Internationale Politik Krieg gegen Muslime

Medea
Medea
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Re: Krieg der Religionen?
geschrieben von Medea
als Antwort auf vom 10.09.2010, 17:30:23
"Drohende Botschaften sind nicht das, was ich befürworte (da ich selbst in Fragen großer Konflikte eine Deeskalationsanhängerin bin),
aber tatsächlich zu zeigen, dass die Drohungen anderer mich/uns nicht einschüchtern, halte ich für eine notwendige Maßnahme, um Respekt zu bekommen."
- Sorella -


Einschüchterungsversuche der einen Welt der anderen gegenüber sind ein schlechtes Mittel, Vertrauen aufzubauen, ebenso wenig wie demütiges, sich unter Umständen selbst verleugnendes Verhalten, geboren aus dem Wunsch, nur ja nicht irgend jemandem auf die Füße zu treten und ihn somit gegen mich aufzubringen.

So schwer errungenes Gut wie Meinungs- und Pressefreiheit darf nie in Frage gestellt werden, an anderer Stelle weist Mart auf Voltaire hin (diese kleine Einlassung sei mir gestattet).

Medea.
hugo
hugo
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Re: Krieg der Religionen?
geschrieben von hugo
als Antwort auf Medea vom 11.09.2010, 08:06:36
aber tatsächlich zu zeigen, dass die Drohungen anderer mich/uns nicht einschüchtern, halte ich für eine notwendige Maßnahme, um Respekt zu bekommen."
- Sorella

ich hatte mehr daran gedacht das es bei ungleichem Kräfteverhältnis nicht nur unpassend ist (zu fast jedem Zeitpunkt,,) ja, sogar selbstmörderisch sein kann.

Wenn Adolf der Halunke es sich in den Kopf gesetzt hat Polen zu überfallen dann wird er das auch tun,,völlig egal was die Polen im Vorfeld auch tun. Eines Tages wird es heißen: "Ich schieße jetzt zurück"

und wenn Israels Verführung der Meinung ist den Gazastreifen aufzumischen, dann können die dortigen einfachen Palästineser tun und lassen was sie wollen,,,Israel wird angreifen, bombardieren, töten, ausradieren unter der Prämisse,,,wir wollen der Hamas präventiv die Gurgel zudrehen.

und wenn die Iraker auch noch so sehr beteuern keine 12 Meter langen Labor-Gift-Mischanlagen Dutzenderweise durchs Land zu bugsieren, wenn alle Welt und sämtliche UN-Kontrolleure keine Massenvernichtungsmittel und keinen Angriffsgrund finden können,,es wird nix helfen,,wenn der Ami seinen Krieg will, wird er sich den auch nehmen koste es was es wolle,,

also manchmal hilft auch der gesamte Mut und die eigene Einschätzung immer bei der Wahrheit bleiben zu wollen, rein gar nix,,,wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt,,dann kann (ich schreib jetzt mal ein anderes Wort) "Taktieren, das letzte rettende Mittel sein ansonsten hat man ein Selbstmordurteil gesprochen welches dieser böse Nachbar dann auch mit Sicherheit vollstreckt.

Wie schrieb doch Mark Twain so treffend ? "Im Zweifelsfalle sage die Wahrheit". Diesen Satz hab ich mir sehr genau hinter die Ohren geschrieben,,,,wär doch sicher blöd gelaufen wenn ein Buschanhänger von einem Erschießungskommando dessen Herkunft er nicht kennt, auf die Frage ob er Busch liebt, aus Verlegenheit -nee Bin Laden- sagen würde.
dann hätte die Lüge sehr kurze Beine gehabt,,*g*

also wer in Guantanamo einsitzen muss und dann dort noch große Töne oder auf seine Wärter spuckt, weil er der Meinung ist diese Leute hätten ein Gewissen hätten moralische Ansprüche nach unseren Werten oder wären gar respektierlich beeindrukt,,der kann sich auch gleich vor bewaffnete Taliban mit der Bibel drohend in Angriffstellung positionieren,

es wird dann in der Zeitung stehen: "Taliban-Rebellen haben „neun christliche Missionare” getötet, die Bibeln in persischer Sprache mit sich geführt hätten,,,"
wie schreibt doch gerade medea: Einschüchterungsversuche der einen Welt der anderen gegenüber sind ein schlechtes Mittel,,,jaaa in den meisten Fällen hilfts nicht.

hugo
wolfgang
wolfgang
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Re: Krieg gegen Muslime
geschrieben von wolfgang
als Antwort auf wolfgang vom 07.09.2010, 10:25:38
Heute jährt sich der Angriff auf Türme in New York. Der wurde zum Anlass genommen, Muslime mit Krieg zu überziehen. Erst Afghanen, dann Iraker, demnächst Iraner.

Herrschaft über Middle East

In Middle East sind große Mengen Erdöl zu holen. 9/11 war der Beginn der aktuellen Kriege ums Öl. Stichwort: Globales Ölfördermaximum (engl.: Peak oil)

Muslime Killing + Muslime Bashing boomen

Hunderttausende Muslime wurden Opfer westlicher Habgier. Die Kriege dauern an. Neue Kriege werden dazukommen. Weitere Opfer sind zu erwarten.

--
Wolfgang

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Re: Krieg der Religionen?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf hugo vom 11.09.2010, 09:05:03
zwischen schwarz und weiß gibt es ein breites Spektrum von Graustufen.

hugo, du hebst in deinen Beispielen Fälle heraus, in denen bereits die Endstufe der persönlichen Bedrohung erreicht ist.

Es macht sicher einen gewaltigen Unterschied, ob jemand mit der Waffe vor mir steht und sagt "wenn du gestehst, dass du für das Grundrecht der Meinungsäußerung bist, dann bist du jetzt eine tote Frau",
oder ob eine Gruppe oder wohl besser Untergruppe einer Religionsgemeinschaft in die Welt hinaus bekannt gibt "ihr beleidigt uns durch eure Meinungsäußerung und dafür werdet ihr büßen".

Das eine ist eine konkrete Bedrohung und das andere ist ein Einschüchterungsversuch.
Was "ihr werdet büßen" bedeuten könnte, wird immer wieder vor Augen geführt durch punktuelle Zeichen der Entschlusskraft, sich mit militanten Mitteln durchsetzen zu wollen.
(Da haben die christlich geprägten Opinionleader übrigens ebenfalls keine Skrupel).
Die Grenze zwischen Abwehr und Angriff zu finden, ist schwierig. Hier wurden uns mit Hilfe der Medien Gefahren vorgemacht, die sich hinterher als gar nicht vorhanden herausstellten (Irak z.B.) und der reinen Propaganda zur Rechtfertigung der Kriegsführung dienten.
Genau mit den gleichen Mitteln arbeiten auch islamistische Fundamentalisten.

Es wäre schon gewonnen, wenn jede Seite in ihren Reihen die provozierenden Ausbrüche ihrer jeweiligen Fundamentalisten deeskalieren könnte (dieser Tage in christlichen Reihen die Drohung einer lächerlich kleinen Gruppe christlicher Hardliner, eine Koranverbrennung durchführen zu wollen. Hier wirklich entschieden und autoritär verbietend entgegenzutreten, wäre die Aufgabe der restlichen Christen. Nicht so ein bissle, wie "aber das Feuer darf nur 90 cm hoch sein".).

Wie Medea schon erwähnte, ist die Errungenschaft des jetzigen Standes unserer Grundrechte das Ergebnis langer und schmerzhafter Auseinandersetzungen. Das Eintreten für diese Grundrechte erfordert von jedem Zivilcourage.
Für ein "geschicktes Taktieren" bei diesem Eintreten bereits in einer frühen Phase der persönlichen Einschüchterung zu plädieren, heißt für mich, diese Grundrechte als beliebig zur Diskussion zu stellen.

Sorella




hema
hema
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Re: Krieg gegen Muslime
geschrieben von hema
als Antwort auf wolfgang vom 11.09.2010, 09:49:52

Lieber Wolfgang, du förderst mit deiner Denkweise in keinster Weise das miteinander. So arg wie du es beschreibst war es sicher nicht. Mag sein dass einige Firmen, oder sogar Bush das Öl im Auge hatten. Es war aber sicher nicht der einzige Grund.

In Afghanistan, gibt es da auch Öl? Oder waren die Taliban eine große Gefahr, die Frauen und Mädchen jedes Recht auf ein normales Leben abgesprochen haben.

Schau doch bitte nach New York, wo gestern Amerikaner und Muslime (ohne das Ende des Ramadan zu feiern) mit Kerzen friedlich gemeinsam an 9/11 dachten.

Friedlich miteinander geht besser, als Hass schüren !!!

Die Hoffnung lebt !
wolfgang
wolfgang
Mitglied

Re: Krieg gegen Muslime
geschrieben von wolfgang
als Antwort auf hema vom 11.09.2010, 18:22:28
Der Krieg gegen Muslime ist der Krieg ums Öl (auch der Krieg ums kaspische Öl). Der propagierte Krieg der Kulturen, die zahlreichen Geschichten fürs Volk, haben alleine hier ihren Ursprung und sind ideologische Begleitmusik.

--
Wolfgang

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sysiphus
sysiphus
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Re: Krieg der Muslime gegen den Westen
geschrieben von sysiphus
Lieber Osama Bin Laden Abu Abdallah,

ich grüße dich mit dem Frieden des Islam und bitte dich darum, das folgende zu überdenken. Tue dies um Allahs Willen, um seines Propheten Willen, und um der Sicherheit aller Menschen weltweit Willen.

Ich schreibe dir als ein einstiger Waffenbruder. Wir kämpften zusammen. Wir waren bereit, zusammen zu sterben. Bis zum heutigen Tag bin ich stolz darauf, gegen die Sowjets und Kommunisten gekämpft zu haben. Wir waren im Recht, und kein Feind hätte uns aufhalten können.

Die Afghanen, Mullah Omar eingeschlossen, baten uns, ihr Land und seine Bevölkerung zu beschützen; doch stattdessen wolltest du ihr Land als Startrampe für den Krieg gegen Amerika, Israel, den Westen und die arabischen Regime benutzen. Welchen Vorteil hatte das afghanische Volk davon?

Brief des Libyers Noman Benotman
senhora
senhora
Mitglied

Re: Krieg der Muslime gegen den Westen
geschrieben von senhora
als Antwort auf sysiphus vom 12.09.2010, 09:06:34
Ich glaube, dass ich für eine übergroße Mehrheit der Muslime spreche, die den Namen "Muslim" mit Stolz tragen will, wenn ich dich bitte, die Gewalt zu beenden und deine Ziele und deine Strategie zu überdenken.


Aus Deinem Link.

Senhora
sysiphus
sysiphus
Mitglied

Re: Krieg der Muslime gegen den Westen
geschrieben von sysiphus
als Antwort auf senhora vom 12.09.2010, 09:56:31
Ich glaube, dass ich für eine übergroße Mehrheit der Muslime spreche, die den Namen "Muslim" mit Stolz tragen will, wenn ich dich bitte, die Gewalt zu beenden und deine Ziele und deine Strategie zu überdenken.


Aus Deinem Link.

Senhora


Ja und ?

sysiphus...
hema
hema
Mitglied

Re: Krieg der Muslime gegen den Westen
geschrieben von hema
als Antwort auf sysiphus vom 12.09.2010, 09:06:34

Bin froh, dass es noch vernünftige Menschen gibt!

@ wolfgang

Wie weit ist der Bau der Ölpipeline über den Hindukusch?

Es grüßt dich
Hema

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