Forum Politik und Gesellschaft Internationale Politik Ist Nordkorea auf Selbstmord gebürstet?

Internationale Politik Ist Nordkorea auf Selbstmord gebürstet?

luchs35
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Mitglied

Re: Reformen nach chinesischem Muster?
geschrieben von luchs35
als Antwort auf adam vom 15.04.2013, 19:21:33
Jep, Adam, das ist ja das Drama: Keiner weiß was Genaues, aber jeder rasselt mit dem Säbel. Als der letzte koreanische Raketenversuch im Meer verzischte, spottete die Welt darüber- und nun wird so getan, als könne Kim Jong Un nur mit dem Finger schnipsen und seine Nachbarstaaten samt den USA in Schutt und Asche legen.

Trotzdem sind die Poker-Spielchen brandgefährlich, weil die Drohungen andere dazu verleiten können, nun auch ihr heimlich ersehntes "Atomschäfchen" ins Trockene zu bringen.

Auch ohne Krieg in Korea kann oder wird das atomare Wettrüsten jetzt wieder ansteigen und zur noch größeren globalen Bedrohung. Das ist vielleicht im Moment die größte Gefahr.

Luchs35
adam
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Re: Reformen nach chinesischem Muster?
geschrieben von adam
als Antwort auf luchs35 vom 15.04.2013, 20:27:02
Und um den Iran gibt es einen ähnlichen Poker. Wenn der Iran als Atommacht gilt, schnippen die sunnitischen Araber auch mit dem Finger und wollen haben. Erst mal Saudi-Arabien und Ägypten ist auch im Gespräch.

Und das Schönste: Wenn irgendwo eine A-Bombe explodiert, hat doch erst mal niemand eine Ahnung, wer es war. Wer sagt denn, daß Atombomben nur von Trägerraketen aus verschossen bedrohlich sind? Man kann sie überall hinschaffen.

Ach ja. Im Ärmelkanal liegen seit 50 Jahren radioaktive Abfälle. Mit etwas Fantasie und ein bißchen Cleverness kann sich dort jeder Hobby-Cousteau mit Material für eine schmutzige Bombe eindecken. Du lieber Geigerzähler! Schöne Aussichten und alle strahlen!

Aber das ist ja im Grunde genommen alles nicht so wichtig. Hauptsache die Ideologie stimmt, wenn es denn so weit ist.

--

adam
olga64
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Re: Reformen nach chinesischem Muster?
geschrieben von olga64
als Antwort auf adam vom 15.04.2013, 20:59:35
M.E. geht es hier nicht um den Iran, sondern um Korea. Von dort scheint nun latente Dialogbereitschaft zu kommen - wäre gut, nicht nur für die umliegenden Staaten, sondern für das nordkoreanische Volk, damit es denen endlich mal ein wenig besser geht. Olga

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sittingbull
sittingbull
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crossposting
geschrieben von sittingbull
tatsächlich ist der norden dem süden , nach diversen kämpfen entlang der grenze , nur zuvorgekommen.
die SU und die VRCh schalteten sich erst ein , nachdem die USA mit einer zweifelhaft interpretierten
UN-resolution in den krieg eingriff . in der folge warf die USA 450 000 tonnen bomben und
3 millionen(!) liter Napalm über nordkorea ab und pulverisierte das land praktisch komplett .

" General William Dean, der seit dem Juli 1950, nach der Schlacht von Daejeon, nordkoreanischer Kriegsgefangener gewesen war, erinnerte sich an die meisten nordkoreanischen Städte und Dörfer später als „Ruinen oder verschneite, leere Flächen”; fast jeder, der ihm begegnet sei, habe Angehörige im Bombenkrieg verloren. " (wiki)

vielleicht erklärt diese wahrheit , die verzweifelte rhetorik nordkoreas heute .

sitting bull
hisun
hisun
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Re: Ist Nordkorea auf Selbstmord gebürstet?
geschrieben von hisun
als Antwort auf sittingbull vom 19.04.2013, 18:40:12
Eben gelesen, doch unter Protest, anstatt hier einzusetzen ..

Cubas Comandante Fidel Castro hat Nordorea davor gewarnt, einen Krieg vom Zaune zu brechen. Wie er betonte, ist der jetzige Konflikt auf der Korea-Halbinsel „eines der tödlichsten Risiken“ eines Atom-Holocausts seit der Karibik-Krise 1962.

Castro betonte, dass er als ein Freund an Nordkoreas Staatsführung wendet. In seinem Schreiben, dass von kubanischen Staatsmedien veröffentlicht wird, verweist er darauf, dass Nordkorea seine technologische Stärke vor den Augen geführt hat. Jetzt sei es aber an der Zeit, sich an die Verpflichtungen zu erinnern, die ein Staat zu tragen habe.

Die auf der Halbinsel Korea entstandene Situation bezeichnete Castro als „unglaublich und absurd“.

„Jetzt, wo Nordkorea seine technologischen und wissenschaftlichen Möglichkeiten an den Tag gelegt hat, erinnern wir dieses Land an seine Verpflichtungen gegenüber den anderen Ländern der Welt, mit denen Pjöngjang stets Freundschaftsbeziehungen gepflegt hat. Es sei daran erinnert, dass ein solcher Krieg das Leben von mehr als 70 Prozent der Bevölkerung der Welt beeinflussen würde“, betonte der 89-jährige Ex-Staatschef Kubas.

Castro verwies ferner darauf, dass er die USA verpflichtet sieht, den Krieg zu verhindern. Widrigenfalls würde US-Präsident Barack Obama als die „besonders finstere Persönlichkeit in der US-Geschichte“ gelten.

Fidel Castro appeliert an Nord Korea – heute - 19/4/2013

hisun
.*.
Re: crossposting
geschrieben von klaus
als Antwort auf sittingbull vom 19.04.2013, 18:40:12
"tatsächlich ist der norden dem süden , nach diversen kämpfen entlang der grenze , nur zuvorgekommen."


Es wurden schon immer alle Angriffe als Präventivschlag bezeichnet.
Quasi eine Offensive oder Überfall in friedlicher Absicht.

Nur noch zur Information - auch Südkorea wurde völlig zerstört, die Industrie lahmgelegt und Südkorea musste noch 4,5 Mio geflüchtete Nordkoreaner nach dem Waffenstillstand aufnehmen.
Warum die wohl geflohen sind?

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MariSchm
MariSchm
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Re: crossposting
geschrieben von MariSchm
als Antwort auf klaus vom 20.04.2013, 19:05:15
Meiner Meinung nach ist das nur das verzweifelte Säbelrasseln eines Diktators, der damit versucht seine Macht zu demonstrieren und von innerpolitischen Problemen abzulenken.

Die Geschichte hat ja schon öfter gezeigt, dass Nachfolger in solchen Regimen erstmal ein Autoritätsproblem haben. Durch diese Drohungen wird er wohl vor allem das Militär auf seine Seite ziehen.

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass er das wirklich durchzieht. Die Konsequenz wäre, vor allem für Nordkorea, fatal.

MariSchm

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