Forum Politik und Gesellschaft Internationale Politik Hilferuf aus Gaza. Schaut nicht weg!

Internationale Politik Hilferuf aus Gaza. Schaut nicht weg!

eka231246
eka231246
Mitglied

Re: Die Stimme von Moshe Feiglin, dem stellvertretenden Sprecher der Knesset
geschrieben von eka231246
als Antwort auf Bruny vom 23.08.2014, 22:58:39
Es stimmt Bruny, vorerst wird sich nicht viel ändern, aber es ist ein Zeichen, was nicht ohne Wirkung bleiben wird. 100derte von Holoucaust Überlebenden (diese müssten schon ziemlich alt sein vielleicht sind es auch die Kinder oder Enkel). Das ist schon deshalb etwas besonderes, weil mir bisher unter den Überlebenden noch niemand begegnet ist, der seinen, aus deren Sicht, alleinigen Anspruch und Alleinherrschaft in Israel in Frage stellt. Für mich könnte das bedeuten: Man wacht langsam auf!!

Eka
wolfgang
wolfgang
Mitglied

Re: Hilferuf aus Gaza. Schaut nicht weg!
geschrieben von wolfgang
es gibt jüdische anti-zionisten: IJAN (International Jewish Anti-Zionist Network) -> http://ijsn.net/. d.h. die gern benutzte gleichung antizionismus = antisemitismus ist falsch, ist ein mittel der denunziation von israel-kritikern.

300 holocaust-überlebende haben jetzt gegen den angriff des zionistischen israels - ein rassistischer staat zum zwecke der vertreibung, ja vernichtung der palästinenser - auf gaza protestiert -> http://ijsn.net/gaza/survivors-and-descendants-letter/. "We must raise our collective voices and use our collective power to bring about an end to all forms of racism, including the ongoing genocide of Palestinian people. We call for an immediate end to the siege against and blockade of Gaza. We call for the full economic, cultural and academic boycott of Israel. 'Never again' must mean NEVER AGAIN FOR ANYONE!", sagen sie.

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w.
nerida
nerida
Mitglied

Re: Hilferuf aus Gaza. Schaut nicht weg!
geschrieben von nerida
heute morgen kam die Nachricht, das vom Libanon aus eine Rakete Richtung Israel abgeschossen wurde.
Bisher "nur" eine Rakete und die libanesische Armee will prüfen, wer hier geschossen hat.

Wenn man hört, dass die ISIS schon mehrfach in den Libanon eingedrungen ist und es zu Feuergefechten kam, wundert es mich eigentlich, dass Israel von dieser Seite noch nicht angegriffen wurde.
Wenn man schon mal in dieser Gegend war und versteht, wie nahe all diese Grenzen sind in diesem kleinen Land Israel und hier diese schon immer prekäre Grenze zu Syrien.
Diese Welle aus geballten Hass, religiösen Fanatismus und Wahnsinn die dieses Land umgibt und innerhalb des Landes einen guten Nährboden findet, das kann einen verzweifeln lassen.

Wie kann man den Wahnsinn stoppen?
Die USA werden Israel nicht aufgeben und dieser Zermürbungskrieg, der immer wieder von der Hamas am Leben erhalten wird, wird nicht enden bis man die Menschen in Gaza vernichtet hat.
Die Perversion und der Irrsinn ist zudem, dass dann die Hamas als moralischer Sieger hervorgeht, indem sie ihre toten Kinder der Weltöffentlichkeit präsentiert.
Das ist die Schwäche einer Demokratie wie in Israel, hier ist so ein unmenschliches Schreckensregime wie in Gaza nicht möglich.

Ein Schreckensszenario wäre zudem noch, dass die ISIS die syrische Grenze überschreitet, die Grenze, die außer den Golanhöhen äußerst fragil ist. Wie wird dann Europa reagieren?

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Re: Hilferuf aus Gaza. Schaut nicht weg!
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf nerida vom 24.08.2014, 06:59:28
"Die Perversion und der Irrsinn ist zudem, dass dann die Hamas als moralischer Sieger hervorgeht, indem sie ihre toten Kinder der Weltöffentlichkeit präsentiert."
von nerida

Die Taktik der Hamas hat sich nicht geändert.

2010 wurde die Hamas von Amnesty International deshalb scharf kritisiert!
"Bei ihren Auseinandersetzungen haben Hamas und Fatah laut Amnesty schwere Menschenrechtsverletzungen begangen - nicht einmal vor Kindern und Kranken schreckten die Kämpfer zurück."
und weiter :
"Die Kämpfer beider Seiten hätten dichtbesiedelte Wohngebiete zum Kriegsschauplatz gemacht, kritisierte Amnesty zudem. Wohnhäuser seien zu Kampfstellungen geworden. Der Hass auf die Rivalen habe selbst vor Patienten im Krankenhausbett nicht Halt gemacht. Der Bericht führt mehrere exemplarische Fälle auf."

(fett von mir )
wolfgang
wolfgang
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Re: Hilferuf aus Gaza. Schaut nicht weg!
geschrieben von wolfgang
völkerrechtlich gesehen haben die palästinensischen widerstandskämmpfer das recht, sich gegen israel zu wehren. denn das zionistische israel führt einen angriffskrieg gegen palästina / palästinenser (wobei der krieg gegen das ghetto gaza nur der schrecklichste teil ist).
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w.
Bruny
Bruny
Mitglied

Re: Hilferuf aus Gaza. Schaut nicht weg!
geschrieben von Bruny
als Antwort auf wolfgang vom 24.08.2014, 08:46:51
Dem ist nichts hinzuzufügen! Denn auf die Befürworter dieser Vernichtungspraxis einzugehen würde in uferlosen Debatten enden. Das ist meine Meinung!

Bruny

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karl
karl
Administrator

Re: Hilferuf aus Gaza. Schaut nicht weg!
geschrieben von karl
als Antwort auf nerida vom 24.08.2014, 06:59:28
@ nerida,

im Libanon ist die schiitische Hisbollah zuhause, ein Todfeind der sunnitischen ISIS. Die Hisbollah kämpft auf der Seite von Assad in Syrien.

Vielleicht kommt es ja noch zu unvorhergesehenen Koalitionen. Assad, Hisbollah und Israel gegen ISIS? Die Feindbeziehungen jedenfalls sind verworren und "Der Feind meines Feindes ist mein Freund" möglicherweise zu einfach.

Karl
justus39 †
justus39 †
Mitglied

Re: Die Stimme von Moshe Feiglin, dem stellvertretenden Sprecher der Knesset
geschrieben von justus39 †
als Antwort auf eka231246 vom 23.08.2014, 22:44:30

Es geht also weiter, aber es kommt jetzt Leben in die Protestbewegung:

Mit einem dramatischen Appell in der "New York Times" fordern Hunderte Holocaust-Überlebende ein Ende des israelischen Militäreinsatzes in Gaza. Dort hat die Armee ein zwölf Stockwerke hohes Wohnhaus zum Einsturz gebracht.

Eka

Das ist ja meine Hoffnung, dass die Antikriegsbewegung, in Israel weiter an Bedeutung und Zulauf gewinnt. Es gab ja schon lange Proteste von Intellektuellen und Künstlern gegen diesen ungleichen Krieg.
Wenn die Palästinenser keine Angst mehr vor Israel haben müssen, und wenn ihnen die einfachsten Menschenrechte zugestanden werden, dann nimmt man auch den Hamas und anderen radikalen Gruppen den Wind aus den Segeln, und dann könnte auch unter den Palästinensern eine solche Protestbewegung entstehen.

Man soll die Hoffnung nie aufgeben

justus
adam
adam
Mitglied

Re: Die Stimme von Moshe Feiglin, dem stellvertretenden Sprecher der Knesset
geschrieben von adam
als Antwort auf justus39 † vom 23.08.2014, 22:01:32
Den gesamten von Moshe Feiglin erarbeiteten Säuberungsplan zur Entvölkerung des Gazastreifens könnte man auch als "die Endlösung der Palästinenserfrage" bezeichnen.

An irgend etwas erinnert mich das?!?

justus


Justus,

vielleicht steckst Du Deine Nase mal in ein Geschichtsbuch und liest nach, was unter dem Unwort "Endlösung" zu verstehen ist. Jedenfalls kann man diesen Geschichtshintergrund nicht auf den Moshe Feiglin Plan reflektieren, so unsinnig er auch ist. Dieser Plan würde eher das Ende Israels einläuten als das der Palästinenser, weswegen ihn Netanjahu ablehnt.

Weiterhin solltest Du Dich darüber informieren, daß dieser sogenannte Moshe Feiglin-Plan von der Knesset nicht in Erwägung gezogen wurde und Du deshalb nicht so tun kannst als sei er beschlossene Sache.

Deine Beiträge gehören deshalb zu denen, die ich unappetitlich nenne. Einmal deswegen, weil sie stillos sind, aber auch, weil Du anfängst, auf antisemitische Seiten zu verlinken (anderer Thread). Interessant ist dabei natürlich, woher Du Deine "Weisheiten" beziehst.

--

adam
Re: Hilferuf aus Gaza. Schaut nicht weg!
geschrieben von marina
als Antwort auf vom 24.08.2014, 07:39:38
Amnesty International kritisiert das israelische Militär mindestens genauso, wenn nicht noch mehr.
Aber das wird hier von einigen weniger gern gelesen, nicht wahr?

Welche typischen Verletzungen internationaler Rechtsnormen durch israelische Streitkräfte im Gazastreifen hat Amnesty International beobachtet, seit Israel am 8. Juli 2014 die Operation "Protective Edge" lancierte?

Israelische Streitkräfte haben Angriffe ausgeführt, denen Hunderte von Zivilistinnen und Zivilisten zum Opfer fielen. Dabei verwendeten sie sowohl Präzisionswaffen wie etwa aus Drohnen abgefeuerte Raketen, aber auch zielungenaue Artilleriemunition, um dicht besiedelte Wohngebiete wie Shuja'iyyeh zu beschießen. Sie haben auch Tausende von Wohnhäusern direkt angegriffen. Israel scheint Wohnhäuser von Familien, die mit der Hamas in Verbindung gebracht werden, als legitime militärische Ziele zu betrachten - ein Standpunkt, der nicht mit dem humanitären Völkerrecht vereinbar ist.
Im ganzen Gazastreifen wurden mehrere medizinische Einrichtungen und nicht-militärische Regierungsgebäude zerstört oder beschädigt. Die UN berichtete, dass eine Schule im al-Maghazi Flüchtlingslager im Zentrum von Gaza, in der Vertriebene Obdach gesucht hatten, mindestens zweimal von israelischen Streitkräften bombardiert wurde.
Eine weitere Schule in Beit Hanun, im Norden Gazas, in der vertriebene Familien untergebracht waren, wurde am 24. Juli von einem Angriff getroffen. Mindestens 15 Zivilpersonen kamen dabei ums Leben, viele weitere wurden verletzt. Die UN hat in diesem Fall eine sofortige Untersuchung gefordert.

Auch wenn die israelischen Behörden behaupten, sie würden die Zivilbevölkerung in Gaza jeweils warnen, zeigt sich immer wieder, dass dies nicht im Sinne einer "wirksamen Warnung" gemäß humanitärem Völkerrecht geschieht. Angriffe durch Israel haben außerdem zu massiven Vertreibungen der palästinensischen Zivilbevölkerung innerhalb des Gazastreifens geführt.
geschrieben von Amnesty International


Der Artikel ist nicht ganz neu, vom 25.7., seitdem ist ja alles noch viel schlimmer geworden, ich stelle später noch neuere Links ein.
Hier vollständig:

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