Internationale Politik Wir werden älter!

karl
karl
Administrator

Wir werden älter!
geschrieben von karl

Die Lebenserwartung steigt und steigt  Das ist ein objektiv gutes Zeichen für die Gesellschaft in der wir leben und passt so gar nicht zum Gejammere um uns herum. Unabhängig davon, wie und wo wir die Ursachen suchen, ist wohl unstrittig, dass die steigende Lebenserwartung die Gesellschaft aber auch dramatisch verändern wird. Nur wie, das möchte ich mit Euch hier diskutieren. 


D18886F1-B11E-4360-A81A-F0B2C139E459.png
Wie wird die längere Lebenserwartung die Gesellschaft verändern?

Karl
wandersmann_1
wandersmann_1
Mitglied

RE: Wir werden älter!
geschrieben von wandersmann_1
als Antwort auf karl vom 23.01.2019, 21:14:43

@ karl

Nur mal 'ne kleine Frage am Rande - was macht es denn für den einzelnen Menschen den Unterschied, ob er durchschnittlich gesehen im Alter von 82,7 oder mit  84,3 Jahren stirbt? Ist doch am Ende wurscht, oder?

Die einzigen Nutznießer dieser erweiterten Lebenserwartung sind doch Pharma- und Pflegefirmen, oder etwa nicht?

karl
karl
Administrator

RE: Wir werden älter!
geschrieben von karl
als Antwort auf wandersmann_1 vom 23.01.2019, 21:28:14

@wandersmann,

die gestiegene Lebenserwartung ist ja Ausdruck auch einer Verbesserung des Gesundheitszustandes älterer Menschen. Ich bin jetzt 70 Jahre, bin fit und lebe sehr gerne und ich würde vieles dafür geben, dass dies möglichst lange so bleibt. 

Der Pharmaindustrie verdanke ich sehr viel. Ohne sie hätte ich Ende der 80er Jahre eine gesundheitliche Krise nicht überwunden. Ich habe deshalb für Deine Aussage, dass der einzige Nutznießer die Pharmaindustrie sei, nur Kopfschütteln übrig. 

Karl


Anzeige

margit
margit
Administrator

RE: Wir werden älter!
geschrieben von margit
als Antwort auf wandersmann_1 vom 23.01.2019, 21:28:14

Hallo Wandersmann_1,

natürlich stirbt kein Mensch "durchschnittlich gesehen".

Aber eineinhalb Jahre länger leben oder früher sterben  macht doch einen großen Unterschied. Meinst du nicht?

Gerade hier im Seniorentreff zeigt sich doch, dass das Alter durchaus nicht von Pharma- und Pflegeheimfirmen dominiert wird, sondern für viele Senioren eine sehr erfüllte und schöne Lebensphase darstellt, auch wenn zum Wohlergehen manchmal auch die pharmazeutische Industrie beitragen darf oder muss.

In meiner Nachbarschaft kenne ich eine ganze Reihe von SeniorInnen, die das neunzigste Lebensjahr bereits hinter sich gelassen haben und ihr Leben täglich genießen.

Und ganz sicher sind die Menschen früher, als die durchschnittliche Lebenserwartung deutlich niedriger lag, auch nicht bei guter Gesundheit gestorben.

Margit

 

ttrula
ttrula
Mitglied

RE: Wir werden älter!
geschrieben von ttrula
als Antwort auf wandersmann_1 vom 23.01.2019, 21:28:14

die statistische Lebenserwartung fließt bei allen Arten von Verträgen ein, in denen eine Wette auf die Lebensdauer eingegangen wird.

Beispiele:

- die Berechnung der Rentenkasse über die Höhe der Ausgleichszahlung, die man ab einem gewissen Alter leisten kann, um Nachteile in der Rentenhöhe auszugleichen, die durch früheren Rentenbeginn entstehen.

- Die Umrechnung bei Verrentung der Eigentumsimmobilie

- Verrentung von Kapitallebensversicherungen

also, während du persönlich nur zuschauen kannst, wie lang du tatsächlich lebst, wird bei solchen Verträgen rechnerisch dir diese Lebenszeit unterstellt. Wirst du älter, profitierst du, lebst du kürzer, profitiert dein Vertragspartner.

dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

RE: Wir werden älter!
geschrieben von dutchweepee

Ich bin meinen Altvorderen sehr dankbar, dass sie zum Teil unter Blut, Schweiß und Tränen für bessere Gesundheitsversorgung gekämpft haben. Ich habe zur Zeit tatsächlich ein gebrochenes Bein (Wadenbein) und werde durchleuchtet und komme ins MRT und weiß der Fuchs noch alles, damit ich bald wieder hüpfen kann wie ein Reh. Wahrscheinlich leuchte ich jetzt im Dunklen vor Strahlung?

wadenbein01.jpgbtw: Hab ich nicht ein sexy Knie, trotz durchgeknaxtem Wadenbein?

Vor noch Tausend Jahren wäre ich wohl jetzt der Bettelei und dem Tod Preis gegeben und noch vor Hundert Jahren hätten Staat und Kirche wohl nicht mehr als ein Armenbegräbnis, ne Handvoll Weihwasser und ein Amen für mich übrig gehabt. Dank meiner mutigen Vorfahren wurde Jahrhundertelang gegen Kirche und Obrigkeit für Wissenschaft und soziale Rechte gekämpft.

Danke, Ihr mutigen Vorfahren! ...durch Euch lebe ich noch!


Anzeige

RE: Wir werden älter!
geschrieben von WoSchi
als Antwort auf wandersmann_1 vom 23.01.2019, 21:28:14
@ karl

Nur mal 'ne kleine Frage am Rande - was macht es denn für den einzelnen Menschen den Unterschied, ob er durchschnittlich gesehen im Alter von 82,7 oder mit  84,3 Jahren stirbt? Ist doch am Ende wurscht, oder?

Die einzigen Nutznießer dieser erweiterten Lebenserwartung sind doch Pharma- und Pflegefirmen, oder etwa nicht?
Kannst Du Dir denn gar nicht vorstellen, dass es für den einzelnen Menschen etwas bedeutet, einfach weil er das Leben liebt???? Und Familien, die ihre Alten sehr lieben und dankbar sind für jeden Tag, den sie in ihrer Mitte verbringen?
karl
karl
Administrator

RE: Wir werden älter!
geschrieben von karl
als Antwort auf margit vom 23.01.2019, 21:55:01
Und ganz sicher sind die Menschen früher, als die durchschnittliche Lebenserwartung deutlich niedriger lag, auch nicht bei guter Gesundheit gestorben.

Margit
... und ohne Schmerzmittel. Karl
ttrula
ttrula
Mitglied

RE: Wir werden älter!
geschrieben von ttrula
als Antwort auf karl vom 23.01.2019, 22:57:37
Und ganz sicher sind die Menschen früher, als die durchschnittliche Lebenserwartung deutlich niedriger lag, auch nicht bei guter Gesundheit gestorben.

Margit
... und ohne Schmerzmittel. Karl
geschrieben von karl
ist es  nicht ein typisches Kriterium beim sterben, dass es in dem  Moment an der guten Gesundheit fehlt?
Also "bei guter Gesundheit" kann man nicht sterben, sondern nur leben.
sorry
Monja_moin
Monja_moin
Mitglied

RE: Wir werden älter!
geschrieben von Monja_moin
als Antwort auf ttrula vom 23.01.2019, 23:10:58
ist es  nicht ein typisches Kriterium beim sterben, dass es in dem  Moment an der guten Gesundheit fehlt?
Also "bei guter Gesundheit" kann man nicht sterben, sondern nur leben.
sorry

Auch wenn die Gesundheit nicht so gut ist, kann man noch leben. Es kommt dann darauf an wie?
Dank der Pharmaindustrie  ist es möglich geworden mit weniger Beschwerden, wenn man Glück hat, mit  keinen oder minimalen Problemen weiter zu leben.
 
So ganz verteufeln sollte man die Pharmaindustrie nicht, auch wenn es einiges zu kritisieren gibt.
 
Monja.
 

Anzeige