Forum Politik und Gesellschaft Internationale Politik Der Fall der iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh

Internationale Politik Der Fall der iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh

Bruny
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RE: Der Fall der iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh
geschrieben von Bruny
als Antwort auf WoSchi vom 08.04.2019, 17:54:39

Na ja, ich habe andere Erfahrungen WoSchi. Ist ja auch nicht maßgeblich, denn wir können die Welt nicht retten und ehrlich gesagt will ich auch gar nicht mehr versuchen sie zu retten. 
Ich habe nur versucht hier darzustellen wie es zur Macht der Mullahs kam und ich denke mal dies ist mir glaubhaft gelungen.
Schönen Abend dir 

Bruny
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RE: Der Fall der iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh
geschrieben von Bruny
als Antwort auf olga64 vom 08.04.2019, 17:13:17

Dann sind sie nicht gut informiert worden von den „Reisenden“, denn es stimmt nicht was sie uns berichten. Frauen müssen keinen langen Mantel anlegen und auch im Flugzeug kein Kopftuch, zumindest nicht wenn sie mit der Lufthansa fliegen. Das haben Sie uns doch selbst berichtet von einer ihrer Bekannten die eine Reise in den Iran unternahm Zwinkern.
Im Iran müssen Beine, Arme und das Haar bedeckt sein. Ich habe dues bei der sengenden Sonne für nicht unangenehm empfunden und ich denke mal für die kurze Zeit einer Reise kann man durchaus diesen Respekt bezeugen.
Nur vom Hören/Sagen zu berichten ist genauso falsch, als wenn andere Nationen die Bayern durchwegs als Dirndl- und Sepplhosen Träger bezeichnen.
Selbst muss man Länder bereisen um wahrheitsgetreu berichten zu können.

olga64
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RE: Der Fall der iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh
geschrieben von olga64
als Antwort auf Bruny vom 08.04.2019, 18:32:02

Bruny, Diskussionen mit Ihnen wären "fruchtbarer" und interessanter, wenn Sie endlich mal beginnen würden, richtig zu lesen.
Ich schrieb heute und früher, dass sich Frauen auf einer Iranreise bereits im Flugzeug "verhüllen'" müssen (natürlich nicht während des gesamten Fluges), also vor dem Ausstieg und Eintritt in den Iran.
Meine Bekannten ,die eine mehrwöchige Reise im Iran durchführten, empfanden es sehr störend, bei Hitze im längeren Gewande mit Kopftuch dort in der Öffentlichkeit zu sein und nur allein im Hotelzimmer diese Verkleidung ablegen zu dürfen.
Wenn Sie dies anders empfanden, sei es Ihnen vergönnt.

Da ich annehme, dass Sie selbst seit einigen Jahren nicht mehr im Iran waren, muss ich auch Ihre Schilderungen als nur bedingt "wahrheitsgetreu" beurteilen, da "WAhrheit" auch auf persönlichen Eindrücken basiert und demzufolge immer eine subjektive Einschätzung ist.
Akzeptieren Sie einfach verschiedene Meinungen, die kein Angriff auf Ihre Persönlichkeit sind, wie ich Ihnen schon öfters zu erklären versuchte. Olga


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Bruny
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RE: Der Fall der iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh
geschrieben von Bruny
als Antwort auf olga64 vom 08.04.2019, 19:12:59

Olga, gerne akzeptiere ich andere Meinungen, aber nicht was sie vom Hören/Sagen berichten. Wenn ich eine Kulturreise unternehme dann halte ich mich an das Sprichwort: when in Rome do as the Romans do.
Ich gehe davon aus, dass Reisende sich vorher darüber informieren was in den jeweiligen Ländern an Kleidung vom Besucher erwartet wird, wie die Wetterbedingungen sind usw. wenn mir 40 Grad zu heiß sind, dann wähle ich entweder ein anderes Land oder ich besuche das Land meiner Wahl zu einer anderen Jahreszeit.
 

adam
adam
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RE: Der Fall der iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh
geschrieben von adam
als Antwort auf karl vom 08.04.2019, 10:01:53
@freddy-2015
freddy-2015:
"Der Schah hätte nie eine Demokratie zugelassen."
Nachdem die CIA den demokratisch gewählten und westlich orientierten Premier Mohammad Mossadegh  weg geputscht hatte, wurde der Schah von den USA als Marionette eingesetzt und als solche wurde er immer von den Iranern angesehen. Mossadeghs Fehler war, dass er die Ölvorkommen des Irans verstaatlichte, was den Kolonialmächten Großbritannien und USA nicht gefiel.

Dieser inzwischen von den USA durch die Veröffentlichung der CIA-Unterlagen offen zugegebene Vorgang belegt, dass es der Außenpolitik der USA nicht um "Demokratie", sondern nur um eigene Einflussnahme und wirtschaftliche Vorteile ging. Dieser Vorfall belastet die Beziehungen USA - Iran noch heute. Ohne den Sturz des demokratisch gewählten Premiers wären möglicherweise heute nicht die Mullahs an der Macht, deren Revolution durch die Schreckensherrschaft des Schahs befeuert wurde.

Karl
geschrieben von karl
Karl,

Wikipedia zufolge wurde Mossadegh keineswegs demokratisch gewählt, sondern vom Schah als Premier bestimmt und eingesetzt. Das "Parlament" bestätigte den Entscheid des Schah lediglich. Als Premier unternahm Mossadegh auch keinen Versuch, im Iran demokratische Verhältnisse herzustellen. Im Gegenteil regierte er per Dekret autokratisch und drohte sogar das Parlament aufzulösen, obwohl er dafür keine Befugnis hatte u.Ä.m.

Das Argument, daß es heute im Iran eine demokratische Regierung geben könnte, hätte der CIA Mossadegh nicht weg geputscht, entfällt also. Mossadegh war keinesfalls ein demokratischer Politiker.

--

adam
Bruny
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RE: Der Fall der iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh
geschrieben von Bruny
als Antwort auf adam vom 08.04.2019, 19:52:55

Gegendarstellung: Irans gestohlene Demokratie


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RE: Der Fall der iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh
geschrieben von dicker68
als Antwort auf Bruny vom 08.04.2019, 20:06:43

Da steht eindeutig:

Als Mohammed Mossadegh 1951 zum Premierminister gewählt wurde, eskalierte die Situation: In seiner ersten Amtshandlung löste Mossadegh am 30. April 1951 einseitig den Kontrakt mit der AIOC auf und verstaatlichte die Ölindustrie.
 

Somit geklärt - er wurde gewählt.
adam
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RE: Der Fall der iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh
geschrieben von adam
als Antwort auf Bruny vom 08.04.2019, 20:06:43
Gegendarstellung: Irans gestohlene Demokratie


Das ist keine Gegendarstellung, sondern höchstens eine andere Auslegung, was "parlamentarisch legitimiert" bedeutet. Die Bestätigung eines Schahbefehls ist jedenfalls nicht demokratisch.

--

adam
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RE: Der Fall der iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh
geschrieben von Bruny
als Antwort auf dicker68 vom 08.04.2019, 20:14:40

Tja Dicker, Leute die sich wirklich für das Land und seine Geschichte interessieren, wissen das. Andere wollen es nicht wissen. Ich hab mich hier längst daran gewöhnt.

Ich scheine auch nicht die Einzige zu sein, die denkt dass die Mullahs nicht existiert hätten, wenn die CIA nicht geputscht hätten. Der Publizist  Bahmann Nirumand ist ebenso davon überzeugt. 

„Der Sturz Mossadeghs hat in der iranischen Gesellschaft ein Trauma hinterlassen, das bis heute spürbar ist. Davon ist Bahman Nirumand überzeugt. Dass die antiamerikanische Propaganda der Mullahs auch mehr als 60 Jahre nach diesem Ereignis noch verfängt, sei wesentlich auf die damalige Zerstörung der iranischen Demokratie durch die CIA zurückzuführen: "Die Islamisten im Iran zehren bis heute davon. Sie sagen: 'Den Amerikanern ist einfach nicht zu trauen'."

Bruny
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RE: Der Fall der iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh
geschrieben von Bruny
als Antwort auf adam vom 08.04.2019, 20:21:52

Aber sicher doch Tränen lachen


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