Internationale Politik Die Welt ist aus den Fugen

wolfgang
wolfgang
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Re: Die Welt ist aus den Fugen
geschrieben von wolfgang
nur aus imperialer sicht ist die welt aus den fugen. aus der sicht der knechte unterm herrenvolk sieht das ganz anders aus. die knechte setzen zunehmend darauf, dem koloss auf tönernen füssen, den usa, die füsse abzuschlagen. zum schrecken der herren greifen sie dabei zu denselben rabiaten mitteln, von denen die herren glaubten, sie für sich gepachtet zu haben. welch ein irrtum!
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w.
silhouette
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Re: Die Welt ist aus den Fugen
geschrieben von silhouette
als Antwort auf wolfgang vom 26.08.2014, 11:55:09
Traumtänzer!
Bei einem Krieg unter Beteiligung der Weltmächte, in deiner Sprache der Imperialen ( oder ihrer Stellvertreter), wie er sich an den diversen Brennpunkten derzeit durchaus entwickeln könnte, werden es die "Knechte" sein, die am meisten darunter zu leiden haben oder dabei ihr Leben verlieren und deren "Herren" ihr Schäfchen längst im Trockenen haben und sich um das Leben der "Knechte" keinen Deut scheren. Man sieht es ja derzeit sehr gut im Gaza-Streifen.
luchs35
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Re: Die Welt ist aus den Fugen
geschrieben von luchs35
Der Nahe -und Mittlere Osten und die Ukraine steht zwar für uns in unmittelbarer Nähe und sind für Europa der im Moment gefährlichste Brandherd.

Wer aber beachtet noch, dass auch die südasiatischen Länder Indien und Pakistan, beides Atommächte, sich erneut bekriegen und dabei auch die internationale Grenze im Norden der beiden Länder mit einbeziehen. Unter Artillerie-und Granatenfeuer müssen die Menschen aus diesem Grenzgebiet evakuiert werden.

Pakistan ebenso wie Indien hat an der Zuspitzung der Lage höchstes Interesse, denn es geht um eine Vormachtstellung in diesem Kaschmir-Gebiet . Dabei steht der indische Regierungschef Modi unter massivem Druck seiner Parteibasis, die ihn dazu bringen könnte, "unausgewogen" zu handeln und eine atomare Katastrophe auszulösen.

Mir ist klar, dass angesichts der Bedrohungen vor unserer Haustür, der Blick in den südasiatischen Raum hier von geringem Interesse ist.
Aber trotzdem zeigen auch diese beginnenden Auseinandersetzungen von zwei Atommächten einen Teil unserer " aus allen Fugen geratenen Welt".

Luchs

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olga64
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Re: Die Welt ist aus den Fugen
geschrieben von olga64
als Antwort auf luchs35 vom 27.08.2014, 11:12:38
Ich fand auch diese Konflikte immer wichtig - aber der Kaschmir-Konflikt ist mittlerweile Jahrzehnte alt, ohne,dass sich Nennenswertes dort ändert, ausser wieder mal Toten usw. Traurig aber wahr. Auch in Thailand herrscht nur vordergründige Ruhe.
In Tibet ebenfalls - auch wenn der Dali Lama gerade wieder auf Tour in Deutschland war und ca 400.- Euro pro Person für seine Vorträge kassierte. Aber er findet nicht mehr so den grossen Gefallen, weil man ihn allmählich doch besser durchschaut.
Im nahen Osten baut sich aber bereits ein neues Gefahrenpotential auf: Jemen - dieser arme und gebeutelte Staat dürfte bald ein weiteres Aktionsfeld für die ISIS sein, die immer näher an Europa heranrückt, wohin dann auch die bei diesen Schlächtern ausgebildeten Dschihadisten mit deutschem Pass zurückkehren werden, um ihr Tötungspotential auszubreiten. Olga
luchs35
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Re: Die Welt ist aus den Fugen
geschrieben von luchs35
als Antwort auf olga64 vom 27.08.2014, 16:28:13
Wir sollten auch die Boko Haram nicht vergessen, die inzwischen in dem im vom Bürgerkrieg zerrissenen Nigeria ebenfalls ein sogenanntes Kalifat gebildet haben, obwohl die Regierung Nigerias lauthals verkündet, Herr der Lage zu sein.
Der Anführer der Boku Haram, Abubakar Sheku , verkündet wiederum grossmäulig, dass es Nigeria nicht mehr gebe, sondern nur noch das Kalifat Borno, nachdem gerade die Bokum Haram- Terroristen die Stadt Gwozo mit ihren 300 000 Einwohnern im Nordosten Nigerias im Bundestaat Borno überrannt hatten.
Hier zeigt die Stärke der gefürchteten Boko Harma gleichzeitig auch die Schwäche der Zentralmacht.
Noch ist es eine Nachahmung des Kalifats „ Islamischer Staat (IS)“ und hat längst noch nicht dessen Ausbreitung erreicht, aber in einem Punkt gleichen sich beide – in der rücksichtslosen Brutalität, mit denen die sich wiedersetzenden Menschen abgeschlachtet werden, ohne dass dies bei uns auch nur einen geringen Widerhall auslöst, obwohl Boko Haram – Anführer Sheku unlängst verkündete , von der IS unterstützt zu werden. Befürchtet wird aber auch bei uns im Westen schon lange ein unheilvoller Zusammenschluss.
Die eiligst entsandten Militärberater der USA sind nicht einmal mehr ein Thema wert. Kamerun und Tschad sind voll damit beschäftigt, ihre eigenen Grenzen gegen Boko Haram zu schützen und haben ihr Militär mobilisiert.
Diesen Terrorkriegen sind schon mehrere tausend Menschen zu Opfer gefallen, Zehntausende sind auf der Flucht.
Die geostrategischen Kriege vor unserer Haustür lassen kaum mehr einen Blick auf den Katastrophenbereich in den afrikanischen Ländern zu, aber auch sie gehören zu der Sicht, dass die „Welt aus den Fugen“ geraten zu sein scheint!
Luchs
olga64
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Re: Die Welt ist aus den Fugen
geschrieben von olga64
als Antwort auf luchs35 vom 31.08.2014, 12:04:04
Die Islamischen Gruppen, die jetzt bekannt sind und die mordend durch die Lande ziehen und auch Muslimen töten - also nicht nur Ungläubige wie Christen usw. - haben ein Fernziel: die Eroberung der Welt - jeder soll Islamist werden. Als mittelfristiges Ziel steuern sie vermutlich Rom und Granada an - alle Gegenden, auch in Europa, wo sie früher schon waren und wo heute als Zeichen ihrer Präsenz wunderschöne Bauwerke stehen. Olga

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adam
adam
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Re: Die Welt ist aus den Fugen
geschrieben von adam
als Antwort auf olga64 vom 01.09.2014, 17:11:41
Wobei ich die Mauren, damals Träger der orientalischen Kultur, nicht mit den unkultivierten islamistischen, aus aller Herren Länder zusammengewürfelten Mörderbanden, vergleichen würde. Es wird wirklich Zeit, ihnen jeglichen Religionsanspruch abzusprechen. Aber solange Mekka und die arabischen Herrscher immer noch einen Vorteil für sich sehen, wird das wohl nicht geschehen.

--

adam
Medea
Medea
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Re: Die Welt ist aus den Fugen
geschrieben von Medea
als Antwort auf adam vom 02.09.2014, 13:04:00
Die IS-Terroristen nehmen sich offenbar ihren Propheten zum
Vorbild, der im Jahre 627 - also vor rund 1.387 Jahren - das kleine
jüdische Volk der Banu Quraiza vernichtete. Es wurden Gräben ausgehoben und
in ihnen die Männer und Knaben hingerichtet/geköpft und die
Frauen und Mädchen wurden als Kriegsbeute verteilt bzw. als Sklavin
verkauft. Laut Überlieferung nahm sich auch der Prophet eine schöne
Frau. Man kann am Verhalten der Gotteskrieger der IS eine Parallele
zum Jahre 627 ziehen, - offenbar ist nichts mehr unmöglich.
Die Welt ist tatsächlich aus den Fugen geraten und die Vernunft
hat sich zurückgezogen und weint.

M.
sittingbull
sittingbull
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Re: Die Welt ist aus den Fugen
geschrieben von sittingbull
als Antwort auf Medea vom 02.09.2014, 15:12:02
Man kann am Verhalten der Gotteskrieger der IS eine Parallele
zum Jahre 627 ziehen, - offenbar ist nichts mehr unmöglich.


offenbar nicht .

sitting bull
olga64
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Re: Die Welt ist aus den Fugen
geschrieben von olga64
als Antwort auf adam vom 02.09.2014, 13:04:00
Natürlich - Adam - kann man die früheren Mauren nicht mit dieser heutigen Mörderbande vergleichen. ABer die Zeiten haben sich geändert - und ich fände es auch nicht richtig, Milliarden Menschen auf dieser Welt ihre Religion zu verbieten. Ganz abgesehen davon, dass dies nie passieren wird - wer sollte sich dafür schon einsetzen? Olga

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