Internationale Politik USA - Wahl

ingo
ingo
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RE: USA - Wahl
geschrieben von ingo
Ein Satz aus Absurdistan:

Gestern auf der Trump-Demo in Washington:
"Fox News sind Feinde des Volkes!", rief einer der Redner in die Menge.
Wenn ich diesen schnellen Meinungswechsel lese, habe ich wirklich Sorgen um die Zeit nach Trumps Regierungsende. Da können auch Demokraten ganz schnell zu "Feinden des Volkes" erklärt werden.
Trumps Anhänger sind genauso unberechenbar wie er, und das kann gefährlicher werden, als wir ahnen. Bisher habe ich nicht an die Möglichkeit bürgerkriegsähnlicher Zustände geglaubt......
wandersmann_1
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RE: USA - Wahl
geschrieben von wandersmann_1

Was wäre eigentlich geschehen, wenn Trump sich vor die Kamera stellen und zur Wahl Bidens sagen würde:
"Dieser Vorgang war ein unverzeilicher Fehler eines Teils des amerikanischen Volkes, weshalb das Ergebnis dieser Wahl wieder rückgängig gemacht werden muss."

Dann wäre er auf diesem antidemokratischen Niveau angekommen:
 



 
ingo
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RE: USA - Wahl
geschrieben von ingo
als Antwort auf wandersmann_1 vom 15.11.2020, 11:03:15

Wieder mal ein "wandersmann"......Der Vorgang in Thüringen wurde nach demokratischen Regeln geändert; und das war's. Ein Vergleich mit dem, was in den USA abläuft, ist haarsträubend.


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lupus
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RE: USA - Wahl
geschrieben von lupus
als Antwort auf ingo vom 15.11.2020, 12:05:13

Da hast du natürlich Recht .
Gesagt hat sie es aber schon und es war eine unüberlegte Entgleisung die bei ihr wohl ganz selten vorkommen. Bei Trump wäre m.E. der Satz eine alltägliche Redewendung.
lupus

hobbyradler
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RE: USA - Wahl
geschrieben von hobbyradler
als Antwort auf wandersmann_1 vom 15.11.2020, 11:03:15
Was wäre eigentlich geschehen, wenn Trump sich vor die Kamera stellen und zur Wahl Bidens sagen würde:
"Dieser Vorgang war ein unverzeilicher Fehler eines Teils des amerikanischen Volkes, weshalb das Ergebnis dieser Wahl wieder rückgängig gemacht werden muss."
 

Würde Trump das sagen, könnte man ihm zumindest einen Rest an Realität zubilligen. Das wäre ein riesiger Fortschritt seiner Realitätsverweigerung. Er erkennt ja noch heute den Sieg Bidens nicht an.

Du wirst aber den Unterschied zu Deutschland sicherlich verstehen. Merkel rügte mit dem Satz ihre Partei und die FDP. Zudem stand Merkel nicht wie Trump selbst zur Wahl.

Fandest du es eigentlich gut, dass die AFD ihrem eigenen Kandidaten keine Stimme gegeben hat. Ich empfand das als Beweis, dass die Thüringer AFD keine demokratische Partei ist.

Ciao
Hobbyradler
 
wandersmann_1
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RE: USA - Wahl
geschrieben von wandersmann_1
als Antwort auf hobbyradler vom 15.11.2020, 13:31:19


Fandest du es eigentlich gut, dass die AFD ihrem eigenen Kandidaten keine Stimme gegeben hat. Ich empfand das als Beweis, dass die Thüringer AFD keine demokratische Partei ist.

 
Ob das nun gut oder schlecht war - darüber mache ich mir weniger Gedanken, da dies keine relevanten Kategorien innerhalb einer Demokratie sind. Die Afd hat das demokratische Prozedere dieser MP-Wahl bis zum Eichstrich ausgereizt, einwenig link ohne Zweifel, aber letztlich lief das alles innerhalb des demokratischen Rahmens ab. Dass heißt, die Wahl war demokratisch korrekt und hatte als Ergebnis einen legitimen MP, der übrigens von allen vetretenden Parteien als solcher anerkannt wurde. Vom couragierten Auftritt der Linken Wellsow mal abgesehen. Herr Kemmrich nahm die Wahl an, und damit war er der neue MP Thüringens. Fertig. Dass er keine Mehrheiten besitzen wird, keine einzige Abstimmung im PArlament gewinnen würde, war vollkommen klar. man hätte ihn spätesten in der zweiten Parlamentssitzung mittels eines Misstrauensvotums abwählen können. Ganz demokratisch.
Was aber ganz gewiss gar nicht geht, ist die Merkel-Tour, nämlich zu empfehlen, die Wahl rückgängig zu machen.

@ ingo

Der "Vorgang" wurde nach demokratischen Regeln geändert, richtig. Um es mal konkret zu machen, nach einer gewissen Zeit wurde auch Lindner klar, dass seine Gratulation an Kemmrich falsch war, und weil er Schaden für seine FDP aufkommen sah, drängte er Kemmrich zum Rücktritt, was dieser nach 3 Tagen dann auch tat. Der Druck aus Politik und Medien tat sein übriges. Kemmrichs Kinder wurden in Erfurt in der Straßenbahn bespuckt und in der Schule gemobbt, seiner Frau das Auto demoliert.

Dennoch bleibt dieser dicke schwarze Fleck auf Merkels Demokratieweste.
 

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hobbyradler
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RE: USA - Wahl
geschrieben von hobbyradler
als Antwort auf wandersmann_1 vom 15.11.2020, 14:14:04
.......................
Die Afd hat das demokratische Prozedere dieser MP-Wahl bis zum Eichstrich ausgereizt, einwenig link ohne Zweifel, aber letztlich lief das alles innerhalb des demokratischen Rahmens ab.
........................

Demokratie lebe ich etwas anders. Wenn ich eine Partei wähle erwarte ich, dass sie sich so verhält wie mir vor der Wahl vorgegaukelt wurde.

Auch wenn ich die AFD schlimm finde, nehme ich an, dass Thüringer AFD Wähler das auch erwarten. Eine Show hat die Thüringer AFD tatsächlich geboten, sie hat damit ihre demokratiefeindliche Gesinnung offengelegt.

Wer eine Thüringer AFD wählt die geschlossen für einen FDP Ministerpräsident abstimmt, für den ist es das geringste Problem über Demokratie nachzudenken, der hat genügend eigene andere Probleme.

Das der FDP Kandidat vorübergehend angenommen hat und kurzzeitig von Parteivorderen bestärkt wurde ist ein weiteres unrühmliches Kapitel.

Meinungen sind frei, da ist es erlaubt und demokratisch, dass unsere sehr weit auseinander liegen.

Ciao
Hobbyradler
 
ingo
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RE: USA - Wahl
geschrieben von ingo
als Antwort auf olga64 vom 13.11.2020, 19:09:25

@olga64: Nachdem ich aufgeklärt habe, dass mein Beitrag über Xi berechtigt war, wäre für
Deinen über alle Maßen beleidigenden Beitrag vom 13.11., 19:04:53 eine Entschuldigung angebracht gewesen. Leider Fehlanzeige.....


 

olga64
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RE: USA - Wahl
geschrieben von olga64
als Antwort auf wandersmann_1 vom 15.11.2020, 14:14:04

Und was hat diese politische Eintagsfliege Kemmerich von der FDP in Thüringen nun mit der Wahl in den USA zu tun?
Reichte es wirklich nicht, dass einige deutsche Menschen monatelang versuchten, den Amerikanern Wahlempfehlungen zu geben, bzw. darauf drängten, dass in diesem Land das Wahlrechts-Prozedere geändert werden muss - stellt man jetzt auch noch eine missglückte und manipulierte Kandidatur eines bislang unbekannten FDP-Menschen in einem 2 Mio "starken" Bundesland in Ostdeutschland als irgendein Beispiel für  "den Ami" hin, wie er es nicht machen sollte? Olga

wandersmann_1
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RE: USA - Wahl
geschrieben von wandersmann_1
als Antwort auf olga64 vom 16.11.2020, 17:39:24

@ olga64

Ich wollte nur mal in Erinnerung bringen, wie Super-Demokratin Merkel missliebige Wahlergebnisse neuerdings mit " Das muss rückgängig gemacht werden" zu lösen pflegt.


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