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Literatur Weihnachten für Proletenkinder

Milan
Milan
Mitglied

Weihnachten für Proletenkinder
geschrieben von Milan
Morgen, Kinder, wird's nichts geben! (Erich Kästner)

Morgen, Kinder, wird's nichts geben!
Re: Weihnachten für Proletenkinder
geschrieben von mart1
als Antwort auf Milan vom 28.11.2010, 19:24:43
Proletenweihnacht


Der Weihnachtsbaum steht öd und leer.
Die Kinder schauen blöd umher.
Da lässt der Vater einen krachen.
Die Kinder fangen an zu lachen.
So kann man auch mit kleinen Sachen,
Proletenkindern Freude machen.

Unbekannter Autor aus der
Arbeiterbewegung der 30erJahre
Urego
Urego
Mitglied

Re: Weihnachten für Proletenkinder
geschrieben von Urego
als Antwort auf mart1 vom 28.11.2010, 20:21:25


Ich wollte mich über die von Euch eingestellten "Gedichte" aufregen, hatte schon einen Beitrag geschrieben, aber wieder gelöscht. Ich lasse mich nicht provozieren.

Schaut mal in die Kinderzimmer der Kinder, die ihr hier bedauern wollt. Ihr bekommt gute Gelegenheit dazu, wenn ihr im Nachmittagsprogramm bei den Privaten mal reinschaut. Da sind Schränke von Spielzeug vorhanden.

Aber Klassenkampf !!

Urego

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eko †
eko †
Mitglied

Re: Weihnachten für Proletenkinder
geschrieben von eko †
als Antwort auf Urego vom 28.11.2010, 22:08:14
Ich finde auch, dass dies dummes Zeug ist, geschrieben von Leuten, die offensichtlich nicht wissen, wie es in den meisten Kinderzimmern (auch HartzIV !!) aussieht.

@ urego:
Es bringt nix, sich über solche polemischen Beiträge aufzuregen. Das ist alles nur Wichtigtuerei!


e k o
eko †
eko †
Mitglied

Re: Weihnachten für Proletenkinder
geschrieben von eko †
Auf die Frage, was ein schwäbischer Familienvater (ca. um 1900 rum) seinen Kindern zu Weihnachten schenken würde, meinte er:"Hano, i saich ehna a Schleifetz"


e k o
clara
clara
Mitglied

Re: Weihnachten für Proletenkinder
geschrieben von clara
als Antwort auf Urego vom 28.11.2010, 22:08:14
Hallo Urego,

aber wieso? Ich finde, die Persiflage passt auch heute. Es gibt doch in Deutschland genug Kinder, die zu Weihnachten nicht reich beschenkt werden (können)! Meine Tageszeitung in Schleswig-Holstein hat wie alljährlich eine "Aktion Sterntaler" gestartet, der man Spenden zukommen lassen kann. Dadurch wird armen Familien die Möglichkeit geboten, ihren Kindern auch ein paar ersehnte Sachen unter den Weihnachtsbaum zu legen.

Ich zitiere aus dem Internet:
Diese bissige Verballhornung erschien erstmals in Kästners erster Gedichtsammlung Herz auf Taille im Jahr 1928 - also in der Zeit kurz vor der Weltwirtschaftskrise, als Massenarbeitslosigkeit einen großen Teil der deutschen Bevölkerung in Armut stürzte und vielen nicht mehr erlaubte, ein würdevolles Weihnachtsfest zu begehen.

Gruß, Clara

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Re: Weihnachten für Proletenkinder
geschrieben von meli
als Antwort auf clara vom 28.11.2010, 22:23:20
Solche Aktionen finden auch hier in der Badischen Zeitung statt und ich finde es gut.

Ansonsten kann ich nicht glauben, was ich hier lese!

Mal ein Link der Caritas zur Kinderarmut.
Diejenigen, die glauben, es gäbe in Deutschland keine Armut oder Kinderarmut mehr, werden sich damit wohl kaum auseinandersetzen.

Meli

Kinderarmut
clara
clara
Mitglied

Re: Weihnachten für Proletenkinder
geschrieben von clara
als Antwort auf meli vom 28.11.2010, 22:36:07
Liebe Meli, ich danke Dir! Ja, so ist es, und ich komme selbst öfter in Berührung mit solcher Kinderarmut. LG, Clara
eleonore
eleonore
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Re: Weihnachten für Proletenkinder
geschrieben von eleonore
O.T.


ich wäre mit zitieren von kästner ein wenig sehr vorsichtig.


*Um das Urheberrecht von Erich Kästner bzw. seinen Nachkommen nicht zu verletzen bzw. da ich keine explizite Erlaubnis von diesen habe (er ist noch nicht 70 Jahre tot - erst in 2044), befinden sich keine Gedichte, Zitate oder Sprüche von ihm auf meinen Seiten. Nutzen Sie bitte die Linktipps oder die Literaturhinweise bei Amazon.`/zitat aus sprücheportal

Warnung vor Kästner auf Homepages - "Ich bekam letzten Montag eine Abmahnung der Rechtsanwälte von Thomas Kästner, der der Erbe Erich Kästners ist. Ich hatte seit einer Kästner-Unterrichtsreihe drei Kapitel und vier Gedichte von EK auf meiner Webseite stehen."
geschrieben von http://www.martinschlu.de/editorials/editorial24.htm
old_go
old_go
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Re: Weihnachten für Proletenkinder
geschrieben von old_go
als Antwort auf eleonore vom 29.11.2010, 06:06:17
Heute noch Kinder armer Eltern als "Proletenkinder"
zu bezeichnen,finde ich einfach taktlos,ganz egal,welcher Reimer irgendwann unter diesem Titel derartige Verse gekloppt hat!

Sehr viele Eltern sind völlig unverschuldet oft in Notlagen gekommen,ohne deshalb
Proleten
zu sein!

Das ist das Eine,was ich zu euern tollen Postings sagen möchte!

Zum Andern ärgert es mich jedesmal ganz gewaltig,
und ich sage das auch vor Ort den Beteiligten,
wenn beim Sperrmüll völlig intaktes Spielzeug oder brauchbare Möbel stehen!

Es gibt Rubriken in den Zeitungen,wo man derartige Dinge kostenlos zum verschenken anbieten kann
und ich habe es selber erlebt,dass diese Angebote sehr gerne angenommen werden!

Gudrun



Es tut,verflixt nochmal,doch nicht weh,an Andere zu denken und etwas zu tun anstatt einfach zum Sperrmüll abholen zu lassen!

yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy


Elo

meine Worte nicht an dich gerichtet,denn du hast Recht mit deinem Einwand!!

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