Forum Soziales und Lebenshilfe Lebenshilfe Pflegeberuf … was tun, wenn kein Führerschein vorhanden ist und dieser aber nicht selbst finanziert werden kann? Gibt es dafür schon Pläne zur staatlichen Unterstützung?

Lebenshilfe Pflegeberuf … was tun, wenn kein Führerschein vorhanden ist und dieser aber nicht selbst finanziert werden kann? Gibt es dafür schon Pläne zur staatlichen Unterstützung?

sirod49
sirod49
Mitglied

Pflegeberuf … was tun, wenn kein Führerschein vorhanden ist und dieser aber nicht selbst finanziert werden kann? Gibt es dafür schon Pläne zur staatlichen Unterstützung?
geschrieben von sirod49

Pflegekräfte werden händeringend gesucht
aber der Einsatz in der ambulanten Pflege setzt auch voraus, dass diese Mitarbeiter einen PKW fahren müssen.
Das können sie ja nur, wenn sie einen Führerschein haben.

 Junge Menschen, die sich für diesen Beruf entscheiden, haben aber nicht immer die Möglichkeit, die Finanzierung der Fahrerlaubnis zu stemmen.
Ich habe mal irgendwann jetzt gehört, dass es möglich wäre bzw. dass darüber nachgedacht werden könnte,  für den Erwerb der Fahrerlaubnis finanzielle staatliche Unterstützung zu bekommen.

Aber wenn ich im Internet danach suche, dann finde ich nichts dazu …

Wahrscheinlich doch nur ein kurzes Wunschdenken, leider weiß ich nicht mehr, wo ich das gehört hatte im Fernsehen irgendwann jetzt mal.

Weiß jemand von euch,
ob da was dran ist? Schön und hilfreich wäre es für diese jungen Leute, die sich für diesen Beruf entscheiden.

Was meint Ihr dazu?

Viele Grüße von sirod49

 

chris33
chris33
Mitglied

RE: Pflegeberuf … was tun, wenn kein Führerschein vorhanden ist und dieser aber nicht selbst finanziert werden kann? Gibt es dafür schon Pläne zur staatlichen Unterstützung?
geschrieben von chris33
als Antwort auf sirod49 vom 22.06.2019, 15:59:35

ich muss jetzt tief durchatmen, sirod49.

nun soll auch noch ein führerschein vom staat finanziert werden - damit ein beruf ausgeübt werden kann!?

unglaublich.... Wütend

ich kenne es nur so: wenn ich die voraussetzungen erfülle und qualifiziert bin, bewerbe ich mich bei einer firma, um die stelle.
natürlich kann man mit dem zukünftigen arbeitgeber vereinbarungen treffen...

vielleicht sollten, diese jungen menschen, die das geld für einen führerschein nicht "stemmen" können, einen kredit aufnehmen, der kann dann bezahlt werden, wenn sie beruflich eingebunden sind.

es kann nicht sein, dass der staat für jeden hühnermist verantwortlich sein soll... Enttäuscht

ääh, hatten wir das nicht schon mal... vor nicht zu langer zeit???


chris33

Rosi65
Rosi65
Mitglied

RE: Pflegeberuf … was tun, wenn kein Führerschein vorhanden ist und dieser aber nicht selbst finanziert werden kann? Gibt es dafür schon Pläne zur staatlichen Unterstützung?
geschrieben von Rosi65
als Antwort auf sirod49 vom 22.06.2019, 15:59:35

Hallo sirod49,

eventuell gibt es eine Möglichkeit über Arbeitsagentur oder dem Jobcenter:

Der Weg zurück ins Berufsleben kann gerade für Langzeitarbeitslose schwierig werden. Doch auch Empfänger vom Arbeitslosengeld I haben es nicht immer einfach, einen neuen Job zu finden. Arbeitsamt und Jobcenter sollen helfen. Beinhaltet dies auch eine Kostenübernahme vom Führerschein?
Das Wichtigste zur Kostenübernahme vom Führerschein durchs Jobcenter kurz & knapp:
  1. Eine Kostenübernahme vom Führerschein durch das Jobcenter ist möglich, wenn dadurch die Chancen auf einen Job konkret steigen können.
  2. Auch beim Arbeitsamt kann der Führerschein per Kostenübernahme gewährt werden.
  3. In beiden Fällen handelt es sich allerdings um Ermessensentscheidungen. Sie müssen den Antrag also gut begründen.
Zahlt das Arbeitsamt den Führerschein? In unserem Ratgeber mehr dazu!

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sirod49
sirod49
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RE: Pflegeberuf … was tun, wenn kein Führerschein vorhanden ist und dieser aber nicht selbst finanziert werden kann? Gibt es dafür schon Pläne zur staatlichen Unterstützung?
geschrieben von sirod49
als Antwort auf Rosi65 vom 22.06.2019, 16:40:49

Vielen Dank für deine Infos liebe @Rosi65,

Es wird ja zur zeit viel in den Medien mit den Politikern darüber diskutiert und die Gründe, warum der Pflegeberuf nicht so gerne gewählt wird, sind meiner Meinung nach auch eben dort zu suchen wie ich es oben beschrieben habe. Und ich hatte in diesen Fernseh - Diskussionsrunden vernommen, dass über eine finanzielle Unterstützung für die nötige Fahrerlaubnis im Pflegedienst nachgedacht werden soll. Nur weiß ich nicht mehr, wer das gesagt hatte …
Es wäre ja möglich, dass diese Bemerkung noch von euch jemand vernommen hatte.

Ich wünsche dir einen schönen Sonntag Sonne

Viele Grüße von sirod49

 

Monja_moin
Monja_moin
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RE: Pflegeberuf … was tun, wenn kein Führerschein vorhanden ist und dieser aber nicht selbst finanziert werden kann? Gibt es dafür schon Pläne zur staatlichen Unterstützung?
geschrieben von Monja_moin
als Antwort auf sirod49 vom 22.06.2019, 15:59:35

Einen Führerschein in Pflegeberufen ist normalerweise nur nötig, wenn der Arbeitnehmer in der ambulanten Pflege tätig ist.
Hat der Arbeitnehmer keinen Führerschein, gibt es als Alternative das Fahrrad.
 
Es ist dann eine Verhandlungssache mit dem Arbeitgeber / Einsatzleitung, daß man Hausbesuche macht, die mit Fahrrad erreichbar sind.
 
Klar ist es nicht angenehm bei Wind und Wetter unterwegs zu sein, mir tun die Briefzusteller auch oft leid die so unterwegs sind.
 
Monja.

WoSchi
WoSchi
Mitglied

RE: Pflegeberuf … was tun, wenn kein Führerschein vorhanden ist und dieser aber nicht selbst finanziert werden kann? Gibt es dafür schon Pläne zur staatlichen Unterstützung?
geschrieben von WoSchi
als Antwort auf chris33 vom 22.06.2019, 16:17:40

was ist denn daran so unglaublich`???
Wer in die Mobile Betreuung oder als mobile Pflegekraft arbeiten will, hat auch entsprechenden Anspruch auf Förderung

Es gibt schliesslich auch Bafög für Studenten


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Jabot
Jabot
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RE: Pflegeberuf … was tun, wenn kein Führerschein vorhanden ist und dieser aber nicht selbst finanziert werden kann? Gibt es dafür schon Pläne zur staatlichen Unterstützung?
geschrieben von Jabot
als Antwort auf sirod49 vom 22.06.2019, 15:59:35

Auch ich muss bei der Frage erst mal durchatmen. Soll der Steuerzahler nun schon für alles aufkommen? Da fallen mir viele Berufe ein, wo es ohne Auto einfach nicht geht.  Schon gar nicht, wenn ich auf dem Lande wohne, weil es mir besser gefällt oder billiger ist. Wo soll die Grenze gezogen werden?

Allerdings kann ich mir vorstellen, dass bei dem großen Mangel in manchen Berufen, der Arbeitgeber die Aus- und Weiterbildung, auch den Führerschein, bezahlt, einfach weil es seinem Unternehmen nutzt. Nur wird der erst mal testen, ob sich der Bewerber eignet und ihn auch einige Zeit an sich binden.

Mit der Gießkanne halte ich für ungerecht.

WoSchi
WoSchi
Mitglied

RE: Pflegeberuf … was tun, wenn kein Führerschein vorhanden ist und dieser aber nicht selbst finanziert werden kann? Gibt es dafür schon Pläne zur staatlichen Unterstützung?
geschrieben von WoSchi
als Antwort auf Jabot vom 23.06.2019, 11:37:17

... ich war ziemlich entsetzt, als der Schwager meines Sohnes, der in der Arbeitsagentur einen verantwoerlichen Job hat, uns erzählte, wie viele Arbeitslose, die oft genug mit Alkoholfahne zu den "Beratungsterminen" kamen, den LKW Führerschein vom Amt bezahlt bekamen, wohl auch knapp 1 Jahr arbeiteten und wieder in Arbeitslosenhilfe fielen - die müssen weder etwas zurückbezahlen noch wurde zuvor ein strenger Eignungstest gemacht - und da regst Du Dich über etwas so Sinnvolles auf?

Gerade im ländlichen bereich werden doch immer mehr ambulante Pflege- und Betreuungskräfte gebraucht. Zu erwarten, dass die Leute da schon früh um 6 mit dem Fahrrad unterwegs sein sollen - und das bei jedem Wetter -  und bei all dem, was sie mit sich schleppen müssen - ist geradezu eine Dreistigkeit.

sirod49
sirod49
Mitglied

RE: Pflegeberuf … was tun, wenn kein Führerschein vorhanden ist und dieser aber nicht selbst finanziert werden kann? Gibt es dafür schon Pläne zur staatlichen Unterstützung?
geschrieben von sirod49

Es ist doch eine positive Entwicklung,
dass nun endlich über Verbesserungen für die Ausübung des Pflegeberufes auch von der Politik nachgedacht und auch Druck bei den Arbeitgebern gemacht wird.

Auch wenn es nun mehr freie Planstellen gibt, müssen die ja auch irgendwie besetzt werden und da finde ich solche Gedanken wie eventuelle staatliche finanzielle Unterstützung zum Erwerb der Fahrerlaubnis für diese Pflegekräfte absolut richtig und auch ein Ansporn um diesen Beruf zu ergreifen.

Ich habe ja auch in meinem Eingangstext geschrieben, dass ich dabei besonders an den ambulanten Dienst denke. Auch und besonders die zeitlichen Vorgaben lassen hier ganz bestimmt keine Fahrradeinsätze zu … über solche Vorschläge kann ich mich nur wundern … Erschrocken

Auch wenn es zum Einsatz von Steuergeldern kommen würde (was ja noch gar nicht offiziell geplant ist) hätten wir doch alle, die irgendwann eventuell einmal auf diesen Pflegedienst angewiesen sind, etwas Gutes davon weil mehr Pflegekräfte für uns da wären.

Was ist also so verwerflich an meine Gedanken? Überrascht

sirod49
 

Edita
Edita
Mitglied

RE: Pflegeberuf … was tun, wenn kein Führerschein vorhanden ist und dieser aber nicht selbst finanziert werden kann? Gibt es dafür schon Pläne zur staatlichen Unterstützung?
geschrieben von Edita
als Antwort auf sirod49 vom 23.06.2019, 15:14:42

Zu einer positiven Entwicklung gehört, daß GESELLSCHAFT und Politik endlich registrieren, daß Pflege eine unverzichtbare Dienstleistung an der Gesellschaft ist, die nicht nur adäquat, sondern sehr gut bezahlt und anerkannt und geschätzt werden muß! 
Daß wir eine ungenügende Anzahl von Pflegekräften haben, liegt ja nicht am "fehlenden" Führerschein, sondern an der unverantwortlichen überhand nehmenden Überlastung, die dann auch noch mit mieser Bezahlung "gekrönt" wird!
Um in die ambulante Pflege einzusteigen denke ich, daß man da erst tüchtig Erfahrungen in der stationären Pflege sammeln muß, also ------ kann er währenddessen ein bißchen sparen und sich den Führerschein selber erarbeiten, denn das Auto bekommt er dann von den Sozialstationen gestellt!
Und ein junger Mensch ist garantiert nicht mit einem Führerschein in die Pflege zu locken, denn was macht er mit einem Führerschein, den er wegen eines 10-und mehr Stunden Arbeitstages nicht benutzen kann, weil er einfach fix und feddich ist und auch mal schlafen muß!
Sollte es in Hinterwaldobermeiselstein eine erfahrene Pflegerin geben, die aus Ermangelung eines FS in der ambulanten Pflege nicht einzusetzen ist, dann finden potenzielle Arbeitgeber, dank der neuen Einschätzung dieses Berufes, ganz sicher eine Lösung, die dann auch Bezahlung des FS, heißen kann!

Edita
 


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