Forum Politik und Gesellschaft Internationale Politik Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht

Internationale Politik Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht

Bruny
Bruny
Mitglied

RE: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von Bruny
als Antwort auf aixois vom 16.05.2021, 18:43:26

Danke @aixois für deine hervorragende Zusammenfassung. Da kann ich mir meinen eigen Post an dem ich schon lange versuche die richtigen Worte zu finden, sparen.
Bruny

MarkusXP
MarkusXP
Mitglied

RE: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von MarkusXP
als Antwort auf digi vom 16.05.2021, 16:33:43
 
Ich propagiere KEINEN KRIEG, ich propagiere STÄRKE, die Kriege verhindert.
 
 
@digi

„Willst du den Frieden musst du dich auf den Krieg vorbereiten“ … einer von den alten, griechischen Philosophen, Platon, hat das schon gesagt … ich schließe mich dem an, will und muss als Staat, oft auch als Person, wehrhaft sein, dies ist nicht die Frage!

Israel hat eine starke Armee, braucht in einem ( offenen ) Krieg keinen Gegner zu fürchten, kann in kürzester Zeit eine Armada hochmoderner Waffen und motivierte Soldatinnen und Soldaten aktivieren, ja, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar Atomwaffen … also, viel mehr geht nicht!

Der Konflikt ist aber damit nicht zu lösen, auch nicht mit dem doppelten militärischen Einsatz oder Abschreckungspotential!

Ost-Jerusalem, die Westbank, jetzt die Palästinensischen Israelis, Terror aus dem Gazastreifen, … und noch einiges mehr: da nutzt deine geforderte Wehrhaftigkeit nicht viel, da hilft nur verhandeln, Kompromissbereitschaft, das Gespräch … und vor allen Dingen müssen es die Parteien wollen, was ja in der aktuellen Lage nicht erkennbar ist.

Noch ein allgemeiner Satz:

Wir haben hier wirklich sehr unterschiedliche Positionen, nicht alle gefallen mir, aber über das Niveau der Einlassungen kann ich mich nicht beschweren, das ist m.E. vollkommen OK!
MarkusXP
Michiko
Michiko
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RE: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von Michiko
als Antwort auf MarkusXP vom 16.05.2021, 19:31:08

Guter Beitrag MarkusXP und der Versuch einer vermittelnden Sichtweise. Nur, wenn ich hier lese:  man solle Israel nicht mit dem Judentum gleichsetzen, es würden dort ganz gewöhnliche Menschen leben, dann ist zu merken, dass dieser Konflikt gar nicht verstanden wurde.
Der Hass auf Juden regiert alles, die Hamas ist angetreten, den Staat Israel auszulöschen, Juden umzubringen. Steht im Artikel 7 der Gründungscharta der Hamas. Wie blind muss man sein, das nicht zu sehen.
Und dass wir hier in Deutschland die Sache noch mit anderen Augen sehen, halte ich für verständlich. Jedenfalls geht es mir so.

Der Auslöser dieser bürgerkriegsähnlichen Zustände waren  Zwangsräumungen und die gesamte Siedlungspolitik der Israelis. Das ist bekannt, ist auch in meinen Augen falsch, kann aber kein Grund sein, über 2000 Raketen auf Israel abzufeuern. Hatte man erwartet, das hervorragend aufgestellte Militär Israels würde das hinnehmen?
Wenn die vermittelnden Länder es nicht schaffen, auf diesem Wege die Eskalation der Gewalt zu stoppen, wäre es furchtbar.

Michiko


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digi
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RE: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von digi
als Antwort auf MarkusXP vom 16.05.2021, 19:31:08
„Willst du den Frieden musst du dich auf den Krieg vorbereiten“
So weit würde ich nicht mal gehen, den Krieg vorzubereiten.
Ich würde 'nur' Stärke demonstrieren. Nicht mal mit dem Säbel rasseln.

Lösung:
Schon mehrfach hab ich eine Gemeimsamkeit aller Parteien vorgeschlagen .

Was 'wir' nach 1945 geschafft haben, 12 Mio in einem eng gewordenen Staat umzusiedeln, das müsste doch auch in jenen Wüstengebieten zu schaffen sein. Zudem Isrealis Kenntnis & Mittel mitbringen, jene Länder aufblühen zu lassen - und das auch 1947/8zugesagt/geschrieben haben. Stößt es aber auf Interessse?

Dabei geht ach bei uns bei manchen Aktionen manches Gehöft in StaudammFluten unter. Oder werden zugebaut. Wie kann jemand so verbohrt/durchgeknallt sein, auf wohlstandsbringende Israeliten mit Raketen zu ballern, sich den eigenen Fortschritt zu zerstören.

Wenn Verhandlungen sowieso vergebene Liebesmüh sein sollten -warum war es denn jahrzehntelang trotz einiger Scharmützel bisher nicht erfolgreich?-, dann müssen die Isrealis jetzt gewaltig in die Kerbe hauen. Sie können sich doch nach jahrzehnte langen Schwätzereien erwiesenermaßen auf niemanden Externen verlassen, sie können sich nur selber wehren/erhalten.
Gefällt mir auch nicht, aber wenn ich in der Situation wäre, da wäre schon Ruhe, garantiert.

Welches Arxxxloc hat denen eigentlich die Raketen geliefert? Dem gehört der Hals umgedreht.
Gaza komplett abgeriegelt, da kommt kein Mäus.chen rein oder raus - und die haben 1000e Raketen. Wie kann das sein? Das ist ja nicht mal eben im Kofferraum zu transportieren. Und die schnitzt auch Muttern nicht beim Kochen nebenher.
Michiko
Michiko
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RE: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von Michiko
als Antwort auf digi vom 16.05.2021, 20:34:20
Welches Arxxxloc hat denen eigentlich die Raketen geliefert? Dem gehört der Hals umgedreht.
Gaza komplett abgeriegelt, da kommt kein Mäus.chen rein oder raus - und die haben 1000e Raketen. Wie kann das sein? Das ist ja nicht mal eben im Kofferraum zu transportieren. Und die schnitzt auch Muttern nicht beim Kochen nebenher.
geschrieben von digi
@digi

Das hatte ich heute früh mal erwähnt hier im thread:

Der Iran hat der palästinensischen Hamas im Gaza-Konflikt seinen Rückhalt im Kampf gegen Israel versprochen. In einem Telefonat mit dem Hamas-Chef Ismail Hanija sicherte der Kommandeur der Al-Kuds Brigade der iranischen Revolutionsgarden, General Ismaeil Ghani, am Samstag uneingeschränkte Unterstützung zu. 
Im Tunnelsystem unter dem Gazastreifen verstecken militante Palästinenser mehr als 15.000 Raketen in ihren Arsenalen, warum und wozu?
 
Bias
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RE: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von Bias
als Antwort auf karl vom 16.05.2021, 15:19:25

Sollte sich eine Problemlösung auf wenige, mächtige Individuen beschränken, wie erklären sich dann die fanatisierten "Proteste" alleine hier in Deutschland?

Lassen die nicht eine leise Ahnung davon aufkommen wie diese in arabischen Ländern aussehen werden?
Unabhängig davon ob in unseren Medien darüber berichtet wird oder nicht.

Deckel drauf (top-down) ist aller Erfahrung nach kurzfristig als Taktik geeignet. Als erfolgversprechende Strategie greifts zu kurz.

Aber - egal was ich darüber denke.
Solche Prozesse folgen einer eigenen Dynamik und die unmittelbar Betroffenen haben regelmäßig ihre eigenen Bewertungen.


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Bruny
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RE: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von Bruny
als Antwort auf Bias vom 16.05.2021, 23:08:03

Gerade bei TTT hat Daniel Barenboim etwas gesagt, was ich voll unterstütze: „Die Besetzung ist kein Zustand, den man wirklich für die Zukunft halten kann. Und das aus moralischen, politischen, menschlichen, aus allen Gründen. Das muss aufhören!"

TTT der unendliche Konflikt
 

Bias
Bias
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RE: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von Bias
als Antwort auf Bruny vom 16.05.2021, 23:29:50
Gerade bei TTT hat Daniel Barenboim etwas gesagt, was ich voll unterstütze: „Die Besetzung ist kein Zustand, den man wirklich für die Zukunft halten kann. Und das aus moralischen, politischen, menschlichen, aus allen Gründen. Das muss aufhören!"
TTT der unendliche Konflikt
Ja, Bruny, 
hab's auch gesehen,
hab zugestimmt und hab gedacht:
So - und jetzt?
Bruny
Bruny
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RE: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von Bruny
als Antwort auf Bias vom 16.05.2021, 23:51:18

Jetzt muss die deutsche Regierung dafür Sorge tragen, dass Deutschland nicht von Fanatikern und Judenhassern vorgeführt wird. Es darf nicht ungestraft hingenommen werden, dass sich dieser Hass bei uns etabliert. Es hätte schon ganz hart durchgegriffen werden müssen, 2015 als es zu den sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht kam. Da hat Deutschland versäumt harte Kante zu zeigen.
Und die Israelis und Palästinenser müssen einen Weg zur Aussöhnung finden. Dabei kann Deutschland am allerwenigsten helfen. 
Ich bin aber nicht diejenige die eine Lösung anbieten muss.

Bias
Bias
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RE: Die Saat der Gewalt: Israelis und Palästinenser schaffen die Aussöhnung nicht
geschrieben von Bias
als Antwort auf Bruny vom 17.05.2021, 00:07:02

Guten Morgen, 
versäumt harte Kante zu zeigen, Bruny?

Die Kante hatte aus meiner Sicht lediglich "klar" sein müssen.
Deutschland - besser die, welchen die Bürger per Wahl das Land anvertraut haben - 
die haben unterstützt durch Kirchenhäuptlinge und willfährige Medienschaffende ganz erkennbar interessengeleitet bestehende Gesetze partiell durch eine ihnen genehme Moral ersetzt.
Sie sind dafür gelobt worden. Lebten seither in der behaglich gemütserwärmenden Überzeugung gütig und beispielgebend zu sein.

​​​​​​Heute sind sie in der Situation des Zauberlehrlings, der - immer noch "gut" - erfolglos versucht den Besen zu beschwören und insgeheim auf die Rückkehr des alten oder auf die Ankunft eines neuen Meisters hofft.
Sie verurteilen in gewohnter Manier aufs Schärfste, verweisen auf Gesetze, appellieren, erklären was geht und was nicht geht, warnen vor irgend etwas und werden im Ergebnis wie immer erklären, das, was jetzt geleistet werden müsse sei eine "gesamtgesellschaftliche Aufgabe".
Eine Aufgabe von Dir und von mir, Bruny.

Du wirst es erleben - aus der Nummer kommen wir beide nicht heraus.
Wobei - Du lebst in Spanien und bist so gesehen draußen.
Also - aus der Nummer lassen sie mich nicht heraus, während ich in dieser Hinsicht unbelehrbar immer noch denke, es sei ihre "verdammte Pflicht und Schuldigkeit" Probleme des Landes, insbesondere die selbstgeschaffenen, zu lösen.

Komm gut durch die neue Woche, da unten in Spanien.
Ich hoffe hier unterdessen auf die möglichst effiziente Ausschüttung des Geistes zum kommenden Wochenende.


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