Forum Kunst und Literatur Literatur _Ich war Kind C_ von Christopher Spry

Literatur _Ich war Kind C_ von Christopher Spry

claudiawien
claudiawien
Mitglied

Re: _Ich war Kind C_ von Christopher Spry
geschrieben von claudiawien
als Antwort auf enigma vom 14.11.2009, 12:56:42
Hallo enigma, danke für deinen Satz gestern, der mich sehr beeindruckt und in vielem bestärkt hat. Gestärkt auch.

"Persönlich stehe ich auf dem Standpunkt, dass ich es ertragen kann zu lesen, was andere ertragen mussten zu (er)leben , akzeptiere aber auch, dass es Menschen gibt, die das für sich anders sehen."
myrja
myrja
Mitglied

Re: _Ich war Kind C_ von Christopher Spry
geschrieben von myrja
als Antwort auf old_go vom 15.11.2009, 14:35:25
.............

Ich bleibe bei meiner Meinung,daß so unfaßbar grausige Geschehnisse nicht
unbedingt in allen Einzelheiten veröffentlicht werden sollten!

Täglich werden Kindesmißhandlungen bekannt gemacht und erschüttern mich zutiefst!

Täglich werden Menschen durch brutale Ereignisse wie Krieg oder Haß verletzt,verstümmelt oder getötet.

Meine Meinung:

anstatt das als Gesprächsthema zu wählen,oder schaudernd
aber im gemütlichen Sessel sitzend(!)
auch davon zu lesen......
sollten man besser überlegen,was zu tun ist,um derartigen Brutalitäten,Gefühlsroheiten bzw.Lust zu quälen oder töten
den Nährboden zu entziehen!

Gudrun

geschrieben von gudrun_d


Hallo Gudrun,

ok. Das ist Deine Meinung.
Aber bedenke auch mal, wenn nichts von diesen grauenvollen Geschehnissen an die Öffentlichkeit gelangt, wird es auch niemanden geben, der dagegen etwas tun möchte, weil er ja davon nichts weiß.

Übrigens, nicht jeder sitzt nur im gemütlichen Sessel und diskutiert darüber, sehr, sehr viele Menschen engagieren sich ehrenamtlich, um Kindern und Erwachsenen aus solchen Situationen rauszuhelfen.

Kleine Frage am Rande: Wo sitzt Du denn gerade?
--
myrja
old_go
old_go
Mitglied

Re: _Ich war Kind C_ von Christopher Spry
geschrieben von old_go
als Antwort auf myrja vom 15.11.2009, 18:08:56
'Kleine Frage am Rande: Wo sitzt Du denn gerade?'

Nun,Myrja

als du deine Frage hier eingesetzt hast,war ich trotz Nieselregen mit meiner alten Schäferhündin
(gerettet durch den Tierschutz von der Tötungsstation in Ungarn)
im nahen Wald.

In meinen 80 Lebensjahren habe ich sehr viel tätige Hilfe geleistet,wo andere vorsichtshalber weggeschaut haben!

Bis vor 10 Jahren z.B. habe ich mich noch liebevoll um ein Pflegekind gekümmert,dann betreute und pflegte ich -auch liebe-und aufopferungsvoll- meine Mutter,beinamputiert,aber geistig sehr fit bis zu ihrem Tod mit fast 93 Jahren.

Einer jungen Nachbarin nahm ich 1x wöchentlich ihre 3 kleinen Kinder 1 Tag lang ab,
( 3 Kinder unter 5 Jahren)
damit sie ausspannen konnte........
ich konnte nicht mehr hören,wie die Kinder angeschrieen oder geschlagen wurden,weil die junge Frau überfordert war.
sie war dankbar und nahm meine Ratschläge gerne an!

Auch in jungen Jahren habe ich dafür gesorgt,daß 4 Kinder vor ihren sie schlagenden Eltern geschützt wurden!

Ich denke,diese Beispiele zeigen,daß ich nicht "vom warmen Sessel" aus dummes Zeug schreibe!

Gudrun

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myrja
myrja
Mitglied

Re: _Ich war Kind C_ von Christopher Spry
geschrieben von myrja
als Antwort auf old_go vom 16.11.2009, 09:14:31
Gudrun,

danke für Deine Antwort, obwohl meine Frage eh nicht ganz so ernst gemeint war. Ich ziehe den Hut. Du tust wirklich eine ganze Menge.

Auch ich bin sehr viel ehrenamtlich tätig seit vielen Jahren und trotz Berufstätigkeit. Allerdings nicht im plegerischen-, sondern eher im sozialen, praktischen Bereich. Zum Beispiel betreibe ich mit zwei anderen Frauen einen Umsonstladen, wo Menschen alles hinbringen können, was andere noch brauchen könnten. Und natürlich darf jeder kommen und mitnehmen, was er brauchen kann. Es fließt kein Geld.
Außerdem berate und helfe ich MigrantInnen bei Problemen mit Behörden, der Schule, beim Formularwirrwarr und begleite sie, wenn gewünscht, auch zu den Ämtern.
Ich wohne in einem Hochhaus und bin da auch Ansprechpartnerin für Probleme mit der Wohnung, mit der Hausverwaltung u. Ä.
Eigentlich habe ich nie Feierabend.

Manchmal wünschte ich mir, dass die Menschen sehen, dass auch in diesem, und nicht nur im pflegerischen Bereich, sehr viel Hilfe nötig ist.

Ach ja: Meinen Urlaub verbringe ich seit Jahren regelmäßig damit, meine halbseitig gelähmte und verstummte Mutter zu pflegen, während andere am Strand liegen.
--
myrja
katzenbaby
katzenbaby
Mitglied

Re: _Ich war Kind C_ von Christopher Spry
geschrieben von katzenbaby
guten Abend,

auch ich habe dieses Buch gelesen, und konnte fast nicht glauben was ich da zu lesen bekommen habe. Es hat mir fast das Herz zerrissen was ein einzelner Mensch (Frau) ausdenken kann um Kinder solcher Qualen auszusetzen. Dass es so lange gedauert hat, bis eines der Kinder die Frau "welche sich noch Mutter" nannte anzeigen konnte. Jedenfalls hat sich diese traurige Wahrheit so geendet, dass diese Frau für eine lange Zeit eingesperrt wird. Den Kindern kann man nur eine neue friedvolle und genesende Zukunft wünschen.

Viele grüsse Claudia Norbu
schorsch
schorsch
Mitglied

Re: _Ich war Kind C_ von Christopher Spry
geschrieben von schorsch
als Antwort auf digizar vom 12.11.2009, 19:18:55
Lieber Digizar. Statt eine Meter lange Epistel zu schreiben, hättest du zumindest die Auszüge lesen sollen, die im Verlaufe der Diskussion eingestellt wurden.

Wie kann man nur so überhebliche Argumente einbringen, wenn man nicht mal weiss, um was es geht?!

"Ein paar Prügel" sind nicht zu vergleichen mit dem, was diese Irre den geklauten Kindern angetan hat....

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schorsch
schorsch
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Re: _Ich war Kind C_ von Christopher Spry
geschrieben von schorsch
als Antwort auf katzenbaby vom 09.04.2010, 22:04:33
Was in diesen Statements hier noch zu wenig zum Zuge kam: Diese Rabenmutter gehört den Zeugen Jehovas an und nimmt immer wieder Bezug auf deren Interpretationen in der Bibel.

Dieses Buch sollte für alle Zeugen Jehovas zur Pflichtlektüre erklärt und ein paar Wochen lang daraus in ihren Bibelstunden vorgelesen und diskutiert werden.

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