Forum Politik und Gesellschaft Internationale Politik Was ist denn in Erdogan gefahren?

Internationale Politik Was ist denn in Erdogan gefahren?

Tina1
Tina1
Mitglied

Re: Was ist denn in Erdogan gefahren?
geschrieben von Tina1
als Antwort auf olga64 vom 08.06.2016, 15:36:24
Auch wir Deutsche sollten allmählich mal wieder versuchen, die Causa Erdogan neutraler zu beurteilen, auch wenn wir Deutsche mit unseren Türken nie glücklich waren, bzw. denen nie die Rolle zugestehen wollten und wollen, dass es sich um gleichberechtigte Menschen Europas handelt.


Was sie hier schreiben ist für mich Unsinn. Ich weiß nicht wo sie die Weisheiten hernehmen. Warum sprechen sie von "wir Deutsche"? Vielleicht waren sie nie glücklich mit den Türken, aber übertragen sie das bitte nicht auf alle deutschen. Leben u. wohnen sie überhaupt mit vielen Türken zusammen? Ich schon, in einer Stadt (Stadtteil mit 67 % Türken) u. da gibt es keinen türkischen Mitbewohner der sich benachteiligt gefühlt hat. Sie fühlen sich auch gleichberechtigt, sonst wären sie nicht in Deutschland geblieben u. würden sich nicht auch als Deutsche gut fühlen. Die meisten sind froh, dass sie in Deutschland leben. Sie haben einen Job oder haben Geschäfte.

Warum wollen sie alles schlecht reden, was es nicht gibt. Mindesten für die größte Mehrheit der Menschen nicht. Das gab es vielleicht mal ganz am Anfang, die Zeit habe ich nicht miterlebt, Man könnte denken sie sind irgendwie stehen geblieben in ihrer Annahme, Gefühlswelt, was das Thema betrifft, kann das sein? Und wenn es am Anfag, als die ersten Türken nach Deutschland wegen der Arbeit kamen, es nicht gut lief, was war ihr Beitrag damals, dass sich die Situation ändert? Im Moment ist es so, dass Herr Erdogan, den sie jetzt gerade so verteitigt haben, die Türken spaltet. Er hetzt sie gegeneinander auf. Was alles bis jetzt gut lief, zerstört er einfach. Meine Meinung zu dem Thema, die niemand teilen muss.
Tina

Es gibt derzeit kein Land in Europa, das so sehr vom Terror heimgesucht wird; auch gestern gab es wieder viele Tote in Istanbul.
Frankreich und Belgien erfahren viel Mitgefühl von den europäischen Bürgern; warum die Türkei nicht? Die EU fordert im Gegenzug, dass die Türkei ihre Anti-Terrorismus-Gesetze "mildern" solle -. Würden wir dies so machen, wenn wir in dieser dramatischen Terror-Situation wären, wie es die Türkei ist?
Olga

Linktipp: maybritt illner

Frau Olga es wäre schön, wenn sie sich mal die Sendung von Frau Illner ansehen würden. Dort bekommen sie erklärt, was Herr Erdogan unter "Anti-Terrorismus-Gesetz" versteht. Ihm geht es in dem Gesetz nicht nur um die Attentäter, sondern um alle die eine andere Meinung haben. Alle sind in seinen Augen "Terroristen". Dazu gehört auch die HDP, die kurdische Bevölkerung, sowie alle Journalisten, Richter, Medienverlage die Kritik üben. Ich hätte gedacht, dass sie das alles wissen. Ich staune das sie Erdogan in ihrem Beitrag rechtfertigen wollen. In der Sendung hört man harte Kritik gegen Erdogan. Fatih Zingal, Befürworter der AKP Politik hat wieder deutlich gemacht, welches Denken diese Partei hat.
Tina
Linktipp: Erdogan unterzeichnet Gesetz zur Aufhebung von Immunität

"Die Türkei hebt die Immunität von 138 Abgeordneten der HDP auf. Und das ist der Grund dafür:
"Das scheint das Kalkül der AKP und, allen voran, Erdogans gewesen zu sein. Denn seine Partei hätte dann möglicherweise die Zweidrittelmehrheit im Parlament und könnte im Alleingang die Verfassung ändern."
Monja_moin
Monja_moin
Mitglied

Re: Was ist denn in Erdogan gefahren?
geschrieben von Monja_moin
"Eröffnung der Sitzung: Bundestagspräsident Lammert findet deutliche Worte"

Video auf Tagesschau.de

Monja.
olga64
olga64
Mitglied

Re: Was ist denn in Erdogan gefahren?
geschrieben von olga64
als Antwort auf Tina1 vom 08.06.2016, 19:50:34
Ihr langer BEricht ist wieder mal erstaunlich. Sie erwähnen mit keinem einzigen Wort den seit Jahren laufenden NSU-Prozess in München, wo ostdeutsche Nazis vor Gericht steht, weil viele Jahre lang systematisch an Türken Massenmorde in diesem unserem Land begangen und diese dann auch noch verhöhnt wurden. In den ersten Ermittlungen wurde auch noch den Hinterbliebenen unterstellt, es handle sich um interne Morde türkischer Clans.
Und da wollen Sie allen Ernstes verkünden, "wir Deutsche" hätten kein Problem mit Türken, evtl. ganz am Anfang usw.usw.
Diese Massenmorde, vorher gab es auch schon welche, sind so lange noch nicht her und die Türken werden sie nie vergessen. Sie haben dies anscheinend aber nie erfahren oder verdrängt oder was?
Unerwähnt liessen Sie auch, dass es nach wie vor gut ausgebildete Türken und Türkinnen gibt ,die allein aufgrund ihres Namens bei Bewerbungen nicht fair behandelt werden und ABsagen erhalten.
Es gibt noch viele Beispiele über deutschen Fremdenhass, den es leider immer gab und vermutlich auch immer geben wird. Olga

Anzeige

Bruny
Bruny
Mitglied

Re: Was ist denn in Erdogan gefahren?
geschrieben von Bruny
als Antwort auf olga64 vom 09.06.2016, 16:16:11
Warum schreiben Sie eigentlich immer in der Mehrzahl. Das fällt sehr unangenehm auf, denn WIR sind nicht Nazis und WIR sind nicht die bösen Deutschen, WIR haben weder einen Türken noch anderen Menschen ermordet und ja, WIR haben auch kein Problem mit anderen Nationen. Es gibt Nazis, es gibt Fremdenhass, es gibt Mörder und es gibt böse Menschen aber diese sind nicht per se WIR.
Bruny
olga64
olga64
Mitglied

Re: Was ist denn in Erdogan gefahren?
geschrieben von olga64
als Antwort auf Bruny vom 09.06.2016, 17:10:11
Feiglinge, die Probleme für sich verdrängen, benützen das unverbindliche "man". Als deutsche Staatsbürgerin, die hier lebt, sind es Verbrechen von Menschen aus unserem Volk, also wir.
Mit der Ignoranz dieses wir versuchte Deutschland anfangs,die Greueltaten der Nazizeit und der ebensolchen Wehrmacht von sich abzuschieben, was aber auch nicht gelang.
Wenn ich an den guten Dingen partizipiere, die wir schaffen und erleben, muss ich auch die schlechten als Pluralismus anerkennen und das werde ich immer so machen. Olga
Bruny
Bruny
Mitglied

Re: Was ist denn in Erdogan gefahren?
geschrieben von Bruny
als Antwort auf olga64 vom 09.06.2016, 17:58:34
Da bin ich ganz anderer Meinung. Ich war in meinem Leben noch nie ein Nazi, ich komme noch nicht einmal aus einer Familie die an irgendeinem Krieg teilgenommen hat. Ich habe in meinem Leben noch keinem anderen Menschen irgendein Leid zugefügt, meine Eltern ebenso wenig und meine Kinder und Enkel auch nicht. Ich schließe mich in das WIR nicht ein. Ich war auch noch nie Deutschland und ich war noch nie Papst, auch war ich noch nie Welt- oder Europameister. Mit diesem Gedanken des Herdentums identifiziere ich mich überhaupt nicht.
Bruny

Anzeige

Medea
Medea
Mitglied

Re: Was ist denn in Erdogan gefahren?
geschrieben von Medea
Was kann sich Herr Erdogan eigentlich noch alles so
leisten, dieser kleine, unbeherrschte Präsident
vom Bosporus? Den Herren Martin Schulz und Norbert Lammert
sei Dank für ihre mutige Stellungnahme zu den verbalen
Ausfällen des möchte-gern Sultans.

M.
sammy
sammy
Mitglied

Re: Was ist denn in Erdogan gefahren?
geschrieben von sammy
als Antwort auf olga64 vom 09.06.2016, 17:58:34
Als deutsche Staatsbürgerin, die hier lebt, sind es Verbrechen von Menschen aus unserem Volk, also wir.

....ob es ein wenig hilfreich sein wird, weiß ich nicht.... Die obige Ansicht sollten SIE mal juristisch/wissenschaftlich abklären lassen....
Pluralis Auctoris

sammy
olga64
olga64
Mitglied

Re: Was ist denn in Erdogan gefahren?
geschrieben von olga64
als Antwort auf Bruny vom 09.06.2016, 18:07:53
Ein Altnazi konnten wir nicht sein, da wir die Gnade der späteren Geburt hatten. Alles andere, Bruny, ist für mich so lapidar und nicht relevant auf die Gesamtheit gesehen, dass ich Sie nur beglückwünschen kann, da Sie mit diesem Profil sicher eine gute Aspirantin auf eine der nächsten Heiligsprechungen sind. Aber leider, leider erlebt frau diese erst, wenn sie tot ist. Nur Geduld - Ihre Nachfahren können dann ja stolz sein. Olga
Bruny
Bruny
Mitglied

Re: Was ist denn in Erdogan gefahren?
geschrieben von Bruny
als Antwort auf olga64 vom 09.06.2016, 18:21:06
Sie können es nicht ertragen, wenn ich eine andere Meinung vertrete. Nun, es ist wie es ist und darum lasse ich mir dieses kollektive WIR auch nicht aufschultern, weder von Ihnen noch von irgendwem sonst.
Ich hoffe, dass ich bis zu meinem Lebensende meinen Weg weitergehen werde, Respekt habe vor Menschen und allen Lebewesen dieser Erde. Meine Eltern mir dies schon beibrachten, nicht mir Prügel sondern mit viel erklären und Zuneigung und ich meine Kinder ebenso erzogen habe und nun meinen Enkel heranreifen sehe, der für seine 18 Jahre ein bemerkenswertes Weltbild hat. Darum muss ich mich um ihn nicht sorgen und das ist schön.
Bruny

Anzeige