Forum Politik und Gesellschaft Internationale Politik Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht

Internationale Politik Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht

Bruny
Bruny
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Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von Bruny
als Antwort auf dutchweepee vom 14.07.2014, 17:38:47
Nun, erbaut sind sie nicht, das kann man sich vorstellen. Ein alter Mann hat uns mal gesagt, dass in Israel Bilder gezeigt werden, wie Palästinenser israelische Kinder fressen, um das Pflänzchen Hass ganz früh zu sähen. Und solche Bilder würden die Häuserfronten in Palästina "ziehren". Im übrigen, es sind nicht so sehr die alten Leute die sich gegen Israel auflehnen, es ist die Jugend, die keinerlei Perspektive hat.
Cheval
Cheval
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Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von Cheval
Was glauben die beiden Kontrahenten eigentlich? Dass es einen Sieger in dieser Auseinandersetzung gibt? Nein, den gibt es gewiss nicht. Es gibt ausschließlich Verlierer, nämlich die Bewohner der Konfliktregion, die zur Ruhe kommen wollen, es jedoch nicht können, weil man alle paar Jahre auf die andere Seite hinüberschießt...

Der alten Logik nach, folgt einem Angriff eine Vergeltung, die wiederum eine Vergeltung nach sich zieht. Die Islamisten hatten Zeit genug ihren schmalen Landstreifen in einen Hinterhalt für die Israelis zu verwandeln. Und die Israelis werden es nicht mit ihren Panzern auf einen Häuserkampf anlegen. Die Opferzahlen wären unverhältnismäßig hoch.

Doch alles scheint irgendwie festgefahren zu sein. Niemand gibt nach. Nun benötigt man einen Vermittler, jemand der die Grundlagen von 2012 wieder herstellt.

Jede Konfliktpartei zieht sich dann wieder zurück, und alles wartet auf die nächste Eskalation, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht lange auf sich warten lässt.

Die Verlierer sind wieder einmal die Menschen in dieser Region, eine Generation, die mit der Trauer leben muß.

Cheval
panda
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Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von panda
als Antwort auf karl vom 14.07.2014, 17:31:11
@ panda,

angesichts des Leids der Menschen vor Ort wieder einmal völlig missglückt, dein versuchter Sarkasmus. Was eigentlich soll Deine Botschaft sein? Hilfreich ist das nicht.

Karl
geschrieben von karl


MIßGLÜCKT-- halte ich vor allem die in allen " Kriegs-Threads " wiederkehrende , das Leid dieser Menschen bedauernde ( als ob das nicht Alle , und vor allem diese Leute das selbst tun ) Empörungs-und Schuld-Zuweisungs-Haltung.
Dann wird regelmäßig natürlich die Religion ins Spiel gebracht , als ob ein denkender Mensch solch eine simple Vereinfachung , angesichts anderer , nicht-religiöser Konflikte -- noch glauben kann .
Eine Botschaft ist , daß das sich reflex-artige " Entrüsten " -- die Dinge auch nicht ändert.
Was ist denn hilfreich ?
etwa das Bedauern , daß " DIE sich nicht versöhnen " ?
Diese Oberlehrerhafte " moralische " Haltung ?

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puckin
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Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von puckin
als Antwort auf nerida vom 13.07.2014, 20:20:36
Karl, vielleicht kannst Du mir dann trotz Deiner sehr einseitigen Empörung erklären, warum diese Hamas immer wieder durch ihre ständigen Raktenüberfälle auf Israel diese Abwehr, die zugegeben äußerst wirksam ist, ihre eigene Bevölkerung derart in Gefahr bringt?

Palästina hat inzwischen einen Sitz in der UNO, warum duldet man immer noch diese Terroristen?[/quote]

Solche Fragen werden hier nicht beantwortet.
Auch ich frage mich,wie die Hamas als Regierungsgewalt in Gaza, ständig Raketen auf Israel schießt obwohl die reaktion der Israeli bekannt ist.
Hat eine Regierung nicht zuerst die Aufgabe ihre Bevölkerung vor Tod und leid zu bewahren?
Die israelische Regierung versucht das, indem sie versucht die Raketenabschußstellen zu eliminieren die Hamas versucht Opfer zu stilisieren, indem sie als Abschußrampen Wohnhäuser, Schulen und sogar Krankenhäuser nutzt.
Was also soll Israel tun um seine Aufgabe Schutz der eigenen Bevölkerung wahrzunehmen?
sammy
sammy
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Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von sammy
als Antwort auf dutchweepee vom 14.07.2014, 16:32:53
dutchweeppee, du scheinst meinen Beitrag nicht verstanden zu haben....!

sammy
justus39 †
justus39 †
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Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von justus39 †
als Antwort auf puckin vom 14.07.2014, 18:47:55
Karl, vielleicht kannst Du mir dann trotz Deiner sehr einseitigen Empörung erklären, warum diese Hamas immer wieder durch ihre ständigen Raktenüberfälle auf Israel diese Abwehr, die zugegeben äußerst wirksam ist, ihre eigene Bevölkerung derart in Gefahr bringt?

Dieser Krieg ist so widersinnig, dass man ihn einfach nicht begreifen kann.

Die Hamas werden ganz genau wissen, dass sie mit ihren ziellosen Raketenangriffen höchstens moralischen Schaden anrichten, aber sie provozieren damit Reaktionen der Israelis, welche um ein vielfaches wirksamer sind, als ihre Raketen und hauptsächlich unschuldige Opfer fordern, und es scheint, als ob ein derartiger Anlass zur Gegenwehr wiederum einigen aggressiven Kräften sehr gut in ihren Plan passen würde.

Auf jeder Seite wird die Angst vor dem Gegner geschürt, und jede Seite behauptet, dass die Andere ihre völlige Auslöschung beabsichtigt.

Mit Logik und Vernunft lassen sich diese gegenseitigen Aktionen einfach nicht erklären, es sei denn, dass dieser Hass und diese Angriffe vorsätzlich ganz bewusst von anderen Staaten und Mächten aufgeheizt und inszeniert werden.

justus

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karl
karl
Administrator

Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von karl
als Antwort auf puckin vom 14.07.2014, 18:47:55
Auch ich frage mich,wie die Hamas als Regierungsgewalt in Gaza, ständig Raketen auf Israel schießt obwohl die reaktion der Israeli bekannt ist.
puckin,

diese Frage zeigt mir, dass Du über die Hintergründe des Konflikts wenig weißt. Die Hamas, obwohl immer als das absolute Böse dargestellt, ist die Ordnungsmacht in Gaza, die die wesentlich radikaleren Gruppen in Zaum hält. Der Spiegel schreibt dazu:
Die Hamas darf nicht zu sehr geschwächt werden
...
Bis Mitte Juni hatten die von der Hamas kontrollierten Sicherheitskräfte dafür gesorgt, dass die brüchige Waffenruhe mit Israel weitgehend eingehalten wurde. Sie nahmen unter anderem Mitglieder des Islamischen Dschihad und anderer Terrorgruppen fest, die Raketen auf Südisrael abgefeuert hatten. Dann wurden die jüdischen Religionsschüler im Westjordanland entführt und getötet, israelische Sicherheitskräfte nahmen Hunderte Hamas-Mitglieder fest. Dabei ist noch immer nicht erwiesen, dass der Mord an den israelischen Jugendlichen tatsächlich von der Hamas-Führung angeordnet wurde.
Quelle
geschrieben von Spiegel.de
Wenn es der Hamas auf einen Propagandaeffekt angekommen wäre, frage ich mich, warum sie dies während der Fußballweltmeisterschaft initiiert haben sollte, jedenfalls komme ich ins Grübeln und frage mich "Wem nützt das?"

Israel wird Selbsverteidigung zugestanden, wagen die Palästinenser zurück zu schießen, ist es Terror. Diese verzerrte Sicht der Wirklichkeit habe ich nicht. Beide Seiten müssen umdenken und an politischen Lösungen arbeiten.

Karl
adam
adam
Mitglied

Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von adam
als Antwort auf karl vom 14.07.2014, 19:41:57
Karl,

die Lebensbedingungen für die Palästinenser zu verbessern, bedeutet, die Möglichkeiten der Hamas zu verbessern, gegen Israel mit propagandistischen und militärischen Mitteln vorzugehen.

Wer könnte das von einem Land verlangen, das sich im Belagerungszustand befindet, umgeben von Regimen, die die Palästinenser als Geisel benutzen, um, auf Kosten Israels, in ihren Ländern Nationalismus und Rassismus zu schüren, damit sie sich als Bewahrer der arabischen Sache und des Islam darstellen und so ihre totalitäre Stellung und für sich die Ausbeutung ihrer Völker sichern können. Dieser Rolle des Nahostkonflikts haben die sog. Ölscheichs ihren märchenhaften Reichtum zu verdanken und um so mehr, weil durch Schüren des Konfliktes auch der Ölpreis hoch gehalten werden kann, Geld, das in die unergründlich tiefen Taschen der Herrscher fließt.

Diese Tatsachen, die erklären, daß und warum der Konflikt kein bilateraler zwischen Israel und Palästinensern ist und deshalb auch nicht von diesen gelöst werden kann, wird immer wieder ignoriert, wenn die Emotionen zu Gunsten der Palästinenser hochkochen. Warum eigentlich? Es wurde oft genug darüber geschrieben.

Die Hamas, deren Charta sich liest wie ein nationalsozialistisches Glaubensbekenntnis, weil es die Vernichtung der Juden nicht nur auf Palästina begrenzt, sind keine "Ordnungstruppe", sondern behaupten mit der Ausschaltung von islamistischen Splittergruppen lediglich ihr Monopol auf die Herrschaft in Gaza. Finanziert und bewaffnet wird diese Rassistenbande aus einem Gewirr oben genannter Interessen, aber auch durch den innerislamischen Konflikt zwischen Sunna und Schia, aus dem Iran.

Die Bemerkung von @Justus, daß keiner den Konflikt verstehen könne, ist ein schlechter, ignoranter Witz. Noch schlimmer ist die Verharmlosung der Raketen auf israelische Städte.

Inzwischen sollte es sich herum gesprochen haben, daß die Hamas, ebenso wie ihre Mutterorganisation, die Molembruderschaft, in ihrem arabischen Ursprungsland Ägypten verboten ist. Indem Israel die Hamas bekämpft, tut es der ägyptischen Militärjunta also einen großen Gefallen. Der ägyptischen Junta ist das Schicksal der Palästinenser dabei schlicht und ergreifend egal. Walter Steinmeiers Besuch bei den Palästinensern ist fehl am Platz, überflüssig. Er sollte nach Ägypten reisen und die dortige Junta dazu bewegen, die Waffenlieferungen aus dem Iran nach Gaza zu unterbinden. Keine Raketen, keine Vergeltung und Abd al-Fattah as-Sisi drohte der Friedensnobelpreis.

Wer die Kinder auf beiden Seiten ermordet hat, wird wahrscheinlich nie geklärt werden können. Die Hauptinteressen, für die der Konflikt immer wieder angeheizt wird, sind weder palästinensische, noch israelische. Die Mörder der Kinder vermutlich auch nicht.

--

adam
Cheval
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Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von Cheval
als Antwort auf adam vom 15.07.2014, 01:14:13
Ägypten hat sich bemüht zu vermitteln. Doch die radikalislamistische Hamas will die vorgeschlagene Feuerpause nicht, bevor es kein Abkommen mit den verhassten Israelis gibt. Sie drohen damit die Intensität der Schlacht noch zu erhöhen. Das ist mutig, auch deswegen, weitere Opfer zu erklären...
Eine Delegation beider Lager wünscht Ägypten an den Verhandlungstisch, zu direkten Gesprächen.
Was aber ist auf dem diplomatischen Wege zu klären? Mit dem Beschuss endlich aufzuhören? Es wäre wieder einmal ein Anfang, denn es geht letztlich um die Koexistenz zweier friedlich nebeneinander existierender Systeme. Genau das muss und sollte endlich beiden Lager klar werden. Denn Ruhe - wenn es die wirklich geben wird - gibt es einzig, wenn sich beide Lager anerkennen, Beziehungen zueinander aufbauen, sich endlich akzeptieren. Krieg hat nie eine Zukunft. Frieden ist die Lösung.

Cheval
karl
karl
Administrator

Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von karl
als Antwort auf adam vom 15.07.2014, 01:14:13
die Lebensbedingungen für die Palästinenser zu verbessern, bedeutet, die Möglichkeiten der Hamas zu verbessern, gegen Israel mit propagandistischen und militärischen Mitteln vorzugehen.
geschrieben von Adam
Hallo Adam,

Du wirst wissen, was dieser Satz für Millionen unschuldiger Menschen bedeutet "Mitgefangen, mitgehangen"?

Sippenhaftung ist, so habe ich es in der Schule gelernt, ein Merkmal des Nazistaates gewesen.

Man kann die Situation deshalb auch völlig anders sehen als Du:

Die Radikalen unter den Palästinensern werden erst stark gemacht durch die Unterdrückung eines ganzen Volkes. Gehe doch einmal jeder in sich und überlege, was für Gefühle er entwickeln würde, wäre er unglücklicher Weise in Gaza geboren.

Karl

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