Forum Politik und Gesellschaft Internationale Politik Ein Satiriker lehrt Berlusconi und Bersani das Fürchten

Internationale Politik Ein Satiriker lehrt Berlusconi und Bersani das Fürchten

hafel
hafel
Mitglied

Re: Ein Satiriker lehrt Berlusconi und Bersani das Fürchten
geschrieben von hafel
als Antwort auf marina vom 26.02.2013, 11:19:16
marina

Ich weiß, dass Du darauf keinen Wert legst, aber ich gebe Dir da 100%ig Recht.

Hafel
marina
marina
Mitglied

Re: Ein Satiriker lehrt Berlusconi und Bersani das Fürchten
geschrieben von marina
Das Ergebnis ist ein Schock für Europa - es ruft dem ganzen Kontinent eine Krise ins Bewusstsein, die viele schon überwunden glaubten. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone ist mit dieser Wahl womöglich unregierbar geworden. Und wenn sie doch noch regiert werden sollte, dann bestimmt nicht so, wie es sich die Euro-Retter in Brüssel oder Berlin erhofft hatten. "Ein schwache italienische Regierung wird für Europa zu einer weiteren Belastung", fürchten die Analysten der Schweizer Großbank UBS.
geschrieben von Der Spiegel

Wie ich schon sagte!
Es ist ein Desaster für ganz Europa, und wir alle zahlen für die geballte Blödheit der großen Masse eines Volks, das sich von Berlusconis Medien (andere gibt es da ja kaum) das Hirn vernebeln ließ.
Re: Ein Satiriker lehrt Berlusconi und Bersani das Fürchten
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf marina vom 26.02.2013, 13:29:25
Die Wahlen in Italien waren doch oft eine Art Comedy.
Wirklich neu ist, dass neben Berlusconi jetzt auch ein echter Comedy-Star mitspielt,
auf dessen zukünftige Aussagen ich mich schon freue.

Nicht ganz so neu ist, dass wir in der italienischen Komödie nicht nur mitspielen,
sondern auch schon länger mitbezahlen.
Ich weiss nicht, ob ich lachen oder weinen soll:

Margarit

PS: ich mag die Italiener.

Anzeige

olga64
olga64
Mitglied

Re: Ein Satiriker lehrt Berlusconi und Bersani das Fürchten
geschrieben von olga64
als Antwort auf vom 26.02.2013, 16:08:24
Die Wahlen in Italien waren doch oft eine Art Comedy.
Wirklich neu ist, dass neben Berlusconi jetzt auch ein echter Comedy-Star mitspielt,
auf dessen zukünftige Aussagen ich mich schon freue.

Margari
geschrieben von margarit
t

Gerade aus der WEltliteratur der Komödien - auch der italienischen - wissen wir ja, wie ernst Komödien sein können.
Das italienische Volk hat - wie alle Völker in demokratischen Staaten - das Recht, zu wählen, was und wen es will. ABer aus meiner deutschen Distanz und aus meiner jahrzehntelangen Liebe zu Italien und den Italienern empfinde ich es als unverantwortlich,dass ein Witzbold solche Werte erreichte,der ja von Anfang erklärte, sich keiner Koalition anschliessen zu wollen. Also diesen Wahlkampf nur als Bühne benützte, wahrscheinlich auch, um in seinem angestammten Beruf wieder efolgreicher zu sein.
Auf zukünftige Aussagen freue ich mich nicht - was sollen die bringen? ER agiert ja hauptsächlich über das Internet und dort bewege ich mich in italienischen Foren nicht (dafür reichen meine italienischen Sprachkenntnisse nicht aus). Man kann nur wünschen,dass auch die "cinque stelle" den kurzen Weg unserer Piraten gehen.
Alles in allem wird es in Italien bald Neuwahlen geben. VErmutlich wird Herr Bersani Interims-Präsident und kann dann auch schnell das Wahlrecht ändern, was sicher erforderlich sein dürfte. Olga
Re: Ein Satiriker lehrt Berlusconi und Bersani das Fürchten
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf olga64 vom 26.02.2013, 16:14:48
FAZ, letzter Absatz: 2007 hatte Grillo dann so viel Rückhalt im Internet, das er seine Unterstützer von den Bildschirmen auf die Plätze holte. Italien erlebte den „Leck-mich-am-Arsch-Tag“, der den Protest gegen das System lautstark artikulierte. Damals wollte Grillo per Volksabstimmung ein Gesetz durchbringen, das in Teilen erst in der Amtszeit von Mario Monti verwirklicht wurde: Wer einmal verurteilt wurde, darf nicht mehr kandidieren. Niemand darf länger als zehn Jahre in einem Parlament sitzen. Listenplätze dürfen nicht per Nominierung von der Parteispitze dekretiert werden. 2009 gründete Grillo dann seine „Bewegung 5 Sterne“, die jetzt Furore macht.

Ich fürchte, dass das Internet immer öfter in allen Ländern mitregiert,
bei manchen ist das ein Vorteil, bei anderen ein Nachteil.

Beppe Grillo - Ich weiss nicht, ob ich lachen oder weinen soll
Margarit
olga64
olga64
Mitglied

Re: Ein Satiriker lehrt Berlusconi und Bersani das Fürchten
geschrieben von olga64
als Antwort auf vom 26.02.2013, 16:47:10
Wenn man seine Vita studiert, wird man feststellen, dass auch er nicht mehr für Transparenz war als es um seine eigenen Steuerdaten ging und das italienische Volk verblüfft darüber war, welch hohes Einkommen er hatte - viel ist ja auf der Comedian-Schiene mit ihm nicht mehr los, wenn man von seinen Wahlkampfauftritten absieht.
Er wollte veranlassen ,dass die Veröffentlichung der italienischen Steuerdaten der Hochverdienenden gesperrt werden, was ihm aber nicht gelang. Olga

Anzeige

pippa
pippa
Mitglied

Re: Ein Satiriker lehrt Berlusconi und Bersani das Fürchten
geschrieben von pippa
Wieder einmal zeigt sich was passiert, wenn man das Pferd von hinten aufzäumt.

Ich habe bis heute nicht verstanden wie man sich auf eine gemeinsame Währung einlassen konnte, ohne vorher die Finanz- und Wirtschaftspolitik aufeinander abzustimmen.

Wie sich jetzt zeigt, hätte in verschiedenen Ländern auch das Wahlrecht reformiert werden müssen, denn Italien ist wieder einmal unregierbar geworden, wie schon so oft.

Ich wünschte, Europa könnte noch mal ganz von vorn anfangen, aber erst dann, wenn man sich auf eine gemeinsame Finanzpolitik verständigt hat.

Pippa
Re: Ein Satiriker lehrt Berlusconi und Bersani das Fürchten
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf pippa vom 26.02.2013, 17:22:48
Wieder einmal zeigt sich was passiert, wenn man das Pferd von hinten aufzäumt.
Ich habe bis heute nicht verstanden wie man sich auf eine gemeinsame Währung einlassen konnte, ohne vorher die Finanz- und Wirtschaftspolitik aufeinander abzustimmen. (...)
Ich wünschte, Europa könnte noch mal ganz von vorn anfangen, aber erst dann, wenn man sich auf eine gemeinsame Finanzpolitik verständigt hat.
Pippa


Ich wünschte das auch.
Aber nun ist es zu spät, wir müssen das von hinten gezäumte Pferd irgendwie in den gemeinsamen Stall reinkriegen.

Margarit
pippa
pippa
Mitglied

Re: Ein Satiriker lehrt Berlusconi und Bersani das Fürchten
geschrieben von pippa
als Antwort auf vom 26.02.2013, 17:29:31
Stimmt schon, aber ich befürchte, dass niemand weiß, wie man das anstellen kann.

Pippa
hinterwaeldler
hinterwaeldler
Mitglied

Re: Ein Satiriker lehrt Berlusconi und Bersani das Fürchten
geschrieben von hinterwaeldler
als Antwort auf pippa vom 26.02.2013, 17:41:45
Zuerst sollten wir die Frage stellen, was will Grillo eigentlich. Keine Zeitung berichtet darüber. Nur Fabian Reinbold hat es in Spon gewagt:
[i]Dort werden die "Grillini" eine unberechenbare Kraft sein. Wie sie abstimmen, weiß bislang niemand. Themen haben sie einige. Sie wettern gegen Wasserprivatisierung, wollen die enormen Diäten der Abgeordneten halbieren und das Volk über einen Euro-Austritt abstimmen lassen. Grillo lobte 1000 Euro im Monat als Grundeinkommen für jeden Italiener aus. Doch vor allem wollen sie "korrupte Politiker" kontrollieren. Sie sind gegen das System, gegen die Massenmedien, gegen die Feinde, die überall lauern. Der Zorn der Straße sitzt nun im Parlament. [/indent]
Hey, sind es etwa Chaoten wenn sie gegen hohe Diäten der Abgeordneten, für ein Grundeinkommen und gegen die Privatisierung des Wassers sind? Wenn wir einigen Besuchern des ST Glauben schenken, haben wir noch nie darüber diskutiert und uns eine Meinung gebildet. Oder etwa doch?

In diesem Artikel lest ihr übrigens auch, wieviel Stimmen seine Bewegung bekam und könnt euch damit Ausrechnen, weshalb er auf keinen Fall mit einer Partei eine Koalition eingehen will.

Nochwas:
Lasst unsere olga schwatzen, sie hört auch wieder auf. Ihr Gift trifft uns nicht mehr.

Anzeige