen und arbeitet seit 2012 als freie Journalistin. Neben Cicero Online schreibt sie u.a. auch für Die Welt, Deutsche Welle und Zeit Online."

Facebook

"Das Leid der Opfer wird benutzt

„Bilder wie diese laden den Konflikt nur noch emotionaler auf“, sagt die 31-jährige Joujou. Die Deutsch-Palästinenserin gründete 2012 die Facebook-Seite „Palestine Loves Israel“, die mittlerweile über 21.000 Abonnenten hat, und setzt sich unermüdlich für einen Dialog zwischen den verhärteten Fronten ein. Die massenhafte Verbreitung von Fotos, die Verletzte zeigen, lehnt sie ab: „Es nützt niemandem, wenn durch solche Bilder Hass und blinde Wut entstehen, am wenigsten den Opfern auf beiden Seiten“. Über falsch datierte Fotos aus anderen Kriegen kann sie nur den Kopf schütteln: „Die Opfer werden diskreditiert und ihr Leid wird benutzt“.

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panda
panda
Mitglied

Re: internationale solidarität
geschrieben von panda
als Antwort auf karl vom 24.07.2014, 13:50:11
Aber das ist kein " Völkermord ".
geschrieben von karl
Du weißt, dass die Grenzen fließend sind und die Eltern der toten Kinder wird Deine Gummidefinition wenig trösten. Fakt ist, dass auch von Mitgliedern der israelischen Regierung ganz, ganz schlimm geredet wird.

Karl


nicht einverstanden....

So " Gummi-Definition " ist das nicht.

Ein Völkermord setzt den Plan voraus , das gemeinte Volk physisch wegen seines VOLKSTUMS zu vernichten.
Aus den schrecklichen Äußerungen von Liebermann u.a. eine solchen Plan zu erkennen , ist nicht möglich , und obwohl er die Bewohner von Gaza unmenschlich und gnadenlos behandeln will, ist das aber kein Völkermord .
der Hinweis auf die Eltern des toten Kindes in Zusammenhang mit meiner Definition ist unfair und verletzend.
sammy
sammy
Mitglied

Re: ie Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von sammy
als Antwort auf sittingbull vom 24.07.2014, 13:36:04
natürlich nicht .
aber es gibt sachen die gehen einfach nicht .

..du solltest mal öfters in den Spiegel schauen...., außerdem bist du doch derjenige der in umgekehrter Weise Forderungen dieser Art...., als Verunglimpfung deklariert.

sammy
olga64
olga64
Mitglied

Re: internationale solidarität
geschrieben von olga64
als Antwort auf clara vom 24.07.2014, 14:25:52
Ja, ich bewunderte zu Beginn auch das PRojekt des Herrn Barenboim "Divan". Allerdings las ich darüber einen längeren ARtikel in der Südd. Zeitung. In die Konzerte konnten nur Menschen mit höherem Einkommen gehen. Sie nahmen es dann als gesellschaftliches Event - an den Konzerten und oft am Thema waren sie nicht so stark interessiert - das zeigte u.a., dass sie hemmungslos mit ihren Smartphones während der Aufführung hantierten. Barenboim machte dies ziemlich fertig, wie er zugab - und eine richtige Änderung werden so wenige Leute leider auch nicht herbeiführen.
Soweit ich informiert bin, spielt Barenboim mit seinem Divan-Orchester demnächst in BErlin auf der Waldbühne. Dort dürfte er sicher auch auf ein interessiertes Publikum stossen. Alle anderen Aufführungs-Destinationen sind auch viel zu gefährlich derzeit. Olga
Re: internationale solidarität
geschrieben von marina
als Antwort auf panda vom 24.07.2014, 15:04:55

Ein Völkermord setzt den Plan voraus , das gemeinte Volk physisch wegen seines VOLKSTUMS zu vernichten.
Aus den schrecklichen Äußerungen von Liebermann u.a. eine solchen Plan zu erkennen , ist nicht möglich , und obwohl er die Bewohner von Gaza unmenschlich und gnadenlos behandeln will, ist das aber kein Völkermord .
der Hinweis auf die Eltern des toten Kindes in Zusammenhang mit meiner Definition ist unfair und verletzend.

Panda, es gibt in Israel die Neuen israelischen Historiker, die genau das behaupten, was du hier abstreitest, nämlich dass es um einen gezielten Genozid ging und geht.
Unter ihnen ist Ilan Pappe, der das Buch "Die ethnische Säuberung Palästinas" geschrieben hat.
Hier ein Link mit einer Besprechung zu diesem Buch von Marcel Pott,
der mir noch in Erinnerung ist als früherer ARD-Korrespondent aus diesem Gebiet.

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