Internationale Politik Obamas Schlappe

luchs35
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Obamas Schlappe
geschrieben von luchs35
Vor zwei Jahren war Obama umjubelte Lichtgestalt, ein Heilsbringer nach der fürchterlichen Bush-Zeit und seiner Republikaner. Nun haben ihn die amerikanischen Wähler abgewatscht, indem sie den Reps die Chance gegeben haben, künftig die Gesetzesinitiativen der Demokraten zu Fall bringen zu können, wenn Obama nicht nach ihrer Pfeife tanzt. Anscheinend hat das amerikanische Volk schon vergessen, was die Regierung Bush ihnen eingebracht hat.
Obama muss auslöffeln, was ihm die Republikaner hinterlassen haben. Jedermann wusste, dass es Obama sehr,sehr schwer haben würde, die Schäden der Regierung Bush einigermassen ausbügeln zu können. Zwei Jahre - ein viel zu knappe Zeit dazu. Man nimmt ihm übel, dass er es noch nicht geschafft hat, gegen alle Widerstände sein Programm umzusetzen.

Nun wird es noch schwerer für Obama. Wie wird der Reformkurs weitergehen, wenn im Repräsentantenhaus die Mehrheit weg ist , die knappe Senatsmehrheit gefährdet? Sicher, der demokratische Expräsident Bill Clinton stand auch einmal vor dieser Situation , dass er bei Halbzeit seiner 1.Regierungszeit eine solche Schlappe einstecken musste und trotzdem noch einmal die Kurve kriegte und wiedergewählt wurde.

Allerdings hatte er nie eine solche Hasswelle gegen sich wie Obama jetzt. Nicht zu übersehen ist die Tendenz der Amerikaner nach rechts. Der Rassismus scheint ebenfalls wieder voll aufzuleben.
Was muss/kann der US-Präsident tun, um das Ruder fester in die Hand zu bekommen?

Obama müsste es dringend schaffen übers Wasser zu gehen!

Luchs
hafel
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Re: Obamas Schlappe
geschrieben von hafel
als Antwort auf luchs35 vom 03.11.2010, 11:29:30
Es ist eine Frage der Geduld. Die Hinterlassenschaften, die Bush seinem Nachfolger übergeben hat, sind außer zwei sinnlose Kriege auch ein Menge innenpolitischen Ungemach.
Das kann kein noch so großer Messias in zwei Jahren korrigieren.

Kommt noch das amerikanische "Way of life", die eigene amerikanische Lebensart hinzu, die man nicht wie einen Lichtschalter einfach „umswitched“. Diese Lebensart ist tief verwurzelt mit der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, ein Leben in Freiheit, Glück und Selbstbestimmung zu führen. Es ist schon recht naiv und vermessen zu glauben, dass Obama in zwei Jahren eine allumfassende Gesundheitsreform und ein Rentensystem installieren kann.

Geduld ist angesagt und das ist eine Eigenschaft, die dem schnelllebigen Amerika fehlt.

Hoffen wir, dass seine Restamtszeit erträglich wird, denn es war ein sehr schöner Traum und eine Vision zu einer gerechteren Welt.

Hafel
karl
karl
Administrator

Re: Obamas Schlappe
geschrieben von karl
als Antwort auf luchs35 vom 03.11.2010, 11:29:30
@ luchs35,

die wirtschaftliche Entwicklung wird wohl entscheidend sein. Wenn es Obamas Regierung schafft, die Wirtschaft wieder wachsen zu lassen, dann hat er bei den US-Bürgern eine Chance. Das wird schwer genug werden, denn die Staatsverschuldung ist enorm und es wird auch schwer, den außenpolitischen Niedergang aufzuhalten, denn China, Brasilien, Indien gewinnen unaufhaltsam an Bedeutung. Die USA sind zwar noch wichtig und militärisch ein Gigant, aber wirtschaftlich haben sie zu sehr auf Kosten der übrigen Welt gelebt und dies wird in Zukunft so eben nicht mehr möglich sein. Sie müssen sich als Gleiche unter Gleichen integrieren. Das kurze Zeitalter der unipolaren Welt nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion geht zu Ende.

Karl

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eleonore
eleonore
Mitglied

Re: Obamas Schlappe
geschrieben von eleonore
als Antwort auf hafel vom 03.11.2010, 12:22:13
ich schliesse mich Hafel an.

diese saustall was Bush hinterlassen hat, könnte nur ein wunder in so kurze zeit beseitigen.
aber es ist hinreichend bekannt, wunder dauern länger.;)
und wenn die amerikaner nicht merken, wie wichtig ein krankenversicherung ist, dann ist denen eh nicht zu helfen.
luchs35
luchs35
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Re: Obamas Schlappe
geschrieben von luchs35
als Antwort auf karl vom 03.11.2010, 12:25:32
Wenn es die Unzufriedenheit der amerikanischen Büger betreffs politischer Lösungen in den Fragen wirtschaftlichen Entwicklung, der hohen Arbeitslosenrate, der enormen Staatsverschuldung etc. alleine wäre, könnte man diese Schlappe ja noch besser einordnen.

Was zu denken gibt, sind die bizarren Theorien der Kandidaten, die nun in das Repräsentantenhaus einziehen wollen. Da bleibt einem doch die Spucke weg, mit welchen Argumenten diese Leute ihre Ansichten durchsetzen wollen.

Beispielsweise der Kandidat von Kentucky, Rand Paul, der als erstes die Altersicherung voll privatisieren will und der daran arbeitet, dass Inhaber von Geschäften vor allem schwarze Mitbürger nicht bedienen müssen, nachdem diese diskriminierende Praxis zuvor von der "Civil Rights Act" unterbunden wurde.

Oder Joe Miller, der Kandidat aus Alaska, der u.a. die Stacheldrahtpraxis der DDR lobte und sie gegen Einwanderer in die USA einführen möchte.

Die erzkonservativen Tea-Party- Kandidaten, die von Okkultismus angefangen, über Themen wie Verbot von Homosexualität und Mastubation und Sex ausserhalb der Ehe geworben und Stimmen gefangen haben, waren glücklicherweise nicht alle erfolgreich, sind meist aber nur sehr knapp unterlegen.
Aber viele von ihnen werden nun im Repräsentantenhaus mitentscheiden.

Und da frage ich mich erneut, wohin Amerika geistig und moralisch triftet? Dies darf uns als Verbündete keineswegs gleichgültig lassen.

Luchs


luchs35
luchs35
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Re: Obamas Schlappe
geschrieben von luchs35
als Antwort auf hafel vom 03.11.2010, 12:22:13
Kommt noch das amerikanische "Way of life", die eigene amerikanische Lebensart hinzu, die man nicht wie einen Lichtschalter einfach „umswitched“. Diese Lebensart ist tief verwurzelt mit der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, ein Leben in Freiheit, Glück und Selbstbestimmung zu führen. Es ist schon recht naiv und vermessen zu glauben, dass Obama in zwei Jahren eine allumfassende Gesundheitsreform und ein Rentensystem installieren kann.


Hafel, die Unabhängigkeitserklärung ist auch schon ne ganze Weile her. Die übrige Welt musste lernen, nicht immer nur den eigenen Bauchnabel zu betrachten, sondern auch mal sehen, wie es andere Staaten handhaben, mit dem armen Bevölkerungsteil umzugehen.

Das hat in den USA doch nichts mehr mit Freiheit des Einzelnen zu tun, wenn Millionen ihrer Bürger sich weder eine Kranken- noch eine Rentenversicherung leisten können. Auch in Amerika sollte hier der Verstand einsetzen, denn diese grassierende Armut wird eines Tages zu einer Sprengbombe mutieren.

Obama hat das erkannt, was für ihn allerdings zum Bummerang wurde. Bleibt zu hoffen, dass er es überhaupt noch einmal schafft, das Ruder wirklich in die Hand zu nehmen, bevor ihn Bushs Altlasten erschlagen.

Luchs


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hafel
hafel
Mitglied

Re: Obamas Schlappe
geschrieben von hafel
als Antwort auf luchs35 vom 03.11.2010, 13:34:46
Na ja Okay, liebe Luchsi, wir alle holen unsere Infos aus den Medien. Keiner lebt drüben vor Ort.

Gestern war zum Beispiel eine Nachrichtensendung mit Klaus Kleber und da wurden in mehrfacher Form amerikanische Bürger gezeigt, die wegen "Staatlicher Gängelei" gegen eine Kranken- und Rentenversicherung sind. Da wurde der Begriff Armut nicht benutzt. Die hatten Arbeit und wollten nur SELBER entscheiden. Weniger Staat, mehr Freiheit! Ich glaube schon, dass der amerikanische Durchschnittsbürger seine Entscheidungen selber treffen möchte, auch wenn der Staat ihn vor Übel bewahren will.

Hafel
julchentx
julchentx
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Re: Obamas Schlappe
geschrieben von julchentx
als Antwort auf hafel vom 03.11.2010, 18:33:16
So ist es Hafel

das Problem lag nicht in der Einfuehrung eines anderen Gesundheit/Versicherungs Programmes -
das Problem lag daran dass es uns, gegen ausgedrueckten Willen in gottweisswievielen
(zum Teil riesigen) Demonstrationen, zwangsgefuettert wurde.
Uns wurde der Kopp getaetschelt ....ist ok Dummchen....wird schon...Papa Staat
weiss was gut ist fuer Euch.....

Das Problem lag darin dass wir schlicht und einfach belogen worden sind von Obama,
dieser hatte ja versprochen dass ALLES, ueber welches entschieden wird, im Internet in
voller laenge einsichtbar sein werde, sodass das Volk die Moeglichkeit haette VORHER zu
sagen ob es das ist was es will. - Stattdessen wurde vor allem die Gesundheitsreform an
Feiertagen, Wochenenden und Nachts klammheimlich durchgedrueckt. Teilweise mit
Drohungen von Obama, dass niemand Washington zu verlassen haette, bis die Sache in
der Tasche sei..........wow....

Wenn mir ein Politiker sagt: erstmal muessen wir's ins Gesetz schreiben, hinterher koennen
wir dann lesen was drin steht, ja da greift man sich doch an den Kopf und muss sich fragen
wie so ein Vollidiot ueberhaupt Abgeordneter geworden ist.
Erstmal schmeissen wir das kind in den Brunnen - wenn es dann ertrinkt koennen wir
den Brunnen ja immer noch abdecken....koppschuettel.

Weiterhin lag das Problem darin dass mit Geld geschmissen wurde wie nie vorher.
Ein "stimulus" Paket nach dem andern und NIX dafuer vorzuzeigen. Steuererhoehungen
fuer Klein-Unternehmer....die USA und ihr Arbeitsmarkt LEBT von Klein Unternehmern!!!
Sie sind die Wirbelsaeule des Landes.

Diesen die Fluegel zu schneiden mit Steuern hat die Arbeitslosen rate noch weiter
hochgetrieben. Aber sicher, die Jobs die man sich in Washington gekroent hat mit,
die Hundertausende von Arbeitsstellen die unter Obama kreiert wurden:
Alles Staatliche Angestellte!!!! Man muss nur nach England sehen um zu wissen
wo es hinfuehrt wenn mehr staatliche arbeitsstellen in einem Land existieren als
Private!

Obama und seine hoerigen Demokraten haben in 18 Monaten mehr Schulden gemacht als
die letzten 20 Presidenten vor ihm in ihrer gesammelten Amtszeit. Das beinhaltet
auch George W. Bush!!!

Das Problem lag weiterhin darin, dass Abgeordneten Hause und Senat voller Leute sitzen
die teilweise seit 50 Jahren nichts anderes tun als in Washington "Gesetze" zu machen.
Leute die absolut keinen Wirklichkeits Kontakt mit dem Volk mehr haben und auch
welche die in 90igern so senil sind dass sie keine Rede mehr halten koennen.
Demokraten und Republikaner - beide......da wurde keiner vorgezogen.

Die direkt herablassende Art mit der das Volk von Obama und den Demokraten (und auch
vielen Republikanern) behandelt wurde ist uns eben ganz einfach sauer aufgestossen.

Gestern hat Big Dog zum ersten Mal geknurrt. Aber wer denkt dass die Republikaner
aus dem Schneider sind und jetzt wieder wirtschaften koennen wir vor Jahren, als sie
die Mehrheit hatten, hat sich geirrt. Die haben auch einen Warnschuss vor den Bug
bekommen, denn die haben sich damals genauso verhalten wie die Demokraten bis gestern.

Es wird hier nicht auf dem armen Obama rumgehackt und es hat schon gar nichts mit
Rasse zu tun. Lediglich damit dass man die Nase voll hatte verkackeiert und gegaengelt
zu werden und dann gab es eben eine Revolution mit der Wahlstimme als Waffe gestern.

Genauso wie es sein sollte!



hockey
hockey
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Re: Obamas Schlappe
geschrieben von hockey
als Antwort auf julchentx vom 03.11.2010, 23:33:36
Julchen
stimme dir voll zu. Ich hatte schon mal geschrieben das viele in Europe einfach nicht verstehen das hier die Menschen mehr selber machen flexibler sind und nicht dauernd nach dem Staat schreien damit er die Probleme loest.
Geld drucken wie Obama es gemacht hat kann jeder und dem Volk aufzuschwaetzen was richtig ist fuer sie ist nichts anderes als Diktatur.
Je mehr das Volk nach dem Staat schreit und will das der Staat die Probleme loest desto mehr Freiheit verlieren wir.
Greetings
Hockey
Medea
Medea
Mitglied

Re: Obamas Schlappe
geschrieben von Medea
als Antwort auf hockey vom 04.11.2010, 00:52:32
Hillery Clinton scheitere an dieser "Reform", Mr. Obama droht das gleiche - seine "Vorschußlorbeeren" scheinen verwelkt, die er auch im ST reichlich erhielt, nun rudert er offenbar zurück.

Medea.


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