Forum Politik und Gesellschaft Internationale Politik Extrabusse für Palästinenser

Internationale Politik Extrabusse für Palästinenser

karl
karl
Administrator

Extrabusse für Palästinenser
geschrieben von karl
Ohne Kommentar ( es gibt aber nicht nur eine Quelle). Karl
Re: Extrabusse für Palästinenser
geschrieben von marina
als Antwort auf karl vom 14.03.2013, 11:49:06
„Per Bus in die Apartheid“.
So hat ein israelischer Juraprofessor (Aeyal Gross) in der israelischen Zeitung „Haaretz“ getitelt.
On the bus to Israeli apartheid.
Dieser Artikel ist nur gegen Bezahlung abrufbar und zudem in englischer Sprache.

Deshalb hier ein ausführlicher Artikel dazu, den ich in der Berliner Zeitung gefunden habe:
Re: Extrabusse für Palästinenser
geschrieben von mart1
als Antwort auf marina vom 14.03.2013, 15:03:01
UNO-Kommission spricht von schleichender Annektierung durch Israel
18. März 2013, 13:32
--------------------------------------------------------------------------------
Siedlungen verletzten die Genfer Konvention
geschrieben von diverse Artikel

Anzeige

olga64
olga64
Mitglied

Re: Extrabusse für Palästinenser
geschrieben von olga64
als Antwort auf marina vom 14.03.2013, 15:03:01
Wurde dieses Thema nicht schon in diesem Forum abgehandelt (unter anderem Titel?). Ich las hierzu in der Südd. Zeitung, dass ein Hauptgrund hierfür sei, dass sich die Busfahrer weigern, Palästinenser in den Bussen zu befördern, da sie Attentate befürchten. Olga
Re: Extrabusse für Palästinenser
geschrieben von mart1
als Antwort auf olga64 vom 18.03.2013, 16:17:48
Es werden in den Medien ja diverseste Gründe kolportiert:

Ziel sei es, "den Service für Palästinenser zu verbessern, die nach Israel reisen" Stellungnahme des Transportministeriums.

Wie rücksichtsvoll!

Ehrlich, wenn ich fremdes Land okupiere und darauf siedle, würde ich auch Angriffe der Eigentümer befürchten.

LG mart
miriam
miriam
Mitglied

Re: Extrabusse für Palästinenser . die Hintergründe
geschrieben von miriam
Einer der zahlreichen Berichten die in der internationalen Presse erschienen sind zum Thema der Extrabusse (es gibt übrigens nicht nur diesen einen Anschlag):

Zitat aus Spiegel online von 21.11.2012:

Attentat in Israel: Viele Verletzte bei Anschlag auf Bus in Tel Aviv

Bei einer Bombenexplosion in einem Bus in Tel Aviv sind mindestens 20 Menschen verletzt worden. Die Nachricht sorgte im Gaza-Streifen für Jubel - die Hamas feiert das Attentat.

Tel Aviv - Bei einem Bombenanschlag auf einen Autobus in Tel Aviv sind zahlreiche Menschen verletzt worden. Die Polizei berichtet von mindestens 20 Verwundeten.

Ende des Zitats.

Siehe weiter im Link.

Anzeige

wolfgang
wolfgang
Mitglied

Re: Extrabusse für Palästinenser
geschrieben von wolfgang

jW
16.03.2013
»Eine wirkliche Massenrevolte«
Palästinensische Abgeordnete verurteilt »Apartheidbusse« und schlägt zivilen Volksaufstand vor. Gespräch mit Hanan Aschrawi


Hanan Aschrawi (66) ist Abgeordnete der Partei »Dritter Weg« im palästinensischen Parlament, Anglistikprofessorin und Trägerin des Olof-Palme-Preises für Frieden und Menschenrechte

es gibt keine entschuldigung für apartheid. apartheid ist kolonialismus und rassismus. apartheid ist unrecht. israel ist ein unrechtsstaat.
---
w.
Medea
Medea
Mitglied

Re: Extrabusse für Palästinenser
geschrieben von Medea
So ganz hergeholt scheint mir eine der Erklärungen nicht
zu sein, daß Bus-Attentate eher möglich sind, wenn sich
viele Israelis (Juden) mit in den Bussen befinden als nur
palästinensische Arbeiter oder deren Angehörige.

Merkwürdig ist es allemal.

M.
Re: Extrabusse für Palästinenser
geschrieben von marina
als Antwort auf Medea vom 19.03.2013, 07:58:44
Na, dann guck mal hier:
Das US-Außenministerium veröffentlichte Ende Juli die Länderberichte über Terrorismus 2011. Der Bericht enthält eine Liste von Terroranschlägen die in Israel, dem Westjordanland und Gaza ausgeübt wurden. In dieser Liste werden Attacken von israelischen Siedlerinnen und Siedlern auf die palästinensische Bevölkerung als Terrorangriffe bezeichnet.
Nicht zum ersten Mal benennt der Israel/Westjordanland/Gaza-Länderbericht über Terrorismus von Siedlerinnen und Siedlern verübte Anschläge als Terrorangriffe. Bereits im Jahr 2008 werden ein Raketenanschlag auf das palästinensische Dorf Burin und ein – mit Hilfe von Molotov-Cocktails verursachter – Brandanschlag auf ein Haus ebenfalls in Burin, als von israelischen Siedlerinnen und Siedlern ausgehende Terroranschläge bezeichnet. Im aktuellen Bericht allerdings wird ein besonderer Fokus auf diese Art von „Attacken auf die palästinensische Bevölkerung, ihr Eigentum und ihre Gotteshäuser" gelegt und „extremistische israelische Siedlerinnen und Siedler" werden als Verursacher des Terrorismus benannt.

In letzter Zeit nahm die Siedlergewalt im Westjordanland stark zu. Das Büro der Vereinten Nationen zur Koordinierung der humanitären Hilfe schätzt in einem Report, dass gewalttätige Attacken von Siedlerinnen und Siedlern gegen Palästinenserinnen und Palästinenser und die Beschädigung ihres Eigentums seit 2009 um 144 Prozent gestiegen sind.

Laut dem UN-Report wurden im Jahr 2011 drei Palästinenser von extremistischen Siedlerinnen und Siedlern ermordet. 182 wurden verletzt. Auch wurden 139 palästinensische Menschen auf Grund von Siedlerterror zwangsdeportiert. Hinzu kommt, dass 10.000 Bäume – hauptsächlich Olivenbäume – die sich in palästinensischem Besitz fanden, von israelischen Terroristen beschädigt oder zerstört wurden.
In dem Report heißt es auch, dass 90 Prozent der Beschwerden über Siedlerterror, die von palästinensischen Betroffenen bei der israelischen Polizei eingereicht werden, nicht bearbeitet werden, bzw. dass es zu keinen Verfahren kommt.
geschrieben von Palestine News Network

Fortsetzung s. Link:
Re: Extrabusse für Palästinenser
geschrieben von marina
als Antwort auf marina vom 19.03.2013, 09:54:36
Und hier noch etwas:

GENF (inn) - Israel muss die Palästinenser im Westjordanland besser gegen Angriffe von Siedlern schützen. Dies forderte der Sprecher des UNO-Hochkommissariats für Menschenrechte, Rupert Colville, am Dienstag in Genf.

"Es muss mehr getan werden, um wirksam Angriffe von Siedlern gegen palästinensische Zivilisten zu verhindern", sagte Colville vor Journalisten. "Und wenn sie sich ereignen, sollten sie von den israelischen Behörden genau untersucht werden." Anlass für seine Forderung war ein Anstieg der Gewalt in den vergangenen Wochen. Diese habe zu schweren körperlichen Verletzungen, dem Verlust von Eigentum und Sachschaden geführt, heißt es in einer Mitteilung des UNO-Hochkommissariats.

Colville forderte die israelische Regierung auf, ihren Verpflichtungen nachzukommen, die in den internationalen Menschenrechten und Gesetzen formuliert seien. "Opfer sollten auch angemessen für ihre Verluste entschädigt werden", fügte er an. "Wenn in ein paar Tagen die Olivenernte beginnt, fordern wir die israelischen Behörden dazu auf, wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um Angriffe von Siedlern im besetzten Westjordanland zu unterbinden."

Besondere Besorgnis errege die Ortschaft Kusra im Norden des Westjordanlandes. Sie sei in den vergangenen sechs Wochen mindestens sechsmal Ziel von Angriffen gewesen. Die symbolische Siedlergewalt nehme unterschiedliche Formen an. Dazu gehörten Brandanschläge auf Moscheen und das Fällen von Hunderten Olivenbäumen, die palästinensischen Familien als Lebensgrundlage dienten.

In den kommenden Tagen soll ein Bericht von UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon veröffentlicht werden. Er trägt den Titel "Israelische Siedlungen im besetzten palästinensischen Gebiet, Ostjerusalem und den besetzten syrischen Golan eingeschlossen". Darin gehe es um Siedlungsbau und dessen Auswirkungen auf die Menschenrechte der arabischen Bewohner, teilte das UNO-Hochkommissariat mit. Den Report hat das UNO-Büro für Menschenrechte im besetzten palästinensischen Gebiet gemeinsam mit anderen UNO-Instanzen erstellt.

Anzeige