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Internationale Politik Waffenlobby und die Unendlichkeit menschlicher Dummheit

nerida
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Re: Waffenlobby und die Unendlichkeit menschlicher Dummheit
geschrieben von nerida
als Antwort auf Loana vom 03.09.2014, 21:44:16


...aber Putin hat eiskalte Augen, das schreckt ab ;) Und ich wundere mich jetzt noch, wie Schröder ihn als lupenreinen Diamanten bezeichnen kann ;)

na ja, Diamant wär wohl etwas übertrieben, er sagte damals "lupenreiner Demokrat" und hat sich hier doch auch ganz schön geirrt.
Loana
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Re: Waffenlobby und die Unendlichkeit menschlicher Dummheit
geschrieben von Loana
als Antwort auf nerida vom 03.09.2014, 22:16:33


...aber Putin hat eiskalte Augen, das schreckt ab ;) Und ich wundere mich jetzt noch, wie Schröder ihn als lupenreinen Diamanten bezeichnen kann ;)

na ja, Diamant wär wohl etwas übertrieben, er sagte damals "lupenreiner Demokrat" und hat sich hier doch auch ganz schön geirrt.


sorry, ich wollte auch Demokrat schreiben ;);) Auf Diamanten stehe ich nicht ;)
Bruny
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Re: Waffenlobby und die Unendlichkeit menschlicher Dummheit
geschrieben von Bruny
als Antwort auf Loana vom 03.09.2014, 22:38:24
Ist doch egal Loana, ob Diamant oder Putin, stehst ja auf beide nicht
(Tschuldigung, hab heute meinen albernen Tag )

Gruß, Bruny

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olga64
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Re: Waffenlobby und die Unendlichkeit menschlicher Dummheit
geschrieben von olga64
als Antwort auf Loana vom 03.09.2014, 21:44:16


...aber Putin hat eiskalte Augen, das schreckt ab ;


Wow - konnten Sie ihm wirklich schon so nahekommen, dass Sie dies beurteilen können - bzw. was sind "kalte Augen"? Was hat er denn sonst noch so erzählt - oder geht da noch was?
Ich glaube, Putin hat helle Augen - die werden oft als kälter eingestuft als dunkelbraune. Obwohl - seitdem man die Fotos des Henkers der US-Journalisten sieht und deren "warme braune Augen", sollte man auch die Meinung ändern. Olga
Loana
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Re: Waffenlobby und die Unendlichkeit menschlicher Dummheit
geschrieben von Loana
als Antwort auf olga64 vom 04.09.2014, 14:11:57
Hallo Olga,

nein - ich bin ihm nicht nahe gekommen ;) Aber es gab genügend Nahaufnahmen von ihm und auf mich wirkt er so. Das hat nicht unbedingt etwas mit der Augenfarbe zu - es kommt auch auf die Ausstrahlung an - alles an dem Typ wirkt kalt ;);); besonders aber seine Augen.

LG Loana
Loana
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Re: Waffenlobby und die Unendlichkeit menschlicher Dummheit
geschrieben von Loana
als Antwort auf Bruny vom 03.09.2014, 22:43:36
Ist doch egal Loana, ob Diamant oder Putin, stehst ja auf beide nicht
(Tschuldigung, hab heute meinen albernen Tag )

Gruß, Bruny


....das Leben ist ernst genug, also darf man auch mal albern sein ;)

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olga64
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Re: Waffenlobby und die Unendlichkeit menschlicher Dummheit
geschrieben von olga64
als Antwort auf Loana vom 04.09.2014, 14:38:54
Jeder sollte sehr vorsichtig sein mit solchen doch recht infantilen Beurteilungen von Menschen, die man nur von Fotos kennt und mit denen man nie gesprochen hat (b zw. auch nie sprechen wird). Oder würden Sie es mögen, wenn jemand, der Sie nicht kennt, automatisch so negativ beurteilen würde?
Es ist ja auch nicht hilfreich, von einer subjektiven persönlichen und visuellen Beurteilung eines Menschen irgendetwas zu erwarten.
Das wäre ja so wie wenn jemand alle Hundeliebhaber mit Hitler vergleichen würde - der liebte Blondy, seine Schäferhündin ja auch abgöttisch bis zum gemeinsamen Tod. Olga
Loana
Loana
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Re: Waffenlobby und die Unendlichkeit menschlicher Dummheit
geschrieben von Loana
als Antwort auf olga64 vom 04.09.2014, 14:43:16
Hallo Olga,

man darf aber doch hoffentlich noch sagen was man denkt oder fühlt. Ich sah ihn oft genug in den Medien und würde auf ein persönliches Treffen verzichten ;);)

Verzichte gern zugunsten anderer ;)

LG Loana
nerida
nerida
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Re: Waffenlobby und die Unendlichkeit menschlicher Dummheit
geschrieben von nerida
als Antwort auf Loana vom 04.09.2014, 19:05:40

man darf aber doch hoffentlich noch sagen was man denkt oder fühlt. Ich sah ihn oft genug in den Medien und würde auf ein persönliches Treffen verzichten ;);)


ich gestehe, ich mochte den Putin und hätte ihn eigentlich ganz gern kennengelernt und unter einer Russenphobie litt ich nie.
Mir gefiel, dass er den Eindruck erweckte, ein vollkommen beherrschter Mensch zu sein, der fähig ist rational zu agieren.
Ich glaube auch, dass er privat zu einem Humor neigt, der mir zusagt. Kein schallendes Lachen bei jeder Gelegenheit und ein immerwährendes fotogenes Lächeln, sondern ein Augenzwinkern bei passender Gelegenheit.
Vielleicht bin ich deshalb so enttäuscht über sein jetziges Handeln.

Eines werde ich aber keinesfals tun, ihn jetzt zu dämonisieren, denn hinter so einem Machtinhaber stehen immer die, die ihm die Macht gegeben haben und er auch von gewissen Zustimmungen und Kontrollen abhängig ist.
Tina1
Tina1
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Re: Waffenlobby und die Unendlichkeit menschlicher Dummheit
geschrieben von Tina1
als Antwort auf nerida vom 05.09.2014, 01:06:22

man darf aber doch hoffentlich noch sagen was man denkt oder fühlt. Ich sah ihn oft genug in den Medien und würde auf ein persönliches Treffen verzichten ;);)

ich gestehe, ich mochte den Putin und hätte ihn eigentlich ganz gern kennengelernt und unter einer Russenphobie litt ich nie.
Mir gefiel, dass er den Eindruck erweckte, ein vollkommen beherrschter Mensch zu sein, der fähig ist rational zu agieren.
Ich glaube auch, dass er privat zu einem Humor neigt, der mir zusagt. Kein schallendes Lachen bei jeder Gelegenheit und ein immerwährendes fotogenes Lächeln, sondern ein Augenzwinkern bei passender Gelegenheit.
Vielleicht bin ich deshalb so enttäuscht über sein jetziges Handeln.
Eines werde ich aber keinesfals tun, ihn jetzt zu dämonisieren, denn hinter so einem Machtinhaber stehen immer die, die ihm die Macht gegeben haben und er auch von gewissen Zustimmungen und Kontrollen abhängig ist.


"Wir haben Putin unterschätzt, diesen Gewalttäter"

"Der Grünen-Europapolitiker Werner Schulz sprach mit dem Tagesspiegel über die Krise in der Ukraine.

Haben Sie als ehemaliger Bürgerrechtler einen anderen Blick auf den früheren KGB-Mann und heutigen Präsidenten Wladimir Putin?

Ich habe in ihm immer diesen skrupellosen und kaltblütigen Geheimdienstoffizier gesehen. Während seiner Rede im Bundestag 2001 bin ich rausgegangen. Viele Abgeordnete waren begeistert, weil er Deutsch gesprochen hat, und haben dennoch kaum auf seine Worte gehört. Wir haben Putin unterschätzt, diesen Gewalttäter. Zum ersten Mal hörte ich von ihm, nachdem meine Freunde vom Neuen Forum am 6. Dezember 1989 die Stasi-Zentrale in Dresden besetzt hatten. Am selben Abend wollten sie zur KGB-Zentrale. Dort kam ihnen ein Mann mit gezogener Pistole entgegen und sagte: Keinen Schritt weiter. Ich bin Offizier der Roten Armee und bereit, dieses Objekt bis zur letzten Patrone zu verteidigen. Das war der Oberstleutnant Putin.

Worum geht es der russischen Führung in der Ukraine wirklich?

Putin hat klare Absichten. Er will die Ukraine destabilisieren, möglicherweise auch noch weitere Teile abtrennen. Dann würde das Land nicht mehr auf die Beine kommen, also weder in die EU noch in die Nato eintreten können, sondern ein Mündel Russlands bleiben. Außerdem legt er es darauf an, die EU zu schwächen. Er betont ja ständig, dieses schwule Europa, dieses dekadente Europa, das alles lehnt er rigoros ab und will es eindämmen.

Wie wirkt sich das aus?

Er unterstützt die Rechtsextremisten in Europa. Er hofft, dass diese Leute bei der Europawahl gestärkt ins Parlament einziehen. Marine Le Pen, die Vorsitzende der rechten Front National in Frankreich, wird von hochrangigen Politikern im Kreml empfangen. In Deutschland regen wir uns auf, dass mal ein paar Leute von Swoboda mit der NPD eines Holger Apfel in Sachsen zusammenkamen. Die Lega Nord, Front National, Vlaams Belang und Ungarns Jobbik-Partei sind ganz andere Kaliber. Sie werden von Putin massiv unterstützt, moralisch, politisch und ideologisch. Denn sie haben das gleiche Weltbild wie er.

Was wäre die Alternative?

Man hätte Putin vor Augen führen müssen, was passiert, wenn man das Völkerrecht bricht. Denn das hat er mit der Krim getan. Das Budapester Memorandum von 1994, in dem vereinbart wurde, dass die Ukraine ihre Atomwaffen abgibt und dafür die territoriale Integrität des Landes garantiert wird, ist eindeutig gebrochen worden. Das ist unglaublich.
Was wäre denn, wenn wir uns nicht ans Völkerrecht halten? Und beispielsweise das Abkommen kündigen, das die Durchfahrt durch den Bosporus regelt? Dann käme die russische Flotte, die demnächst aufgerüstet werden soll, aus dem Schwarzen Meer nicht mehr raus. Diese Sprache würde Putin verstehen.

Wie kann eine weitere Eskalation verhindert werden?

Die Fehler liegen in der Vergangenheit. Hätte man die Ukraine und Georgien 2008 in die Nato aufgenommen, hätten wir zwei Kriege vermeiden können, den gegen Georgien und die schleichende Invasion in der Ukraine. Die USA, Großbritannien und Russland haben die territoriale Integrität der Ukraine garantiert. Eigentlich hätten die Amerikaner und die Briten sagen müssen: Jeder, der die Grenze der Ukraine überschreitet, wird es mit uns zu tun bekommen. Davor hätte Putin Respekt gehabt."

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