Internationale Politik Massenproteste in Hongkong

sittingbull
sittingbull
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Re: Massenproteste in Hongkong
geschrieben von sittingbull
als Antwort auf adam vom 03.10.2014, 23:25:54
ich habe auf einen Artikel in der Welt verlinkt, der sich auch auf Aussagen von Reporter ohne Grenzen bezieht (...)
die Behauptung, daß die Springerpresse nur lügt, ist nicht beweisbar
geschrieben von adam


zwar ist der "artikel" nicht mehr taufrisch ...
aber weil er wie kaum ein anderer eine unfassbare hetze gegen russland transportiert , einer wiederverwertung offenbar für würdig befunden .
zumindest von adam ... der die lügen der springerpresse für
"nicht beweisbar" hält , obwohl zig hundert doktorarbeiten das
gegenteil belegen und die öffentlich-rechtliche meinungsmaschine
... besorgt um ihren "guten ruf" ... auch schon zurück zu rudern
beginnt .

schliesslich ist in dem "artikel" alles verwurstet , was das herz
der kriegstreiber höher schlagen lässt : von "verschwörungstheorie"
über "querfront" , hinzu "verirrten trollen" usw. ... alles wird
aufgeboten um kritik im keim zu ersticken und den kritischen geist
in die nähe psychopathologischer gurken zu rücken .

wie schön auch , dass man sich dabei auf die mindestens ebenso fragwürdigen "Reporter ohne Grenzen" berufen kann , deren anliegen
bei genauerem kuck nicht ganz so selbstlos sind ... wie der name verspricht .

und zu guter letzt aber nicht unpassend , kommt noch das
"Duo Infernal" : Marieluise Beck und ihr gatte Ralf Fücks zu ehren .

zwei die es nicht versäumt haben , der herrschenden klasse ... ihre rückführung aus dem licht des linksradikalismus , in das dunkel der bürgerlichen gesellschaft ... mit besonders drastischer anbiederung
zu beweisen .

aber was juckt es jene , die Demokratie notorisch mit einer stadtrundfahrt durch das "dunkle transversum" der bürgerlichen klassen verwechseln ?

sitting bull
sittingbull
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Re: Zurück nach Hongkong
geschrieben von sittingbull
als Antwort auf Karl vom 04.10.2014, 09:08:47
M. E. wird es auf Dauer der chinesischen Führung sehr schwer fallen, den Deckel auf den Demokratiebewegungen im Land zu halten.
geschrieben von karl


m.M.n. sollte man aufpassen , nicht jedwede bewegung in ländern , die sich noch nicht dem diktat des Imperialismus unterworfen haben ... mit
"Demokratiebewegungen" zu verwechseln .

sitting bull
sammy
sammy
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Re: Zurück nach Hongkong
geschrieben von sammy
als Antwort auf sittingbull vom 04.10.2014, 13:21:54
m.M.n. sollte man aufpassen , nicht jedwede bewegung in ländern , die sich noch nicht dem diktat des Imperialismus unterworfen haben ... mit"Demokratiebewegungen" zu verwechseln .

...wie groß und dickglasig muss eigentlich die "rosarote Brille" sein, um nicht mehr Realitäten wahrnehmen zu wollen...

sammy

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JuergenS
JuergenS
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Re: Massenproteste in Hongkong
geschrieben von JuergenS
Vor meiner Hongkong-Reise letztes Jahr las ich über ein vergangenes Problem in hk, die Triaden.
Offensichtlich gibt es diese Mafia-ähnlichen Gruppen, es sind mehrere, immer noch, auch wirksam.

Was da in hk derzeit geschieht, berührt mich besonders, es ist also, wie zu vermuten war, nur eine oberflächliche "Touristen-Ruhe", die ich erlebt habe.
Re: Zurück nach Hongkong
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf sittingbull vom 04.10.2014, 13:21:54
"m.M.n. sollte man aufpassen , nicht jedwede bewegung in ländern , die sich noch nicht dem diktat des Imperialismus unterworfen haben ... mit
"Demokratiebewegungen" zu verwechseln ."


Ich gehe mal davon aus, dass die chinesische Form des Imperialismus dein Wohlwollen genießt.
Doch nicht etwa, weil zu den Merkmalen des Imperialismus im marxschen und leninschen Sinne in China auch noch die Unterdrückung primitivster Menschenrechte hinzukommt?

Dir ist aber schon klar, dass China mit all seinen Merkmalen u.a. auch durch die Verschmelzen von Industrie- und Bankkapital zum Finanzkapital die Definitionen v. Marx u. Lenin erfüllt.
China hat inzwischen über 300 Milliardäre. Das Vermögen dieser Milliardäre und weiterer tausender Multimillionäre ist in den letzten 10 Jahren deutlich stärker angestiegen, als in allen anderen Staaten der Welt.
Hauptquelle des Reichtums dieser wenigen Superreichen sind in China Immobiliengeschäfte, da die Grundstückspreise zuletzt explodiert sind. Aber auch die IT- und die Unterhaltungsbranche sowie der Pharma- und der Automobilsektor werfen kräftige Gewinne ab.
Andererseits steht China in der Liste der Ungleichheit der Vermögensverteilung aller Industriestaaten an erster Stelle.

Wie soll einer der "imperialistischten" Staaten sich dem Dikatat des Imperialismus unterwerfen?
olga64
olga64
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Re: Zurück nach Hongkong
geschrieben von olga64
als Antwort auf Karl vom 04.10.2014, 09:08:47
Die "deutsche Revolution", die zum Niedergang der DDR und der anderen bankrotten sozialistischen Länder des Ostblocks führten, war unblutig. Es ist aber sicher nicht zu vergleichen,wenn zB. ein ca 80 Mio deutsches Volk "aufsteht" - oder wenn es um Länder mit 1.4 Milliarden Bevölkerung geht, die zudem in mehreren Zeit- und Klimazonen leben. Nicht nur ,dass wir Senioren und andere sog. deutsche Experten hierauf keinerlei Einfluss ausüben können - fast alle Länder arbeiten mit China wirtschaftlich zusammen - in China ist der Lebensstandard vieler signifikant angestiegen und die Gräuel der Mao-Tse-Tung-Bande mögen sich hoffentlich nicht wiederholen, die die eigene Bevölkerung über viele Jahre ausmerzten. Und wir im Westen lasen dann die kleine, rote Mao-Bibel in unseren WG`s. Auch etwas, wo ich mich heute nicht mehr verstehen kann, dass ich dies alles zu spät durchschaute, aber lieber im damaligen Mainstream sog. Intellektueller mitgeschwommen bin.
Aber nach meinen ersten Reisen nach China (und nicht nur nach Hong KOng) sah ich klarer. Auch dieses Land und seine Einwohner werden wir im Westen nie verstehen - genau so wenig wie die Chinesen uns verstehen können - und dies meine ich nicht nur linguistisch. Olga

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sittingbull
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Mitglied

Re: Massenproteste in Hongkong
geschrieben von sittingbull
Das Weiße Haus verfolge die »Demokratieproteste in Hongkong sehr genau« und unterstütze »die Bestrebungen der Menschen«, erklärte der Sprecher von US-Präsident Barack Obama, Josh Earnest, am 29. September.

US-Wühlarbeit in Hongkong

na sowas ...

sitting bull
JuergenS
JuergenS
Mitglied

Re: Massenproteste in Hongkong
geschrieben von JuergenS
Das Photo schaut aus wie eine Photomontage.

Ich dachte schon, sb, du hättest uns eine unabhängige Info zukommen lassen.

Ich denke, langfristig wird sich schon in Richtung "Demokratie" etwas bewegen, die Übergangszeit von 50 Jahren dauert ja bis 2047.

Und eigentlich wollten die Hongkonger lieber Kolonie bleiben als zu Rotchina dazu zu gehören.

Bis 2047 hat China sicher noch mehr Gefallen gefunden, alles, was im Westen wirtschaftlich vorteilhaft ist, nachzumachen.

2047 werde ich aber nicht mehr erleben.

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