Forum Politik und Gesellschaft Internationale Politik Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht

Internationale Politik Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht

olga64
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Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von olga64
als Antwort auf puckin vom 15.07.2014, 15:56:41
Die Hamas sitzt ja mittlerweile eingepfercht in diesem handtuchgrossen Land. Die Tunnels zu Ägypten sind zugeschüttet, weil die kurzzeitig dort herrschenden Sympathisanten der Hamas, die Muslimbrüder, selbst um ihr Überleben kämpfen. Besonders schlimm finde ich es, dass sie in ihren Häusern Waffenlager etabliert haben und Frauen und Kinder praktisch als lebende Schutzschilder benützen. Olga
Crimmscher
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Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von Crimmscher
als Antwort auf olga64 vom 15.07.2014, 16:52:51
Das zeigt die Brutalität der Kriegsparteien.
Es ist in der Ostukraine nicht viel anders.

Wer nimmt da schon Rücksicht auf Frauen und Kinder.

Crimmscher
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Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von olga64
als Antwort auf Crimmscher vom 15.07.2014, 16:56:16
Unsere Splitterpartei Die Linke tut sich jetzt ja auch schwer mit ihrer Beurteilung. Traditionell sympathisiert man ja in diesen Kreisen mit den Palästinensern - aufgrund der verfahrenen und gefährlichen Situation fordern die Genossen jetzt die Hamas auf, zu verhandeln und die Angriffe einzustellen. Ob die wirklich auf diese wichtigen Deutschen hören? Olga

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Crimmscher
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Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von Crimmscher
als Antwort auf olga64 vom 15.07.2014, 16:58:42
Ob die Linken oder Kerry dort um Besinnung auf Diplomatie werben, es ist wie Feuer und Wasser, es bleibt der gnadenlose Hass aufeinander.

Sie werden sich weiter gegenseitig umbringen, zumal sie unterschiedlichen Glaubens sind

Crimmscher
karl
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Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von karl
als Antwort auf olga64 vom 15.07.2014, 16:58:42
Die Frage ist ja, ob die Hamas überhaupt noch nach der Zerschlagung ihrer Infrastruktur in der Lage ist, die deutlich extremeren islamistischen Splittergruppen zu kontrollieren, die eigene Waffenarsenale haben? Ich verwies schon auf diesen Spiegel Artikel, in dem steht, dass Israel auf die Hamas angewiesen ist, damit in Gaza keine Anarchie entsteht.

Karl
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Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von karl
als Antwort auf luchs35 † vom 15.07.2014, 15:00:50
Hallo Luchs,

auch wenn die Hoffnung klein ist, dass es etwas bewirkt, das Beklagen der Opfer muss sein. Sie haben nur die Weltöffentlichkeit als Schutz. Würde dieser nicht existent sein, wäre es viel schlimmer, ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie schlimm.

Karl

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karl
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Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von karl
als Antwort auf silhouette vom 15.07.2014, 15:32:35
@ Silhouette,

das stimmt so nicht. Bis 1995 gab es wichtige Fortschritte im Friedensprozess und Vereinbarungen zwischen Israel, Jordanien, Ägypten und der PLO. Die Ermordung von Rabin brachte dann die Wende und die Hardliner in Israel an die Macht. Lies doch bitte die Zitate von Rabin in meinem vorhergehenden Beitrag und den verlinkten Wikipedia Artikel zu Rabin.

Ich stimme Dir aber zu, dass 1981 auch die Ermordung von Sadat den Friedensprozess behindert hat. Die guten Politiker in dieser Region leben scheinbar gefährlich, die Extremisten aller Seiten wollen sie nicht.

Karl
dutchweepee
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David gegen Goliath
geschrieben von dutchweepee
Jürgen Todenhöfer: "... Der Gazakrieg ist ein Gefecht David gegen Goliath. Nur dass dieser David aus dem winzigen Gaza selten trifft. Und völlig chancenlos ist. Bisher gab es auf israelischer Seite eine Handvoll Verletzte und glücklicherweise noch keinen Toten. Ich beklage jeden dieser israelischen Verletzten ausdrücklich. Wie jeden palästinensischen Toten und Verletzten. Alle Menschen sind für mich gleich. Ihr Leid, ihre Schmerzen.

Aber die sinnfreie Hamas-Ballerei mit den massiven mörderischen Raketenschlägen der Israelis zu vergleichen, ist vollkommen realitätsfremd. Das zeigen schon die bisherigen Zahlen der Todesopfer: 193:0. Schlagzeilen wie "Israel unter schweren Beschuss" stellen die Tatsachen auf den Kopf. Gaza liegt unter schwerem Beschuss!

Netanjahu will die Hamas in die Knie bomben. Vor allem nachdem sie sich mit der gemäßigten Fatah zusammengeschlossen hat und dadurch das palästinensische Lager gestärkt hat.

Netanjahu will keine starke, geeinigte Palästinenserführung. Er will schwache, nachgiebige, gedemütigte Gesprächspartner wie Mahmoud Abbas, die er am Nasenring durch die Manege führen kann. Ohne dass sie sich wehren. Denen er nie echte Zugeständnisse machen muss. Weil ein Netanjahu keine Zugeständnisse macht. Das Leiden der Palästinenser unter der Besatzung Israels hat ihn nie interessiert und wird ihn nie interessieren.

Netanjahu will keinen Frieden mit den Palästinensern. Jeder führende US-Politiker von Obama bis Kerry würde das resigniert bestätigen. Netanjahu will vor allem kein freies, unabhängiges Palästina..."
luchs35 †
luchs35 †
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Re: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von luchs35 †
als Antwort auf karl vom 15.07.2014, 17:21:11
auch wenn die Hoffnung klein ist, dass es etwas bewirkt, das Beklagen der Opfer muss sein. Sie haben nur die Weltöffentlichkeit als Schutz. Würde dieser nicht existent sein, wäre es viel schlimmer, ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie schlimm.
geschrieben von Karl:


Lieber Karl, da habe ich meine Zweifel, dass die Weltöffentlichkeit für die Menschen im Gazastreifen viel Schutz bietet, solange die Kriegsparteien von ihren jeweiligen "Beschützern" nicht unter echten Druck gesetzt wird. Unser Mitleiden und Bedauern der Opfer auf beiden Seiten hat doch noch nie wirklich Erleichterung gebracht. Der Gazastreifen wird doch wie eine Art "Faustpfand" behandelt- nach dem Motto: Wenn Du was willst, musst Du mir erst geben...

Luchs
panda
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Re: David gegen Goliath
geschrieben von panda
als Antwort auf dutchweepee vom 15.07.2014, 18:44:06
Nun muß man aber eins auch zugeben :

Friedens-Verhandlungen mit der Hamas oder Hisbollah sind nicht möglich.
man kann nicht mit einer Organisation verhandeln , die den Tod und das " Verschwinden " des anderen Vertragspartners will.

Die Verhandlung zwischen Israel un den gemäßigten Pal.waren schon oft schon sehr weit , nicht nur mit Rabin.
Auch mit Ehud Barak , Arafat und Clinton ( in Camp David ) gab es fast einen Durchbruch.
Dieser scheiterte letztlich an der Jerusalem-Frage ( den " heiligen Stätten " ).
Danach " ging " Scharon auf den Tempelberg und löste die II.Intifada aus....

Dies - ist aber auch bei Verhandlungen mit den " Gemäßigten " beider Seiten immer noch das Haupt-Problem , mehr noch als die Siedlungen ( was schon schwer genug ist ).
denn kein Araber ( sei er noch so gemäßigt )kann der " arabischen Seite " erklären , daß in Jerusalem die " heiligen Stätten " ( also Felsen-Dom usw. ) unter jüdischer Kontrolle BLEIBEN !
Umgekehrt kann kein Israeli " den Juden weltweit " erklären , daß die " geheiligten Stätten ( also Klagemauer , usw.)wieder unter arabische Kontrolle KOMMEN !

das hat sicher religiöse Gründe , aber nicht nur.
denn viele Araber ( wie Arafat , die PLO , und die PFLP ) sind , bzw. waren , nicht soo religiös , wie die Hamas oder die Hisbollah.
Andererseits sind viele Israelis auch nicht soo religiös , sondern laizistisch , oder sogar atheistisch.
Aber beide Lager sind in jedem Falle nationalistisch , Manche sogar Rassisten ( " Araber sind minderwertig " , " Juden sind wie Dreck , oder Säue " ) !

Und dann gäbe es die gleiche Situation wie z.B. bei der Krim , oder früher Danzig , o.a. Städte oder Stätten in der Geschichte.
Nur sind eben Juden und Araber stur bis fanatisch in ihren Standpunkten.
Das wird Jeder , auch bei größtem Wohlwollen , bestätigen.
denn sonst hätte sich z.B. das Judentum nicht fast zweitausend Jahre in der Diaspora gehalten.
Und " Araber " sind oft , als Einzelne, sehr sympathische Menschen , aber in der Regel als Masse wenig kompromiß-bereit.

Eine " internationale " Kontrolle der Stätten gab es ja schon , DIE-- lehnen beide Seiten aber ab.
der Konflikt ist m.M.n.soo --- unlösbar.

Oder , wie sollte es denn gehen ?

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