Forum Haus und Garten Neue Wohnformen Kleinsthäuser- eine gute Alternative?

Neue Wohnformen Kleinsthäuser- eine gute Alternative?

RE: Kleinsthäuser- eine gute Alternative?
geschrieben von Heidrun44
als Antwort auf olga64 vom 10.03.2021, 18:35:08
Wie schon erwähnt, ist die SChliessung von Campingplätzen Ländersache.
An dem grössten hier am schönen See musste dieser im letzten Jahr schliessen, hatte dann im Sommer wieder geöffnet und seit November 2020 wieder zu.

Ich habe keine Ahnung wie es zu Coronazeit auf den Campingplätzen geregelt ist. Es wird sicher sehr unterschiedlich sein. Da ich nicht die Absicht habe in einem Caravan auf dem Campingplatz zu wohnen, habe ich mich nicht damit beschäftigt. Ich finde einfach nur die verschiedenen Möglichkeiten sehr interessant.
Das bedeutet auch, dass die Wasserversorgung eingestellt ist. Auch wenn ein Caravan Dusche und Toilette haben sollte - von irgendwoher muss das Wasser ja kommen. Persönlich kann ich mir nicht vorstellen, dass es sich die Leute mit dem Eimer aus dem nahegelegenen See holen....
Bei Strom dürfte es so sein, dass die meisten Fotovoltaik auf dem Dach haben. Nur scheint halt in Deutschland die Sonne im Winter nicht so ausgiebig wie in anderen Ländern.

Die Caravans haben Wassertanks, Bordbatterien (für Strom usw.) und auch Gas (zum kochen, für Kühlschrank). So waren wir auf unseren Reisen in USA beweglich und konnten auch in der "Pampa" campen. Genauso wird es auch hier bei den Caravans sein. Camper oder Dauercamper kennen sich da aus.
Spass dürfte das alles nicht machen, wenn ich nur an die Schneemengen und die Saukälte denke, die vor einigen Wochen noch vorherrschte. Da bleibe ich dann doch lieber in meiner Wohnung. Olga

Heizen kann man die Caravans auch. Wohnen in einem Caravan dürfen sie nicht mit zelten verwechseln. Es ist das Gefühl der Freiheit, die Camper so begeistert. 😃

LG Heidrun
olga64
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RE: Kleinsthäuser- eine gute Alternative?
geschrieben von olga64

Hier in Bayern werden insbesondere an den schönen Seen nun den Dauercampern gekündigt. So geschieht es gerade am Starnberger See, wo einige DAuercamper, die eine jährliche Pacht von ca 2.000.- Euro zahlten, nun das Feld räumen müssen. Anfechtbare Mietverträge - wie z.B. für Wohnungen - gibt es auf dem Sektor nicht ,da Caravans bewegliche Unterkünfte sind.
Die Pächter der Campingplätze sind auch zu verstehen: sie wollen, wenn es wieder losgeht mit Touristen natürlich ihre Einnahmeverluste aus der Seuchenzeit kompensieren und mit Gebühren pro Nacht/oder Woche ist natürlich mehr zu verdienen als mit niedrigen Pachten wie oben.
Die Pächter brauchen aber auch Geld, um in die Campingplätze zu investieren, weil die Ansprüche der Gäste immer höher werden und auch das muss zu finanzieren sein. Olga

Via
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Mitglied

RE: Kleinsthäuser- eine gute Alternative?
geschrieben von Via

Nachdem das eigentliche Thema "Neue Wohnformen" immer wieder durch den Wolf gedreht wird und bei Tourismus landet, hier noch ein letzter Beitrag aus der SZ (schön etwas älter, aber aktueller denn je):

Vom Loft ins Holzhaus

Zitat des Eigentümers Stefan Dunkel:

"Ich hatte schon immer den Traum, in einem skandinavischen Holzhaus zu leben", sagt er. Als eine Bekannte, die ein solches Haus hatte, nach Australien auswanderte, war die Gelegenheit da. "Es war ein Punkt in meinem Leben, an dem ich über vieles noch einmal nachgedacht habe", sagt er. Dunkel ist seit 30 Jahren an Multipler Sklerose erkrankt, er saß zwischenzeitlich im Rollstuhl. "Ich musste mich einfach erden", sagt er. Also: raus aus der Stadt, rein in die Natur. Inzwischen kann er wieder Fahrrad fahren, der Rollstuhl ist Vergangenheit. Und dem Loft trauert er auch nicht hinterher.

VG - Via

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RE: Kleinsthäuser- eine gute Alternative?
geschrieben von Heidrun44
als Antwort auf Via vom 11.03.2021, 16:36:44

Interessanter Link 👍
Ich bewundere diese "abendteuerlichen" Menschen. Ich sehe auch gerne Sendungen über "Aussteiger".
Ich selber bin da aber nicht flexibel genug. Mit Veränderungen habe ich keine Probleme, aber immer in einem Zelt auf dem Autodach zu leben 😏 . Naja da käme ich vielleicht auch nicht mehr so locker hoch 😆
Da träume ich doch lieber von einem Kleinsthaus und informiere mich über die Möglichkeiten. 😃

LG Heidrun

ehemaliges...Mitglied
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RE: Kleinsthäuser- eine gute Alternative?
geschrieben von ehemaliges...Mitglied
als Antwort auf Via vom 10.03.2021, 20:41:56

genau so ist es liebe Via. 
Ich habe ja auch so eine kleine Keksdose in der Eifel, in der jetzt meine Enkelin wohnt und kennen gelernt habe ich das Wohnen in diesen kleinen Häuschen bei einer alten Freundin im Siegerland. 
Nicht jeder Campingplatz erlaubt das feste Wohnen und nicht jede Gemeinde gestattet es, eine Meldeadresse auf so einem Platz zu haben - auch wenn die Betreiber das manchmal behaupten. Das bestimmt nicht nur das Einwohnermeldeamt sondern auch die Baubehörde, die das Gelände dafür genehmigen muss. Das heisst: Alle Parzellen müssen über fliessend Wasser und Kanalisation, Stromanschluss und über genügend Abstand zueinander haben, um den Brandschutz zu gewährleisten. 
Viele Anlagen werden nur im Sommer betrieben, weil die Wasserrohre nicht tief genug liegen. 
Man sollte sich erst so einen Platz suchen, bevor man einfach so ein Haus kauft ..denn viele Verpächter gestatten nur einen bestimmten Typ Haus, den sie vorzugsweise selbst vertreiben ... 
Auch sollte man sich die Pachtbestimmungen genau ansehen, denn viele schliessen Verträge pmmer nur über 1 Jahr ab und wenn man Pech hat, wird er einfach nicht verlängert. So passierte es meiner Freundin, die woanders viel Geld in so ein gebrauchtes Mobilheim steckte und sich dann weigerte, statt Blumen und Gemüse einen Kies-und Betongarten anzulegen - da wirde dann nach 2 Jahren einfach nicht verlängert, sie durfte das Haus nicht einmal verkaufen, weil es schon 22Jahre (aber top renoviert war)  und dann durfte sie auch noch den Abriss selbst bezahlen. Man sollte also gut aufpassen. Ich habe einen ganz normalen Mietvertrag, zahle im Jahr 2,850 Euro Pacht plus Nebenkosten, jabe eine Ringgasleitung und würde so immer wieder wohnen wollen.
Hier sind einige Plätze mit der Möglichkeit des 1. Wohnsitz aufgezeichnet

Bei Plätzen in den Niederlanden aber auch in  D muss man immer nachhören, ob die Plätze nicht kurz vor der Schliessung sehen, ich kenne einige Leute, die sich ein Mobilheim in Holland kauften und dann kam heraus, das der Platz umgebaut oder geschlossen wird ...

Via
Via
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RE: Kleinsthäuser- eine gute Alternative?
geschrieben von Via
als Antwort auf Heidrun44 vom 11.03.2021, 17:03:21
Interessanter Link 👍
Ich bewundere diese "abendteuerlichen" Menschen. Ich sehe auch gerne Sendungen über "Aussteiger".
Ich selber bin da aber nicht flexibel genug. Mit Veränderungen habe ich keine Probleme, aber immer in einem Zelt auf dem Autodach zu leben 😏 . Naja da käme ich vielleicht auch nicht mehr so locker hoch 😆
Da träume ich doch lieber von einem Kleinsthaus und informiere mich über die Möglichkeiten. 😃

LG Heidrun
Ich meinte den zweiten Beitrag - vom Loft ins Holzhaus. 
Leider konnte ich den nicht separat einstellen, sorry.
VG - Via

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Via
Via
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RE: Kleinsthäuser- eine gute Alternative?
geschrieben von Via
als Antwort auf ehemaliges...Mitglied vom 11.03.2021, 17:06:06

Vielen lieben Dank für die wertvollen Hinweise!
Ringgasleitung ist eine Superidee.
LG - Via

ehemaliges...Mitglied
ehemaliges...Mitglied
Mitglied

RE: Kleinsthäuser- eine gute Alternative?
geschrieben von ehemaliges...Mitglied
als Antwort auf Via vom 11.03.2021, 17:16:19

ohja, denn die Flaschen sind garantiert mitten in der Nacht in eisiger Kälte leer und die Sorgen hat man bei so einer Ringleitung nicht.

Auch sollte man in den Vertragsbestimmungen schauen, wie das mit Besuchern ist - einigen ist das völlig egal, aber da wo meine Freundin zuerst wohnte, mussten Besucher pro Tag und pro Person 2 Euro bezahlen ... idiotisch

RE: Kleinsthäuser- eine gute Alternative?
geschrieben von Heidrun44
als Antwort auf ehemaliges...Mitglied vom 11.03.2021, 17:06:06

Danke für die Information 👍

LG Heidrun

freddy-2015
freddy-2015
Mitglied

RE: Kleinsthäuser- eine gute Alternative?
geschrieben von freddy-2015
als Antwort auf ehemaliges...Mitglied vom 11.03.2021, 17:06:06
Hier sind einige Plätze mit der Möglichkeit des 1. Wohnsitz aufgezeichnet

Bei Plätzen in den Niederlanden aber auch in  D muss man immer nachhören, ob die Plätze nicht kurz vor der Schliessung sehen, ich kenne einige Leute, die sich ein Mobilheim in Holland kauften und dann kam heraus, das der Platz umgebaut oder geschlossen wird ...
Auch sollte man in den Vertragsbestimmungen schauen, wie das mit Besuchern ist - einigen ist das völlig egal, aber da wo meine Freundin zuerst wohnte, mussten Besucher pro Tag und pro Person 2 Euro bezahlen ... idiotisch
Wer auf einem Campingplatz die Sanitäranlagen nutzt verursacht Kosten Woschi,
die dann auch weitergegeben werden oder durch eine Tagesgebühr abgegolten wird,
dass ist meiner Meinung nach korrekt.
Hat der Platz keine Sanitäranlagen, sondern nur jeder seine eigenes Toilette,
mit Zu und Abwasser zahlt ja der Mieter/Eigentümer des betreffenden Objektes,
dass über die Wasser/Stromuhr. Warum soll ich das für andere mitbezahlen.???
Holländer sind bekannt dafür Plätze zu schliessen, auch selbst erlebt hier in Deutschland, nach Verkauf des Platzes an einen Holländer.
Da wird dann im grossen Stil meistens in Richtung Center Park
und ähnliche Konzepte in neue Objekte investiert ohne zu kleckern.
Alles abbauen teils verschrotten etc. das war dann die Devise für die Mieter.
Eine alternative Wohnform kann meiner Meinung nach nur funktionieren,
wenn man einen wasserdichten Mietvertrag hat
oder Miteigentümer des Grundstücks wird wie bei festen Kleinsthäusern.

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