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Nostalgie Meine klingende Straße

Wilhelmsburger
Wilhelmsburger
Mitglied

Re: Meine klingende Straße
geschrieben von Wilhelmsburger
als Antwort auf schorsch vom 12.07.2013, 09:41:47
Meine Erinnerung an die 50er Jahre:
Cola, Fanta etc. gab es noch nicht, dafür immer eine Kanne Tee, "Blümchenkaffee" (er hieß so, weil auf der Ersatzkaffeepackung lauter rote Pünktchen wie Blümchen gedruckt waren) oder Milch, von der ich jeden Tag 1 1/2 Liter für 1,02 Mark in einer Milchkanne aus Aluminium holte.
Mal schnell einen Marsriegel, von wegen! Schokolade gab es sehr selten, es lag wohl am Preis. Bonbons gab es auch nicht immer und die Freude war riesig, wenn meine Oma ein Tütchen mit diesen herrlichen bunten Bonbons mitbrachte. Sie waren wie von einer langen Stange gebrochen und hatten in der Mitte eine bunte Blume, fast jeder Bonbon sah anders aus und somit wurden sie erst einmal sortiert. Die ich doppelt hatte, mussten zuerst dran glauben.
Natürlich hat man sich auch selbst geholfen. Da wurde die Pfanne herausgeholt und etwas Butter mit Zucker erhitzt, bis sich diese Masse wie Sahnebonbons färbte. Mit dem Löffel wurden kleine Kleckse auf einen Teller gesetzt. Oder man mischte noch Haferflocken unter und setzte kleine Häufchen... herrlich!
Wer Lust hat, kann es ja mal probieren, schon der Duft ist es wert!
Monja_moin
Monja_moin
Mitglied

Re: Meine klingende Straße
geschrieben von Monja_moin
als Antwort auf Wilhelmsburger vom 07.08.2013, 18:04:05
Meine Erinnerung an die 50er Jahre:
Cola, Fanta etc. gab es noch nicht, dafür immer eine Kanne Tee, "Blümchenkaffee" (er hieß so, weil auf der Ersatzkaffeepackung lauter rote Pünktchen wie Blümchen gedruckt waren) oder Milch, von der ich jeden Tag 1 1/2 Liter für 1,02 Mark in einer Milchkanne aus Aluminium holte.
Mal schnell einen Marsriegel, von wegen! Schokolade gab es sehr selten, es lag wohl am Preis. Bonbons gab es auch nicht immer und die Freude war riesig, wenn meine Oma ein Tütchen mit diesen herrlichen bunten Bonbons mitbrachte. Sie waren wie von einer langen Stange gebrochen und hatten in der Mitte eine bunte Blume, fast jeder Bonbon sah anders aus und somit wurden sie erst einmal sortiert. Die ich doppelt hatte, mussten zuerst dran glauben.
Natürlich hat man sich auch selbst geholfen. Da wurde die Pfanne herausgeholt und etwas Butter mit Zucker erhitzt, bis sich diese Masse wie Sahnebonbons färbte. Mit dem Löffel wurden kleine Kleckse auf einen Teller gesetzt. Oder man mischte noch Haferflocken unter und setzte kleine Häufchen... herrlich!
Wer Lust hat, kann es ja mal probieren, schon der Duft ist es wert!


Ich denke da irrst Du Dich.
In den 50ern gab es bereits Cocoa Cola.
Schaue Dir mal die Werbung von damals an:

Coca Cola Werbung

Viele konnten es sich nur nicht leisten.

Gruß Monja.
Haoua
Haoua
Mitglied

Re: Meine klingende Straße
geschrieben von Haoua
als Antwort auf Monja_moin vom 07.08.2013, 18:27:40
Dein Rezept mit den Sahnebonbons stelle ich heute noch mit meinen Enkelkindern her. Sie sind begeistert,nur mit den Haferflocken das kannte ich nicht,werde es sofort ausprobieren! Haoua

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etti2
etti2
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Re: Meine klingende Straße
geschrieben von etti2
als Antwort auf Gillian vom 11.07.2013, 16:25:24
Hallo Gilian, meine Antwot kommt sehr spät. Meine Zeit erlaubt mir nur einen seltenen Besuch hier. Aber im Zusammenhang zu "Meine Straße" schriebst Du von einem Nachbarsjungen der eines Tages abgeholt wurde. Eine Schwester meiner Mutter hatte die Basedowsche- Krankheit, so schlimm, dass sie ohne Hilfe gar nicht leben konnte. Sie konnte zwar sprechen und laufen doch nichts anderes, weder sich anziehen noch lesen oder schreiben. Sie spielte nur mit einem Taschentuch. Auch sie sollte abgeholt werden. Meine Oma hat erfolgreich um sie gekämpft.Bei ihr blieb sie bis Oma starb. Dann kam sie in ein Heim, wo sie noch lange gelebt hat. Wir haben sie oft besucht.
Ja, die Zeit damals war eine schlimme Zeit. Gut dass wir das nicht mehr erleben müssen. Liebe Grüße, Etti2
etti2
etti2
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Re: Meine klingende Straße Ich möchte mich bei Euch allen für die netten Kommentare...
geschrieben von etti2
als Antwort auf schorsch vom 12.07.2013, 09:41:47
Allen meinen herzlichen Dank. Ich freue mich sehr, dass ich mit meiner Geschichte in Euch etwas aus der Kindheit zurück holen konnte. Ja, es ist erstaunlich, wie sich alles entwickelt. Wir können von uns behaupten, dass keine Generation so viel Geschichte, Fortschritt, Entwicklung auf allen Gebieten gute und weniger gute erlebt hat. Wir mußten so viel verarbeiten und speichern, wie keine Generation vor uns und auch nach uns. Das ist meine Meinung. Eigentlich können wir stolz auf uns sein.
Erinnerungen sind wichtig und müssen festgehalten werden. Zum Glück macht mir das Schreiben Spaß und so habe ich manches schriftlich festgehalten. Liebe Grüße, Etti2[size=14][/size]
Friedel1900
Friedel1900
Mitglied

RE: Meine klingende Straße
geschrieben von Friedel1900
als Antwort auf etti2 vom 10.07.2013, 19:48:26

Das ist eine wunderbare Geschichte, lustig und traurig zugleich!

Da kamen Erinnerungen ans Tageslicht! Eine Kindheit am Rande von Berlin, die Straße hatte
auch Kopfsteinpflaster, also eben uff`n Dorf, es war Mitte - Ende der 50er Jahre.

Na klar konnte ich mich sofort daran erinnern, wie die selbstgemachten Bonbons schmeckten!

Schade, dass die Geschichten nicht weiter geschrieben wurden!

Vor längerer Zeit hatten wir einen Schrebergarten, und eine Nachbarin brachte mir "Pferdeäppel"
von einem Zirkus mit. Ich sollte meine Erdbeeren damit düngen. Gesagt ... getan ...

Tatsächlich musste ich jeden Tag "Unkraut" jäten und die Erdbeeren waren dieses Jahr
sehr klein.

DAS habe ich nie wieder gemacht!

Allen einen schönen Tag

Gruß Friedel1900
 


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Xalli
Xalli
Mitglied

RE: Meine klingende Straße
geschrieben von Xalli
als Antwort auf Friedel1900 vom 20.02.2022, 13:49:43
Das ist eine wunderbare Geschichte, lustig und traurig zugleich!

Da kamen Erinnerungen ans Tageslicht! Eine Kindheit am Rande von Berlin, die Straße hatte
auch Kopfsteinpflaster, also eben uff`n Dorf, es war Mitte - Ende der 50er Jahre.

Na klar konnte ich mich sofort daran erinnern, wie die selbstgemachten Bonbons schmeckten!

Schade, dass die Geschichten nicht weiter geschrieben wurden!

Vor längerer Zeit hatten wir einen Schrebergarten, und eine Nachbarin brachte mir "Pferdeäppel"
von einem Zirkus mit. Ich sollte meine Erdbeeren damit düngen. Gesagt ... getan ...

Tatsächlich musste ich jeden Tag "Unkraut" jäten und die Erdbeeren waren dieses Jahr sehr klein. Es kann aber auch an dem vielen Regen gelegen haben.

Allen einen schönen Tag

Gruß Astrid
 
 
Hallo Friedel1900 , fünfmal die gleiche Geschichte? Nicht die Wiederholung macht
einen Beitrag lesenswert!


Das ist einfach nur "trollig".

Xalli

 
Friedel1900
Friedel1900
Mitglied

RE: Meine klingende Straße
geschrieben von Friedel1900
als Antwort auf Xalli vom 20.02.2022, 14:36:14
@Xalli,

wenn Dein Beitrag nicht so krass gewesen wäre, dann würde ich Dir jetzt
Gründe zu meinem Fehler schreiben!

So schreibe ich nur: Ich werde morgen Karl bitten, dies zu ändern.

Ist es Dir Recht so?

Herzliche Grüße
Astrid
Friedel1900
Friedel1900
Mitglied

RE: Meine klingende Straße
geschrieben von Friedel1900

Eine Geschichte vor sehr langer Zeit geschrieben:

Vor vielen Jahren lebte eine Mutter mit ihrem kleinen Jungen ganz alleine
auf dem Land. Der Junge war nicht immer brav und artig, aber die Mutter
schlug ihn nie.

Eines Tages war er so böse, dass seine Mutter meinte, nun müßte er eine
Tracht Prügel bekommen! Die Mutter sagte zu ihrem Sohn, er möge in den
Garten gehen und eine Rute suchen.

Er lief weinend raus und kam lange nicht zurück.

Nach einer langen, langen Zeit kam er zurück mit einenm Stein in der Hand
und sagte zu seiner Mutter, er habe keine Rute gefunden aber einen Stein,
damit kann sie nach ihm werfen.

Mutter und Sohn umarmten sich lange!

In der Küche, auf dem Bord liegt der Stein heute noch!

Gefunden habe ich die Geschichte in der Brieftasche meines Vaters, der
1927 geboren wurde. Mein Vater und meine Großeltern schrieben nur
die Sütterlinschrift, bis zum Ende.

Da wir in der Schule (im Fach "Schönschreiben) auch Sütterlin lernten,
konnte ich es lesen.

Im Netz habe ich darüber nichts gefunden. Gesprochen haben wir auch nie
darüber. Darum schreibe ich vorsichtshalber mal:

Verfasser unbekannt.

Gruß Astrid


 


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