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Luft- und Raumfahrt Angst vor Himmelsbomben

astrid
astrid
Mitglied

Angst vor Himmelsbomben
geschrieben von astrid
© Reuters

Wissenschaftler und Astronauten warnen vor der Gefahr durch Asteroideneinschläge auf der Erde.
***************

Aber seht Euch selber das Video im Link an.

Verstehe deshalb nicht, daß man noch Krieg auf unsere
Erde führen muß/soll?
Es gibt genug andere Probleme, muß ein Volk dem anderen Volk mit Gewalt zeigen, wer der Bessere ist?
Wessen Religion oder wessen Öl man haben muß?
Und es dann durch einen Krieg, sozusagen einfordert?

LG Astrid
eleonore
eleonore
Mitglied

Re: Angst vor Himmelsbomben
geschrieben von eleonore
als Antwort auf astrid vom 31.10.2010, 13:03:24
keine angst astrid,

bruce willis ist mit seinen team zu stelle, und macht jede asteroid den garaus.
Aerosmith mach musik dazu, dann kann nichts mehr schiefgehen.

(so ein schmonzes, seit jahrtausenden fallen asteroiden unterschiedliche größe immer wieder auf die erde.
viel mehr angst sollte man haben, von den ganzen weltraum müll, was wir produziert haben, und unlängst ein satte teil in china auf ein feld fiel.)
adam
adam
Mitglied

Re: Angst vor Himmelsbomben
geschrieben von adam
als Antwort auf eleonore vom 01.11.2010, 07:07:24

Naja, der Weltraummüll plumpst runter und erschreckt bis jetzt nur Kühe und ein paar Menschen. Zu Schaden gekommen ist noch niemand.

Aber Asteroiden sind kompakt, schwer zu endecken, weil sie keinen Schweif wie Kometen haben und sie sind in Erdnähe sehr schnell. Wenn so ein Teil, sagen wir von 100 Meter Durchmesser, eine Großstadt mit 200.000 Stundenkilometer trifft, ist die samt Umgebung platt.

Im April 2029 kommt Apophis der Erde sehr nahe (30.000 km) und der hat einen Durchmesser von 270 m. Die Hiroshimabombe, mit einer Sprengkraft von 0,015 Megatonnen, war ein Streichholz im Vergleich zu Apophis, der im Fall eines Aufschlags auf 510 Megatonnen geschätzt wird.

Und wo ist Bruce Willis im April 2029?

--

adam


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schorsch
schorsch
Mitglied

Re: Angst vor Himmelsbomben
geschrieben von schorsch
als Antwort auf astrid vom 31.10.2010, 13:03:24
Glaube mir: die Gefahr, im Schwimmbad von einer "Arschbombe" (oder einer solchen aus gefrorener Sch.... von einem Flugzeug) getroffen zu werden, ist grösser als die, von einer Himmelsbombe.

Natürlich kann es jederzeit jedermann treffen, von einem Himmelskörper erschlagen zu werden. Aber die Menschheit und Tierwelt hat es in Jahrmillionen überlebt.

Hast du schon mal gesehen, dass 2 Fliegen zusammenstiessen? Eben! Und diese Wahrscheinlichkeit wäre noch millionenfach grösser.

Entschuldigung: Muss mal unterbrechen; ich höre draussen etwas Überirdisches sausen!
Re: Angst vor Himmelsbomben
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf schorsch vom 01.11.2010, 08:43:20


es lässt weniger Platz für Angstgefühle vor den realen Alltagsbedrohungen,
wenn man sich mit möglichst exotischen Bedrohungen beschäftigt.

Während ich noch am Himmel nach Asteroiden ausspähe,
rutsche ich - schwupps - auf einem dicken feuchten Blatt aus ...


Sorella
adam
adam
Mitglied

Re: Angst vor Himmelsbomben
geschrieben von adam
als Antwort auf vom 01.11.2010, 08:54:31
@sorella,

Dein Argument klingt ein bißchen wie das Pfeiffen im Wald. Mit einem Asteroideneinschlag auf der Erde ist es wie mit einem Schadenereignis bei der Versicherung. Man weiß nicht ob und wann es einen trifft, man weiß aber, daß es irgendwann passiert und man versichert sich dagegen. Warum nicht auch gegen Asteroiden?

Bekannt sind etwa eine halbe Million Asteroiden, schätzungsweise gibt es aber Millionen davon. Wäre das Tungusta-Ereignis von 1908 nicht über Sibirien, sondern über einer Stadt wie Moskau, London oder New York passiert, hätten wir heute sicher eine andere Einstellung zu den Gefahren aus dem All.

Panikmache ist sicher fehl am Platz, aber die Astronomen machen nicht umsonst darauf aufmerksam, daß die Gefahr vorhanden ist und die Menschheit vorbereitet sein sollte. Wenn heute ein entsprechend großer, bislang unbekannter Asteroid hinter der Sonne auftaucht und auf Kollisionskurs mit der Erde geht, säßen wir ganz schön belämmert da.

Es dauert Monate, wenn nicht gar Jahre, bis wir gegen so einen Brocken etwas unternehmen könnten. Filme wie Armageddon sind Augenwischerei. Bis heute gibt es weder einen Plan, noch die Technik, einen Asteroiden erfolgreich vom Kurs abzulenken oder gar zu zerstören. Pfeiffen hilft nicht.

Sicher wäre es kein Fehler, für den Fall der Fälle, auch für zukünftige Generationen zu sorgen und ihnen nicht nur Schulden und eine kaputte Umwelt zu hinterlassen.

--

adam

.


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Re: Angst vor Himmelsbomben
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf adam vom 01.11.2010, 10:13:27

*lach* adam,

das Argument: "klingt wie Pfeifen im Wald" habe ich grad in einem anderen Thread an jemand anderes gerichtet.
So schnell schlägt das Schicksal zurück! *gg*

Im Ernst:

Ich behaupte ja nicht, dass Asteroideinschläge unmöglich sind, oder bezweifle die Schädigung.

Als Produzentin von Hausberichten einer großen Rückversicherung bin ich auch im Bilde über die Denkweise von Versicherungen angesichts möglicher großer Schäden durch schicksalhafte Verkettungen (in diesem Fall sind natürlich immer wirtschaftliche gemeint).

Trotzdem bleibe ich dabei, dass die momentan realste Bedrohung für mich nasse glitschige Herbstblätter sind (und zwar aus leidvoller gerade gemachter Erfahrung) und mein Hauptfokus sich auf diese Gefahrenlage richtet.

Meine Technikgläubigkeit hält sich bekannterweise in Grenzen. Was können wir tun gegen Asteroide? Fällt das nicht einfach unter Lebensbedrohungen der unbeherrschbaren Art?

Sorella





karl
karl
Administrator

Re: Angst vor Himmelsbomben
geschrieben von karl
als Antwort auf vom 01.11.2010, 10:26:09
Als gängige Theorie, die das Aussterben der Dinosaurier erklärt, gilt, dass ein Asteroid von 100 km Durchmesser auf der Erde aufgeschlagen ist und einen abrupten Klimawandel ausgelöst hat. Dieser Asteroid soll ein Bruchstück einer großen Asteroidenkollision im Sonnensystem gewesen sein (s. Link).

Ich denke schon, dass es sinnvoll ist, dass sich Fachleute mit der Wahrscheinlichkeit beschäftigen, mit der mit solchen Zwischenfällen zu rechnen ist und angesichts der Größe der möglichen Schäden sollten auch mögliche Gegenmaßnahmen diskutiert werden, auch wenn die Entwicklung entsprechender Technologien eventuell viele Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte benötigt.

Karl
Re: Angst vor Himmelsbomben
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf karl vom 01.11.2010, 10:47:50
ja, kann nicht schaden, wenn Wissenschaftler da mal drüber diskutieren.


Parallel könnten sich auch Gedanken gemacht werden über den Müll, der anscheinend realtiv bedenkenlos in Umlauf gebracht wird. Kleinvieh macht auch Mist, wenn es runterfällt.


Nur Angst kann ich halt nicht wirklich entwickeln bei diesem Thema.

Die Chance, dass wir unseren Planeten ganz alleine kaputt kriegen, seh ich größer.

Sorella
(schön, dass du von einer gängigen Theorie sprichst und nicht von einer wissenschaftlichen Erkenntnis )


clara
clara
Mitglied

Re: Angst vor Himmelsbomben
geschrieben von clara
als Antwort auf karl vom 01.11.2010, 10:47:50

Ich denke schon, dass es sinnvoll ist, dass sich Fachleute mit der Wahrscheinlichkeit beschäftigen, mit der mit solchen Zwischenfällen zu rechnen ist und angesichts der Größe der möglichen Schäden sollten auch mögliche Gegenmaßnahmen diskutiert werden, auch wenn die Entwicklung entsprechender Technologien eventuell viele Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte benötigt.

Karl
geschrieben von karl

Das passt doch auch haarscharf in die Diskussion für oder gegen Kernkraftwerke! Auch hier ist die Größe möglicher Schäden bekannt. Ob es irgend welche Gegenmaßnahmen gibt, weiß ich nicht, genau so wenig wie bei möglichen Asteroiden-Einschlägen.

Clara

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