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DearTom
DearTom
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Re: Internationale Musik&Folklore
geschrieben von DearTom
als Antwort auf enigma vom 27.12.2010, 09:54:00
... hello „thirsty ears“

Ja, Sophie Milman fasziniert mich auch, sie ist ja eine, die instrumental gerne in ihrem (Jazz-)Genre verweilt und sich nur selten cross-over bewegt, so finde ich es in ihrem Fall mal sehr spannend zu erleben, wie sie einzelne Anleihen aus dem Pop(-Rock) tätigt oder folkloristische Stücke in den Jazz überträgt. Den welt-musikalischen Touch bekommen ihre Songs ja durch ihren mehrsprachigen Gesang, ganz interessant, dass so herum zu erleben.

Manchmal frage ich mich, wie das mit Leuten ist, die so herumgekommen sind und in den verschiedensten Ländern gelebt haben. Fühlen sie sich eigentlich überall zu Hause oder nirgendwo - oder ist dieser scheinbare Widerspruch eigentlich nicht so groß?

Hm, schwierig zu beurteilen, hängt sicher von verschiedenen Faktoren ab, Lebensumstände, Alter, Akzeptanz und und. Vielleicht wird auch umgekehrt ein Schuh daraus ... wenn man viel in der Welt herumkommt wird man evtl. anpassungsfähiger, man wird offener seinen Mitmenschen gegenüber, kann sich schneller integrieren, heimisch fühlen? Man kann es aber auch philosophischer auflösen: Home is where the songs are! (das Lebensmotto einer befreundeten Band, die stelle ich demnächst mal hier rein).
Oder frei nach Tom Waits: The world is not my home. I'm just a passin thru ...
Come On Up To The House

Noch mal ein paar Worte zu Jamie Cullum: Ich bin da bei meiner Beurteilung in die Bewertungsfalle getappt, hatte mir irgendwann mal vorgenommen, nicht mehr diese „Preisrichter“-Rolle zu übernehmen, obwohl ja unsere Music-Threads ein wenig davon leben. Maßgebend für mich ist eigentlich das musikalische (und das war bei JC top), eine Show vor dem TV zu bewerten macht, wie Enigma schon sagt, keinen großen Sinn. Und darüber hinaus gibt es ja noch immer ein ganz anderes Kriterium (welches bei uns Konsumenten gerne vergessen wird), und das ist der Blickwinkel des Künstlers (der Band) auf der Bühne, da steht meines wissens vor allem die Freude an der Musik und die Spiellust ganz vorne ... und die hat man dem guten Jamie Cullum ja wohl angemerkt, das Publikum war ja entsprechend begeistert. Das wollte ich jetzt nur nochmal gesagt haben.

Zu Anouar Brahem: echt witzig, hatte mir zunächst das Video angesehen und mir dabei gedacht, was für wundervoll ruhige, fließende Musik das ist, ich öffne dann den Artikel (übrigens einer, der mir an einigen Stellen aus dem Herzen spricht) und genau diese Attribute werden genannt. Hochinteressante Musik von einem hochinteressanten Künstler! Und mit einer ganz eigenen Philosophie was die Entwicklung seiner Musik angeht, ich glaube einfach, er hat den Kopf frei und unterwirft sich keinem „Stream“. Auch seine Instrumentierungen gefallen mir sehr, na klar, bei Akkordeon und Klarinette ... Auch bei ihm gilt: mehr davon hören!

Love, Peace and Happiness
Tom







enigma
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Re: Internationale Musik&Folklore
geschrieben von enigma
als Antwort auf DearTom vom 27.12.2010, 16:26:19
Hallo, lieber Tom - und natürlich, wie immer - hallo alle, die auch die Musik aus anderen Ländern dieser Erde schätzen und mögen können...

Ja, ich finde die Musik von Brahem auch toll.
Und er scheint die Ruhe, die Kraft und mentale Stärke zu haben, um sich nicht verheizen zu lassen, sondern selbst zu bestimmen, wann und wie er etwas macht oder wann er auch Pausen haben will, um sich zu sammeln, um Abstand zu gewinnen von dem, was vorher war, um auf neue Ideen zu kommen.
Das schafft er offenbar auch, wie schön.

Tom, da Dir diese “fließende” Musik auch gut gefällt, möchte ich noch jemanden präsentieren, der m.M.n. ebenfalls “sein Ding” macht, d.h., ihn berühren auch keine Modeströmungen, sondern er bleibt bei seinem ganz persönlichen Stil.
Es ist der französische Pianist und Komponist Didier Squiban, der aus der Bretagne stammt und die bretonische Musik um einen Mix aus traditioneller bretonischer Musik, Jazz-Improvisationen und Klassik bereichert hat, denn ursprünglich kommt er von der Klassik und vom Jazz.
Mit ihm fand auch das Klavier Einzug in diese Musik.

Vorstellen möchte ich ihn mit dem Musikstück Petit Air Marin
aus seinem Album Porz Gwenn.

Gruß von Enigma
DearTom
DearTom
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Re: Internationale Musik&Folklore
geschrieben von DearTom
als Antwort auf enigma vom 28.12.2010, 08:57:08
... endlich wieder Musik (hallo an alle)

Didier Squiban: Volltreffer, das ist genau die Musik, welche ich im Augenblick gut haben kann, so ein wenig als Ausgleich zum ganzen Rummel. Man könnte ihm stundenlang zuhören, habe mir schon einiges von ihm auf Youtube angehört, die meisten Sachen die dort von ihm eingestellt sind haben auch eine einwandfreie Soundqualität. Ich geb’s zu: da ist etwas in seinem Spiel, dass mich in seinen Bann zieht, einfach schön! Stelle ihn absolut auf eine Stufe mit Mehldau und Jarrett. Liebe Enigma, ich würde behaupten: mal wieder tief gegraben und mal wieder einen Schatz geborgen! Bist ja eine nie versiegende Quelle

Bei meiner nächsten „Offerte“ habe ich ein kleines Problem, würde gerne den Pianisten der Band vorstellen, ich besitze zwei wundervolle Solo-Alben von ihm, die genau in die Richtung von Didier Squiban gehen, leider konnte ich nichts entsprechendes finden. Anyway, auch die Musik der Band Over the Rhine ist nicht zu verachten. Die Basis von OtR sind das Ehepaar Karin Bergquist und Linford Detweiler (beide Vocals, Piano und Gitarre), die die Band im Sommer 1990 gründeten und folgerichtig Mitte dieses Jahres ihr 20-jähriges Jubiläum feierten. Leider sind sie in Europa ziemlich unterbewertet, wahrscheinlich auch deswegen, weil sie vorwiegend auf dem nordamerikanischen Kontinent auftreten.

Möchte sie u.a. mit dem „pianolastigen“ Hush now vorstellen, wo man Linfords Qualitäten am Piano erahnen kann.
Over the Rhine - Hush now (Stella's Tarantella)

Leonard Cohen-Cover Hallelujah

I Want You to Be My Love

... und für den unwahrscheinlichen Fall, dass mich mal jemand vermissen sollte :) –>
Don’t Wait For Tom (eine Hommage an Tom Waits)

Einen Mix an OTR-Songs kann man über sich über ihren „Record Player“ auf ihrer Homepage anhören:
OtR-Recordplayer

wikipedia englisch

So, jetzt seid ihr informiert

Don’t wait : Tom












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enigma
enigma
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Re: Internationale Musik&Folklore
geschrieben von enigma
als Antwort auf DearTom vom 29.12.2010, 16:07:19
.... Wie könnte ich denn nicht auf Tom warten, der nicht nur meine “thursty ears“, sondern manchmal auch meine “hungry eyes” mit Musik versorgt, die ich nicht schon in den letzten dreißig Jahren oder sogar länger zigmal gehört habe?
Das musst Du einsehen, Tom, dass das nahezu unmöglich ist.
Ich will damit keineswegs sagen, dass mir die bereits bekannte Musik nicht viel wert ist und ich sie nicht auch weiterhin hören werde, aber eben nicht immer, das wäre dann doch mit der Zeit etwas langweilig.
Na, Du weißt schon, wie ich das meine!

Jedenfalls war “Over The Rhine” diesmal Deinerseits ein absoluter Volltreffer.
Es wäre nämlich ein Verlust gewesen, diese Band nicht kennenzulernen.
Danke also für die Vorstellung. Die OTR-Songs werde ich mit Sicherheit noch öfter hören wollen.
Stimme, Musik, alles nach meinem Geschmack.

Da Du u.a. auch das Leonard-Cohen-Cover “Hallelujah” eingestellt hast, möchte ich es ergänzen um die Interpretation von Jeff Buckley, der ja leider, noch keine 30 Jahre alt, ertrunken ist.
Aber Buckley wird wahrscheinlich ohnehin bekannt sein.

Hier also nun das Hallelujah mit JB.


Weiter möchte ich mich musikalisch noch etwas in der Bretagne aufhalten und den bretonischen Musiker und Sänger Alan Stivell vorstellen, der mit seiner Harfe die bretonisch-keltische Musiktradition pflegt.
Ihn möchte ich einstellen mit dem Lied Tri mortolod, (übersetzt: Drei Matrosen)

So, und jetzt muss ich raus, vorbei den winterlichen Eiszapfen-Dächern. Hoffentlich fällt mir keines von den spitzen Dingern auf den Kopf.
Aber das merkt Ihr, wenn ich nicht mehr hier erscheine.

Bis dann und Gruß an alle
Enigma
DearTom
DearTom
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Re: Internationale Musik&Folklore
geschrieben von DearTom
als Antwort auf enigma vom 30.12.2010, 11:41:16
hallo Enigma, hallo board,

gleich mal testen ob du deinen winterlichen Ausflug unbeschadet überstanden hast und dir nicht der Himmel auf den Kopf gefallen ist, resp. ein Eiszapfen o.ä. Ufos von oben

Schön zu hören dass du auf mich warten kannst, das nimmt mich in die Pflicht ...

Ja genau, das entspricht auch meinen Hörgewohnheiten, eine Mischung aus alt-bewährtem und neuen Eindrücken, für letzteres ist dieser Thread ja eine Goldgrube! Prima dass dir OTR gefallen, falls du dir (ihr) mal auf die Schnelle was von ihnen anhören möchtest (möchtet), da gibt es ein privates Download-Portal, nichts illegales, denn derjenige, der es betreibt ist ein guter Freund der Band(s) die dort zum Download stehen und hat das Einverständnis, das meiste sind eigene Live-Mitschnitte, alles in Absprache mit den Musikern, ich weiß das, weil ich schon Kontakt mit ihm hatte. Manche mp3 oder mov-Dateien laden sich durch anklicken von alleine, andere mit der rechten Maustaste anklicken, dann sichern als ... Tipp: die OtR Rarities (zip file), entpackt sich durch Doppelklick
Download-Portal

Die Musik Jeff Buckleys kenne ich natürlich, wie auch die seines Vaters Tim, beide tragischerweise nicht mehr unter uns. Seine Interpretation des Cohen-Covers würde bestimmt auch dem Meister (L.C.) selbst gefallen, ausgesprochen schön.

Alan Stivell, den habe ich ja seit halben Ewigkeiten nicht mehr gehört, er war ja, soweit ich mich erinnern kann, schon vor Jahrzehnten ungeheuer populär, sehr charismatisch, wie du sagst, ein Kulturträger des „Breizh“ und des gesamten keltischen Sprachraums. Seine Harfe ist natürlich das herausragende Instrument, aber ich muss sagen, auch seine Begleitmusiker haben klasse. Lese gerade auf wikipedia, dass er 2007 in Nürnberg beim Bardentreffen aufgetreten ist, schade, dann habe ich ihn dort um ein Jahr verpasst.

Sodala, nun mein „Jahresabschluss-Tipp“, eine Musikerin aus Tschechien, Marta Topferova. Wer nun Songs in tschechischer Sprache erwartet wird enttäuscht, sie ist eine (außergewöhnliche) Interpretin latein-amerikanischer Musik. Ich zitiere mal aus der ARTE-website: Marta Topferova ist Sängerin und gebürtige Tschechin. Sie lebt in Ihrer Wahlheimat New York. Sehr früh findet sie Interesse an latein-amerikanischer Musik, in deren Geheimnisse Sie von Ihrem venezuelanischen Lebensgegfährten eingeweiht wird. Den hatte sie kennengelernt, als sie das erste Mal amerikanischen Boden betrat. Später hat Topferova sogar die klassische Gitarre aufgegeben, um sich der Cuatro zu widmen (eine kleine Gitarre mir vier Doppelseiten, die aus der Karibik und Venezuela stammt).

Marta Topferova - Grano De Arena

Ensueño

Homepage

Das war’s für dieses Jahr, wünsche allen einen guten Rutsch und einen tollen Jahresanfang 2011


Tom







pilli †
pilli †
Mitglied

Re: Internationale Musik&Folklore
geschrieben von pilli †
nicht versäumen möchte ich, enigma

bevor sich das alte jahr laut krachend und funkelnd verabschiedet, ein leises "Danke" an dich und alle zu senden, die das thema in für mich unvergleicher art und weise mit bekannten aber auch neuen tönen und infos zu musikalischen themen so variantenreich gefüllt haben.

nicht lange brauchte es, nachzudenken, mit welchem internationalen lied ich den besinnlichen teil des alten jahres verabschieden und euch danken möchte, denn auch zu diesem lied hat es eine private geschichte:

ich lernte das lied kennen von tochter Anne und hörte einiges zur interpretin Sissel Kyrkjeb des folksongs "Koppangen" und anderer lieder, als Anne dieses lied einstudierte, das sie anlässlich der Taufe ihrer tochter Sarah am zweiten weihnachtstag in der kirche sang:

Koppangen by Sissel

wiki zeigt m.e. eine lesenswerte vita der Norwegerin:

Sissel

und wer denn dann noch weiteres erfahren möchte:

homepage Sissel Kyrkjeb

mit den worten aus dem liedtext: "something great is waiting" wünsche ich den gestaltern und den mitlesenden St'lern, dass uns grosses erwarten möge im Neuen Jahr und in diesem thread...

--
pilli, die jetzt leise wieder die türe schliesst.

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enigma
enigma
Mitglied

Re: Internationale Musik&Folklore
geschrieben von enigma
als Antwort auf pilli † vom 31.12.2010, 17:53:35
Hallo am ersten Tag des Jahres 2011 und allen Mitgestaltern und Lesern inner- und außerhalb des ST Wünsche für ein gutes Jahr.

Pilli, Dir ein herzliches Dankeschön für das Nahebringen einer norwegischen Sängerin, die mir bis gestern noch unbekannt war, die es aber absolut verdient hat, noch bekannter zu werden.
Sissel hat mir wirklich sehr gefallen, ein aparter Typ mit besonderer Stimme.
Auf ihrer Homepage gibt’s ja noch weitere schöne Musik zu hören und ihren bemerkenswerten Satz “Rember, Music changes everything” zu lesen.

Wenn ich jetzt Deinen Beitrag weiter deute, dann ist eine kleine Erdenbürgerin namens Sarah kürzlich auf die Welt gekommen. Da wünsche ich natürlich auch der Kleinen ein gutes Leben.
Noch einmal danke für Deinen Beitrag.
Irgendwann dürfen wir uns vielleicht auf einen neuen freuen, denn wir leben ja vom Dialog hier.
“Something Great is waiting” - ja, das wäre schön und das hoffe ich.
Und wenn Du denkst: “Something New is waiting”, dann weißt Du ja, wo die Türe nicht zu schließen, sondern (vielleicht)? wieder aufzumachen ist, denn ich nehme an, dass Du auch mit Anne in ständigem Austausch über Musik stehst.

Deartom, danke zunächst mal für das Download-Portal.
Da werde ich mich jetzt mal so nach und nach bedienen.

Und Marta Topferova ist natürlich auch wieder einsame Spitze mit ihrer Vorliebe für die lateinamerikanische Musik und ihrer dunklen Stimme.
Interessante Informationen sind auch ihrer Homepage zu entnehmen, z.B. darüber, welchen musikalischen Einflüssen sie sich selbst ausgesetzt sah, in ihrer ersten Heimat und dann in den USA, wo dann endgültig die Liebe zur lateinamerikanischen Musik erwacht ist und sich entwickelt hat.
Allerdings bin ich immer noch nicht dahintergekommen, wer denn nun ihr venezuelanischer Lebensgefährte ist?
Enrique Lopez vielleicht?
Jedenfalls ist sie wieder ein Gewinn für mich. Danke auch dafür.

Das Jahr 2011 möchte ich musikalisch eröffnen mit dem Titel

Al di là del vetro (Licht meiner Augen) von Ludovico Einaudi.
Die Musik von Einaudi ist mir manchmal fast schon zu harmonisch, aber mit ihr können wir das Neue Jahr immerhin ganz entspannt in Angriff nehmen.


Grüße von Enigma
DearTom
DearTom
Mitglied

Re: Internationale Musik&Folklore
geschrieben von DearTom
als Antwort auf enigma vom 01.01.2011, 10:45:16
Hallo, wünsche allen Musikfreunden ein gesundes und natürliches musikalisch inspirierendes Neues Jahr.

hallo Pilli, auch von mir ein Danke für den „norwegischen“ Beitrag, Sissel, eine Stimme so klar wie das Wasser eines Fjordes , sie muss ja in ihrer Heimat (in ganz Skandinavien) eine große Popularität genießen, ich muss auch sagen, Koppången wird wunderbar vorgetragen, kann leider den Text nicht verstehen aber er war sicher passend zu diesem schönen Ereignis. Ja, es wäre schön wenn du uns hier weiterhin mit Exponaten aus deiner „musikalischen Schatztruhe“ erfreuen würdest.

hallo Enigma, da du ja die „Urheberrechte“ an diesem wundervollen Thread besitzt, hoffe ich natürlich auf viele be- und verzaubernde Vorschläge deinerseits für’s vor uns liegende Jahr, bin mir aber ganz sicher, dass du uns weiterhin mit vielen Preziosen internationaler Künstler beglücken wirst, was meinst du, die Musikindustrie sollte uns doch eigentlich dankbar sein für soviel (kostenlose) Promotion für dieses Genre

Mit Enrique Lopez liegst du richtig, zumindest war er der Ex-Partner von Marta Topferova, in diesem Artikel steht es irgendwo geschrieben

Bei Ludovico Einaudi (er ist tatsächlich der Sohn eines früheren italienischen Staatspräsidenten) verhält es sich genauso wie bei Didier Squiban, seine Stücke werden getragen von wunderschönen, ja harmonischen, Klavierklängen zum entspannenden Zuhören. Er beherrscht aber auch die Up tempo-Wechsel wie beim Questa notte hier zeigt eine gelungenen Kameraeinstellung sehr schön seine Spieltechnik. Noch mal eine Frage zum ausgewählten Titel, habe für das von dir, Enigma, ausgewählte Video die Übersetzung Behind the Window gefunden, ich glaube Licht meiner Augen ist dieses hier (ist aber auch völlig egal, sie nehmen sich ja nichts in ihrer Schönheit) Ludovico Einaudi - Luce dei miei occhi

Dann werde ich zum Start des Jahres mal ein Trio vorstellen, dass bestimmt vielen bekannt sein dürfte, leider ist der Kopf dieser Band 2008 tödlich (beim Tauchen) verunglückt, das Esbjörn Svensson Trio, wohl eine der erfolgreichsten und begeisternsten europäischen Jazz-Bands. Ich habe ein Stück aus ihrer Darbietung von den Leverkusener Jazztagen 2005 ausgewählt, ihr Spunky Sprawl

wikipedia

Wünsche euch einen s w i n g e n d e n Start ins Jahr
Tom







enigma
enigma
Mitglied

Re: Internationale Musik&Folklore
geschrieben von enigma
als Antwort auf DearTom vom 02.01.2011, 14:58:11
Hallo Tom,

da muss ich zunächst natürlich etwas korrigieren, denn Du hast mich - sehr taktvoll - einer höchst ungenauen Formulierung überführt.
Also bei meiner Bemerkung in Klammern haben drei weitere Wörter gefehlt, damit das von mir Gemeinte nicht missverständlich gewesen wäre.
Ich hätte schreiben müssen: (Aus dem Film “Licht der Augen”). Für den hat Einaudi ja die Filmmusik geschrieben. Im Originaltext hieß der natürlich auch “Luce dei miei occhi“.
Ein Link zum Film (ausnahmsweise) hier:

Später gab es den Soundtrack auf einer Audio-CD, die ich aber leider nicht besitze.
Sie ist auch - glaube ich - nur noch schwer zu erhalten, evtl. auf Vorberstellung bei Amazon?
Jedenfalls sind beide Musiktitel (“Luce dei miei occhi“ und auch „Al di là del vetro“) auf dieser CD enthalten; ein Link dazu hier:

Nun aber zurück zu Deinem letzten Beitrag!

Danke für diese wunderbare Vorstellung das Esbjörn-Trios, das ich nur dem Namen nach kannte.
Ich hatte es - aus welchem Grunde auch immer - noch nie gehört, bin aber jetzt wirklich begeistert von dem Rhythmus des Spiels der drei Freunde.
Und den Satz „Das Trio hatte eine organische Form der Improvisation entwickelt, es schien, als würde niemand Solo spielen, dabei taten es alle zugleich.“ kann ich wohl nachempfinden.
Ich finde es auch immer wieder gut, wenn Musiker sich nicht den manchmal zu eng gefassten Grenzen eines Genres unterwerfen, sondern einfach auch offen für andere Einflüsse sind.
Gibt es denn eigentlich Ersatz für den leider verunglückten Pianisten Esbjörn oder ist das Trio jetzt zerbrochen?

Heute möchte ich Euch noch einen Harfenisten vorstellen, auf den mich kürzlich ein Ex-Kollege (und absoluter Klassik-Fan) hingewiesen hatte.
Es ist der Franzose Xavier de Maistre, der 2009 den Echo-Klassik-Musikpreis als bester Instrumentalist gewann.
De Maistre will auch mit seinem Instrument etwas bewegen, ihm ein anderes Image geben, experimentiert gerne und führt auch Werke unbekannter Komponisten auf oder adaptiert Stücke, die ursprünglich für andere Instrumente gedacht waren, für die Harfe.

Vom ZDF wurde er im Mittagsmagazin am 16. November 2009 vorgestellt. Darüber gibt es auch ein Video,
hier:

Und hier noch de Maistre mit Manuel de Falla, adaptiert für Harfe, aus A vida breve


Gruß von Enigma
Der-Waldler
Der-Waldler
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Re: Internationale Musik&Folklore
geschrieben von Der-Waldler
Aus der kurzen Jahresend- und -anfangspause zurück, möchte ich allen MusikfreundInnen hier in diesem Thread ein gutes neues Jahr wünschen...

Mein neues Jahr wird sehr anstrengend, wir ziehen um, und zwar 600 km. Vom Rheinland in den Bayrischen Wald, wo wir bisher nur unseren Zweitwohnsitz hatten. Und das mit mehr als 5000 Büchern, mehr als 500 CDs, knapp 100 Bildern... Naja, ich hoffe, alles übersteht es gut und gesund, einschliesslich meiner Frau und mir.

Daher werde ich seltener hier anzutreffen sein, zumindest bis April. Dann ist hoffentlich alles gut vorbei.

Liebe Grüsse

W.

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