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Internationale Politik Ein Satiriker lehrt Berlusconi und Bersani das Fürchten

hinterwaeldler
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Ein Satiriker lehrt Berlusconi und Bersani das Fürchten
geschrieben von hinterwaeldler
Der italienische Polit-Satiriker Beppe Grillo, an der Spitze der sg. "Fünf-Sterne-Bewegung", kann schon jetzt 16% aller Stimmen auf seinen Namen vereinigen und füllt bei seiner Tsunami-Tour ganze Innenstädte und Sportstadien. Seine Zielgruppe sind die Nichtwähler. Also die Menschen, die keiner Partei mehr ihr Vertrauen schenken. Das berichtet der schweizer tagesanzeiger.ch: Die Angst vor dem Politclown

Leider berichtet die deutsche Presse nur sehr verhalten bis überhaupt nicht über den Wahlkampf in Italien. Berlusconi ist der deutschen Staatsräson eh lieber. Dabei könnte eine ähnlich Konstellation auch für den deutschen Nichtwähler eine Alternative sein. Denkbar wären für mich Georg Schramm, Christian Springer, Volker Pispers und last not least Dieter Hildebrandt als Alterspräsident im Bundestag.

Wir können gespannt sein, wie die Parlamentswahlen in Italien ausgehen.
olga64
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Re: Ein Satiriker lehrt Berlusconi und Bersani das Fürchten
geschrieben von olga64
als Antwort auf hinterwaeldler vom 19.02.2013, 09:38:16
Italien hat einen Komiker - Deutschland hatte bis vor kurzem noch eine Partei der Komiker - die Piraten. So what? Alle haben wohl eine extrem kurze Überlebensdauer, wie die politische Erfahrung zeigt. Olga
hinterwaeldler
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Re: Ein Satiriker lehrt Berlusconi und Bersani das Fürchten
geschrieben von hinterwaeldler
als Antwort auf hinterwaeldler vom 19.02.2013, 09:38:16
Am 19. herrschte in Mailand der Ausnahmezustand. 80.000 Mailänder waren auf dem Domplatz Kopf an Kopf versammelt und hörten Peppo Grillos Rede zu. Die Politiker der politischen Parteien zeigen sich beunruhigt:
[i]«Mit Grillo wird eine Bande von Hitzköpfen ins Parlament einziehen, die es balkanisieren werden. Ihnen das Ruder des Landes anzuvertrauen, ist, als würde man einem dreijährigen Kind einen Computer überlassen», [/indent]
erklärte ein alter Mann (Berlusconi) in Rom. In Deutschland ist darüber kein Wort zu lesen oder zu hören und müssen deshalb über die Ländergrenzen schauen. tagesanzeiger.ch: Grillos Massenheer macht Berlusconi Angst.

Immerhin hat die Tsunami-Bewegung Italiens das Land, ganz im Gegensatz zu den Parteien, noch nicht in eine Finanz- und Wirtschaftskatastrophe geführt.

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olga64
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Re: Ein Satiriker lehrt Berlusconi und Bersani das Fürchten
geschrieben von olga64
als Antwort auf hinterwaeldler vom 21.02.2013, 09:36:52
Wenn man in Kleinkleckersdorf wohnt, wird man den Aufmarsch von 80.000 Leuten sicher als "Ausnahmezustand" ansehen - bei einer 1.4 Mio Stadt wie Mailand ist eine solche Menge nur ein Bruchteil der BEvölkerung.
Woher wissen Sie, Hinterwaeldler, dass diese 80.000 Leute auch den Komiker wählen werden? Wären auch nicht viele, gemessen ander GEsamtzahl der Italiener, oder?
Pech für Sie,dass seit einigen Tagen keine Umfragewerte und -prognosen für die Wahlen mehr veröffentlicht werden dürfen - das ist in Italien so, was ich sehr richtig finde. Jetzt müssen Sie warten und schon mal GEld zur Seite legen: für den Fall,dass Herr Grillo oder Herr Berlusconi die Wahlen gewinnen, wird uns Deutsche dies sehr teuer kommen, wenn wir Italien nicht die Solidarität verweigern möchten. Ciao Bello - Olga
hinterwaeldler
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Re: Ein Satiriker lehrt Berlusconi und Bersani das Fürchten
geschrieben von hinterwaeldler
als Antwort auf hinterwaeldler vom 21.02.2013, 09:36:52
Er steht in den geschönten Vorhersagen der Kugelbesitzer an 5. Stelle. Peppe Grillo tut etwas, was kein Eroberer Siziliens vor ihm getan hat: Er erobert schwimmend die Insel. Weder die Kartager noch die Römer taten es, auch nicht die Mauren und Napoleon haben es getan, geschweige die Nadelstreifen-Mafia. Unter dem Jubel der Bevölkerung erreicht er die Insel und ist willkommen:

und welchen Zuspruch seine Reden im sizilianischen Palermo haben, könnt ihr an diesem Video erkennen:

Genau das ist es, wovor die politischen Parteien zittern. Das ist Wahlkampf nach dem Geschmack der Menschen und entspricht voll und ganz der Mentalität der Italiener.
olga64
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Re: Ein Satiriker lehrt Berlusconi und Bersani das Fürchten
geschrieben von olga64
als Antwort auf hinterwaeldler vom 22.02.2013, 09:37:13
Ich erlaube mir, anzuzweifeln,dass Sie die Mentalität der Italiener wirklich kennen. Wäre dies so, dann würden Sie auch die sehr vielen berücksichtigen, die hochintellektuell und welterfahren sich genau für diese Protagonisten schämen und Angst davor haben, dass diese bei Wahlen erfolgreich sind, weil dann das schöne Italien wirklich dem Untergang preisgegeben wird.
Insbesondere der Komiker hat ja keinerlei Interesse, ein politisches Amt zu bekleiden. Soweit ich informiert bin, kann er dies auch nicht, weil er vorbestraft ist. Und übrigens - laute Schwätzer hatten wir in Deutschland genügend - einer hat unser Land in den Abgrund gerissen, wovon wir uns auch nach Jahrzehnten nicht erholt haben. Olga

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hinterwaeldler
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Re: Ein Satiriker lehrt Berlusconi und Bersani das Fürchten
geschrieben von hinterwaeldler
als Antwort auf hinterwaeldler vom 22.02.2013, 09:37:13
Es gibt schon einen zweiten Skandal. Der Erste war wohl heute morgen als ein Staatsanwalt einem Politiker der Partei Berlusconis vorwarf die Unterschrift auf seinem Antrag gefälscht zu haben.

Aber ich kam vom Thema ab: Drei barbusige Frauen haben sich auf Berlusconi gestürzt. Alle führenden schweizer Zeitungen berichten darüber: nzz.ch: Barbusige Frauen stürzen auf Berlusconi zu und tagesanzeiger.ch: Nackter Protest gegen den Cavaliere. Nur die deutsche Presse hat dazu noch keine richtige Meinung: http://rivva.de (17:40h) Das war aber bei den Pussy Riots anders.
olga64
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Re: Ein Satiriker lehrt Berlusconi und Bersani das Fürchten
geschrieben von olga64
als Antwort auf hinterwaeldler vom 24.02.2013, 17:41:41
Der Witzbold von Cinque STelle wird Italien als neuer Präsident wohl genau so erspart bleiben wie der alte Sack Berlusconi,der mittlerweile von den zahlreichen FAce Liftings schon Schlitzaugen hat. Gottseidank Italien - eine Wahlbeteiligung von mehr als 70% lässt auch nicht auf Politikmüdigkeit schliessen. Bin froh. Olga
karl
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Re: Ein Satiriker lehrt Berlusconi und Bersani das Fürchten
geschrieben von karl
als Antwort auf olga64 vom 25.02.2013, 16:47:05
Hoffentlich haben wir uns nicht zu früh gefreut. Karl
wolfgang
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Re: Ein Satiriker lehrt Berlusconi und Bersani das Fürchten
geschrieben von wolfgang
als Antwort auf karl vom 26.02.2013, 07:44:09
ich freue mich. ein clown in rom ist gut, eine irre in berlin nicht. anders ausgedrückt: mario monti, merkels italienischer knecht, der die deutsche politik gegen die kleinen leute exekutieren sollte, hat die wut der wähler zu spüren bekommen. sie haben EURO-päern die rote karte gezeigt.
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w.

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