Lebenshilfe Reduzieren, wegwerfen

Jil
Jil
Mitglied

RE: Reduzieren, wegwerfen
geschrieben von Jil
als Antwort auf olga64 vom 30.07.2019, 18:02:31

Bei uns gibt es Gebrauchtbücherkästen. Da kann jeder alte Bücher reinlegen und andere holen sie ab. Wird gut genutzt ! Ich behalte nur die Bücher, von denen ich weiß, dass ich sie mal wieder lesen werde.

Heute habe ich zwei Säcke noch sehr guter Kleidung von mir beim DRK abgegeben. Die schreiben immer wieder, welche Kleidergrößen sie ganz dringend brauchen. Das ist meine Größe ! LG Jil

heide
heide
Mitglied

RE: Reduzieren, wegwerfen
geschrieben von heide
als Antwort auf sirod49 vom 30.07.2019, 14:51:03

Sirod, ich glaube gerne, dass jeder von uns ein paar Klamotten besitzt, von denen man sich nur ungern trennen mag. Mein Mann besitzt zum Beispiel auch  eine Freizeithose - GsD aber nur für den den Hausgebrauch - die ich potthässlich finde, er jedoch trägt sie gerne.
Umgekehrt ziehe ich zum Frühstück häufig ein Wallekleid an und weiß genau, dass ich ihm darin nicht gefalle...aber er sagt nichts dazu und frühstückt trotzdem genussvoll mit mir.
 Im Grunde ergänzen wir uns geschmacklich jedoch sehr...wenn wir gemeinsam glänzen wollen, dann wird das gemacht...und wenn nicht, dann eben nicht. 

Gruß
Heide

teri
teri
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RE: Reduzieren, wegwerfen
geschrieben von teri

Bei uns in Wien gibt es seit vielen Jahren Sammelstellen für Gebrauchtwaren aller Art seitens der MA 48 - die für die Müllentsorgung zuständig ist - die alles Verwertbare zusammenträgt und in eigenen Räumen der Allgemeinheit verkauft. Die Erlöse bekommen jeweilige Hilfsorganisationen.

Auch der Tierschutzverein veranstaltet jährlich mehrmals Flohmarktaktionen, deren Erlös den Tieren zugute kommt.

Ich finde es toll und ermutigend, wenn dabei wirklich die noch häufig wertvollen Kleider, Möbel, Elektrogeräte (die dort auch gleich repariert werden können) Bücher, Geschirr usw. billig weiterverkauft werden.

Auf diese Art und Weise entsorge ich vieles - und besorge mir manchmal einiges, was mir besonders gut gefällt, was ich sonst nicht kaufen würde.

Vielleicht gibt es auch bei euch Tierschutzvereine, die den Erlös aus solchen Aktionen gut brauchen könnten?

Gruß
teri
 


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heigl
heigl
Mitglied

RE: Reduzieren, wegwerfen
geschrieben von heigl
als Antwort auf teri vom 30.07.2019, 21:47:19

Ich finde es zwar toll, dass ihr nun viel über eure Abgabequellen berichtet, wohin mit dem "Zeug".

Mir ging es eher darum, gründlich abzurüsten, und auf das nötigste zurückzufahren.

Lächeln

Mareike
Mareike
Mitglied

RE: Reduzieren, wegwerfen
geschrieben von Mareike
als Antwort auf heigl vom 31.07.2019, 08:33:11

Lieber Heigl
Du hast als Überschrift gewählt: "Reduzieren, wegwerfen."
Reduzieren übe ich seit Jahren, kaufe vorwiegend nur noch notwendiges, dies auch hinsichtlich Kleidung. Wohlwissend dass die Schränke voll sind.
Bei Neuanschaffungen von Geräten kaufe ich keine Wegwerfartikel sofern möglich. 

Das Wegwerfen 
versuche ich nach möglichkeit zu vermeiden, Was repariert werden kann, wird repariert, da bin ich mitunter sehr kreativ.

Und so kann man auch mit einer eher bescheidenen Rente ( Zwinkern ) gut durch den Alltag kommen ...

teri
teri
Mitglied

RE: Reduzieren, wegwerfen
geschrieben von teri
als Antwort auf heigl vom 31.07.2019, 08:33:11
Ich finde es zwar toll, dass ihr nun viel über eure Abgabequellen berichtet, wohin mit dem "Zeug".

Mir ging es eher darum, gründlich abzurüsten, und auf das nötigste zurückzufahren.

Lächeln
Meinst du, den inneren Saboteur - vulgo Schweinehund - besiegen und endlich ausmisten?

Das ist schwierig, aber mit etwas mentaler Selbstarbeit möglich.
Wenn du das meinst, gebe ich dir gerne einige Tipps, von denen ich schon gehört habe und auch manche derselben, dich ich auch selbst erfolgreich praktiziere.

Lächeln

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olga64
olga64
Mitglied

RE: Reduzieren, wegwerfen
geschrieben von olga64

SEitdem ich nicht mehr berufstätig bin, kaufe ich sowieso sehr viel weniger als früher.
Meine Regeln sind seit vielen Jahren konstant:
kaufe ich ein neues Teil (auch Klamotten, Schuhe usw.) wird dafür ein anderes weggeben (Altkleider-Container usw.).
Bei Klamotten gilt ausserdem, dass ich alles, was ich ca 1 Jahr nicht mehr getragen habe, entsorge über Container. ES irgendwohin zu spenden hat sich als undurchführbar erwiesen, weil in dichter besiedelten Gegenden mit ausgeprägtem Kaufverhalten zu viele Leute auf die Idee kommen und andere damit überschwemmen.
Als viele Flüchtlinge zu uns kamen, war hoher Bedarf vorhanden  - ist aber längst vorbei.
Neue Geräte wie Fernseher, Waschmaschine, Geschirrspüler usw. kaufe ich erst dann, wenn sie kaputt sind. Ich brauche es nicht, jährlich die ganz grosse Neuheit auf dem Markt zu erwerben, weil ich die Tricks der dortigen Marketinggesellschaften, mich zu immer grösserem Konsum zu motivieren, längst durchschaut habe.

Da die meisten der E-Geräte nicht mehr repariert werden können, hat sich meine persönliche Regel als gut herausgestellt, da ich die alten, kaputten Geräte dann mit Anlieferung der neuen auch sofort entsorgen kann.

Unwichtig sind mir seit langem neueste Smartphones, neuere Autos usw. Wichtig ist mir hier nur ,dass ich all das sofort kaufen könnte, wenn ich denke, ohne sie nicht leben zu können. Passiert aber nicht - geht hervorragend ohne, was auch damit zusammenhängen dürfte, dass ich mich über solchen Schnick-Schnack nicht definiere. Olga

caya
caya
Mitglied

RE: Reduzieren, wegwerfen
geschrieben von caya
 
Hatte es schon lange im Kopf und ein Stoß T-shirts und Pullis und Strickjacken liegt auch schon seit Wochen parat zum Abtransport in unseren RK-Laden.
Nun ist es mittlerweile so, daß zu den  Sachen auch Schuhe und Sneakers kommen und das alles geht nicht in die größte Reisetasche mit den Rollen.

Heute habe ich noch zwei Riesentaschen dazu bekommen, und nun wird es ernst.
Angesteckt von eurer Entrümplungs- und Ausmistungswut, hat es auch mich ergriffen.
Ich merke bei jedem Stück von dem ich mich trenne eine Erleichterung, die richtig froh macht.
Ich kenne dieses schöne Gefühl von vor gut 7Jahren, als ich von München hierher in eine viel kleinere Wohnung zog.
 
Mehrere Umzugskisten fanden damals den Weg in den Secondhand-Laden, geschenkt natürlich.
Ein Art-Deco Eßzimmer am Anfang unsrer Ehe angeschafft, wollte kein Antiquitätenhändler kaufen, und weil langsam die Zeit knapp wurde war ich letztlich froh, daß es die Malthäser in ihren Laden zum Wiederverkauf abtransportierten. Ein riesiger Jugendstil Spiegel ging auch diesen Weg.

Ich war danach einfach froh, diesen Ballast loszuwerden, der mich anfing furchtbar zu belasten.
Nun ja, jetzt geht es wieder ans Eingemachte...... nicht zwingend, aber notwendig.Zwinkern

Jetzt sind erstmal die Klamotten dran!

Wünsche allerseits frohes Schaffen.
Caya LachenRose

 
barbarakary
barbarakary
Mitglied

RE: Reduzieren, wegwerfen
geschrieben von barbarakary
als Antwort auf heigl vom 31.07.2019, 08:33:11

Da kann ich Dich beruhigen, lieber Heigl, seit heute bin ich wieder am gründlich Abrüsten! Heute früh wurde meine Couch dankenswerterweise von der Diakonie abgeholt, sie war ihnen zum Glück noch gut genug. Meine Tochter freute sich auch darüber - fragte mich aber, weshalb ich so viele Körbe besitze??? Ja, frage ich mich nun auch - ich liebe Weidenkörbe aller Art, so kamen mit den Jahren einige zusammen. Bei der Gelegenheit fanden sich noch zwei Lampen, die weg können, auch die Körbe werde ich minimieren...Baustellen habe ich genug, Abstellraum und Garage kommen auch noch dran!

Allen viel Freude beim Minimieren!!!

LG barbarakary

heide
heide
Mitglied

RE: Reduzieren, wegwerfen
geschrieben von heide
als Antwort auf heigl vom 31.07.2019, 08:33:11

Hallo Heigl,
also ich persönlich finde es schon gut zu wissen, an wen ich meine Sachen weitergebe, es sei denn, es wäre irgendwelcher oller Mist.
Wenn ich Dinge verschenke dann auch oft nur mit dem Gedanken, anderen damit Freude zu machen. Ich verkaufe grundsätzlich Nichts, freue mich allerdings riesig, wenn mir jemand als Dankeschön einige Freimarken schenkt. 
xxxx
Und wenn ich Garderobe weitergebe dann bestimmt nicht vor dem Hintergrund, weil ich das jeweilige Teil schon seit einem Jahr nicht mehr getragen habe, ( welche Verschwendung) sondern weil sich meine Figur verändert hat, zwickt oder kneift oder aus anderen Gründen nicht mehr passt. 
Ich habe einen ausgezeichneten Schneider der früher sein Geschäft in Marxloh - schau an - hatte und ein wahrer Zauberer ist. Tja, man muss halt Fantasie mitbringen,  dann kann man sich auch noch erfreuen an alten Dingen. Und wenn ich überlege, wieviel Freude mir der Thread *Stillleben* bislang bereitet hat - da gab es nicht viel zu überlegen, in den Keller steigen und schon stand irgendetwas zum Zusammenstellen fürs Foto bereit

Trotzdem, ich werde weiter entsorgen...nicht heute, nicht morgen - vielleicht aber übermorgen.

Bleibt vergnügt.

Gruß
Heide
 


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