Forum Politik und Gesellschaft Internationale Politik Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht

Internationale Politik Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht

Tina1
Tina1
Mitglied

RE: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von Tina1
https://www.tagesschau.de/inland/antisemitismus-nahost-konflikt-105.html
 
Nach antisemitischen Übergriffen "Absolut inakzeptabel"

"Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz, hat Attacken auf Synagogen und andere antisemitische Übergriffe in Deutschland scharf kritisiert. "Hass, Hetze und Gewalt gegen Jüdinnen und Juden, jüdische Symbole und Einrichtungen sind absolut inakzeptabel und niemals zu rechtfertigen. Das Demonstrationsrecht und die Meinungsfreiheit enden, wo Judenhass beginnt", sagte die CDU-Politikerin der Düsseldorfer "Rheinischen Post" .

Der israelische Botschafter in Berlin, Jeremy Issacharoff, nannte die jüngsten antisemitischen Vorfälle in Deutschland gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe "zutiefst beunruhigend". "Die starken Erklärungen der Unterstützung und Solidarität mit Israel und der jüdischen Gemeinschaft, die von führenden deutschen Politikern abgegeben wurden, ermutigen mich jedoch", fügte der Botschafter hinzu. "Ich glaube, dass der größere Teil der deutschen Bevölkerung auch versteht, dass der gegenwärtige Konflikt von der Terrororganisation Hamas begonnen wurde und nichts mit ihren jüdischen Mitbürgern in Deutschland zu tun hat", sagte Issacharoff.

Mit "aller Härte des Rechtstaates" gegen die Täter vorgehen
"Kritik an der Politik eines Staates hat vor religiösen Einrichtungen wie Synagogen und Gemeindehäusern nichts zu suchen", mahnte die Staatsministerin. Die Strafverfolgungsbehörden müssten die Täter "nun schnell identifizieren und mit aller Konsequenz und Härte des Rechtsstaates gegen sie vorgehen".  Die Bundesregierung habe mit ihrem Gesetz zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalität "klargestellt: Wer Antisemitismus und Judenhass verbreitet, muss mit schweren Strafen rechnen", sagte Widmann-Mauz. "Niemand darf das Existenzrecht Israels in Frage stellen, Jüdinnen und Juden müssen in Deutschland sicher sein." 

Auch SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese verurteilte alle antisemitischen Übergriffe der letzten Tage und forderte ein härteres Vorgehen gegen Vereine, die diese unterstützen. "Die jüngsten Angriffe auf jüdische Synagogen und das Verbrennen von Israel-Fahnen bei uns im Land sind scharf zu verurteilen. Es zeigt uns auf bedauerliche Art und Weise, wie allgegenwärtig Antisemitismus immer noch ist", sagte Wiese der "Rheinischen Post".
"Verhetzende Beleidigungen etwa von Juden, müssen jetzt zeitnah zur Straftat werden", forderte Wiese weiter.
Angesichts der Eskalation des Konflikts zwischen Angesichts der Eskalation des Konflikts zwischen Israel und der palästinensischen Hamas hatte es in den vergangenen Tagen in mehreren deutschen Städten antisemitische und anti-israelische Demonstrationen gegeben. ren deutschen Städten antisemitische und anti-israelische Demonstrationen gegeben. "




 
Tina1
Tina1
Mitglied

RE: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von Tina1

das zum Thema Hamas....

https://www.tagesschau.de/ausland/oesterreich-razzia-101.html

"Wir haben als Polizei gemeinsam mit der Justiz in den frühen Morgenstunden einen entscheidenden Schlag gegen die Muslimbruderschaft und gegen die Hamas in Österreich geführt", sagte Nehammer. Ziel sei es, die Wurzeln des politischen Islam, der zur Radikalisierung, Hass und Intoleranz führten, zu bekämpfen.

Nehammer bezeichnete die Muslimbruderschaft als einen der prominentesten Akteure des politischen Islam. "Die Muslimbruderschaft stellt sich klar gegen Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Menschenrechte und Trennung von Religion und Staat", sagte der Innenminister. "Dieses zutiefst antidemokratische und auch gefährliche Verhalten galt es jetzt mit diesem Schlag mindestens zu unterbinden und zu beeinträchtigen." Die Hamas wiederum sei ein "dramatisch gefährlicher Seitenarm" der Muslimbruderschaft. Der Durchsuchungsaktion seien langwierige Ermittlungen der Verfassungsschützer vorangegangen.

In einer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Graz hieß es, bei der Muslimbruderschaft handele es sich "um eine weltweit agierende, radikal-islamistische, massiv judenfeindliche Vereinigung, deren Hauptziel es ist, in allen Ländern der Erde einen islamischen Staat auf Grundlage islamischen Rechts, der Scharia, einzuführen". Die palästinensische Hamas betreibe das Ziel, den Staat Israel zu zerstören und einen islamischen Staat mit Jerusalem als Hauptstadt zu gründen. Somit sei diese Strategie der Hamas als Teil der Gesamtstrategie der Muslimbruderschaft anzusehen. "

 
Nick42
Nick42
Mitglied

RE: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von Nick42
als Antwort auf ehemaliges...Mitglied vom 16.05.2021, 13:21:04
 

.......Wer aber hinten im Publikum sitzt, erfasst nicht nur Szene für Szene sondern die Zusammenhänge und die Rollen die jeder da zu spielen hat ... so hat es mir einmal ein Mönch im Kloster von Patmos erklärt, als ich ihn bat mir zu erklären, wie es kommt, dass die Mönche  dort, und speziell er, da oben in ihrer Abgeschiedenheit einen so klaren Blick auf Politik und Weltgeschehen haben ... "weil wir keine Rolle spielen" ...
Liebe Woschi,
ein weiser Mann, dieser Seher von Patmos.  Aber es muss auch welche geben, die die Rolle der Politik übernehmen.

Nick42

Anzeige

Nick42
Nick42
Mitglied

RE: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von Nick42
als Antwort auf Michiko vom 16.05.2021, 08:21:35
2
Lieber Nick,

eine Prise Humor ist immer gut, und auch wenn alles in der Realität nicht so einfach sein würde, es muss ein Ende haben mit den Bombardements auf die Bevölkerung.....
 
 
Liebe Michiko,
ja Bomben und Terror müssen aufhören. Und das ist auch, realistisch betrachtet, möglich.

Und muss duch die Politik möglich gemacht werden.

Nick42
ehemaliges...Mitglied
ehemaliges...Mitglied
Mitglied

RE: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von ehemaliges...Mitglied
als Antwort auf Nick42 vom 16.05.2021, 14:39:04

Da hast Du vollkommen Recht,  ich schrieb die kleine Antwort mit Bezug Auf die vorhergehende Behauptung, dass
jemand wie jewellier aus Südafrika nicht beurteilen könnte,  was in Deutschland los ist 

karl
karl
Administrator

RE: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von karl

Antisemitismus ist eines der schlimmsten Übel in dieser Welt, aber es ist ein Fehler, die jetzigen Unruhen in Israel (allein) auf Antisemitismus zurückzuführen, denn es gibt handfeste politische Ursachen.

Antisemitismusbekämpfung ist notwendig, aber dies darf nicht ein Vorwand werden, die politische Diskriminierung der Palästinenser durch die israelische Politik und die israelischen Behörden zu ignorieren und zu akzeptieren, denn dies wäre nur mit dem Austausch der Volksgruppen genau das, was wir doch so vehement bekämpfen wollen, nämlich die Ungleichbehandlung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder Religion.

Human Rights Watch erhebt den schweren Vorwurf der Apartheit gegen die israelischen Behörden

(Auf Deutsch ist das unter dieser Quelle zu lesen, etwas nach unten scrollen).

Ich verlinke diese Quellen, um der Einseitigkeit der meisten Beiträge hier etwas entgegen zu setzen. Wir sollten vermeiden zu vorschnelle Urteile zu fällen und vor allem sollten wir nicht wegen unserer Sympathien für Israel automatisch in einen eigenen anti-arabischen Hassmodus verfallen.

Die Tragik der Situation im Nahen Osten ist ja gerade, dass beide Seiten glaubhafte und gewichtige Narrative besitzen, die leider jeweils wenig Raum für Empathie mit der Gegenseite lassen.

Ich behaupte nicht, eigene gute Lösungsvorschläge zu haben. Aber ich glaube, dass solche Lösungen erst möglich werden, wenn die Menschen den Hass auf die anderen verlieren. Es gibt so viele individuelle Freundschaften zwischen Palästinensern und Israelis, die zeigen könnten, dass es möglich ist, zusammen zu leben und zu arbeiten. Warum gelingt dies nicht auf der Ebene der Völker?

M.E. sind die Gründe wenige mächtige Individuen auf beiden Seiten. Deren Austausch könnte Wunder bewirken. 

Karl


Anzeige

RE: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von Kirsty
als Antwort auf karl vom 16.05.2021, 15:19:25

Wir sollten vermeiden zu vorschnelle Urteile zu fällen und vor allem sollten wir nicht wegen unserer Sympathien für Israel automatisch in einen eigenen anti-arabischen Hassmodus verfallen.

Danke, Karl, das war jetzt mehr als nötig.

So einseitige und unsachliche Beiträge, das hätte die AFD nicht besser gekonnt.

Vielleicht würde es helfen, wenn wir den Staat Israel nicht immer mit dem Judentum gleichsetzen würden, sondern akzeptieren, dass dort ganz gewöhnliche Menschen leben mit allen Stärken und Schwächen. Dass diese Menschen die Palästinenser, denen sie das Land weggenommen haben (und noch wegnehmen durch illegale Siedlungspolitik) als Menschen zweiter Klasse ansehen. Auch das ist Rassismus.

Kirsty
digi
digi
Mitglied

RE: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von digi
digi:
"... Aber es gibt auch 'die anderen', die nur ihren Hals zum Schreien haben.
Und damit kann irgend wann NICHT MEHR VERHANDELT werden. Auch mit AfD nicht mehr. Da muss Gewalt ran, leider; es geht nicht anders ..."
Hervorgebung durch mich.

Also @digi,

Deine Gewaltfantasien sind nun wirklich wenig hilfreich. Ich bin gewiss kein Freund der AfD (wie hier alle wissen), aber anstatt auf Gewalt setze ich auf Wahlen und Deine kriegerischen Lösungen (für welche Probleme hast Du eigentlich zivilisierte Vorschläge?) lehne ich entschieden ab.

Karl
geschrieben von karl
Es ist mir schon öfter aufgefallen, dass meine Beiträge hier nicht komplett gelesen und somit auch nicht verstanden werden, ja bewusst falsch belegt/verdreht werden.

Ich propagiere KEINEN KRIEG, ich propagiere STÄRKE, die Kriege verhindert.
Schwache werden seit jenen 100.000 Jahren überfallen, sie fordern durch ihre Schwäche gar Angreifer heraus, und provozieren genau dadurch, überfallen zu werden.

Drei Beispiele:
- Falle ich den Klitschko an? Ein sehr friedfertiger Mensch, der aber duch seine pure Erscheinung und seine Bekanntheit sicher ist. Ich werde mich hüten, dem ans Leder zu gehen.
- Du lässt Dein Haus offen stehen; was zum Einbruch geradezu auffordert. Hängst' ein Schloss dran, ist das Risiko kleiner.
- Die AfD würde zwar legal verboten werden, aber sie verschwände nicht? Gehts Du hin und bettelst, bitte bitte, zieht euch zurück? Die würden Dir noch was auf die Gu... hauen. Also, was ist Gewalt?
Es geht nicht ohne, wenigstens nicht ohne den Eindruck zu vermitteln, es könnte mit mir keine Freude werden, weil ich stark bin. Das heisst doch nicht, dass ich ese anderem Böses täte.
- Gelegenheit macht bekanntlich Diebe.

Ich versteigere mich sogar zu der Aussage, dass wir alle den sog Weicheiern, Sanftmütigen, Wanderpredigern oder Gutmenschen manchen kriegerischen Waffengang zu verdanken haben.
Eine abschreckende Wehrhaftigkeit ist deshalb lebensnotwendig, um eben genau damit das richtige Signal auszuenden: Fass mich nicht an, das wird für dich garantiert böse enden.
Diese Wehrhaftigkeit haben wir (noch) in Gemeinschaft mit unseren amerikanischen Freunden/Beschützern.
Ich habe gern meine Militärzeit zum Schutze aller abgeleistet (Beriner Mauerbau). Das hat mich und uns alle von einem evtl Waffengang mit 'dem Russen' bewahrt. Wir konnten Stärke demonstrieren, brauchten sie nicht mal aktiv einzusetzen.
'Der Russe/Putin' wird uns nie überfallen, aber die fanatische IS-Bande (jetzt in Gaza zugange) würde es garantiert versuchen - gar ohne Grund; siehe Israel zZt.
Obwohl ... ihre fanatische Einstellung könnte sie entgegen jeglicher Vernunft doch zu so einem Schritt verleiten (jetzt ist ja Israel dran). Da wäre die erwähnte Starke zu zeigen eilendst vonnöten. Ohne starken Schutz wären wir (und Israel) im Eimer.

Es geht mir doch nicht darum, jemanden zu überfallen, wie mir immer wieder hier mit Namensgeben unterstellt wird. Das finde ich nicht so brilliant, und ich werde mich deshalb hier ziemlich ausklinken, auch weil das für mich kein akzeptabler Stil ist. Der Stil ist mir auch gut bekannt.
Ich möchte Händel durch demonstrierte Stärke verhindern. Was ist daran falsch?

Die Welt reagiert so seit undenklichen Zeiten, und sie kann sich ganz offensichlich nicht/nie ändern.
Auch wenn wir alle das uns ganz feste wünschen/vorstellen/... .
Deswegen stirbt die Hoffnung auch immer zuletzt.

Ohne 'Spinner/Fantasten' wäre die Welt nicht so schön, gäbs zB keine Maschinen, die uns die Drecksarbeit abnehmen. Hätten wir jeden Morgen einen anderen Hammer in der Hand, um Steine damit zukloppen. Oder nen Dreschflegel, um damit dem Nachbarn den Garaus machen zu müssen.
RE: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von Kirsty
als Antwort auf digi vom 16.05.2021, 16:33:43

Ich möchte Händel durch demonstrierte Stärke verhindern. Was ist daran falsch?

Die Welt reagiert so seit undenklichen Zeiten, und sie kann sich ganz offensichlich nicht/nie ändern.
Auch wenn wir alle das uns ganz feste wünschen/vorstellen/... .
Deswegen stirbt die Hoffnung auch immer zuletzt.
 
geschrieben von digi
Du hast die "Freunde" nicht erwähnt, digi. Klitschko ist stark, Russland und die USA sind stark. Palästina und Israel sind nur stark durch ihre Freunde. Wären diese "Freunde" nicht, gäbe es auf beiden Seiten nicht so viele Raketen und wir hätten vielleicht längst Frieden 😒.
aixois
aixois
Mitglied

RE: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von aixois
als Antwort auf karl vom 16.05.2021, 15:19:25

Lieber @Karl,

besten Dank für Deinen im gegebenen Zusammenhang sehr angebrachten Beitrag !

... wenige mächtige Individuen auf beiden Seiten Deren Austausch könnte Wunder bewirken. 

 

Machthaber; ihr Interesse am Machterhalt, ihre  Rivalitäten untereinander usw. spielen sicher eine gewichtige Rolle im Dauerkonflikt zwischen Juden und Arabern (beides 'Semiten'). Hinter allen stehen aber noch gewichtigere Interessengruppen mit jeweils eigenen Machtinteressen, die - und das ist für mich das eigentliche Konfliktlösungshemmnis - weltliche und religiöse Absichten unentwirrbar  mit einander verknüpfen.

israel ist eben kein laizistischer Staat, sondern de facto ein Religionsstaat, in ständigem Widerspruch lebend zwischen den Ansprüchen seiner Gründerväter (und selbst der Mehrheit der jüdischen Bevölkerung Israels) und den nach archaischen Gesetzen lebenden religiösen Ultras, denen die berühmten  Werte unserer westlichen Staatenwelt an ihren Glutealregionen vorbeigehen.
In der 'Proklamation' der Unabhängigkeit - die sich übrigens vorgestern (14/5) zum 73. mal jährte - versprach der im Entstehen begriffene Staat Israel , dass:

"it will foster the development of the country for the benefit of all its inhabitants; it will be based on freedom, justice and peace as envisaged by the prophets of Israel; it will ensure complete equality of social and political rights to all its inhabitants irrespective of religion, race or sex; it will guarantee freedom of religion, conscience, language, education and culture; it will safeguard the Holy Places of all religions; and it will be faithful to the principles of the Charter of the United Nations."
(Die palästinensische Unabhängigkeitserklärung von Algier 1988 -ich war damals vor Ort - gestern waren es 32 1/2 Jahre her - enthält vergleichbare Prinzipien.)
 [Israel verpflichtet sich  in der Proklamation  „... allen seinen Bürgern, unabhängig von Religion, Rasse oder Geschlecht, volle soziale und politische Gleichberechtigung zu gewähren. und ... auch die „Freiheit in Religion, Gewissen,Sprache, Erziehung und Kultur“  zu gewährleisten.]

Ebenfalls gemachte Zusagen an die religiöse Seite, haben diese Zusicherungen (mit denen doch alle, Juden und Araber eigentlich friedlich und zum Nutzen aller zusammenleben können sollten) weitgehend neutralisiert, um nicht zu sagen ins Gegenteil verkehrt, zumindest zeitweise.
Die Immobilienfrage mit Entschädigungen bzw.Zwangsenteignungen von Eigentum (vor/nach 1948), die eindeutig Araber schlechter stellt als Juden, ist nur ein Beispiel hierzu.

Solange beide Seiten Unterstützung vom Ausland (USA bzw. Iran/Türkei) erhalten , wird der Konflikt keiner Lösung zugeführt werden können.
Sollte Biden es wirklich wollen (und sich mit Iran/Russland verständigen können) und sich auf das Risiko eines echten Engagements, unter konsequentem Einsatz der ihm  zur Verfügung stehenden Druckmittel,einlassen (gegen den Widerstand der Republikaner und insbes. der Evangelikalen).,könnte es zu dem "Wunder" einer  Ablösung der jetzigen Figuren kommen.

Ich sehe aber nicht, warum sich Biden, der jetzt andere Sorgen hat, sich mit seinem Eingreifen einen Sack Flöhe einhandeln sollte, obwohl die USA  in den letzten Jahren (Trumps Bevorzugung Israels) nicht ganz unbeteiligt an der Entwicklung des Konflikts waren. Zumindest mit einer Androhung der Wiederherstellung eines "vor Trump" Zustands  könnte man Israel vielleicht dialogbereiter machen.
Nur "dialogbereit" wozu ?
Die geostrategischen Ziele der Unterstützermächte bleiben ja bestehen.

Auch die "Großen" reden ja nicht miteinander , sondern bekämpfen sich mit Sanktionen und gegenseitigen Feindeserklärungen.

Wo Israel aber selbst dringend aktiv werden muss,  betrifft die 20-25 % arabischen Israelis und deren zunehmend militante Auflehnung gegen die Benachteiligungen der Regierung(en).


 

Anzeige