Musik Opernwelt

Sirona
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Opernwelt
geschrieben von Sirona
La Traviata - Ouvertüre



Verdi muss bei der Komposition dieser Oper Sternstunden erlebt haben, denn so viel Leidenschaft, Tragik und Gefühlsausbrüche, eingebettet in Musik die Herz und Sinn berührt, gibt es in nur wenigen Opern.

Es wäre schön wenn hier die Ohrwürmer großer Opern zu hören wären. Vielleicht stellt der eine oder andere seine Lieblingsoper vor.

LG Sirona
Roxanna
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Re: Opernwelt
geschrieben von Roxanna
als Antwort auf Sirona vom 16.06.2016, 08:27:24


Liebe Sirona,

neben den Mozart-Opern, die ich sehr liebe, kann ich mich über Puccini-Opern begeistern. Wie er Gefühle und Dramatik in seinen Opern musikalisch ausdrückt, ich finde das ist fast nicht zu überbieten. Hier eine der brühmten Arien aus La Bohème - Wie eiskalt ist dein Händchen -. Ich freue mich, dass du diesen Thread eröffnet hast.

Liebe Grüße
Roxanna
Sirona
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Re: Opernwelt
geschrieben von Sirona
als Antwort auf Roxanna vom 16.06.2016, 08:50:21
Liebe Roxanna,

da hast Du wirklich eine ganz besonders schöne Arie eingegeben, da schmilzt man so richtig dahin. Puccini mag ich auch sehr.
Weißt Du zufällig wer die Interpreten sind? Pavarotti? Wer ist diese hervorragende Sängerin?

Ja was wären die Opernkomponisten ohne diese außergewöhnlichen Sänger, die die Musik erst richtig zum Erklingen und zur Geltung bringen.

Ich freue mich auch dass Dich dieser Thread angesprochen hat. Vielleicht gesellen sich ja noch weitere Opernfreunde hinzu.

Puccini beschrieb die Entstehung der Oper wie folgt:
„Die Geburtsstunde war an einem Regentag, als ich nichts zu tun hatte und mich daran machte, ein Buch zu lesen, das ich nicht kannte. Der Titel lautete ‚Scènes de la Vie de Bohème‘ (Szenen aus dem Leben der Boheme). Das Buch nahm mich mit einem Schlag gefangen. In jener Umgebung von Studenten und Künstlern fühlte ich mich sofort zu Hause. In dem Buch war alles, was ich suchte und liebe: die Frische, die Jugend, die Leidenschaft, die Fröhlichkeit, die schweigend vergossenen Tränen, die Liebe mit ihren Freuden und Leiden. Das ist Menschlichkeit, das ist Empfindung, das ist Herz. Und das ist vor allem Poesie, die göttliche Poesie. Sofort sagte ich mir: das ist der ideale Stoff für eine Oper.“
(Wiki)


LG Sirona

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Roxanna
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Re: Opernwelt
geschrieben von Roxanna
als Antwort auf Sirona vom 16.06.2016, 09:37:14
Liebe Sirona,

die Sängerin neben Pavarotti heißt Fiamma Izzo d' Amico. Sie ist Italienerin. Ich habe bis heute auch von ihr noch nichts gehört. Ich freue mich wirklich sehr über diesen Thread und könnte als Lieberhaberin der Oper auf Anhieb hier ganz viele Arien einstellen. Ich werde mich hier sicher sehr oft "sehen lassen" .

Liebe Grüße
Roxanna
AltesHaus
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Re: Opernwelt
geschrieben von AltesHaus
Oh, was für eine schöne Überraschung, Pavarotti zu hören ! Und wenn ich dann lese, daß es möglicherweise weitere Überraschungen gibt, hätte ich einen Wunsch: Es gibt, von Pavarotti gesungen, das ergreifende "Panis Angelicus". Ich würde mich sehr freuen ! Danke vorab.
Roxanna
Roxanna
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Re: Opernwelt
geschrieben von Roxanna
als Antwort auf AltesHaus vom 16.06.2016, 10:42:52
Solche Wünsche werden gerne erfüllt



Viel Freude damit
Roxanna

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Sirona
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Re: Opernwelt
geschrieben von Sirona
Don Carlo – G. Verdi



Der spanische König Filippo II. heiratet aus politischen Gründen die große Liebe seines Sohnes Don Carlos - die französische Königstochter Elisabeth von Valois. Don Carlos ist verzweifelt und setzt sich zur Ablenkung seines Kummers vehement für die Befreiung des unterdrückten Flanderns ein, womit er allerdings seinen eigenen Untergang heraufbeschwört.

Ketzerverbrennung und Erlösung, Resignation und Hoffnung, Liebe und Tod, Verrat und Freundschaft kommen in diesem Drama eindringlich zur Darstellung.
Die berühmteste Arie dieser Oper ist diejenige des Königs Filippo - Ella giammai m’amò (sie hat mich nie geliebt) – die einen völlig verzweifelten und im Innersten tief erschütterten, einsamen alten Menschen zeigt (siehe obiges Video).

Verdi schrieb die Oper nach Schillers gleichnamigem Drama in einer Zeit, als Italien unter Fremdherrschaft stand und er für sein Land keine Chance sah dass sich dies ändern würde. Dennoch hat Verdi sich niemals von seinen Idealen abbringen lassen (Freiheit) und sie in seinen Werken zum Ausdruck gebracht.

LG Sirona
Roxanna
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Re: Opernwelt
geschrieben von Roxanna
Nach so viel "italienische Dramatik", liebe Sirona, dachte ich nun vielleicht einmal etwas von Mozart.

Eine meine Lieblingsopern, die eigentlich ein Singspiel ist, ist "Die Entführung aus dem Serail". Vor einiger Zeit wurde sie auf Arte von den Festspielen in Glyndebourne übertragen. Ich war begeistert von dem schönen Bühnenbild und den Kostümen. Sieht man das doch heutzutage leider nur noch selten, weil es nur noch moderne Bühnenbilder gibt.

"Das Werk ist zunächst als unterhaltsames Stück angelegt, erreicht aber in vielen Szenen große emotionale Tiefe und Komplexität. Die Charaktere wachsen durch die differenzierte Zeichnung in den Arien und Ensembles weit über die stereotype Singspielhaftigkeit hinaus, wie zum Beispiel Osmin, der komisch-finstere Aufseher des Paschas, der seine vielfältigen Drohungen im Koloratur-Bass zum Ausdruck bringt. Mozart hat mit dieser Oper die Reihe seiner reifen Meisterwerke eröffnet und damit auch von der privaten Lebenssituation her endgültig den Schritt zur erträumten Existenz als unabhängiger Künstler geschafft. Nicht zufällig trägt die weibliche Hauptfigur den Namen seiner späteren Frau Konstanze, die er kurz darauf gegen den Willen seines Vaters in Wien heiratete. Die Rolle der Konstanze wurde der gefeierten Sopranistin Caterina Cavalieri auf den Leib geschrieben, diejenige des Osmin für den berühmten Bass Ludwig Fischer." (Wikipedia)

"Belmonte, ein spanischer Kaufmann, und sein ehemaliger Diener Pedrillo versuchen ihre entführten Geliebten aus der Hand des osmanischen Paschas Selim zu befreien. Dabei prallen unterschiedlichste Wert- und Moralvorstellungen aufeinander.
Mozarts Musik spürt der Macht der Liebe und der Angst des Verrats in den Seelen nach".
Hier nun eine Arie des Osmin, gesungen von Tobias Kehrer, einem jungen Bass-Sänger, von dem man sicher noch viel hören wird.



Liebe Grüße
Roxanna
Sirona
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Re: Opernwelt
geschrieben von Sirona
Turandot – G. Puccini

Nessun dorma (keiner schlafe)



Turandot ist die Prinzessin in einer Erzählung aus der orientalischen Sammlung Tausendundein Tag *), die jeden Freier köpfen lässt, der ihre Rätsel nicht lösen kann.
Der Prinz Calaf löst das Rätsel der Prinzessin Turandot und hat den Anspruch sie zur Gemahlin zu bekommen. Allerdings stellt er der heiratsunwilligen Prinzessin die Aussicht von ihrem Heiratsversprechen zu entbinden wenn sie bis zum Sonnenaufgang seinen Namen herausfinden würde. So befahl Turandot unter Androhung der Todesstrafe dass ganz Peking nicht schlafen dürfe und die Bewohner den Namen des unbekannten Prinzen herausfinden sollten.
(Erinnert irgendwie an das Märchen Rumpelstilzchen.)

*) Nicht zu verwechseln mit Tausendundeine Nacht

LG Sirona
Re: Opernwelt
geschrieben von WoSchi
Ich grüsse Euch herzlich mit der Arie "Che faro senza Euridice" aus Orpheus und Euridice von Christoph Willibald Gluck: Hier gesungen von dem Countertenor Jochen Kowalski.

Bei der Uraufführung 1762 in Wien wurde der Orfeo noch von dem Kastraten Gaetano Gaudagni gesunge, später und bis heute wird die Rolle meistens von Frauen mit Altstimme besetzt, da Countertenöre oder Kontertenöre sehr rar sind.Es handelt sichdabei um eine männliche Altstimme, bei der der Sänger mit Hilfe seiner durch Brustresonanz verstärkten Kopfstimmen- bzw. Falsett-Technik in Alt- oder sogar Sopranlage singt. Der Countertenor ist jedoch nicht mit einer Kastratenstimme gleichzusetzen, weder im Klang noch im Stimmumfang. (wikipedia)


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