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Internationale Politik Freiwillige der BW nach Westafrika

karl
karl
Administrator

Re: Freiwillige der BW nach Westafrika
geschrieben von karl
als Antwort auf puckin vom 23.09.2014, 16:43:32
Aus mehreren Gründen teile ich Deine Meinung, puckin, nicht.
1. Katastrophenhilfe über Ländergrenzen hinweg ist humane Pflicht und geübte Praxis.
2. Die Ebolakrise hat mit fehlgeleiteten Geldern in die Taschen von "Häuptlingen" wenig zu tun. Wo siehst Du den Zusammenhang?
3. Die Ebolakrise ist keine automatisch lokal begrenzte Krise wie eine Überschwemmung oder ein Wirbelsturm. Die Krankheit könnte den Weg auch zu uns finden. Wenn Deutschland am Hindukusch verteidigt werden musste, dann erst recht jetzt in Afrika an der Krankheitsfront.
4. Heigl hat Recht. Wir haben eine Berufsarmee und wenn wir die Soldaten in einen Krieg schicken können, dann auch an die Ebolafront.

Karl
nerida
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Mitglied

Re: Freiwillige der BW nach Westafrika
geschrieben von nerida
als Antwort auf Edita vom 23.09.2014, 16:18:23
Wir Deutsche sollten ........... noch an vorderster Front Alleingänge machen. Dafür ist die 'Sache viel zu gefährlich. Olga


Och Olga, für diese Befürchtung gibt es keinerlei Anlaß !

Edita

jede Epedemie ist gefährlich und kostet immer Todesopfer.

Nicht jeder ist fähig in die Fußstapfen eines Albert Schweizer zu treten und es ist eine Zumutung, so eine Aufgabe von anderen zu verlangen - auch nicht von Soldaten, die in der Regel keine Erfahrung in dieser speziellen Krankenpflege haben.

Hier zu helfen bedarf es sorgfältiger Vorbereitung und Ausbildung, sonst ist keinem geholfen, am allerwenigsten den Opfern.

Ebola gibt es ja schon seit Jahren und trat immer wieder in Afrika auf. Bis jetzt war diese Krankheit ortsgebunden und es ist eine Tragik, das gerade in Ländern wie Sierra Leone, Liberia und Guinea, die jahrelang durch Bürgerkriege entsetzlich gelitten haben, jetzt unter dieser Epedemie zu leiden haben.
Aber es werden gerade in diesem KOntinent immer wieder Epedemien auftreten und die einzige Lösung wäre, dass diese Länder lernen, sich selbst zu helfen.

Diese Länder müssen endlich von dieser Unmündigkeit - bedingt durch die Abhängigkeit von Hilfe von außen - befreit werden und das wird Opfer kosten.

Genau das fordern seit Jahren aufgeklärte Afrikaner.
Unser ehemaliger Bundespräsident Köhler, ein Henning Mankell und Klaus Töpfer vertreten diese Meinung.

Dass Diese Epedemie "Ebola" jetzt bekäpft werden muss ist klar, aber nicht unter der Prämisse "ich habs schon immer gewusst und gesagt...." und man sollte sich auch nicht seine Meinung auf Grund einer Zufallsbekanntschaft in einem Cafe bilden.
Edita
Edita
Mitglied

Re: Freiwillige der BW nach Westafrika
geschrieben von Edita
als Antwort auf nerida vom 23.09.2014, 23:50:00

und man sollte sich auch nicht seine Meinung auf Grund einer Zufallsbekanntschaft in einem Cafe bilden.


Och Nerida.........auf diese Art von Kommentar habe ich seit Sonntag gewartet, ich habe ihn allerdings aus einer anderen Ecke kommend vermutet! Du enttäuschst mich!
Zitat von Edita
Zitat von olga64
Wir Deutsche sollten ........... noch an vorderster Front Alleingänge machen. Dafür ist die 'Sache viel zu gefährlich. Olga

Och Olga, für diese Befürchtung gibt es keinerlei Anlaß !

Edita

jede Epedemie ist gefährlich und kostet immer Todesopfer.

Mein Kommentar bezog sich auf die Alleingänge der Deutschen an vordester Front!
Ebola gibt es ja schon seit Jahren und trat immer wieder in Afrika auf.

Ach - und das kann deshalb auch so bleiben ???
Aber es werden gerade in diesem KOntinent immer wieder Epedemien auftreten und die einzige Lösung wäre, dass diese Länder lernen, sich selbst zu helfen.

Diese Länder müssen endlich von dieser Unmündigkeit - bedingt durch die Abhängigkeit von Hilfe von außen - befreit werden und das wird Opfer kosten.

Was für ein großartiges Statement!
Die Afrikaner sind abhängig von der Hilfe von außen.....ja das stimmt......aber sie sind in allen Dingen abhängig und werden gehalten wie Kettenhunde, man füttert sie gerade soviel, daß sie nicht verhungern! Afrika hat im Bergbau einen Aufschwung gemacht, die Export-Erlöse seiner Rohstoffe machen 80% des Gesamtexportes aus, das sind 180 Mrd.US-$ jährlich! Die Krux aber ist, daß die Afrikaner davon nichts sehen, die Bergbau-Multis teilen sich die Gewinne und die einheimischen Menschen haben davon......nichts !
Es gibt in Sierra Leone eine supermoderne neue und gepflegte Eisenbahnlinie, vom Hinterland ans Meer, aber nicht für die Menschen, die müssen weiterhin kucken, wie sie von hinnen kommen, nein diese Linie ist nur für das gute und reichmachende ERZ gebaut worden! Und so könnte ich weitermachen.........
Ich kann Dich beruhigen......meine Informationsquellen sind sehr vielfältig und ausgewogen und mit den halbherzigen Forderungen der Herren, die Du aufgeführt hast, habe ich nichts am Hut und die fordern mir auch keinen Mindestrespekt ab, sie müßten, zumindest mit den deutschen Ausbeutern, schon eine andere Sprache sprechen!
Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft

Edita

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puckin
puckin
Mitglied

Re: Freiwillige der BW nach Westafrika
geschrieben von puckin
als Antwort auf nerida vom 23.09.2014, 23:50:00

Aber es werden gerade in diesem KOntinent immer wieder Epedemien auftreten und die einzige Lösung wäre, dass diese Länder lernen, sich selbst zu helfen.

Diese Länder müssen endlich von dieser Unmündigkeit - bedingt durch die Abhängigkeit von Hilfe von außen - befreit werden und das wird Opfer kosten.

Genau das fordern seit Jahren aufgeklärte Afrikaner.
Unser ehemaliger Bundespräsident Köhler, ein Henning Mankell und Klaus Töpfer vertreten diese Meinung.

Hallo karl und edita
da habt ihr eure antwort auf eure beiträge an mich und nerida.
Hilfe zur selbsthilfe, das war schon zu ddr zeiten die maxime unter der wirtschafts und sonstige hilfen für afrika stattfinden sollten.
Wenn gewünscht kann ich beispiele bringen was von ddr seiten getan wurde und was schon kurze zeit danach daraus wurde.
Wie wir immer wieder sehen hat das bis heute nicht geklappt und die frage ist doch erlaubt wo die gelder und ausrüstungen geblieben sind, die seit jahrzehnten von europa und amerika nach afrika geliefert wurden.
Und die frage muß auch erlaubt sein warum noch in diesem jahrhundert afrikanische länder solchen ereignissen völlig hilflos gegenüberstehen und die bevölkerung nicht die einfachsten regeln kennt und willens ist anzuwenden sich entsprechend zu verhalten.
Edita, das mit der ausbeutung zieht bei mir nicht mehr.
Wenn ein konzern dort fördert, unter welchen bedingungen und was er hinterläßt geschieht immer unter "aufsicht" der dortigen landes oder regionalregierungen.
Also ist es ein afrikanisches problem, wenn dabei nix für das land und die menschen herausspringt, die diese regierungen gewählt oder nicht weggejagt haben.
Karl und edita, eure reaktion möchte ich sehen, wenn familienangehörige mit befehl mitten ins schlimmste seuchengebiet verschickt würden.
puckin
puckin
Mitglied

Re: Freiwillige der BW nach Westafrika
geschrieben von puckin
Noch ein nachtrag.
Bei einer inkubationszeit von 21 tagen und der ungehinderten einwanderung per flugzeug, bahn und schleusungen wird sich ebola auch in deutschland nicht verhindern lassen.
Es muß also und wird teilweise schon vorbereitung getroffen werden diese seuche auch hier zu bekämpfen.
Medizinisch dürfte das möglich sein, wie die permanente gefahr der einschleppung verhindert werden kann weiß anscheinend noch keiner.
Re: Freiwillige der BW nach Westafrika
geschrieben von ehemaliges Mitglied
"Ebola gibt es ja schon seit Jahren und trat immer wieder in Afrika auf. Bis jetzt war diese Krankheit ortsgebunden und es ist eine Tragik, das gerade in Ländern wie Sierra Leone, Liberia und Guinea, die jahrelang durch Bürgerkriege entsetzlich gelitten haben, jetzt unter dieser Epedemie zu leiden haben.
Aber es werden gerade in diesem KOntinent immer wieder Epedemien auftreten und die einzige Lösung wäre, dass diese Länder lernen, sich selbst zu helfen.

Diese Länder müssen endlich von dieser Unmündigkeit - bedingt durch die Abhängigkeit von Hilfe von außen - befreit werden und das wird Opfer kosten."..von nerida.

Ich bin auch dieser Meinung...wie so oft müsste der Schwerpunkt auf Bildung und Aufklärung gelegt werden.Natürlich ist zur Zeit Hilfe von außen dringend nötig,auch Deutschland tut etwas und die Entscheidung von Frau von der Leyen,freiwillige Helfer zu suchen,kann ich nur unterstützen.Es kaben sich schon viele Helfer gefunden.
Nach Eindämmung der Epidemie müsste die Aufklärungsarbeit verstärkt und durch trainierte Einheimische fortgefürt werden!Der traurige Eindruck wird sicher die Lernbereitschaft erhöhen.

Einfache Maßnahmen können diese Krankheit eingrenzen und die Materialien ( z.B. Seife,Desinfektionsmittel u.s.w. )müssten vom Staat der betroffenen Länder gestellt werden.
Denke ich da zu naiv ?

Hilfe zur Selbsthilfe
http://de.wikipedia.org/wiki/Hilfe_zur_Selbsthilfe

Peter Piot, Mediziner und Mikrobiologe meint dazu :

"Mit Blick auf den aktuellen Ausbruch sagte Piot in einer Reportage dem britischen Sender BBC, einige Maßnahmen, die schon bei der Eindämmung in den 1970er Jahren sinnvoll waren, würden auch heute noch helfen: „Seife, Handschuhe, Patienten isolieren, Nadeln nicht wiederverwenden und Quarantäne für Menschen, die mit Erkrankten in Kontakt waren - theoretisch sollte es sehr einfach sein, Ebola zu kontrollieren.“
Was passiert bei einer Ebola-Epidemie?

Sobald ein Ausbruch als solcher wahrgenommen werde, könne man schnell Maßnahmen ergreifen zur Isolierung, die dann eine weitere Ausbreitung eindämmen. Cramer rechnet auch in diesem Fall mit einem schnellen Ende der Epidemie. „Ich gehe von Tagen bis wenigen Wochen aus.“

Das von Dir ,editha angesprochene Problem müsste gesondert betrachtet werden,genaues Hinschauen ist gefragt..
LG Inga

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Edita
Edita
Mitglied

Re: Freiwillige der BW nach Westafrika
geschrieben von Edita
als Antwort auf puckin vom 24.09.2014, 09:18:41
Ironie an :

Na Puckin, dann hilft nur noch eins, den gesamten Kontinent unter Quarantäne und Embargo stellen, nichts mehr rausholen und nichts mehr reinstecken, dann......müssen sie es doch irgendwann kapieren, oder ???
Ironie aus !

Edita
puckin
puckin
Mitglied

Re: Freiwillige der BW nach Westafrika
geschrieben von puckin
als Antwort auf Edita vom 24.09.2014, 09:31:48
Ja, sie müssen es irgendwann kapieren und in der lage sein auch ohne oder nur mit geringer hilfe von aussen zu agieren, sonst wird es eine endlosschleife von katatrophen, ausbreitung, hilfe von aussen und alles wieder von vorn bleiben.
Wenn du das so möchtest, dann hast du nichts kapiert.
JuergenS
JuergenS
Mitglied

Re: Freiwillige der BW nach Westafrika
geschrieben von JuergenS
Langfristige Maßnahmen sind schnell zu formulieren, weil sie auf eine Umwandlung ganz Afrikas hinauslaufen.
Kurzfristig helfen nur massive Maßnahmen, die nur von aussen kommen können.
Stellt sich dann ein Erfolg ein, dann geht das leider meist auf Kosten der langfristigen Änderungen.
So ist die Menschheit gestrickt, Menschen sind Löcherstopf-Wesen.
Edita
Edita
Mitglied

Re: Freiwillige der BW nach Westafrika
geschrieben von Edita
als Antwort auf puckin vom 24.09.2014, 09:18:41

Karl und edita, eure reaktion möchte ich sehen, wenn familienangehörige mit befehl mitten ins schlimmste seuchengebiet verschickt würden.


Deine Überlegungen in Bezug auf unsere Reaktion kannste über Bord schmeißen, denn seit dem gestrigen Aufruf haben sich schon 500 freiwillige Angehörige der BW gemeldet!

500 Freiwillige der Bundeswehr für Afrika

Edita

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