Internationale Politik Ukrainekrieg-Russland

wandersmann_1
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RE: Ukrainekrieg-Russland
geschrieben von wandersmann_1
als Antwort auf pschroed vom 01.04.2019, 17:47:07

@ pschroed

Ist es wirklich  so undenkbar, dass CIA und MI6 und all die anderen Spitzelvereine im Rahmen einer False-Flag Russland einen Angriff mit Giftgas in die Schuhe schieben wollen? Die können sowas perfekt. Die Historie ist voll davon. Und außerdem - weshalb eigentlich sollte Russland in einem Land, in welchem es militärisch präsent ist, und in das allmählich wieder Frieden einzieht, ausgerechnet mit Giftgas operieren?
 

pschroed
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RE: Ukrainekrieg-Russland
geschrieben von pschroed
als Antwort auf wandersmann_1 vom 01.04.2019, 18:06:36

Wandersmann Fragen über Fragen. Lächeln
Phil.

dutchweepee
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RE: Ukrainekrieg-Russland
geschrieben von dutchweepee

Bild: president.gov.ua/CC BY-SA-4.0

2016 hatte man Moskau verantwortlich gemacht, dann wurden die Ermittlungen bis jetzt verschleppt. Möglicherweise will Selenski wegen des von rechtsnationalistischer Seite kritisierten Truppenrückzugs ein Zeichen setzen

Das kam überraschend. Am Donnerstag gab die ukrainische Polizei die Verhaftung von fünf Personen bekannt, die wegen dem Mord an dem liberalen Journalisten Pawel Scheremet verdächtigt werden. Scheremet starb am 20. Juli 2016 in der Innenstadt von Kiew, als eine Bombe, die unter seinem Auto angebracht war, explodierte (Schuldzuweisungen gegen Moskau nach Journalistenmord).

Das Auto gehörte Aljona Pritula, der Chefredakteurin des regierungsnahen Internet-Portals "Ukrainskaja Prawda".


Auf der Pressekonferenz wurden im Beisein des Präsidenten die Verdächtigen präsentiert. Bild: president.gov.ua/CC BY-SA-4.0

Alle fünf Beschuldigten kämpften in der Ost-Ukraine gegen die abtrünnigen "Volksrepubliken". Als Organisator des Journalisten-Mordes bezeichnen die Ermittler der ukrainischen Polizei den Rockmusiker Andrej Antonenko von der Band Riffmaster. In dem Bericht der Ermittler, aus dem die ukrainische Internet-Plattform Strana.ua zitiert, heißt es über Antonenko: "Er war Anhänger ultranationalistischer Ideen, er kultivierte die arische Rasse, er teilte die Gesellschaft nach dem Prinzip der nationalen Zugehörigkeit ein, er bemühte sich, in der Gesellschaft Aufmerksamkeit für seine Ideen zu bekommen."

Quelle:  Ukraine: Fünf Rechtsradikale wegen Mord an dem Journalisten Scheremet verhaftet

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Via
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RE: Ukrainekrieg-Russland
geschrieben von Via
als Antwort auf dutchweepee vom 14.12.2019, 05:00:01
Das Auto gehörte Aljona Pritula, der Chefredakteurin des regierungsnahen Internet-Portals "Ukrainskaja Prawda".
Das war mir nicht bekannt. Wie fatal!

Die "Zeit" hält sich mit der Identität der Verdächtigen noch schwer zurück.
Auffallend ist, dass "tagesschau.de" sich überhaupt nicht dazu äußert.

Die "taz" geht dagegen sehr detailliert darauf ein:
taz.PNG

KIEW taz | Dreieinhalb Jahre nach dem Mord an dem in der Ukraine tätigen weißrussischen Journalisten mit russischem Pass, Pawel Scheremet, gibt es die ersten Festnahmen. Fünf dringend Tatverdächtige seien in Gewahrsam genommen worden. Das berichtete der stellvertretende Chef der ukrainischen Polizei, Ewgenij Kowal, am Donnerstag in Anwesenheit von Präsident Wolodimir Selenski, Innenminister Arsen Awakow und Generalstaatsanwalt Ruslan Rjaboschapka.
Immer wieder waren die Mörder Scheremets im Umfeld russischer oder weißrussischer Dienste vermutet worden. Der aus Weißrussland stammende Scheremet war Kritiker von Präsident Alexander Lukaschenko. Während seiner Zeit in Russland von 1998 bis 2014 hatte sich Scheremet mit seiner Kritik an der Regierung und seiner Nähe zu dem Oppositionspolitiker Boris Nemzow unbeliebt gemacht. 2013 zog er in die Ukraine.
Doch die mutmaßlichen Mörder sollen aus dem rechtsradikalen Milieu der ukrainischen Freiwilligenverbände kommen. Es seien, so Ewgenij Kowal, die Krankenschwester einer Fallschirmjäger-Einheit, Jana Dugar, die an der Kiewer Kinderklinik Ochmatdet tätige Kinderchirurgin und Kämpferin Julia Kusmenko, der Musiker und Freiwilligenkämpfer Andrej Antonenko und das Ehepaar Wladislaw und Inna Grischtschenko, ebenfalls Angehörige eines in der Ostukraine kämpfenden Freiwilligenverbandes.
Nach Auffassung der Ermittler soll Kusmenko die tödliche Bombe in der Nacht vor der Explosion am Wagen von Scheremet angebracht haben. Musiker Antonenko wiederum, der an dem Tatort lange Jahre gelebt hatte, habe Kusmenko dabei unterstützt. Beide seien von Überwachungskameras gefilmt worden.
Ausspähung der Örtlichkeiten
Ein britischer Experte, so die ukrainische Polizei, Avon Birch, habe Antonenko aufgrund seines Ganges identifiziert. Dieser hinkte etwas zum Zeitpunkt der Tat. Zeitsoldatin Jana Dugar war für die Ausspähung der Örtlichkeiten verantwortlich. So haben Überwachungskameras festgehalten, wie sie ihrerseits die Überwachungskameras am zukünftigen Tatort fotografiert hatte.
Auffallend an Inna Grischtschenko sei, so die ukrainische Polizei, dass die Aktivistin, die kämpfende Freiwilligenverbände in der Ostukraine logistisch unterstützt hatte, in nur wenigen Jahren während des Krieges zwei Wohnungen und ein Auto kaufen konnte. Ihr vorbestrafter Mann Wladiwlas soll in der Haft gegenüber einem Zellennachbarn geprahlt haben, er brauche zum Bombenbasteln 15 Minuten.
Auch Kinderärztin Kusmenko hatte während des Krieges Häuser und mehrere Autos erworben, so die Polizei auf der Pressekonferenz. Leider, so Generalstaatsanwalt Ruslan Rjaboschapka, kenne man den Auftraggeber des Mordes nicht. Die Polizei geht davon aus, dass das Motiv der Tat gewesen sei, die ukrainische Gesellschaft zu destabilisieren.
Sergiy Tomilenko, Chef der ukrainischen Journalistengewerkschaft, zeigt sich erfreut über die Ergebnisse der Polizeiarbeit. „Die Aufdeckung des Mordes an einem Journalisten, die Bestrafung von Mördern, das ist ein Signal“ schreibt er auf seiner Facebook-Seite. „Keine Ruhe für die Angreifer“, resümmiert er. „Wir hoffen nun auf einen gerechten Schutz ukrainischer Journalisten.“
Die Journalistin Nina Sokolova fürchtet indes, dass der auf der Pressekonferenz vorgetragene Ermittlungsstand Russland in die Hände spiele. „Es besteht der Eindruck einer absichtlichen Diskreditierung von Patrioten, Freiwilligen und Nationalisten. Warum? Weil sie zurzeit die einzige mächtige Kraft gegen alle prorussischen Dämonen sind, die sich in meinem Land breitmachen“, so Sokolova im Internetportal Obozrevatel.
 
Quelle: https://taz.de/Kriminalitaet-in-der-Ukraine/!5649788/

VG - Via

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