Internationale Politik USA - Wahl

karl
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Administrator

RE: USA - Wahl
geschrieben von karl
als Antwort auf JuergenS vom 22.01.2021, 08:29:11
JuergenS:
"ich finde, niemand findet Biden überhöht, er ist nicht euphorisch, sondern tut nur seine Pflicht, ohne Pathos, ohne Übertreibung, ..."
Lieber Juergen.,

so sehe ich das auch. Nicht zuletzt deshalb hat Biden auch die Wahl mit über 5 Millionen Stimmen mehr als Trump gewonnen, weil er genau das repräsentiert, was die USA jetzt brauchen.

Biden schimpft nicht auf die ehemaligen Trump Wähler, erklärt sie nicht für blöd, sondern sagt, er wolle auch ihr Präsident sein und sich für ihre Interessen genauso einsetzen wie für die seiner Wähler.

Das ist der demokratische Geist, der notwendig ist und der eine Demokratie von einer Diktatur unterscheidet.

Und wenn es nicht gerade Pandemiezeiten sind, dann ist dies auch das, was eine Demokratie gegenüber einer Diktatur überlegen macht. Eine gute Demokratie bindet alle Menschen ein und grenzt nicht aus. Eine Demokratie gibt im Idealfall allen Menschen das Gefühl wichtig und eingebunden zu sein.

Karl
Tina1
Tina1
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RE: USA - Wahl
geschrieben von Tina1

Die USA und Europa unter Präsident Biden
"AIES Präsident Dr. Werner Fasslabend spricht mit Professor Johannes Pollak, Rektor der Webster University, über die Beziehungen zwischen den USA und Europa unter Präsident Biden. "

carlos1
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RE: USA - Wahl
geschrieben von carlos1
als Antwort auf jeweller vom 22.01.2021, 08:37:45

" Sollte man das DEUTSCHE WAHLRECHT in Amerika einführen? 😂  Warum nicht gleich weltweit, lass es dir PATENTIEREN."

LG Hubert

@ jeweller,

ich habe nur den Beitrag von Schaschlick_Tango im Hinblick auf das dt. Wahlrecht ergänzt. Eigene Vorschläge für die USA habe ich nicht gemacht , also nur Schaschlick-Tangos Beitrag zum Wahlerecht des dt. Bumdestages ergänzt.

Wer meinen Beitrag liest, wird erkennen, dass eine Wahlrechtsreform immer notwendiger wird. Wo Reformbedarf ansteht, sind Mägnel vorhanden. Die Wahlrechtsreform für 2021 ist gescheitert.
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Betrifft nicht jeweller:
Das jetzige US-Wahlrecht ist exakt auf ein Zweiparteiensystem zugeschnitten. Ein reines  Mehrheitswahlrecht aber ist nicht frei von Mängeln. Das gilt auch für ein reines Verhältniswahrecht. Das sollte beachtet werden.

In den USA geht es aber nicht nur um die Funktionen der verschiedenen Wahlrechtssysteme, sondern überhaupt erst einmal um das Recht bei Wahlen teilzunehmen zu dürfen. Es flattern den Wahlberechtigten keine Wahlrechtsbescheinigungen vom Rathaus ins Haus wie in Dtld, sondern wer wählen will, muss sich registrieren lassen. Ein umständlicher und langwieriger Vorgang, der viele davon abhält  zu w#hlern.   Deshalb ist auch die Wahlbeteiligung in den USA im Vergleich zu Dtld geringer. Sie war aber relativ hoch bei der Abwahl von Trump. 

Sollte Trump seine Absicht wahrmachen und" in irgendeiner Form", wie angekündigt z. B. in die politische Arena zurückkehren wollen  - es könnte auch jemand aus seiner Familie, vielleicht Ivanka Trump, sein - wäre die Gründung einer eigenen Partei für ihn (für Trump!!) sinnvoll, denn die Republikaner sind derzeit in ihrer Führungsriege uneins, wie es weitergehen soll mit Trump. Seine Basis in der Partei ist sehr stark, umfasst etwa ein Drittel der US-Wählerschaft. Die Führung der Rep.steht am Scheideweg. Bleibt Trump im Impeachmenet-Verfahren unbehelligt, könnte es zu einer Spaltung der Partei kommen. Neben den konservativen Republikanern könnte es z. B.  eine Patriots  Party geben, die die White Supremacists durch Trump einbindet. Die Demokraten wären dann aber  in der Vorhand bei Wahlen. Die beste  Lösung wäre ein gelungenes Impeachment, das Trump für alle öffentliche Ämter ausschließen würde. Auch dann könnte eine Spaltung der republikanischen Partei möglich sein.

Das Problem für die Führung unter McConnell liegt in der Haltung der Abgeordneten und Senatoren, die abhängig sind von der von Trump beherrschten Wählerbasis.  
Der Schuldspruch im Impeachment- Verfahren gegen Trump würde dessen erneute Kandidatur für die Präsidentschaft zwar verhindern, der Preis dafür wäre für die jetzige Führung der Reps jedoch hoch. Fazit: Trump hat die Republikanische Partei zerstört oder er ist im Begriff sie zu zerstören.

Es warten auf ihn jetzt eine Vielzahl von Prozessen und er muss seine Finanzen regeln. Das wird für ihn schwierig werden.

Das wird ihn aber nicht davon abhalten, seine Version einer "Dolchstoßlegende" zu publizieren. Der Begriff beinhaltet einen historischen Vergleich mit den Vorgängen in der Zeit der Weimarer Republik. Brücvken schlagen, wie Biden es sich vorstellt, kann Biden nur zu einem Teil der Wähler Trumps. Die verbissenen weißen Nationalisten werden an dem langen Marsch auf den Berg der Verheißung und Erlösung (redemption), den die Poetin Gorman im Sinn hat, zunächst  nicht dabei sein.

Ich gestehe, dass ich beim Lesen des Textes der Armand Gorman im Original ergriffen bin. Dieser Text hat mit Wahlen, mit Politik, mit Hass und Leidenschaft und Überwindung des Bösen zu tun, er fordert Rechte ein, die für alle gelten sollten.

"Scipture rells us
that everyone shall sit under their own wine and fig tree
and no one shall make them afraid
if we are to live up to our own time" Amanda Gorman

Mit Scripture ist die Heilige Schrift, die Bibel, gemeint, auf die der Eid des President elect seine Hand beim Schwur legt und niemand soll ihnen Angst einjagen dürfen, wenn wir gemäß den "Normen und Werten", die in unserer Zeit gelten, diese Rechte einfordern. Die Werte der Verfassung, der Unabhängigkeitserklärung gelten für alle. Das Gedicht ist dynamisch, frisch, mutig. Dynamik fehlte bei Bidens Rede.

c



 

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wandersmann_1
wandersmann_1
Mitglied

RE: USA - Wahl
geschrieben von wandersmann_1
als Antwort auf pschroed vom 22.01.2021, 08:14:12
Angst vor einer dritten Partei.
Der Rechtspopulist hinterließ eine Botschaft daß ere möglicherweise in irgend einer Form zurück käme.
Zitat des Populisten :  "We will be back in some form",
Phil.


 
Entweder er gründet seine eigene Partei oder eine Art "Bewegung", und wenn die Zeit reif ist, wird er den Marsch aufs Weiße Haus anführen. Genauso vermutete ich das in dem moment, als das Impeachment gegen ihn in gang gesetzt wurde, und er vermutlich für keine reguläre 2. Amtszeit kandidieren dürfte, hab' ich vor Wochen auch so hier formuliert, aber das nur am rande.
Trump wird es nie verwinden, einem wie Biden unterlegen gewesen zu sein. Das wird er nie fassen können, und ich bin sicher, sobald sich die Gelegenheit bietet, wird er den Staatsstreich durchführen.


@ karl

" Biden schimpft nicht auf die ehemaligen Trump Wähler, erklärt sie nicht für blöd, sondern sagt, er wolle auch ihr Präsident sein und sich für ihre Interessen genauso einsetzen wie für die seiner Wähler.

Das ist der demokratische Geist, der notwendig ist und der eine Demokratie von einer Diktatur unterscheidet.

Und wenn es nicht gerade Pandemiezeiten sind, dann ist dies auch das, was eine Demokratie gegenüber einer Diktatur überlegen macht. Eine gute Demokratie bindet alle Menschen ein und grenzt nicht aus. Eine Demokratie gibt im Idealfall allen Menschen das Gefühl wichtig und eingebunden zu sein. "



Dann muss natürlich die Frage aufs Tapet, weshalb am Ende der Ära Obama die amerikanische Gesellschaft derart tief gespalten war, dass sich die Mehrheit der Wähler gegen die Demokratin Clinton und für Trump entschied.
Dass er ein Präsident aller Amerikaner sein möchte, also auch die Interessen derjenigen vertreten möchte, die ihn nicht gewählt haben, ist eine Plattitüde, die bisher jeder Präsident nach seinem heiligen Schwur verkündete. Selbst DIE Präsidenten behaupteten das, die es für durchaus in Ordnung befanden, dass bis vor wenigen Jahrzehnten Schwarze nicht an "weißen Unis"  studieren durften, und im Bus hinten zu sitzen haben.
Sie bezeichnen es ja schon als unglaublichen Fortschritt in ihrer Entwicklung, dass zum ersten mal eine Frau die Position des Vizepräsidenten bekleiden darf, eine schwarze darüber hinaus. Was ist daran so einzigartig und neu? Gut, für die in demokratischer Hinsicht etwas zurück liegende USA mag das zutreffen, doch ein Blick nach Europa hätte genügt, um zu erkennen, dass es dort, vor allem auch in Skandinavien, gang und gäbe ist, dass Frauen sogar an der Spitze von Regierungen stehen.

 
freddy-2015
freddy-2015
Mitglied

RE: USA - Wahl
geschrieben von freddy-2015
als Antwort auf karl vom 22.01.2021, 10:06:52
Biden schimpft nicht auf die ehemaligen Trump Wähler, erklärt sie nicht für blöd, sondern sagt, er wolle auch ihr Präsident sein und sich für ihre Interessen genauso einsetzen wie für die seiner Wähler.Das ist der demokratische Geist, der notwendig ist und der eine Demokratie von einer Diktatur unterscheidet...geschrieben von karl


Freddy  :

Auf jeden Fall ist Biden für alle da, deshalb ist er ja auch Präsident geworden,
um den Karren aus den Dreck zu ziehen.
Aber ein Problem sehe ich gerade in den Ansatz  :
und sich für ihre Interessen genauso einsetzen wie für die seiner Wähler.

Das sagt mir oder könnte mir sagen, er wird die Stellschraube langsam zurückschrauben,
wenn es um Jobs geht die mit Klimaschädliche Betriebe etc. zusammenhängt.
Aber wie gesagt, er wird es langsam angehen, denn 4 Jahre da schafft er nicht alles.
Wichtiger sehe ich im Moment das in den USA Corona zurückgefahren wird und das will er unbedingt und um jeden Preis.
freddy-2015
freddy-2015
Mitglied

RE: USA - Wahl
geschrieben von freddy-2015
als Antwort auf wandersmann_1 vom 22.01.2021, 11:31:41

Wandersmann, --der Komplex--macht auch vor den Demokraten nicht halt, die sind im Prinzip genauso eingebunden in den Wirtschaft-Armee Komplex, darüber mach ich mir keine Zweifel.
Aber bei den Demokraten wird die Uhr nicht zurückgedreht, siehe Gesundheitswesen Obama Care.


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JuergenS
JuergenS
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RE: USA - Wahl
geschrieben von JuergenS

die USA und die Welt hat nochmal Glück gehabt, die 4 Jahre sind vorbei, fast alles ist korrigierbar, T. hat keinen neuen Krieg angezettelt.

pschroed
pschroed
Mitglied

RE: USA - Wahl
geschrieben von pschroed

Ein wenig Humor. 😄
Der linke Bernie Sanders ist zur Zeit der Star in den Netzwerken.
Tief in den Winter gekleidet wohnte er der Vereidigung von Biden bei.
Sein Outfit sorgte für Aufsehen und wurde in verschiedenen Bilder eingefügt.
All Pictures  Newspaper Newyork Times.
Phil.

QUELLE https://de.wikipedia.org/wiki/Bernie_Sanders

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wandersmann_1
wandersmann_1
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RE: USA - Wahl
geschrieben von wandersmann_1
als Antwort auf JuergenS vom 22.01.2021, 12:23:55

@ JuergenS

Trump hatte auch kein Interesse an einem Krieg, sein Ziel waren vorteilhafte deals für sein Land, Kriege stören dabei nur und kosten Geld. Deswegen auch die geplante Rückholung der Soldaten aus Afghanistan sowie aus der Eifel. Daraus wird nun vermutlich nichts, die bleiben uns erhalten.
Trump hat keinen Krieg angezettelt, wie Du richtig anmerktest, ganz im Gegensatz zu den "Ehrengästen", die sich zur Amtseinführung Bidens einfanden, den Mordgesellen Bush und Obama.

 

Edita
Edita
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RE: USA - Wahl
geschrieben von Edita
als Antwort auf wandersmann_1 vom 22.01.2021, 12:37:32

Dafür hat er einen inländischen Krieg angezettelt und seine perversen Machtgelüste in der Vollstreckung  bis jetzt "ruhender" Hinrichtungsvollstreckungen in Gefängnissen, ausgelebt, er ist der Präsident  der meisten vollstreckten Hinrichtungen, sogar bei einer Frau, nach knapp 70 Jahren "Ruhen" der Todesstrafe bei Frauen! 

Edita


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