Internationale Politik Was wird aus Italien?

coolgray
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Was wird aus Italien?
geschrieben von coolgray
Was wird aus Italien... das arme Land wird wöchtenlich mit Flüchtlingsboote [überflutet und das Land muss sie alle aufnehmen bzw Unterkunft finden... und die EU macht nichts, bzw versuchen sie es zu ignorieren. Wie wird das weiter gehen?
Edita
Edita
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Re: Was wird aus Italien?
geschrieben von Edita
als Antwort auf coolgray vom 06.07.2014, 11:47:31
Ich denke genau hier zeigt sich, wie " einig " sich die europäischen Länder darin sind, daß man nicht gewillt ist, sich noch zusätzlich Probleme und deren Lösungsversuche " aufzuhalsen "! Das Mittelmeer mutiert zum größte Massengrab der Welt,........und die europäischen Regierungen schauen zu, naja, - bei denen die versaufen, muß man die Menschenrechte schon nicht mehr mit Drohnen verteidigen, wieder was gespart!
Es ist eine Riesenschande die Europa da auf sich nimmt!

Edita
olga64
olga64
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Re: Was wird aus Italien?
geschrieben von olga64
als Antwort auf Edita vom 06.07.2014, 12:24:26
ca 1 Mio reisebereiter Menschen warten in Afrika auf die nächste Möglichkeit, nach Europa zu kommen. Es handelt sich meist um starke, junge Menschen. Sie werden sich nicht davon abschrecken lassen,dass einige davon die Überfahrt nicht schaffen - sie sind zu allem bereit. Wir müssen unsere Grenzen öffnen und den Menschen helfen. Und zwar umgehend, solange wir überhaupt noch Gestaltungsmöglichkeiten dafür haben und nicht überrollt werden. DAnn ist es zu spät - die Menschen werden sich auch nicht mehr wegschicken lassen - sie werden auch mit Gewalt ihr Stück am europäischen Kuchen verlangen, weil es ihnen zusteht - kann ich gut verstehen. Olga

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clara
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Re: Was wird aus Italien?
geschrieben von clara
als Antwort auf olga64 vom 07.07.2014, 17:00:19
Natürlich weiß ich auch um die katastrophalen Zustände auf dem Mittelmeer, die verzweifelte Lage der Flüchtlinge aus Ländern ohne Perspektive für hauptsächlich junge Menschen.
Wie aber muss man sich "Gestaltungsmöglichkeiten" Europas vorstellen? Was könnte geschehen, damit "wir" nicht überrollt würden? Angenommen, "wir" würden überrollt, dann wäre den Menschen aus afrikanischen Ländern damit auch nicht geholfen. Die meisten sind Ungelernte oder schlecht Ausgebildete, für die es in der EU ohnehin nicht genügend Arbeit gibt, und wenn sie die Geschäfte geplündert hätten, stünden sie in Europa genau so arm da, wie in ihren Heimatländern. Dabei gibt ja durchaus auch afrikanische Länder, die wirtschaftlich auf einem besseren Weg sind.

Allerdings bin ich auch der Meinung, dass ihnen Europa etwas schuldig ist. Dies kann aber nur in den betr. Heimatländern und auf politischem Weg erfolgen, unter bes. Beachtung der weit verbreiteten Korruption bei den Machthabern. So lange diese nur am Wohlergehen ihrer Clans interessiert sind und viele der Flüchtlinge durch Bürgerkriege in ihren Ländern existenziell bedroht sind, muss sich Gesamteuropa mit den Bootsflüchtlingen befassen.

Italien verdient große Anerkennung wegen seiner bisherigen Hilfeleistungen, ist aber wirklich an seine Grenzen gelangt. Es kann und darf nicht länger allein gelassen werden, zumal es selbst genug wirtschaftliche Probleme hat. Mir fällt nur ein, die Flüchtlinge nach ihrer Ankunft in Italien umgehend auf europäische Länder zu "verteilen", keineswegs für längere Zeit in Auffanglager zu sperren. Ansonsten bin ich so ratlos wie die meisten europäischen Politiker, auch die guten Willens.

Clara
Re: Was wird aus Italien?
geschrieben von marina
als Antwort auf clara vom 07.07.2014, 19:32:21
Clara, hier stimme ich nicht ganz mit dir überein. Bin tatsächlich ausnahmsweise mal sehr einverstanden mit Olgas Beitrag.

Es stimmt nicht, dass die meisten Flüchtlinge Ungelernte oder schlecht Ausgebildete sind, die man nicht gebauchen könnte. Im Gegenteil, ich habe gelesen, dass ein großer Teil von ihnen Akademiker sind.
Wir können uns in Europa nicht auf Dauer abschotten, wir leben sowieso auf Kosten dieser armen Menschen. Ich habe außerdem gelesen, dass es nicht schwer wäre, diese Leute auf EU-Länder so zu verteilen, dass jedes Land gut damit klar käme, wenn man es denn wirklich wollte. Denn die meisten Flüchtlinge landen sowieso in anderen afrikanischen oder asiatischen Ländern, die zum größten Teil selber bitterarm sind.
Ich finde es ein Unding, wie man mit ihnen umgeht und Italien mit diesem Elend alleinlässt. Es ist eine Schande, Edita, das finde ich auch.

Sie werden weiter kommen und sich durch nichts abschrecken lassen. Wir sollten dieses Problem konstruktiver angehen, allerdings auch mit Hilfe in den Ländern selber, da hast du schon recht. Aber wie sollen wir deren Politik beeinflussen? Da sind uns doch weitgehend die Hände gebunden.
clara
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Re: Was wird aus Italien?
geschrieben von clara
als Antwort auf marina vom 07.07.2014, 19:56:18
Okay, Marina, Du bist, wie ich weiß, in solchen Angelegenheiten ziemlich informiert. Ich las neulich mal, dass die Mehrheit der Afrikaner in wenig produktiven und schlecht bezahlten Arbeitsverhältnissen, hauptsächlich in der Landwirtschaft arbeitet. Dass es aber auch schon Bildungsinitiativen für eine bessere Berufsausbildung gibt.
Wenn sich überwiegend Akademiker unter den Flüchtlingen befinden, könnten sich ja Arbeitsplätze in der EU finden lassen. In der BRD werden doch dafür Leute gesucht.
Zu allererst geht es auch mir um Flüchtlingshilfe und Menschenrechte!

Clara

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Bruny
Bruny
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Re: Was wird aus Italien?
geschrieben von Bruny
als Antwort auf marina vom 07.07.2014, 19:56:18
Auch Spanien ist in einer prekären Lage, denn tausende Flüchtlinge stürmen über Marokko die spanische Exklave Melilla. Dieses Land jedoch ist so gebeutelt, dass es nicht in der Lage ist, die Flüchtlinge zu versorgen. Ich sehe viele Afrikaner die als Erntehelfer eingesetzt werden und da sie noch weniger verdienen als die marokkanischen Erntehelfer werden diese verdrängt. Das wird bald zu Mord- und Totschlag hier kommen.
In Spanien haben wir also folgendes Szenario. Ursprünglich wurde überwiegend die indigene südamerikanische Bevölkerung angeworben als Erntehelfer und Bauarbeiter. Dann allerdings platzte die Immobilienblase und den Leuten wurden von der spanischen Regierung bis zu 3000,00 € angeboten wenn sie Spanien wieder verlassen. Dieses Angebot wurde aber nicht von allen angenommen und so gibt es immer noch Erntehelfer aus Südamerika. Das Obst und Gemüse wird zum großen Teil nach Deutschland gebracht zu den Discountern und die verlangen immer billigere Preise, also wurden Marokkaner beschäftigt um für wenig Geld zu schuften. Die Menschen wurden in den riesigen Plantagen eingesperrt, Pass abgenommen, und nicht einmal wenn sie krank waren, hat man sie aus den Plantagen gelassen, sie waren/sind zum sterben verurteilt, wenn sie schwerer krank sind. Jetzt hat man eine noch billigere Rasse Mensch entdeckt. Der schwarze Afrikaner darf jetzt schuften wie ein Sklave, ohne Rechte, damit besonders Deutschland billigste Ware angeboten bekommt.
Dazu gab es eine hervorragend gemachte Doku die vielleicht der eine oder andere gesehen hat:

Die ZDF Sendung Zoom geht in "Ausgepresst und ausgenommen - Das bittere Geschäft mit den Orangen" der Frage nach, wie die Orangen so billig in Deutschland angeboten werden können und zu welchem Preis.

Ich war entsetzt als ich die Doku sah, obwohl ich mir im klaren darüber war wie das alles abläuft.
panda
panda
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Re: Was wird aus Italien?
geschrieben von panda
Hinweis :
Dieser Beitrag ist üblicher blöder Panda-Sarkasmus und nicht ernst zu nehmen !

Text :

Sollte man , aus humanitären Gründen , und um die Italiener und Spanier ( auch Griechen ) zu entlasten ---
nicht lieber gleich Luftbrücken von Nord-und Mittel-Afrikanischen Flughäfen durchführen ---
die die Ausreise-willigen Menschen dann friedlich und menschen- würdig nach Frankfurt , München oder Hamburg bringen ?
Mit Sicherheit ist hier noch viel Platz , in vielen deutschen Städten und Dörfern.
und daß wir einen schweren Arbeitskräfte-Mangel , haben wird ja wohl Niemand leugnen können.

Selbst bei noch stärkerem Zuzug von arbeitswilligen Roma u.a. wird das so bleiben , und zu schweren Verwerfungen in unserem Land führen.
Dies , weil Deutsche schlicht zu faul und zu doof sind , sowohl einfache Tätigkeiten ( wie Putzen u.a. ) oder schon Kompliziertere ( wie Programmieren oder Consulting )durchzuführen.

Da würden doch gut ausgebildete Fachkräfte aus Nigeria , Ghana , Ruanda , usw. unserer Gesellschaft deutlich helfen.

Nicht nur Fußballer von dort werden gebraucht.

Anstelle von " besser Kinder als Inder " wäre dann
" besser Schwarze als Katholiken " die Parole !
Crimmscher
Crimmscher
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Re: Was wird aus Italien?
geschrieben von Crimmscher
als Antwort auf panda vom 08.07.2014, 09:29:00
Finde ich auch erschreckend und skandalös, dass man ausgebildete Fachkräfte und Hochschulkader aus Afrika an Italiens Küsten ungenutzt verkommen lässt, während die Ungebildeten und Armen mit afrikanischen Fluggesellschaften nach Mitteleuropa kommen.

Crimmscher
clara
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Re: Was wird aus Italien?
geschrieben von clara
als Antwort auf panda vom 08.07.2014, 09:29:00
Hinweis :
Dieser Beitrag ist üblicher blöder Panda-Sarkasmus und nicht ernst zu nehmen !


Danke für den Hinweis! Ich hätte den "Text" sonst für Deine Meinung gehalten! Clara

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