Forum Politik und Gesellschaft Internationale Politik Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht

Internationale Politik Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht

karl
karl
Administrator

Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von karl
als Antwort auf carlos1 vom 28.07.2014, 23:30:19
B. spricht weiter von engen wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen unabhängigen und gleichberechtigten Nachbarn. Das sind die Perspektiven, die ich meinte, adam.
Guten Morgen Carlos1,

danke für Deinen sehr informativen und nachdenklichen Beitrag. Ich habe den Begriff "gleichberechtigt" in Deinem Schlussabsatz einmal hervorgehoben.

Solange soviele Menschen vor Ort wie weltweit eben nicht von der Gleichheit aller Menschen ausgehen, sich Menschen auf allen Seiten als von Gott auserwählt ansehen und sich damit über andere erheben, wird es keine Gleichberechtigung geben.

Oder sind die 10 Gebote einfach nicht deutlich genug formuliert und müssten sie nicht explizit ergänzt werden:

...
Das fünfte Gebot
Du sollst nicht töten, auch nicht im Krieg.

Das sechste Gebot
Du sollst nicht ehebrechen.

Das siebte Gebot
Du sollst nicht stehlen.

Das achte Gebot
Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten und keine Propagandalügen verbreiten.

Das neunte Gebot
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus und darfst es auch nicht zerstören.

Das zehnte Gebot
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Land, Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat, inklusive Öl- und Gasvorräte.

Jedenfalls scheinen m. E. die 10 Gebote dringend der Ergänzung zu bedürfen.

Karl
Bruny
Bruny
Mitglied

Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von Bruny
als Antwort auf carlos1 vom 28.07.2014, 23:30:19
Meines Erachtens werden alle Friedensbemühungen scheitern. Ich nenne mal ein Beispiel. Wenn ein Gericht mich enteignet und meinem Nachbarn gestattet in einen Teil meines Hauses zu ziehen, dann werde ich diesen solange bekämpfen bis er mein Haus verlässt, oder ich tot bin. Und meine Nachkommen und Erben? Sie werden um Genugtuung bestrebt sein.

Demzufolge hat der "Konflikt" 1947 begonnen und wurde 1948 durch Israel verschärft, denn sie haben noch mehr enteignet als ihnen 1947 zugesichert wurde.

Das ist allerdings nur meine Meinung welche jedoch durch meine zahlreichen Besuche in Israel bestärkt wurde..

Bruny
Edita
Edita
Mitglied

Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von Edita
als Antwort auf karl vom 29.07.2014, 06:42:54
Ich weiß nicht, ob ich nicht vielleicht zu naiv denke, aber beide Kriegsparteien haben ihre staatspolitischen Ursprünge in den 1920 ratifizierten Völkerrechtsmandaten, und 1948 wurde Israel als parlamentarische Republik legetimiert und Palästina hingegen nicht!

Meiner Meinung nach sollte man davon ausgehen können, daß aufgrund des verheerenden menschlichen Desasters, daß die Juden in Europa und Rußland ein paar Jahre später erleiden mußten, man heutzutage von Israel mehr Entgegenkommen, Verständnis und Einsicht erwarten könnte und müßte!

Von den ca. 8 Millio. Israelis sind ca. 6 Millio. Juden, von daher ist es leicht nachzuvollziehen, daß den Juden generell, und nicht der Handvoll fanatischer israelischer Politiker, das nun palästinensische Desaster zugeschrieben wird!
Wenn man davon ausgeht, daß alle Religionen ihren Ursprung im Judentum haben, müßte es für die israelische Regierung kein unüberwindbares Hinderenis sein, mit den Palästinensern im Gazastreifen eine friedliche Co-Existenz anzustreben!

Wirtschaftliche Vor-und Nachteile kann man dann auch gesondert betrachten, behandeln und durch ehrliche und gerechte diplomatische Lösungen, ausräumen!

Wenn mich jetzt jemand schlagen will, bitte nicht auf den Kopf!

Edita

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Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von marina
als Antwort auf Bruny vom 29.07.2014, 07:47:32
Keine Sorge, Bruny. Der Krieg wird erst dann beendet sein, bis ganz Gaza in Schutt und Asche liegt. Dann ist das Gaza-Problem schonmal gelöst.
puckin
puckin
Mitglied

Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von puckin
Nach neuesten, noch nicht fix bestätigten, meldungen hat die hamas im nordkoreanischen Diktator Kim einen neuen verbündeten und waffenlieferanten gefunden.
Islamistische terrororganisationen scheinen eine gewisse anziehungskraft auf toatlitäre diktaturen auszuüben.
Auch hitler hat seinerzeit schon mit den islamischen führern in Ägypten paktiert.
karl
karl
Administrator

Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von karl
als Antwort auf puckin vom 29.07.2014, 09:16:32
Was für Ideen auf Basis der Menschenrechte hast Du puckin zur Lösung des Problems beizutragen? Die Verteufelung und Entmenschlichung nur einer der Konfliktparteien trägt nicht zum Frieden bei, ebenso wenig die Verbreitung jeder Propagandameldung.

Karl

P.S.: Was mich auch interessieren würde: Wie soll diese Lieferung bei der totalen Blockade des Gazastreifens denn abgewickelt werden?

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hafel
hafel
Mitglied

Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von hafel
als Antwort auf Edita vom 29.07.2014, 08:41:37
Ich sehe das ähnlich.

Gestern in den Nachrichten hat der derzeitige Hamasführer klar und deutlich gesagt: "Kein Ende der Beschießung Israels mit Raketen und Israel wird als Staat nicht anerkannt. Tod allen Israelis".

Was wird da anders erwartet?

Man muss schon recht naiv sein um diesen Konflikt einseitig zu sehen.

Hafel
panda
panda
Mitglied

Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von panda
als Antwort auf karl vom 29.07.2014, 06:42:54
Zitat Karl :
" das fünfte Gebot : Du sollst nicht töten , auch NICHT IM KRIEG ! ". ( Quote )

habe das schon öfters angeführt.

So wie es in der Wissenschaft u.a. selbstverständlich ist ,- hat auch die Religion das Recht , Text-Irrtümern von Kritikern zu begegnen , wenn sich ja ein Teil wesentlicher Religions-Kritik eben darauf bezieht.

Das Alte Testament ist auf hebräisch , das Neue auf griechisch verfaßt.
In beiden Sprachen heißt es " Du sollst nicht MORDEN "!.

Die Übersetzung des fünften Gebotes mit : " Du sollst nicht töten " ging davon aus , daß man ,--
in logischer Analogie zu den zahlreichen Todestrafen der mosaischen Gesetzen - und der Tatsache , daß die Israeliten ja zahlreiche KRIEGE geführt hatten --
daß man also klar wußte , daß mit " Töten " eben " MORDEN " gemeint ist ( was ja etwas völlig Anderes ist , wie in unserem Straf-Codex ja auch , wo ja Notwehr ,leider auch mit Todesfolge ,-- ausdrücklich erlaubt ist ! ) .

damit keine Zweifel aufkommen:

selbstverständlich ist es völlig legitim und berechtigt ---GEGEN DEN KRIEG ZU SEIN , bzw. gegen JEDE Form des Tötens , also auch z.B. Tiere.
Es ist aber nicht zulässig , eine Religion wie das Christentum anzugreifen ( und ihr dann auf Grund der angenommenen Regelbrechung Heuchelei vorzuwerfen ) --
-- wenn man verbindliche UR-TEXTE nicht kennt oder nicht in der Kritik verwendet.
es wird aber in der christlich orientierten Friedens-Bewegung häufig von diesem Irrtum ausgegangen.

Pazifismus ist o.k. , aber nicht Christen etwas vorwerfen , was sich logisch und textlich NICHT aus ihren Schriften ergibt.

Und , leider , gibt es im Krieg auch MORD , nämlich die genau codifizierte Abweichung von Kampfhandlungen gegen NICHT-Kombattanten , wenn dies absichtlich oder fahrlässig geschieht.
pippa
pippa
Mitglied

Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von pippa
als Antwort auf karl vom 29.07.2014, 09:45:21
Was für Ideen auf Basis der Menschenrechte hast Du puckin zur Lösung des Problems beizutragen? Die Verteufelung und Entmenschlichung nur einer der Konfliktparteien trägt nicht zum Frieden bei, ebenso wenig die Verbreitung jeder Propagandameldung.
geschrieben von karl


Sollte tatsächlich einmal irgendeinem Genie für diesen Konflikt eine umsetzbare Lösung einfallen, stünde ihm für alle Zeiten der Friedensnobelpreis zu.

Pippa
hinterwaeldler
hinterwaeldler
Mitglied

Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von hinterwaeldler
als Antwort auf marina vom 29.07.2014, 08:42:40
Keine Sorge, Bruny. Der Krieg wird erst dann beendet sein, bis ganz Gaza in Schutt und Asche liegt. Dann ist das Gaza-Problem schonmal gelöst.

Dem stimme ich zu und distanziere mich von der "gegenwärtigen Politik des Staates Israel", welche nur noch vergleichbar ist mit der Zerstörung des Warschauer Gettos 1945 durch Hitlerdeutschland.

Ebenso empörend ist es für mich, das dies mit Waffen geschieht, die Deutschland zur Wiedergutmachung dem Staat Israel schenkte, bzw zum Vorzugs- und Sonderpreis verkaufte.

Wirtschaftliche Hilfe: JA, aber Waffen gehören zu keiner Wirtschaftshilfe - gegenüber keinem Staat. Das es trotzdem geschah, liegt in der Verantwortung vergangener und gegenwärtiger deutscher Regierungen. Dies ist wohl auch einer der Hauptinhalte der neuen Demos in Berlin und meine persönliche Meinung.

Ich habe noch gesehen und erlebt, wieviel menschliches Leid und unwiederbringliche Schäden Kriege hinterlassen haben. Es gibt offensichtlich viele Deutsche die es vergaßen ober nicht erlebten. Auch im Deutschen Bundestag.

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