Forum Politik und Gesellschaft Internationale Politik Noch nicht der Sieg, aber ein Triumph

Internationale Politik Noch nicht der Sieg, aber ein Triumph

adam
adam
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Re: Noch nicht der Sieg, aber ein Triumph
geschrieben von adam
als Antwort auf Skorpion49 vom 01.12.2012, 05:24:32
Auch die BRD hat ja die Kriegstreibung der Israelis als Staatsräson ausgegeben.


@skorpion49,

Deine oben zitierte Aussage ist eine glatte Lüge und durch die geradezu bösartige Wortfälschung hat sie m.E. Verleumdungscharakter gegenüber der Bundesrepublik.

Angela Merkel hat gegenüber der Knesset erklärt, daß die historische Verantwortung Teil der Staatsräson Deutschlands sei und die Sicherheit Israels deshalb für sie als Bundeskanzlerin nicht verhandelbar ist.

Als Bundeskanzlerin bestimmt A. Merkel die Richtlinien der Bundespolitik und hat das Recht zu dieser Aussage.

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adam

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nerida
nerida
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Re: Noch nicht der Sieg, aber ein Triumph
geschrieben von nerida
als Antwort auf wolfgang vom 05.12.2012, 04:20:16
Rache an den Palästinensern
Netanjahu wütet weiter. Es wird berichtet, dass Israel Steuern und Zölle behalten will, die es als Besatzungsmacht in Palästina treuhänderisch erhebt.
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w.
darauf hatte ich geantwortet - kann aber den Beitrag nicht finden.
olga64
olga64
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Re: Noch nicht der Sieg, aber ein Triumph
geschrieben von olga64
als Antwort auf Skorpion49 vom 01.12.2012, 05:34:09
Werte Olga
Wenn es zum militärischen Verbrechen, sie nennen es Lösung, kommt,wieso muß dann die Nato mit machen? Ist Israel Mitglied der Nato?

Skorpion49


Nein, Israel ist nicht Mitglied der Nato - Afghanistan, Libyen, Irak und demnächst Syrien und der Iran sind und waren es auch nicht. Anscheinend definieren Sie "Bündnis" unrichtig: wenn, bedingt durch ein UN-Mandat, die Natomitglieder zum Einsatz aufgerufen werden, operiert dieses Bündnis - auch in Nicht-Nato-Staaten. Verstanden? Olga

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silhouette
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Re: Noch nicht der Sieg, aber ein Triumph
geschrieben von silhouette
als Antwort auf olga64 vom 05.12.2012, 16:32:16


Nein, Israel ist nicht Mitglied der Nato - Afghanistan, Libyen, Irak und demnächst Syrien und der Iran sind und waren es auch nicht. Anscheinend definieren Sie "Bündnis" unrichtig: wenn, bedingt durch ein UN-Mandat, die Natomitglieder zum Einsatz aufgerufen werden, operiert dieses Bündnis - auch in Nicht-Nato-Staaten. Verstanden? Olga

Oh Goddele, Olga, was sind denn das für Geschichten?

Die UNO hat nicht das Recht, die NATO per Mandat durch irgendetwas "aufzurufen". Die NATO entscheidet in ihrem Rat selber über ihre Aktionen.

Fall Afghanistan:
Der UN-Sicherheitsrat hatte einen Tag nach dem 11. September (in seiner Resolution 1368/2001) den Terrorangriff zu „einer Bedrohung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit“ erklärt und die UN-Mitglieder aufgefordert, die Täter und Urheber dieser Angriffe „vor Gericht zu bringen“

Ein „Mandat“ zum Gegenangriff oder zum Eingreifen in Afghanistan erteilte er nicht. In einer zweiten Resolution (1373/2001) nahm der Sicherheitsrat Bezug auf Kapitel VII der UN-Satzung, das auch bewaffnete Gewalt vorsieht, und erteilte ein Mandat zur Bekämpfung des Terrorismus mit einer Liste von Maßnahmen, aber wiederum ohne ausdrückliche Ermächtigung zur militärischen Gewaltanwendung.
(faz.net vom 22.07.2009)
Schließlich beschloss irgendwann - bin ich ein Ableger von google? nöö - der Weltsicherheitsrat die Entsendung einer internationalen Schutztruppe, die nichts mit der NATO zu tun hat.

Fall Irak:
Die diversen Resolutionen der UNO haben nie einen Militäreinsatz zum Gegenstand gehabt. Die Militärinterventionen waren eine rein amerikanische Angelegenheit.

Fall Syrien aktuell:
Sollte die Türkei von Syrien angegriffen werden, gälte dies als das Eintreten des "Bündnisfalles" der NATO und der NATO-Rat könnte beschließen, das Mitglied Türkei militärisch zu verteidigen. Und das gälte dann für alle Mitglieder der NATO.

Fall Libyen 2011:
Der UNO-Sicherheitsrat billigt den Militäreinsatz gegen Libyen für die Mitgliedsländer der UNO, die sich daran beteiligen WOLLEN. Der Beschluss konnte nur getroffen werden, weil Russland und China sich der Stimme enthielten. Auch hier weit und breit keine NATO im Spiel, einige Mitglieder der NATO als Mitglieder der UNO durchaus.

Das war wohl nix, Verehrteste!
karl
karl
Administrator

Re: Noch nicht der Sieg, aber ein Triumph
geschrieben von karl
als Antwort auf silhouette vom 05.12.2012, 18:44:18
Oh Goddele, Olga, was sind denn das für Geschichten?
Nicht immer stimmen Quantität und die Qualität der Wortmeldungen überein. Danke, silhouette, für die Richtigstellungen.

Karl

P.S. @ nerida als Webmaster: Du findest immer auf Deiner Privatseite unter Beiträge alle Deine geschriebenen Diskussionsbeiträge und Blogkommentare wieder.
clara
clara
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Re: Noch nicht der Sieg, aber ein Triumph
geschrieben von clara
als Antwort auf olga64 vom 05.12.2012, 16:32:16
Silhouette stellte schon richtig. Die USA greifen dann ein, wenn sie es für richtig halten, da interessieren keine UN-Beschlüsse. Wenn Verpflichtungen gegenüber NATO-Staaten bestehen, muss laut Vertrag jedes Land seinen militärichen Beitrag leisten. (So sollen ja demnächst bis zu 400 deutsche Soldaten als Raketenabwehr-Staffel der Türkei in deren Auseinandersetzung mit Syrien beistehen.)

Die USA sind nun mal die Hauptunterstützer Israels. Deutschland liefert schon lange Waffen aller Art an Israel, zuletzt U-Boote. Über verschlungene Wege gelangen die Palästinenser sicher auch an Waffen "made in Germany".

Clara

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silhouette
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Re: Noch nicht der Sieg, aber ein Triumph
geschrieben von silhouette
als Antwort auf clara vom 06.12.2012, 13:25:59
Und, Clara, wer es so sehen will und sich traut, dies zu sagen: die Aktionen im Irak waren völkerrechtlich mehr als umstritten.
Mich hat damals gestört, dass Deutschland jeweils zu ihrer größten Air Base außerhalb der USA und zu DEM Umschlagplatz für Flugzeuge und Soldaten schlechthin wurde, fast wie zu Besatzungszeiten:
Ramstein
Spangdahlem
Landstuhl (Nachfolger des Militärhospitals in Wiesbaden).

Schon ein paar Tage vor der Intervention hörte man es und sah es in der Luft, was da so alles Richtung östliches Mittelmeer disloziert wurde: eine Vervielfachung des Luftverkehrs von Süd nach Nord über West-Baden-Württemberg.

Deutschland war damals schon ein souveräner Staat. Was da mit unserer Regierung gekungelt wurde, hätte ich zu gerne gewusst.
wolfgang
wolfgang
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Re: Noch nicht der Sieg, aber ein Triumph
geschrieben von wolfgang
25 Jahre Hamas
Das pro-israelische Lager ist klein geworden. Israel ist geschwächt. Chalid Maschal, Chef des Politbüros der Hamas im Exil in Qatar, Israels Feind Nr. 1, kam gestern von Ägypten kommend ins Ghetto (es war das erste Mal seit Jahrzehnten, Mursi sei Dank). Der Menge rief Maschal zu: "Ich hoffe, unsere vierte Geburt wird die Befreiung Palästinas sein. Heute sind wir in Gaza. Dann geht es weiter nach Jerusalem, Haifa und Jaffa, so Gott will." - Heute wird das Jubiläum gefeiert. Viel Glück, Palästina!
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w.
miriam
miriam
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Re: wer aber aus der Geschichte nichts gelernt hat...
geschrieben von miriam
als Antwort auf wolfgang vom 08.12.2012, 08:38:04
... Mursi sei Dank). Der Menge rief Maschal zu: "Ich hoffe, unsere vierte Geburt wird die Befreiung Palästinas sein. Heute sind wir in Gaza. Dann geht es weiter nach Jerusalem, Haifa und Jaffa, so Gott will."


Wie sich doch die Akteure, ihre Texte und auch diejenigen, die ihnen zujubeln, gleichen!

Anfang der vierziger Jahren, dröhnte ihr Gesang durch unseren Straßen - und ihr Gesang glich eher einer Beschwörung:


„Wir werden weiter marschieren, wenn alles in Scherben fällt. Denn heute gehört uns Deutschland, und morgen die ganze Welt...“

Miriam
wolfgang
wolfgang
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Re: Noch nicht der Sieg, aber ein Triumph
geschrieben von wolfgang
als Antwort auf miriam vom 08.12.2012, 09:19:55
da mach dir mal keine hoffnungen, miriam. der feuchte traum, dass die ganze welt deutschland gehören wird, ist gottseidank ausgeträumt. wenn du jetzt neusprecherisch daherkommst und meinst, den kampf der palästinenser um ihre freiheit vor israelischer herrschaft denunzieren zu können, bist du auch auf dem holzweg. palästinenser hören nicht auf dich und deinesgleichen. sie haben genug vom israelischen rassismus, der sie in ein leben als menschen zweiter klasse gezwungen hat. sie wollen ein rassismusfreies palästina ohne wenn und aber.
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w.

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